Hobbylandwirte / grünes Kennzeichen

Hallo,

das die Landwirtschaft subventioniert ist hat historische Gründe, die durchaus nachvollziehbar sind. Wer die nicht kennt, sollte sich eben mal informieren.
Wenn die Landwirtschaft heute nicht mehr subventioniert würde, dann wären wir schnell abhängig von allen möglichen Lieferanten bzw. eben dem "freien Markt" ausgeliefert.
Alles nur Geschwafel?
Ok, weil Privatisierung ja immer so super ist, hat man den Strom-Markt vor ein paar Jahren Privatisiert. Erfolg: erst fielen die Preise kurzfristig in den Keller - kurzfristig! Und jetzt?
Immer noch Geschwafel?
Ok, jetzt will unsere Lobby-gesteuerte EU mit dem Trinkwasser weitermachen. Zum Glück regt sich dagegen Widerstand. Was dabei rauskommt sieht man andernorts heftig genug.

Nur frag ich mich, wo da jetzt das ursprüngliche Thema bleibt?
Nebenbei - grüne (also steuerbefreite) Nummern gibts auch für: :ironie
- Sportanhänger (also wer sich den Renngaul/Motoryacht/Mopedsammlung leistet, soll dafür wenigstens gesponsert werden)
- Betonpumpen (is ja klar, wird kein Gewinn damit erwirtschaftet)
- Speditionsanhänger/-auflieger (wird ja auch kein Gewinn damit erwirtschaftet der ausreichen sollte, ne Firma mit Mitarbeitern zu erhalten)
usw.

Das jetzt hier demjenigen die grüne Nummer mißgönnt wird, der damit kleinere Flächen bewirtschaftet und seinen Mog nicht hochglanzpoliert nur für Treffen verwendet, im Steinbruch nur mal so abrollt oder mit ihm zum Wohnmobil umgebaut in den Urlaub fährt (nebenbei sind die ja eigentlich mit ihren Vergünstigungen auch subventioniert) is - schlicht und ergreifend wieder mal echte deutsche Neidkultur.
Wir reden hier übrigens nicht von Großgrundbesitzern, die in der Presse schon öfter für ihre Nehmerqualitäten bei Subventionen gebrantmarkt wurden. Da würden wir dann von wirklich großen Summen reden!

Hallo Leute, nochmal - ich hab die Kiste zum arbeiten (evtl. kennen das manche ggf ja nicht). Bei jeder Steuererklärung lassen sich gewinnreduzierende Kosten abschreiben (Arbeitszimmer, km-Pauschale etc) - hier gibts die Möglichkeit eben schon im voraus.
Und wo hier der Punkt mit den Einnahmen bleibt? Wenn ich z.B. wie in meinem Fall einen noch nicht lang gepflanzten Wald hab muß ich ihn pflegen - mit entsprechend Aufwand und auch schon nach den Vorschriften von LBG etc. Irgendwann gibts dann Einnahmen die ich dann auch versteuern muß - beim Wald aber dauert das dann so ca ein paar zig-Jahren. Und das sponsert unser Fiskus eben auch etwas im voraus - aber nur mit den Steuern (und nicht mit Sprit wie z.B. im europäischen Ausland). Gleichzeitig ist aber der Aufwand bei kleineren Flächen (wie bei mir) deutlich schlechter als bei größeren/großen Höfen.
Wenn jetzt gar manche von euch die Kisten als reines Hobby (Trial, WoMo) haben, dann is das auch wirklich deren Privatvergnügen. Wer da dauernd nach den grünen Nummern schielt sollte sich mal vor Augen halten, das in Wirklichkeit er derjenige ist, der sich auf Kosten der andren bereichert (Keinen Aufwand betreiben wollen und auch nix zahlen). Und grad beim Trial hab ich schon manche grüne Nummer gesehen.

