Getriebe-Frage

Hallo Zsolt,
Achse kann man auch mit Zahnstangenwinde - zwischen Achse und Rahmenquerrohr eingespannt - zurückdrücken.
Christoph
 
Hallo Zsolt,
Du hast ja Deinen Abtriebsflansch auf 12 Löcher umgebaut, kannst Du alle 12 Schrauben eindrehen oder nur 10 Schrauben? Ich möchte auch auf 12 Loch umrüsten und es heist immer wieder dass nur 10 Löcher verwedet werden können.
Kannst Du mir hier bitte kurz weiterhelfen?

Vielen Dank.

Gruß Robert
 
Hallo Robert,

ganz einfach. Laut TDV gibt es nur 10 Loch Gelenkwellen und 12 Loch Flansche. Deshalb gehen beim 404 keine 12 Schrauben.

Wie das beim 411 aussieht, habe ich nicht geprüft.

Gruß
Markus
 

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Hallo Robert,

ich habe 12 Schrauben im Kardanflansch. Es sind 2 Stück davon M8*16 mm. Die anderen sind M8*20 mm, alles 10.9 Schrauben. An die zwei 16 mm Schrauben habe ich die Fase um 1 mm vergrößert, dann gehen sie gerade so hinein. Die beiden Flansche haben 7+8 mm, daher dürften die immer noch voll tragen.

Ich habe die Flansche selbst geändert, daher sind bei mir 12 Schrauben möglich. Zwei Stück kann man ggf. weglassen.

Das Getriebe ist jetzt herausoperiert

39964766hw.jpg


Ich habe die Panhard-Stäbe am Rahmen ausgehängt und beide Achsen mit Spanngurten etwa um 10-15 mm vom Getriebe weggezogen. Es ist wesentlich besser zum Hantieren. Das Getriebe sollte man sogfältig an den Kran aufhängen, an sonnst verkanntet es sich beim Anheben. Das vordere Schubrohr sollte mit einer Wagenheber unterstützt werden, damit es nicht absackt.

Ich habe noch eine Frage bezüglich der Ausgleichsringe, welche der Schubkugelvorschpannung beeinflussen. Ich brauche noch ein Ring mit ca. 4,0 mm Stärke. Gibt es die noch zu kaufen und wer hat sie? Alternativ hat jemand von euch so ein Ring zum Verkaufen?

An die Getriebebefestigungs-Schrauben M16*1,5 in 12.9 Qualität, laut Jürgen, komme ich auch schwer heran. Im Internet sind 10.9 Schrauben noch erhältlich aber danach wird es echt dünn.

Dank und Grüße: Zsolt
 
Hallo Zsolt,

ich habe gerade nochmal bei MB-Webparts geschaut, dort werden tatsächlich anders als in der TDV nur noch 10.9er Schrauben für die Getriebebefestigung angegeben.
Zwei Satz Distanzringe habe ich seinerzeit bei Mogparts erstanden.
 
Hallo Zsolt,
danke für die Info, ich werde meine Flansche wie Du selber nacharbeiten, dann setze ich auch an der Welle 12 Löcher und nehme wie Du kürzere Schrauben an der Stelle.
Dann hoffe ich dass es hält und keinen Ärger macht.
Gruß Robert

Hallo Markus,
habe eben bei Schnorr gesehen dass die Scheiben nur bis zur Schraubengüte 10.9 verwendet werden können. Vermutlich sind 12.9 zu hart um eine ausreichende Verzahnung zu erreichen. Eventuell könntest Du das ja an Deine Bilddatei anfügen, dann ist es für alle gleich ersichtlich die überlegen diese Scheiben einzusetzen. Wäre ja schade wenn es einer gut meint und 12.9 Schrauben damit sichern will.
Gruß Robert
 
