Hallo Torsten,
Noch mal so aus der Erinnerung, was du so in den letzten Wochen gemacht hast: Du hattest Dreck im Tank, hast neue Zündkabel drangebaut und einen neuen Unterbrecherkontakt eingebaut und mal nach der Laubersheimer Transistorzündung gefragt. Ausserdem hast du den Vergaser komplett überholt.
Das bringe ich mal in Zusammenhang mit dem Fehlerbild, was du oben beschreibst:
Patschen im Auspuff und schwarze Zündkerzen.
--> Dreck: Es könnte noch irgendwas in der Spritversorgung verstopft sein, würde zu mageres Gemisch ergeben, dann eher Spotzen unter Last als im Leerlauf.
--> Neue Zündkabel: Hat der Motor nach dem Einbau der neuen Kabel ordentlich gelaufen? Nur dann kann man den Umbau der Kabel als Fehlerquelle ausschließen.
Oder ist die Aktion mit dem Vergaser eine Maßnahme, weil der Motor mit den neuen Kabeln immer noch nicht richtig lief?
---> Unterbrecherkontakt: Von der ganzen bisherigen Fehlerbrschreibung her würde ich am ehesten auf eine Ursache im Zusammenhang mit dem Zündzeitpunkt tippen.
Das ist ganz wichtig: Wie genau ist der Zündzeitpunkt und der Schließwinkel eingestellt? Für Leerlauf müssten mit dem Stroboskop gemessen ca. 4° bis 10° vor OT eingestellt sein. Beim Leerlauf ist der Schließwinkel garnicht so wichtig. Aber bitte nachmessen.
Auch die Tatsache, dass alle bisherigen Maßnahmen an Vergaser und Spritversorgung keine Besserung brachten, lässt vermuten, dass die Ursache für den Fehler garnicht an der Gemischaufbereitung liegt. Da bin ich 100% bei Bo, vermutlich ist es die Zündung.
Wenn der Zündzeitpunkz nicht stimmt kann durch ein fetteres Gemisch die Zündwilligkeit verschlechtert werden. Dann läuft der Motor mit gezogenem Choke in Leerlauf besser, weil es weniger oft zu Fehlzündungen kommt, weil das Gemisch insgesamt schlechter zündet. Und die nicht verbrannte Suppe macht dann die Kerzen schwarz.
Kontrolliere auf jeden Fall mal folgendes nach:
Übereinstimmung von OT- 1 Zylinder (an den Ventilen nachsehen, Ventildeckel abmachen) mit der Anzeige an der Schwungscheibe vorne und mit der Markierung am Zündverteiler.
In der Grundeinstellung des Motors muss die Mitte des Verteilerfingers bei OT 1Zyl. auf die Kerbe am Rand des Verteilergehäuses zeigen. Weiterhin muss an der Skala an der vorderen Schwungscheibe der Blechpfeil auf OT zeigen, und die Ventile 1 Zyl müssen beide geschlossen sein, und der Kolben muss ganz oben sein.
Es gab schon Motoren, wo das Kettenrad an der Nockenwelle sich gegenüber der Nockenwelle verdreht hatte. Möglicherweise ist auch der Verteiler "gegenüber OT 1 versetzt" eingebaut.
Nachdem das ganze Vergaser-Jogging nichts gebracht hat würde ich noch einmal ganz von vorne, d.h. mit der Kontrolle der Grundeinstellung anfangen.
Viel Glück, bis später!
Beste Grüße aus Viersen
Klaus