G-Getriebe Bj. 71 Zwischengänge schalten nicht

leistens406

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14. Nov. 2008
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Zülpich
Tach zusammen!

Habe hier einen 406 mit G-Getriebe und Vorschaltgetriebe.
Die Schnecken- und Kriechgänge lassen sich vorwählen und schalten alle einwandfrei und sauber. Die Zwischengänge, also die "halben" lassen sich mit dem Vorschaltgetriebehebel nicht vorwählen. Die "Gasse" läßt sich nicht einlegen (Hebel nach ganz hinten geht nicht). Vorwärts - rückwärts - sechs Gänge - Schnecke - Kriech, schaltet alles ohne zu kratzen perfekt.

Hat jemand eine Idee, wo ich anfangen muss den Fehler zu suchen?

Viele Grüße
Stefan
 
Hi Stefan,

erstmal: HAHA denn das is die blödeste Reparatur an dem Getriebe. Du brauchst nichtmal ein Ersatzteil, aber du musst die Hütte zumindest anheben :D (nicht das der Verdacht aufkommt ich wär schadenfroh ;) ich freu mich nur für dich das du Getriebe basteln darfst und ich Lenkungspumpe muss...)

Im Vorschaltgetriebe ist die Eingangswelle geteilt, und an dieser Stelle, warum auch immer, mit einer Madenschraube gesichert. Diese Madenschraube wird durch die Schaltklaue eingeschraubt, und wenn sie lose ist und sich in das Loch der Schaltklaue setzt lässt diese sich nicht mehr bewegen...

Also nichts weiter schlimmes, nur arbeitsaufwändig. Du solltest aber schon vermeiden weider zu fahren, da sich die Schraube weiter rausdrehen könnte und dann die Schaltgabel beschädigen könnte!

Im WHB steht das soll mit Loctite eingeklebt werden, weitere genauere Infos etc. stehen da auch drin.

Viel Glück und Spaß beim Schrauben Lennart
 
Hallo,

erstmal: HAHA denn das is die blödeste Reparatur an dem Getriebe. Du brauchst nichtmal ein Ersatzteil, aber du musst die Hütte zumindest anheben (nicht das der Verdacht aufkommt ich wär schadenfroh ich freu mich nur für dich das du Getriebe basteln darfst und ich Lenkungspumpe muss...)

Das Fahrerhaus kippen ist eine der leichtesten Arbeiten am 406 und relativ einfach, wenn man ein paar kleinere Hilfsmittel hat, durchzuführen. Ich wundere mich immer wieder, dass da manche solch ein aufhebens drum machen, sich lieber 20 Stunden für irgendwelche fummligen Arbeiten die Finger brechen, als in weniger als einer halben Stunde das Fahrerhaus zu kippen. Manche schaffen es sogar, ohne das Fahrerhaus zu kippen, neue Bodenbleche in die 406er-Kabine einzubauen und eine Komplettlackierung durchzuführen...

Eine der deutlich "blöderen" Reparaturen ist ein Getriebeschaden, bei dem das komplette Getriebe raus muss.

Gruß,
Michael
 
Im Normalfall nehm ich die Hütte immer gleich ganz runter, dauert nur unwesentlich länger und man kommt noch besser ran. Manko: man muss hinterher Bremse und Kupplung entlüften :(

Die Lenkungspumpe muss ich aber so machen, da es ein 406.121 ist, da kann ich das Fahrerhaus nich kippen und in der Scheune unterm Kran is gerad kein Platz... :( also raus ins Scheißwetter...
 
Jo, da sag ich doch mal herzlich danke für die schnelle Antwort.

Apropos Lenkungspumpe: Den Akt habe ich schon hinter mir, mußte den Druckschlauch Pumpe-Lengetriebe wechseln, der war gerissen. Das hat allerdings ohne Kippen der Hütte funktioniert. Lediglich vorn das Fahrerhauslager gelöst und die Hütte etwas angehoben. Lima raus um Platz zu schaffen und einen 22er Ringschlüssel zum Spezialwerkzeug umgearbeitet.
Lenkung ist wieder dicht!

Aber nochmal zu der besagten Madenschraube:

Ich gehe richtig in der Annahme, dass die von oben zu erreichen ist, wenn ich den Deckel mit den Schalthebeln am Vorschaltgetriebe abnehme?

Bitte ein paar weitere Infos dazu, da ich noch kein WHB zur Verfügung habe.
Sollte wohl doch langsam mal die Bestellung bei B+B aufgeben.

Danke erstmal und viele Grüße

Stefan
 
...da es ein 406.121 ist ... was ändert das? Geht genau so zu kippen.
Bestell dir einfach zuerst das WHB und dann mach es ;)

Was sicher für alle interessant wäre, ist, wenn du von der Madenschrauben-Einschraubung Fotos machen könntest. Erspart dem Nächsten dann vielleicht die eine oder andere Frage :)

Viel Erfolg!
 