Womit wir bei einem Punkt sind, bei dem wir uns dann hoffentlich einigen können - wenn ich auf den Bulldog-/Traktor-/Schleppertreffen die Augen offen halte, dann brennen mir die manchmal regelrecht wenn ich den Mist sehe, der da mit grünen Nummern rumfährt. Angefangen von den reinen hochglanz Sammler-Traktoren die seit ihrer Renovierung keinen Dreck mehr unter die Reifen bekamen bis zu den Schäfer-Hütten mit selbergemalten grünen(oder auch schwarzen) Folgekennzeichen hinten dran usw.
Das da mal irgendwann das Maß voll ist und jemand versucht denen den Hahn abzudrehen ist logisch. Was aber nicht rechtfertigt, wenn da gleich mit Kanonen auf Spatzen geschossen wird. Und dafür ist die Petition m.E. absolut gerechtfertigt!
:sorry wenn das ganze etwas langatmig geworden ist

mfG
Axel
 
Hallo Helmut,
auch auf jeden Deiner Punkte gibt es eine sachlich korrekte Antwort.
Allerdings würde ich das viel lieber bei dem nächsten Treffen bei einem Bier diskutieren (KOMMST DU NACH ESTHAL ZUM PFALZTREFFEN????)
Die ganze Schreiberei hier nervt mich etwas, es geht nämlich um mein berufliches Umfeld - in meiner Freizeit beschäftige ich mich vieeeeel lieber mit Allradfahrzeugen oder zB mit dem Bau meiner LKW Montagegruber oder der Betonplatte in der Halle..... :lol: :lol:

Nun also nochmal beruflich:


Helmut-Schmitz schrieb:
Nur mal so am Rande gefragt, andere Produkte wie Maschinen und Textilien unterliegen unter den gleichen Weltmarkt-Bedingungen. Es wäre demnach konsequent, wenn die se Industriezweige auch die gleichen Privilegien, Subventionen und Steuervergünstigungen erhalten.

Selbstverständlich trifft das auch für viele andere Firmen zu. Diese haben haber meist den Vorteil (gegenüber dem Landwirt) dass sie mit Ihren Produktionsgütern und führenden Mitarbeitern den Standort wechseln können - was leider auch sehr oft geschieht. Nicht alle Firmen sind hier so Vorbildlich wie zB Wirtgen, John Deere, ja, auch Fendt - die Konkurrenz :roll: und investieren in gooooood old Germany..
Der zweite Punkt vn Dir im Zitat oben.
Das findet man nach zwei Minuten bei Google, wenn man nach "subventionierte Industribetriebe" googelt:
- Viele Firmen halten sich eine eigene Fahrzeugflotte - und bekommen diese von der Regierung teils subventioniert.
- Solarindustrie in Deutschland: 175.000 Euro pro Arbeitsplatz im Jahr
- Solarworld-Chef Frank Asbeck gibt den Kämpfer für fairen Wettbewerb. Dabei ist Deutschlands Branchenprimus selbst einer der größten Subventionsempfänger, auch in den USA.

Selbstvertändlich kommen da auch genug Beiträge zu Agrarsuventionen und dem Bergbau.
Dann gibt es noch unzählige weitere "Gelegenheiten" wo Steuergelder verbrannt wurden:
- Schröders subvetionierung der Autoindustrie,
- BenQ Siemens (habe ich oben schon mal erwähnt
- Wem sagt der Name "Philipp Holzmann" noch was?

Nun: Was ist wohl für eine Gesellschaft essentieller? Lebensmittel- oder PKW Produktion?

Helmut-Schmitz schrieb:
Was die Pflege der Natur durch die Landwirtschaft angeht kann ich nur sagen, wir dürfen unser Trinkwasser nicht mehr aus unseren Brunne verwenden, weil die Nitratbelastung im Wasser infolge der Düngeeintragung eklatant zu hoch ist. Durch diese Folge der intensiven Naturpflege müssen wir unser Wasser für teures Geld über kilometerlange Leitungen von anderen Brunnen beziehen. Logischerweise fluchen die Landwirte jetzt, dass man die Düngung einschränkt bzw per Schlagdatei nachweisen muss.Die Jauche geht nach wie vor aufs Feld, reichlich. Würde ein anderer Industriezweig ein solche Brühe produzieren, müsste der mit Castortransporten oder Polluxbehälternentsorgt werden. Nur ein kleines Beispiel, das Abwasser aus der Kohlesäuregewinnung, hier handelt es sich um natürliches kohlensäurehaltige Mineralwasser ist mit Abwasserabgaben belegt. Die Jauche hingegen ist steuer- und abgabenfrei und wird mit subventioniertem Sprit weiterhin in der Natur versprüht und der Boden weiter verseucht, oh Entschuldigung, gepflegt.

