Gewichtsersparnis durch Alupritschen = Chancen auf Ablastung erhöhen

B-Geplagt

New member
30. Juni 2023
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Guten Tag,

ich wollte mal fragen ob Jemand Erfahrung mit Alupritschen gemacht hat, konkret wie viel Gewicht sich dabei einsparen lässt. Nach meiner Kenntnis ist ja z.B. ein Unimog U 406 oder erst recht 416 kaum noch auf 3.5 Tonnen abzulasten, es sei denn man macht ihn wirklich "nackig". Da das aber erstens nicht gut aussieht und zweitens soweit ich weiss vom TÜV nicht gerne gesehen wird, dachte ich an eine Alupritsche? Bringt das wirklich was?

Ansonsten fallen mir nur noch kleinere Räder ein....

Grüße
 
Hallo Namenloser,


wenn man mal schnell googlet kommt man mal auf so Antwort wie hierin den Post

fu-mog-406 schrieb:
Hallo noch einmal,
hier nun die Antort von Metallbau Feulner zu der Pritsche: "Hallo habe sie noch nicht gewogen mann kann sie mit 4 mann ohne bordwände logger tragen 200-250 KG".
Also 4 Mann - 4 Ecken sollte gehen, auch wenn das mit rund 50 kg pP schon nicht so einfach ist in der Höhe der Pritsche.
Aber damit habe ich dann Angaben mit denen ich auskomme.
Danke für Eure Hilfe.
Beste Grüße
Florian


Bei Baustahl hast du eine Dichte von ca. 7900 kg/m³.
Alu ist dann irgendwo bei 2700 kg/m³.
Also wiegt alu dann ca. 1/3 von stahl.

Wenn die Pritsche also irgendwo zwischen 200-250kg wiegt, würdest du wohl demnach auf 67-83 kg kommen.

Wenn ich jetzt mal gucke, für eine Siebdruckplatte finde ich auf der Stelle eine Dichte von 10,2 kg/m² bei einer 15mm platte also dann 10,2kg/m² / 0,015m = 680 kg/m³.
Das glaube ich aber irgendwie noch nicht, dann würde die ganze Pritsche doch nur noch 10% wiegen.

Aber 20kg für die Pritsche käme mir dann doch zu leicht vor. Naja gut es bräuchte eh stahl Verstärkungen und auch wahrscheinlich mehr Alu als stahl.
So ganz einfach wird es wohl nicht und ich hoffe mal, dass ich auch keinen Knick in der Rechnung habe.


Gruß
Sebastian
 
Hallo und herzlich willkommen Unbekannter,

hier bei uns ist es üblich, nein, eigentlich sogar in der Nettiquette festgelegt, dass wir uns an die alten Höflichkeitsregeln aus dem klassischen Briefeschreiben halten.

Dazu gehört, dass wir uns mit unserem realen Vornmen bei jedem Posting verabschieden. Insgesamt wird dadurch unsere Gemeinschaft einfach freundlicher, persönlicher, verbindlicher.

Was genau ist den Dein Vorhaben. Klar soweit einen 406 0der gar 416 ablasten. Aber was möchtest Du dann damit mchen, wozu soll er dienen.

Die oben von Sebastian gemachten sehr theoretischen Aussagen werden sich in der Praxis wohl eher nicht ergeben. Alu ist zwar leichter als Stahl, soweit stimmen die Werte aber eben auch weniger belastbar. Wenn es noch eine reale Pritsche sein soll wird die Gewichtsersparnis geschätzt höchstens 30% ergeben. Soetwas geben Fahrzeugaufbauhersteller an.

Gut die Pritsche müsste bei einem abgelasteten Mog auch nicht so viel aushalten, weil ja trotz Leichtpritsche praktisch keine Zuladung bleibt, aber sie sollte auch nicht bereits bei einer Kiste Limo verbiegen.

Mein 404 hat auch keine richtige Pritsche mehr nur eine offene Plattform (und ein paar andere Änderungen). Dies war dem TÜV eigentlich egal, Räder waren ordentlich abgedeckt, keine vorstehenden scharfen Kanten etc. Eingetragen eben als LKW Plattform.
 
Oh ok, eher ungewöhnlich so mit Klarnamen im Internet.

Tragen muss das Nix mehr, ausser vielleicht ein klein wenig Holz auf nicht öffentlichen Waldwegen, also von daher kein Problem. Ist nur als Spaßgerät und Sammelobjekt gedacht, nur dafür möchte ich eben keinen neuen Lappen machen.