Hallo Zsolt,
mich würde interessieren wie Du das notwendige Schubkugelspiel ermittelt hast bzw. wie Du feststellst, dass es auch ausreichend, also nicht zu eng oder zu groß ist?
Schon mal vielen Dank für die Antwort und
Mit Mog Grüßen
Roland
 
Hallo Roland,

es gibt eine Hilfsvorrichtung womit die Spielfreiheit der Schubkugel eingestellt werden kann. Das ist ein Dummy in dem man ein Rohrstück einstecken kann. Mann zieht den Schubkugelschrauben an und rüttelt am Rohr. Wenn es zu leicht sich bewegen lässt muss man eine dickere Ausgeichscheibe einlegen und erneut probieren bis es richtig satt/schwer geht.
Ich habe bereits sogar darüber etwas gepostet, aber momentan kann ich es unter der Forum Beiträgen nicht finden.
Jedenfalls habe ich die Vorrichtung bei örtlichen Unimog-Schrauber ausgeliehen gehabt.

Grüße: Zsolt
 
Hallo Zusammen,

fast habe ich vergessen. Ich suche noch Schubkugel-Ausgleichscheiben mit folgender Nummer:
A404 358 0852 / 4,0 mm
A404 358 1252 / 3,8 mm
A404 358 1353 / 3,9 mm
Bitte anbieten wenn noch etwas vorhanden.

Dank und Grüße: Zsolt
 
Hallo Zusammen,
heute wollte ich endlich mein überholtes Getriebe einbauen. Alle Gänge lassen sich mit wenig Kraft einlegen. Habe aber leider festgestellt, dass wenn ich in das Vorgelege (1.und 2. Gang) schalte, dass Getriebe blockiert, wie wenn es zwei Gänge gleichzeitig eingelegt wären. Dieses Phänomen taucht auch dann auf wenn ich ohne Deckel und Schaltkulisse der Mitnehmer auf der Vorstufenwelle nach hinten schiebe und einraste.
Was ich an das Getriebe gemacht habe ist folgendes:
Lager am Getriebe-Eingangs-Flansch erneuert, dazu Eingangswelle ausgebaut.
RWD-s am Abtriebs-Flanschen zur Kardan erneuert.
Was mir auffällt ist, dass das Synchronring welche unmittelbar hinter Eingangswelle sichtbar ist fest sitzt und im Gegensatz zu den anderen Synchronringen kein bisschen sich bewegen lässt, wie wenn es verklemmt wäre.
Kann der Synchronring nur in einer bestimmten Lage eingebaut werden, oder habe ich hierbei einen Fehler gemacht?
Dank und Grüße: Zsolt
 
Hallo Zusammen,
ich möchte Entwarnung geben, das Getriebe blockiert nicht mehr. Es war tatsächlich, wie ich es vermutet habe, ein bei der Montage eingeklemmter Synchronring. Ich habe den Flansch von Eingangswelle gelockert und leicht mit einem Schraubendreher am Synchronring gehebelt und es ist herausgesprungen. Es lässt sich jetzt an die Stelle locker hin und her bewegen. Danach die Schrauben angezogen. Das Getriebe ist gut schaltbar und die Hauptwelle hat kaum Spiel.
Man lernt nie aus!!!
Grüße: Zsolt
 
Hallo Zsolt,

zu dem Thema vom Anfang mit dem undichten Wellendichtring.
Es wäre durchaus möglich dass Du ihn etwas zu tief in den Sitz gezogen oder geklopft hast. Mir ist es passiert dass ich ihn nur geringfügig zu tief eingezogen habe, auf dem Segerring liegt er unterschiedlich auf da dieser nicht überall gleichmäßig weit in die Bohrung ragt. Dieser Wellendichtring hat ja keine Plane Auflage wie der original Dichtring, er ist zur Hälfte Auflagenseitig gewölbt.
Bei mir war es so dass ich den Ring sehr vorsichtig eingezogen habe, dann gab es auf dem Segerring den ersten Kontakt und dann hat sich das Metalghäuse des Wellendichtringes etwas verzogen bzw. leicht verdreht. Zu sehen war das nur an der Dichtlippe, die war dann an dieser Stelle etwas nach hinten gewandert, abgekippt. Als mir dies Auffiel habe ich den Ring sehr vorsichtig mit einem Abzieher wieder demontiert, da habe ich dann gesehen dass der Ring sich wegen der unebenen Auflageläche (Segerring) ganz leicht verzogen hatte. Der wäre nie dicht gewesen.
Diese Cortego Wellendichtringe verzeihen keinen Einbaufehler, sie sind nicht annähernd so unempfindlich beim Einbau wie die originalen Wellendichtringe.
Auf Grund der vermutlich besseren Temperaturbeständigkeit bin ich aber bei diesem Wellendichtring geblieben.