Puhhh - da ist viel Halbwissen bzw "Überholtes" drin - könnte (eigentlich müsste) ich seitenlang dazu schreiben - aber ich bin ja nicht der Anwalt unserer Kundschaft.
- Gülle: 2002 habe ich meine Ausbildung zum Landwirt begonnen (Neuanfang - Quereinsteiger) bevor ich das Studium abschloss (Landwirtschft). S e l b s t v e r s t ä n d l i c h fließt die Gülledüngung in die Düngebilanz und die Hoftorbilanz eines Betriebes ein. Das ist gute fachliche Praxis - welche ein Landwirt ohne Ausbildung beispielsweise durch eine Prüfung (Sachkundenachweis) nachweisen muss!
Durch das Ausbringen von Gülle (zB Biogas, RInder, Schweinwgülle schließt sich ein Kreislauf. WIrtschaftdünger (also Gülle, Mist, Jauche,...) ist das beste was man seinem Boden tun kann.
Was schlägst Du sonst vor? Gülle in die Müllverbrennung (CO2, Kosten) und Kunstdünger von BASF stattdessen auf die Äcker? Wäre nicht nur für den Humusgehalt im Boden schlecht.
- Ein Landwirt flucht schon lange nicht mehr über Düngebilanzen und Schlagkarierung. Düngung ist ein imenser Preistreiber. Warum sollte ein Landwirt daran interessiert sein Geld ins Grundwasser zu pumpen???
Warum vermuten eigentlich viele Leute, dass Landwirte gewissenlose Umwelsünder sind. Die Landwirtschaft ist aus ureigenem Interesse an Nachhaltigkeit interssiert! Die Flächen kann man nicht neu kaufen - wenn "kaputt". Es geht um die Existenzgrundlage - zum Teile schon seit Generationen im Familienbesitz.
- Nitratbelastung im Grundwasser: Ein Kommilitone schrieb hierzu seine Diplomarbeit. Kurzfassung: Die Belastung in dem von Ihm berachteten Fall kam nicht etwar aus der Landwirtschaft. Im Brunnen - Einzugsgebiet liegt eine Kleingartensiedlung. Was da zum Teil an "Blaukorn" gestreut wird dass der Rasen schön grün ist kommt in der Landwirtschaft auf die 10fache Fläche. Was in Deinem Fall verursachend ist kann ich allerdings nicht Beuteilen - kenne den Einzelfall nicht.

Helmut-Schmitz schrieb:
Das die KuLaP-Maßnahmen steuerlich subventioniert werden ist ok, davon hat jeder was. Aber die Landwirtschaft ist wie jeder andere Wirtschaftszweig den Marktgesetzen und der Welt-Konkurrenz ausgesetzt, wo soll der Unterschied sein.

Nun, das sehe ich aus oben genannten Gründen anders (die Hauptunterschiede sind die stark voneinander abweichenden Rahmenbedingungen - nirgens ist man m.E. weiter von einem gemeinsamen EU Standart entfernt, in der Tatsache dass der Landwirt nunmal nicht abwandern kann und in der Verantwortung dem ländlichen Raum und der Natur gegenüber).

Puhhh - jetzt reichts aber - schon wieder nichts neues über UNIMOGs gelernt heute abend! :evil:

Grüße,
Frank
 
guude,

sind landwirte unternehmer oder jammerlappen?

gut mog! justus.

die grünen speditionsanhänger werden über das zugfahrzeug besteuert.
dass sportanhänger grün haben ist mir unverständlich.
dass LoF grün hat ist wie bei arbeitsmaschinen logisch, die brauchen die straße nur um zu ihrem einsatzort zu kommen.
dass freizeittraktoristen grün haben ist mir unverständlich.
dass es dauerhaft subventionen gibt verstehe ich nicht, für wen auch immer.

der strommarkt ist schon immer in privater hand, die preistreibende kraft ist die subventionierung der EEG, auch biogasanlagen.
 
Ist jetzt gut? Oder braucht ihr noch weiter das Ventil um den allgemeinen Frust abzuladen?