Wusste nicht, dass eine einfache Pritsche auch erlaubt ist - dann könnte ja sogar ein U 140 L in Greifbare Nähe rücken? Der könnte mit den erlaubten über 80km/h vermutlich noch eher etwas anfangen.

Grüße

Marcus
 
Hallo,
Jürgen-Fahlbusch schrieb:
Die oben von Sebastian gemachten sehr theoretischen Aussagen werden sich in der Praxis wohl eher nicht ergeben. Alu ist zwar leichter als Stahl, soweit stimmen die Werte aber eben auch weniger belastbar.

Einfach einen großen Heiß oder Helium Ballon an die Pritsche bzw die Fracht binden, der gleicht dann die Gewichtskraft wieder aus und minimiert die Belastung.
Aber dann bitte nurnoch langsam fahren um möglichst dynamsiche Kräfte zu vermeiden.

Gruß
Sebastian
 
Guuden,

Es gibt Bestrebungen, in Zukunft von der „technisch möglichen Gesamtmasse" als Basis
für Maut, Besteuerung, Fahrerlaubnisse, HU- Intervalle etc. ausgehen zu wollen.
Dann funktioniert zumindest ohne technische Änderungen das übliche Ablasten
zum Erzielen von Vorteilen nicht mehr wie bisher üblich.
Sollte es soweit kommen gibt es dann hoffentlich wenigstens Bestandsschutz.

Gut Mog!
Justus
 
Na super, erst werden einem einfach ohne Grund 4 Tonnen weggenommen und dann noch das Ablasten erschwert.
 
Guuden,

Seitdem vor ein paar Jahren die Paketunternehmen massenhaft die Prüfstationen
mit ihren 3,5 Tonnern gestürmt haben, um durch eine Ablastung auf 2,8t die Sozialvorschriften
für ihr Personal unterlaufen zu können, wird es immer schwieriger damit.

Äußerst schwierig ist es außerdem inzwischen häufig,
wenn durch das Ablasten zur Einordnung in eine andere Fahrzeugklasse kommt.
In Deinem Fall also von der Klasse N2 zu N1.
Da sollte vorher mit dem Prüferinnen des maximal möglichen Vertrauens gesprochen werden.
Evtl, wäre ein Ablasten eines U406/U65 auf 3,49t möglich, bei 2,650 kg Leergewicht blieb genügend Nutzlast
von min. 25% des Leergewichts.
Ein „nicht LKW" wie eine Zugmaschine, Arbeitsmaschine und viele andere „sonstige Kraftfahrzeuge" kommen mit wesentlich weniger Zuladung aus, Fahrer, Beifahrer und noch in bisschen sonstiges reicht dann, sodass der U70 und der U80 auch noch
Führerschein Klasse B fähig werden könnten.

Gut Mog!
Justus
 
PS: Eine Leichtbaupritsche 1950x1850mm aus 35mm Siebdruckplatte als Boden und 300mm hohen Bordwänden aus 16mm Platten
Kann mit Beschlägen durchaus ca. 125 bis 145 kg wiegen.
 
Hallo
Der 140L wiegt leer ohne jeglichen Aufbau und kleinster Reifen/Felgenkombi (10,5R20/9x20) bereits 3390Kg.
Beim 406 kommt es drauf an, welches Baujahr und Ausstattung. Die frühen Baujahre sind da besser geeignet, die späten liegen beim Leergewicht und etwas Ausstattung bereits über der magischen Grenze.
Wenn du hier etwas intensiver suchst, findest du einige erfolgreiche Beispiele, mehr als eine Butterbrotdose darfst du aber nicht mitnehmen, vom Beifahrer ganz zu schweigen.
 
Moin zusammen,
mir stellt sich die Frage in welchem finanziellen Rahem die möglichen/nötigen Umbaumaßnahmen durchzuführen sind.
Verglichen mit den Kosten für den Besuch der Fahrschule, wird sich vermutlich keine so hohe Differenz ergeben. Und ich meine die Umbauten nicht schöngerechnet ohne Arbeitszeit und benötigtes Werkzeug.
Meiner Meinung nach ist die einzige sinnvolle Möglichkeit, wenn ich einen Unimog in der Gewichtsklasse 406+ fahren will, nur den entsprechenden Führerschein zu besitzen.
Mal abgesehen davon, dass sich das Fahrzeug nach den gemachten Umbauten und Umschlüsselungen ggf. nur noch schwer bis garnicht mehr vernünftig verkaufen lässt, weil der neue Besitzer erstmal das Gerenne zu Behörden/Werkstatt, etc hat, um die Maßnahmen wieder Rückgängig zu machen.
Am Ende kann es ja jeder machen wie er will, aber hier wäre doch eine Kosten/Nutzen Analyse sinnvoll?
 