Es bleibt nur jedem der diese Wellendichtringe einbauen möchte übrig beim Eintreiben sehr vorsichtig zu sein und sich Zeit zu nehmen, dieser Wellendichtring kann nicht auf Anschlag eingetrieben werden. Durch seine unebene Unterseite und der ungleichmäsigen Auflagefläche am Segerring ist dies nicht möglich. Der einzige Orientierungspunkt war für mich die Oberkante der Bohrung in dem der Wellendichtring sitzt.

Wie machen dass die Spezialisten die schon öfters diese Ringe eingebaut haben? Gibt es noch andere Erkenntnisse?
Hier wären die Erfahrungen aller bestimmt hilfreich, jeder der das schon gemacht hat weis um den Aufwand. Und dann wegen einer kleinen Unachtsamkeit oder Unwissen alles nochmal, da K... doch jeder.

Gruß Robert
 
Moin zusammen,

ich möchte mal kurz an dieser Stelle eine Zwischenfrage stellen.... Mein Getriebe lässt sich zwar noch schalten und seit dem ich die Öl-Additive hinzugefügt habe gefühlt noch etwas besser, aber es kommt der Tag x an dem ich nicht drum rumkomme das gute Ding zu tauschen bzw. instand zu setzen..... meine Frage wäre daher.

Wenn ich die Seitenplatte am Getriebe aufmache, ist es möglich den Zustand der Synchronringe einzuschätzen? - Sprich wie lange ich noch Spaß mit denen habe bevor es zum Totalausfall kommt? Oder sie sogar zu überarbeiten, zu pflegen?

Die Kupplung bzw. das Getriebe auszubauen ist meine größte Panikbaustelle. Deswegen würde ich es gerne so lange es geht verschieben.

- Wohnt einer von euch in der Nähe von Koblenz/Montabaur im schönen Westerwald? Den ich zu Rate ziehen kann, wenn ich nicht mehr weiter weiß?
Bin leider auf dem Thema nicht so fit.

Gruß Marius
:danke
 
Hallo Robert,

wie und mit was hast du den Corteko RWD eingebaut?
War die offene Seite nach innen oder nach außen?