Hallo, hab das gleiche Problem gerade an meinem MB-Trac 65/70. Ich werde morgen probieren die Schraube wieder zu befestigen von oben. Wenn das nicht geht soll ich die Ölpumpe unten Abbauen und von da mit ner Verlängerung und ner 5.Inbusnuss die Schraube Befestigen.

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Hallo,

Im Normalfall nehm ich die Hütte immer gleich ganz runter, dauert nur unwesentlich länger und man kommt noch besser ran. Manko: man muss hinterher Bremse und Kupplung entlüften

Wenn ich von einem mit "üblichen" Sonderausstattungen ausgerüsteten 406er ausgehe (also z.B. mit Hydraulikanlage), wirst du zum kompletten Abbau des Fahrerhauses deutlich mehr Zeit benötigen. Du musst einige Leitungen der Hydraulikanlage auftrennen und zuvor das Hydrauliköl ablassen, du musst die Luft- und Bremshydraulikleitungen auftrennen, die beiden Kabelstränge zum Rahmen und zum Motor lösen, du musst Kühlmittel ablassen und die Leitungen zur Heizung auftrennen (falls ich jetzt nichts vergessen habe). Hat der Mog auch noch eine Schutzplatte vorn angebaut, muss diese dann auch noch weg, damit du überhaupt an diese Leitungen kommst. Dagegen sind die paar Arbeitsschritte beim kippen des Fahrerhauses in wenigen Minuten erledigt, die komplette Hydraulikanlage (außer evtl. gesteckte Anschlüsse nach hinten) bleibt zusammen und befüllt, am Kühler brauchst du nichts zu machen, hydraulische und pneumatische Bremsleitungen bleiben zusammen und die Elektrik ebenfalls. Wüßte nicht, was da das komplette abbauen des Fahrerhauses für Vorteile bringen sollte, außer mindestens die 3-fache Arbeit.

Die Lenkungspumpe muss ich aber so machen, da es ein 406.121 ist, da kann ich das Fahrerhaus nich kippen und in der Scheune unterm Kran is gerad kein Platz... also raus ins Scheißwetter...

Wieso sollte man an einem 406.121 das Fahrerhaus nicht kippen können? Ab einer bestimmten Fahrgestellnummer (406 ab 5736, 416 ab 0079, 403 und 413 alle) kann man die Fahrerhäuser kippen. Sowohl die früheren als auch die späteren 406er gab's als 406.121. Je nach Baujahr braucht man allerdings verschiedene Kippvorrichtungen.

Gruß,
Michael
 
Hallo Stefan,
die Madenschraube hat nichts mit der vorwahl der Zwischengänge zu tun,das trift nur dann zu wenn sich das Vorschaltgetriebe nicht mehr ein oder aus schalten läst.
Die vorwahl selbst ist oft etwas schwerer,dazu solte das Vorschaltgetriebe ausgeschaltet sein,den die Zahnradpaare müssen zueinander passen das sie sich Schalten lassen.
Versuch es doch noch mal.
Das mit dem zick zack vom Vorwahlhebel weist du ja.

MfG Frank
 
Hallo alle, hallo Hardi!

Jetzt habe ich von dir Hardi, eine gegensätzliche Aussage zu den anderen.
Das Vorschaltgetriebe schaltet ja, eben nur die Zwischengänge, also Vorwahlhebel nach ganz hinten, mal salopp ausgedrückt, geht nicht.
Alles andere schaltet butterweich und super sauber. Ich habe bisher drei Unimogs gehabt und ich weiß, dass das "um die Ecke schalten" schonmal ein wenig hakelig sein kann. Aber bei dem hier geht definitiv gar nix in die "Gasse" für die Zwischengänge.
Bin für weitere Hinweis oder ähnliche Erfahrungen dankbar.

Beste Grüße
Stefan
 
Hallo Stefan,
eine Frage,Läst sich der Vorwahlhebel in stellung 0 bringen?
Ich Frage nach wegen der Schaltsperre 5 und 6 Gang,funktioniert diese.
Es könte auch eine Kugel in der Schaltgabel sich verkanten,oder auf deren Lagerwelle.
Versuchs noch mal,wenn nicht hol dir zuerst mal ein WHB bevor du das Getriebe auf machst. Bei drei Unimogs die du voher hattest,könte man schon eins haben.

MfG Frank
 
Hallo Hardi,

Nullstellung des Vorwählhebels geht auch. Schaltsperre geht auch.
Wie gesagt, alles butterweich, kein Hakeln, kein Kratzen, alles erste Sahne, bis auf die Zwischengänge eben.