Naja der Führerschein ist das eine, aber der U 140L zumindest könnte dann ja auch echte 110km/h fahren ohne daran zu sterben, also +30km/h. Die U 416 mit scneller Achse und 125PS können das wohl auch.

Klar müssen die Kosten das noch rechtfertigen das stimmt natürlich. Aber z.B. Alu-Felgen sind jetzt noch kein Extremumbau und könnten die entscheidenden 100kg bringen. Also ich habe von Hellgeht gehört, dass die ihren U 140 für den Ralleybereich wohl mal abgelastet hatten.
 
Moin zusammen,

da stellt sich nur die Frage, ob man das wirklich will. Es ist laut und fährt sich schwammig, nicht angenehm. Dazu kommt, dass die Fahrzeuge nicht darauf ausgelegt sind im Dauerbetrieb Höchstgeschwindigkeit zu laufen, da kommen dann ggf. ganz andere Probleme zum Vorschein.

Rallybetrieb ist auch mal was ganz anderes, da kann Jügen bestimmt mehr dazu sagen, aber es ist ein reiner Einzweckbetrieb. Von daher ist der Vergleich fraglich.

Es ist wie häufig die Frage nach der Sinnhaftigkeit der Aktion zu stellen. Und ob es nicht eine sinnvollere Variante gibt.
 
Hallo Marcus,

das mit dem Gruss am Anfang und Ende jedes Beitrages schon wieder vergessen? :D

Du träumst von einem Hellgeth Umbau? Was möchtest Du denn mit den schnellen Mogs wirklich machen? Oben hast Du von einem Spassgerät ohne besonderen Zweck geschrieben, nicht von einem Rallyeeinsatz. Das sind zwei sehr unterschiedliche paar Schuhe.
ALU-Felgen gibt es nicht so von der Stange für unsere Mogs und Hellgeth macht sehr viele sehr schöne und ausgereifte Umbauten, die dann aber auch Ihren fairen Preis haben. Dagegen sind die Kosten für den Führerschein echte Peanuts.

Wenn Du nur mit einem Unimog schnell fahren möchtest geht das auch schon mit einem auf 3,4 to abgelastetem U404 und höher verdichtetem M130 Motor sowie 12,5er Reifen. Das dann als Cabrio offen bei schönem Wetter auf der BAB und Busse sowie kleine PKW von der linken Spur jagen. Ja macht auch mal Spass, habe ich ausprobert, geht. Und um wieder ein bisschen herunterkommen wird dann jede Tankstelle angefahren.

Ich denke, Du musst Dir erst einmal klar werden was Du wirklich möchtest. Ein Unimog, egal welcher ist eben ein Nutzfahrzeug und kein Rennwagen. Nur zum Cruisen kann ich mir andere Oldtimer als geeigneter vorstellen.
 
Naja also 110km/h empfinde ich jetzt nicht als Rennwagen ;) Das sollte soweit ich es verstanden habe dann auch bei den genannten Versionen keine dauerschädliche Höchstgeschwindigekt sein oder doch? Dachte die läge bei U 416 / U 140 L mit entsprechend eingestelltem Motor bei 120km/h? Daher noch etwas Luft gelassen.

Das Argument der weniger sicheren Fahrweise sehe ich absolut ein, das war der Hauptgrund weshalb ich an den U 140 L dachte, da technisch wesentlich neuer. Ist auch der Hauptgrund warum ich eben nicht an den U 404 dachte, da technisch nochmal älter und "wackliger" als der U 416.

Nein rallaybetrieb und Rallayepreise sind sicher nicht der Wunsch, aber einen neuen Lappen zu machen und dann eben nur 80 fahren zu können ist halt auch nicht verlockend....

Grüße

Marcus
 
Hallo Marcus,

aber einen neuen Lappen zu machen und dann eben nur 80 fahren zu können ist halt auch nicht verlockend....