Grüße: Zsolt
 
Hallo Zsolt,
ich habe den kompletten Flansch aus dem Getriebe genommen und auf die Werkbank gelegt. Mit einem Abzieher habe ich den original Wellendichtring aus dem Flansch gezogen. Dann habe ich den originalen vermessen, im speziellen die Lage der Dichtlippe und die position mit dem Cortego verglichen. Da der Cortego auf der Staublippenseite (offene Seite) sehr dünnwandig ist um ihn ein zu treiben habe ich mir eine Adapterplatte gedreht die sehr genau passt. Dann habe ich den Wellendichtring mit Hilfe einer Spindel mit 1,5mm Steigung in den Sitz gezogen. Auf der Lagerseite des Flansches habe ich ebenfalls eine Platte als Gegenhalter gedreht.
Den Wellendichtring habe ich mit der Dichtlippe Ölseitig und der Staublippe Flanschseitig positioniert.
Da der Wellendichtring von Cortego nicht stabil ist und die gewölbte Seite sich sehr leicht verformt habe ich keinen erhöhten Widerstand bemerkt als er teilweise auf dem Segerring auftraf. Ich habe sehr darauf geachtet ihn beim Einbau nicht zu verkanten, deshalb habe ich das Hilfswerkzeug zum Einziehen gebaut.
Ach und dann wollte ich Dir noch sagen dass bei mir alle 12 Schrauben mit der Länge von 18mm und 13mm Schlüsselweite in den Flansch der Gelenkwelle (Kardanwelle) zur Hinterachse rein gegangen sind. Ich musste nur mit einer großen Halbrundfeile an der Unterseite der Lageraugen den Gußgrat etwas verputen, aber nicht wirklich Material abtragen.
Diese Woche bekomme ich noch meine neue Gelenkwelle für Vorne mit 10 Lochflansch und dauergeschmiertem Gelenk. Bin gespannt ob ich da auch alle 12 Schrauben einfach so durch bekomme nachdem ich die zwei zusätzlichen Löcher gebohrt hab.

Gruß Robert
 
Hallo
Wenn ich die Seitenplatte am Getriebe aufmache, ist es möglich den Zustand der Synchronringe einzuschätzen? - Sprich wie lange ich noch Spaß mit denen habe bevor es zum Totalausfall kommt? Oder sie sogar zu überarbeiten, zu pflegen?
beurteilen kann man das, sofern man weiß, wie die auszusehen haben und wann die Teile schibbes sind.
 
Moin moin,
Merll_0408 schrieb:
Wenn ich die Seitenplatte am Getriebe aufmache, ist es möglich den Zustand der Synchronringe einzuschätzen? - Sprich wie lange ich noch Spaß mit denen habe bevor es zum Totalausfall kommt? Oder sie sogar zu überarbeiten, zu pflegen?
wie Helmut schon schreibt, sehen kann man die wohl. Aber es gibt keinen Maßstab, der sagt bei welchem Verschleißbild die noch wie lange halten. Das kann auch stark vom Fahrer und seinem Schaltverhalten abhängen.

Überarbeiten oder pflegen kann man die Synchronringe nicht.
Trotz der Synchronringe mit Zwischengas und Doppelkuppeln herunter zu schalten dürfte die Ringe schonen, manch alter Unimog-Fuchs ist auch vom Doppelkuppeln beim Hochschalten überzeugt.

Nicht nur die Synchronringe sind bei dem Getriebe manchmal hinüber, auch und gerade die Federnäpfe hinter den Schaltsteinen machen gern mal Probleme - zumindest in der älteren Ausführung. Und diese Federnäpfe kann man von außen überhaupt nicht sehen, erst wenn die Wellen aus dem Getriebe raus sind.

MfG
Fabian
 
wie Helmut schon schreibt, sehen kann man die wohl. Aber es gibt keinen Maßstab, der sagt bei welchem Verschleißbild die noch wie lange halten. Das kann auch stark vom Fahrer und seinem Schaltverhalten abhängen.

Überarbeiten oder pflegen kann man die Synchronringe nicht.
Trotz der Synchronringe mit Zwischengas und Doppelkuppeln herunter zu schalten dürfte die Ringe schonen, manch alter Unimog-Fuchs ist auch vom Doppelkuppeln beim Hochschalten überzeugt.

Nicht nur die Synchronringe sind bei dem Getriebe manchmal hinüber, auch und gerade die Federnäpfe hinter den Schaltsteinen machen gern mal Probleme - zumindest in der älteren Ausführung. Und diese Federnäpfe kann man von außen überhaupt nicht sehen, erst wenn die Wellen aus dem Getriebe raus sind.

Vielen Dank dafür!
Beim Hochschalten habe ich keine Probleme hier klappt alles Butterweich. Das Problem ist das runter schalten, vor allem vom 4 in den 3 .... 6 in 5 geht zu 85% gut. Aber dann werd mir das mal ansehen.
:danke