Meine Kleine ist jetzt 5 und hat es auch schon erkannt: "Die anderen sind doof und blöd und gemein und ungerecht."
 
Hallo lieber Moderator,
ich hoffe Du meinst mit dieser Anspielung nicht mich.
Ich versuch auf alle Punkte sachlich zud nüchtern zu antworten und kontere nicht etwar mit "Jammerlappen" oder "Achselhaare".

Nun - Justus. Wir streichen die Subventionen, heben die Lebensmittelpreise auf Französisches Niveau und senken die Umweltstandarts auf Brasil. Niveau.
Die Landwirte werden dann leben wie die Maden im Speck.
Mal sehen wer dann zum "Jammerlappen" wird.

Grüße,
Frank
 
guude Frank,

na dann wäre ich mal auf die zuckerpreise, die für weizen, für milchprodukte....gespannt.

schade dass Du es nicht sehen willst, alle dauerhaft subventionierten wirtschaftszweige sind wie süchtige und können sich ein leben ohne ihr suchtmittel nicht vorstellen.
nehmt doch endlich euren beruf in eure eignen hände und lasst das jammern!
andere branchen leben auch mit internationaler konkurenz!
 
Hallo zusammen,

es ging hier nur um die Berechtigung eines grünen Kennzeichens.

Otto 411 war der Meinung, daß man einen Aufstand anzetteln müßte.

Namhafte Realisten hier, ich rechne mich nicht dazu, haben das Ansinnen von Otto 411 kritisch abgeschmettert.

Moggälä und Frank-404s haben erst die Subventionen für die Landwirtschaft allgemein ins Spiel gebracht. Es ging ja nur um ein grünes Kennzeichen.

Heute in den Wirtschaftsnachrichten: 50% der Subventionen für erneuerbare Energien fließen in die Photopholtaik. Die Photopholtaik macht ca. 20% des erneuerbaren Energiebedarfs aus, vermacht aber 50% der beteitgestellten Mittel
Wo ist da der Sinn.

Gruß Lothar
 
Hallo Lothar,

wollt mich eigentlich endlich raushalten, aber
Moggälä ... haben erst die Subventionen für die Landwirtschaft allgemein ins Spiel gebracht.
:shock: ???
Das is für mich doch etwas zu viel der Ehre. :oops:
Hatte eigentlich nur reagiert auf ein/zwei etwas sehr subjektive Stammtisch-Einwendungen.
da genießt die LoF-branche schon jede menge privilegien und bekommt subventionen noch und nöcher

mfG
Axel
 
moggl48 schrieb:
Moggälä und Frank-404s haben erst die Subventionen für die Landwirtschaft allgemein ins Spiel gebracht. Es ging ja nur um ein grünes Kennzeichen.

Hallo Lothar,
so langsam verdichtet sich mein Verdacht dass Du ein sehr selektives Lesevermögen hast.

Wenn Du nocheinmal ALLES list, dann wirst Du sehen dass Justus war und wir / ich nur darauf geantwortet haben.
Naja - so versucht sich mancher seine eigene Wahrheit zu machen.

Justus,
nochmal:
Ich bin für eine SOFORTIGE Aufhebung aller Subventionen in der Landwirtschft WENN: alle damit verbundene Auflagen auch rückgängig gemacht werden (künstliche Senkung der Lebensmittelpreise in den 60er Jahren - Wirtschaftwunderzeit) und die Leute bereit sind die höhreren Lebenmittelpreise anstatt den zig Urlauben mit Interkontinetalflügen zu bezahlen (Siehe Frankreich).

Warum redet Ihr immer von "Jammern". Der lanwirtschaft geht es momentan gut. Die Preise (jaaaa - auch auf dem Weltmarkt - zB Getreidepreise) steigen. Uns - der zuliefernden Industrie geht es momentan auch gut. Das hat zusätzliche Arbeitsplätze zur Folge - daran kann ich nichts schlimmes finden. Ich sehe keinen Grund zum Jammern.