"SCHNELL" und "Unimog" ist keine Kombination, die mir so spontan in den Sinn gekommen wäre :wink:

Ich find eigentlich bei meinem U1200 ein Tempo so um die 60 km/h immer ganz entspannt- > 70 km/h macht eigentlich auf Dauer nicht so richtig Spaß. 110 mag ich mir ehrlich gesagt nicht vorstellen- vielleicht bin ich aber auch nur zu geizig für den Sprit :mrgreen:

Und jetzt mal ehrlich: für einen Führerschein C/CE solltest du bei um die 3500 € liegen, je nach Veranlagung +/- 500€. Hinzu kommen Folgekosten von vielleicht 200€ alle 5 Jahre. Dafür hast du dann aber auch einen brauchbaren Führerschein... Für den Unimog reicht dir prinzipiell auch C1, keine Ahnung, was du aktuell besitzt? B oder BE?

Der Einstiegspreis für deinen angedachten Unimog dürfte im Bereich 15-20.000 und aufwärts liegen. Unterhaltskosten von mindestens 500€ im Jahr noch nicht mit eingerechnet. Plus die Kosten für deinen angedachten Umbau- und dann hast du einen Unimog, den du für nichts mehr richtig nutzen kannst.
Da ist der Preis des benötigten Führerscheins doch vernachlässigbar?

Wenn es jetzt mit Gewalt was <3,5t sein soll würde ich mir dann doch eher einen passenden Geländewagen suchen. Bei mir wäre es (wenn es nicht mein jetziger U1200 geworden wäre) vermutlich auf einen Toyota Land Cruiser raus gelaufen :D
Handlicher als der Unimog, leichter, schneller, ähnlich kultig! Ähnliche Preise und vermutlich eine ähnliche Fangemeinde.

Versteh mich nicht falsch, aber ich denke du wirst mit deiner angedachten Kombi auf Dauer keinen Spaß haben!
 
B-Geplagt schrieb:
Naja also 110km/h empfinde ich jetzt nicht als Rennwagen ;) Das sollte soweit ich es verstanden habe dann auch bei den genannten Versionen keine dauerschädliche Höchstgeschwindigekt sein oder doch? Dachte die läge bei U 416 / U 140 L mit entsprechend eingestelltem Motor bei 120km/h? Daher noch etwas Luft gelassen.

Das Argument der weniger sicheren Fahrweise sehe ich absolut ein, das war der Hauptgrund weshalb ich an den U 140 L dachte, da technisch wesentlich neuer. Ist auch der Hauptgrund warum ich eben nicht an den U 404 dachte, da technisch nochmal älter und "wackliger" als der U 416.

Nein rallaybetrieb und Rallayepreise sind sicher nicht der Wunsch, aber einen neuen Lappen zu machen und dann eben nur 80 fahren zu können ist halt auch nicht verlockend....
hast du mal einen Unimog ohne Aufbau sprich ohne belasteter Hinterachse mal gefahren?Da machst du spätestens über 60Km/h freiwillig Schluss.

B-Geplagt schrieb:
Klar müssen die Kosten das noch rechtfertigen das stimmt natürlich. Aber z.B. Alu-Felgen sind jetzt noch kein Extremumbau und könnten die entscheidenden 100kg bringen. Also ich habe von Hellgeht gehört, dass die ihren U 140 für den Ralleybereich wohl mal abgelastet hatten.
Für die Felgen pluss Reifen bekommst du neben dem CE noch den DE.
Für die gewünschte Geschwindigkeitsbereich nötigst du neben dem schnellen Spltt (der den Gewichtsrahmen wiederum sprengt) längere Achsen, also 2x Kegel/Tellerradsatz plus 4 Sätze schnelle Vorgelege samt neuen Lagern.
Träum süß weiter, nachdem du dich nach den Preisen erkundigt hast, wirst du von alleine wieder wach.
 
Tja herrlich, die Unimog die technisch locker 120 könnten sind viel zu schwer um es zu dürfen und umgekehrt :D
 
Guuden,

es gibt ein paar Unimogmodelle mit denen man mit Klasse B fahren kann.
Der von Jürgen beschriebene 404 ist häufig auf 3,5t abgelastet,
von Daten der anderen kann hier in der Typenliste ein Eindruck entstehen.
https://www.unimogfreunde.de/

Gut Mog!
Justus