Zum WHB, hab`s immer von einem Kollegen bei DB geliehen bekommen, wenn ich denn mal eines brauchte. Die Fa. hat aber dicht gemacht, bzw. ist übernommen worden und da geht jetzt nix mehr. Werde die Bestellung dann mal bei B&B aufgeben.

Bin gespannt auf weitere Hinweise.

Grüße
Stefan
 
OK Stefan, dann hab ich dich falsch verstanden sorry.

Dein Problem hat NICHTS mit der Madenschraube zu tun!

Ich denke auch das dass eher in den Schaltsperren zu suchen ist...


@Michael: Sry hab mich wohl missverständlich ausgedrückt, Ist das alte Fahrerhaus mit Gittern in den Rundungen. Außerdem mit der alten Lenkung(starr und ohne eigenes Ölreservoir) Da is nix mit kippen...

Vom Hydrauliksteuerblock löst man nur die Steuerhebel und schraub ihn los, der bleibt dann am Fzg.(etwas kippen und er "fällt" unten raus) einzig muss man vorn im Gitter die halterungen für die Schläuche lösen.

Und der Kühler muss doch zum Kippen auch raus oder nicht?

LG Lennart
 
Hallo,

@Michael: Sry hab mich wohl missverständlich ausgedrückt, Ist das alte Fahrerhaus mit Gittern in den Rundungen. Außerdem mit der alten Lenkung(starr und ohne eigenes Ölreservoir) Da is nix mit kippen...

Vom Hydrauliksteuerblock löst man nur die Steuerhebel und schraub ihn los, der bleibt dann am Fzg.(etwas kippen und er "fällt" unten raus) einzig muss man vorn im Gitter die halterungen für die Schläuche lösen.

Und der Kühler muss doch zum Kippen auch raus oder nicht?

Beim nicht-kippbaren Fahrerhaus bleibt natürlich nix anderes übrig als komplett abbauen.
Beim kippbaren ist aber der Hydrauliksteuerblock am Fahrerhaus befestigt, da geht das nicht so wie du's beschreibst. Zum kippen bleibt der Kühler natürlich drin. Da muss nicht viel gemacht werden: Im Prinzip nur Lenksäule am Lenkgetriebe ab, Luftansaugung ab, Getriebeabdeckung entriegeln, Handbremsumlenkung öffnen, Fahrerhaus lösen, Kippvorrichtung anbauen und kippen. Sonst nix. Geht in ca. 15 Minuten, wenn man geübt ist.

Gruß,
Michael
 
Nabend Gemeinde,

bin nach wie vor keinen Schritt weiter in der Sache.
Habe heute das Getriebeöl komplett abgelassen und aufgefangen. Scheint sauber, keine Späne oder dgl. im Sieb. Neues Öl 85 W 90 GL 4 eingefüllt bis Maximum am Messstab. Keine Änderung gegenüber vorher. Die Gruppe halbe Gänge läßt sich nicht einlegen.

Was ich noch beobachtet habe und in dem Zusammenhang möglicherweise von Bedeutung sein kann:

Ich meine, wenn das Getriebe etwas warm gelaufen ist, würde ich im Standgas aus dem vorderen Bereich nahe der Kupplungsglocke ein unregelmäßiges, metallisches Schlagen hören, relativ deutlich. Bei Drehzahlerhöhung meint man nimmt es etwas ab. Komisch daran ist, das es auch bei getretener Kupplung vorhanden ist. Wenn es aus dem Getriebe käme, dann müßte es doch bei getretener Kupplung weg sein, da das Getriebe dann entkoppelt ist und stehen bleiben müsste, richtig?
Es bleibt aber gleich hörbar, ein- wie ausgekuppelt. Spürbar unnormale Vibrationen beim "Handauflegen" oder an den Schalthebeln kann ich nicht feststellen und wie schon eingangs gesagt: es schaltet alles sauber und butterweich, eben nur die Zwischengänge nicht.

Hat jemand eine Idee?

Gruß
Stefan
 
Hallo, ich hatte ja auch ein solches Problem. Der Zwischengangschalthebel steckte in stellung Neutral fest, also kein Kraftschluss mehr. Nachdem ich die Madenschraube festgezogen hab ging alles wieder wie vorher.
mfg
Martin
 
Hallo Martin,

was bezeichnest du als Zwischenganghebel?

Der Hebel um die Gänge vorzuwählen oder der Hebel um sie zu schalten?

Bei mir geht der zum vorwählen nicht!

Nicht das wir hier am Thema vorbei diskutieren.

Gruß
Stefan
 
Hallo, bei mir war es am MBtrac. Der Hebel um zu untersetzen, im Trac links vorne neben dem für Kriech und Schneckengänge.
Ich hoffe ich hab euch nicht verwirrt.
Mfg
Martin