Zufriedene Grüße,
Frank

PS: Ich meine das zurückfahren / beenden der Subventionen durchaus ernsthaft. Wenn die Folgen tragbar sind - was sie wären wenn man die Sache richtig angeht. Übrigens ist dieser Prozess am Laufen. Ich prognostiziere, dass wir spätestens 2015 keine Milchquote mehr haben werden. Da müsste man sich seitens der Politik mal Gedanken machen. Problematisch ist, dass es dabei (Landwirtschaft) maßgeblich um EU Politiker geht - was eine Flexibilität und Geschwingikeit gegen Null zur Folge hat.
 
Hallo,

wäre es nicht möglich die Debatte wieder auf den Kernpunkt der Frage zu begrenzen.
Die war doch dem Sinn nach - wenn ich das richtig begriffen habe - ob für alle Oltimer - Schlepper eine Steuerbefreinung / "grünes Kennzeichen" möglich wäre.

Da habe ich echt kein Verständnis für. Es ist schön wenn sich viele Leute für alte Landtechnick ( Traktoren ,Unimogs....) begeistern. Warum auch immer. Ob sie als Kinder beim Bauern geholfen habe, weichen Erben sind ( die heute oft besser dastehen als ihre Geschwister ) oder sich nur für die Technik begeistern.

Ich frage mich wer eine soche Forderung stellt. Das ist bestimmt nicht der kleine Landwirt der mittlerweile Nebenerwerbler ist und in seinem "Nebenjob" einen ganz bescheidenen Stundenlohn hat. Das wird auch nicht der "kleinwald - Besitzer" sein der zwangsweise seine BG - Beiträge abführen muss. Die haben ja alle schon Anspruch auf eine LoF - Kennzeichen.

Es ist mittlerweile eine richtige Branche entstanden die mit dem Handel und aufarbeiten von Oltimer-Schleppern Geld verdient. Für Leute die nicht selber schrauben wollen/können/brauchen aber denen ausreichend Geld für dieses Hobby zu verfügung steht. Sebstverständlich werden damit auch Arbeitsplätze geschaffen.

Aber wenn ich mir die Preise ansehe die für manch "altes Schätzchen" gefordert werden. Kann ich mir nicht denken das Leute die für ihr Hobby fünfstellige Summen aufwerden jetzt unbedingt steuerlich gefördert werden sollten. Jeder der ein gebrauchtes Fahrzeug sucht merkt doch selbst auf welcher Höhe das Preisnivau ist, meint ihr das wäre auch so hoch wenn nur solche Leute als Käufer auftreten würden die mit der Anwedung dieser Technik Geld verdienen wollen oder müssen. Wer denn ganzen Tag auf dem Fahrzeug sitzt der wird sich wohl nach modernem Komfort sehnen, wenn er sich den denn leisten kann.

Was haltet ihr den für wahrscheinlicher einen Spediteur der mit einem Eilbulldog im Transportgewerbe geld verdienen will oder einen "Zahnarzt" der den Eilbulldog als neues Hobby betrachtet.

Da würde es in meinen Augen mehr Sinn machen jeder Mobilen Altenpflegerin die KFZ - Steuer zu erstatten.

Hier steht auch nicht zur Debatte ob und ab welcher Betriebsgröße Landwirte eine Steuerberfreiung für ihren Fuhrpark brauchen oder nicht.

Hier geht es darum ob Leute die ein nicht gerade preiswertes Hobby haben ( bei dem die KFZ - Steuer nur einen "Peanuts - Betrag" darstellt ) steuerlich gefördert werden sollen.
Viele Leute die sich nur einen alten Gebraucht -Diesel - PKW mit hohen Steuern leisten können kommen sich verarscht vor wenn "besserverdiener" für ihren dicken Geländewagen ( der noch nie vom Asphalt runter war und noch nie Ladung in seinem Edelinnenraum hatte ) weniger Steuern bezahlen müssen.

Wer in der wirtschaftlichen Lage ist das er die Steuern für sein Lanz nicht mehr bezahlen kann, der ist doch nicht bedürftig. Der könnte sein Hobby aufgeben und bequem zu Geld machen. Aber die meisten Untnehmer haben ja laut Bilanz keinen Gewinn, aber auf den "Schweizer Steuer CD" werden wohl kaum die Namen von kleinen Angestellten gefunden werden.

Um auf die Ausgangsfrage zurückzukommen. Also ich finde nicht das alle alten Schlepper generell Steuerbefreit werden sollte. Wer aber mit alten Schleppern arbeiten muss der ist doch jetzt schon Steuerbefreit. Wer diesen Klein-Bauern aber konkurennz bei der Teilebeschafung oder Ersatzfahrzeugbeschafung macht den möchte ich nicht steuerlich förden.

Mfg Winni
 
Hallo Winni,
hier findest Du meine uneigeschränkte Zustimmung:

Wer seinen Schlepper (egal ob alter 11er Deutz oder 80000 Glühkopf) nur als Hobby nutzt (Treffen etc) sollte dafür Steuer zahlen - zB als H Zulassung - genauso wie jemand der einen alten Käfer oder Glof 1 hat.
Wie ich bereits schrieb war meine 406 genau so zugelassen (Schwarze Nummer – H Kennzeichen). Der Schlepper (Weinbau, Holz) hat grüne Nummer. Er ist nur zum Arbeiten da und wird nicht zu Treffen gefahren (dort interessiert man sich sowieso (noch) nicht für einen 100 PS Traktor Baujahr 1990, wenn es keine MB-Trac oder Schlüter ist).

Wer die Kulturlandschaft damit pflegt (egal ob Weinberge, Streuobst, Wald oder Wiese) – also in diesem Sinne „Nebenerwerbslandwirt ist“ weil er „Land bewirtschaftet“ - egal ob mit Gewinn oder ohne – sollte meines Erachtens grüne Schilder bekommen.
Hier gibt es ja Grenzwerte, die sich in der Vergangenheit nicht sooo schlecht bewährt haben (150 m² Golfrasen ist nicht ausreichend).

Grüße,
Frank
 
Die Frage ist doch, wo Hobby anfängt und wo es aufhört.

Ich haben meinen Deutz auch auf grünem Kennzeichen. Damit wird min. 1x die Woche auf dem Hof eine Stunde gearbeitet. Der Schlepper ist nur angemeldet, weil ich damit zur Tankstelle fahren möchte, anstatt 2x im Jahr 20l Kanister zu schleppen und weil ich 1x im Jahr beim Miststreuen eine Straße quere.

Ich habe kein schlechtes Gewissen, daß ich deshalb grün fahre.

Bei den Schleppern kommt für mich auch noch erschwerend hinzu, daß sie meisst mit viel Hubraum und damit auch mit viel Steuern verbunden sind. Dem steht (im "Hobbybereich") eine minimale Nutzung der öffentlichen Straßen gegenüber.

Wenn mein FA dies nicht mehr nachvollziehen würde, käme der Deutz halt auch auf meine Sammelnummer, dann wären es für mich sogar noch 30 Euro Versicherung weniger und TÜV wäre auch kein Thema mehr. :shock:
 
Verstehe grade den ganzen Sinn hier nicht...
Wenn das Fahrzeug für den Betrieb genutzt wird, ist die Steuerbefreiung m.E. in Ordnung.
Will man es anderweitig nutzen, ( z.B. Treffen, Urlaub) kann man das nachversteuern.
Ansonsten H-Kennzeichen (191€, sind grade mal 15,90€ im Monat).
Wer bei den Dieselpreisen und sonstigen Kosten rund um den Mog meint, genau da sparen zu müssen, sollte evtl. mal überlegen ob er nicht vielleicht das falsche Hobby bzw. Fahrzeug hat.
Übrigens kann ich als Handwerker auch kein Geld s......n, überlege mir halt vorher was ich wann und wie mache.
Sorry, ist halt meine Meinung.
Grüße, AT
 
Hallo AT,

es sollte hier ja auch nicht um den Teil der Leute gehen die mit Schleppern ( oder Unimogs ) im landwirtschaftlichen Bereich arbeiten. Die sind bereits von der KFZ -Steuer befreit, dafür müssen ihre Ehepartner die vollen Sozialbeiträge in der Alterskasse und Ldw. Krankenkasse bezahlen. Wenn sie nicht auch Berufstätig sind. Das ist aber ein anderes Thema. Das können wir gerne auch mal diskutieren aber dann sollte man sich nicht nur auf die Frage der KFZ - Steuerbefreiung beschränken. Aber dafür sollte woanders eine Diskusion gestartet werden

Hier sollte es um die Frage gehen ob alte Schlepper ( oder Unimogs ) generell Steuerbefreit werden sollten. Unabhängig vom Beruf und Gewerbe des Halters.


Und mir geht da echt der Hut hoch. Wer sich ein solches Hobby zulegt der hat einige Kosten zu tragen, die sich nicht jeder leisten kann. Da ist die KFZ - Steuer bestimmt nicht der größte Posten.

Es ist aber noch keiner der diese Steuerbefreiung fordert mit einem Argument gekommen weshalb ausgerechnet dieses Hobby besonders gefördert werden sollte. Es gibt sicherliche viele Projekte in diesem Bereich die höchst löblich sind aber dann ist es möglich einen gemeinnützigen Verein zu gründen.

Aber ich kann nicht nachvollziehen warum der Lanz Eilbulldog oder 406 eines Architekten ( womöglich im restaurierten Zustand für einen fünfstelligen Betrag erworben ) steuerlich gefordert werden soll.

Mfg Winni
 
Hallo zusammen,

das ist doch hier nur noch ein gesülze.

Wem einem eine Steuerbefreiung zu steht der soll die auch bekommen.

Das Kleinkarrierte regt mich auf.

Kulturlandschaft, Selbstversorgung, daß ich bloß nicht lache.

Ein Handwerksbetrieb, ein mittelständisches Unternehmen geht den Bach runter wenns an die Wand gefahren wurde, wenn die Nachfrage fehlt.

Ök, hurra lebe hoch. inzwischen ist nachgewiesen, daß das nur teuerer ist, besser meist nicht.

Wir haben am Sonntag Spargel gehabt, aus Peru, zwei Kilo, für ca. zehn €, deutschen Spargel bekomme ich in der Saison 500g für zehn €, zweite Wahl.

Ich habe halt mit meinem Einkommen auch nur ein Auskommen. Was interessiert mich da die notleidende und immer noch zu teuere Landwirtschaft?

Wir bezahlen hier in der Bundesrepublik die Subventionen durch die Steuern, und durch hohe Preise gleich doppelt.

Hätte man die Sauriers subventioniert, hätten wir die noch heute in den Zoos

Gruß Lothar
 
Und doch noch mal Hallo,

wäre es nicht möglich die Debatte wieder auf den Kernpunkt der Frage zu begrenzen.
gern - dann halt dich aber selber dran!

Thema: Petition
Und zwar:
dass Kraftfahrzeuge (Traktoren und Anhänger), die bei der Erfüllung der gesetzlichen Bewirtschaftungspflicht in der r e i n e n Landschaftspflege, im Naturschutzbereich, sowie auf ausgewiesenen FFH-Flächen ebenso dauerhaft von der Kfz-Steuerpflicht befreit werden, wie Kraftfahrzeuge von Land- und Forstwirtschaftlichen Betrieben, die am "wirtschaftlichen Verkehr" teilnehmen

Was wird grad schon wieder draus gemacht?
Neiddebatte:
vielleicht das falsche Hobby
einen "Zahnarzt" der den Eilbulldog als neues Hobby betrachtet
usw. - hab ich da irgendwas verpasst oder übersehen/falsch verstanden?

Bleibt bitte sachlich und beimThema!

mfG
Axel
 
Also, ich glaube daß ich zumindest mit Winni auf der gleichen Welle liege. :party

Und Axel:
Wieso Neiddebatte?
Habe zwar geschrieben daß ich nicht der Spitzenverdiener bin aber nirgends, daß ich am Hungertuch nage.
Verstehe grade nicht, wie man meinem Beitrag jetzt mit Neid in Verbindung bringen kann?
Ich glaube nicht, diesbezüglich irgendwelche Ansätze geliefert zu haben,oder? :roll:
Würdest du mich persönlich kennen (kann man nachholen) ,wüßtest du, daß mir soetwas sehr fern liegt.
Ich bin lediglich der Meinung, daß Kfz-Steuer für diese Fahrzeuge erhoben werden soll.
Das H-Kennzeichen ist doch aufgrund des reduzierten Steuersatzes eine Art Subvention oder auch Anerkennung dafür, daß du dich um historisches Gut kümmerst. ( Zumindest muß man es sich ganz stark einreden :ironie )
Gruß,AT
 
Hallo Axel,

Jemand der nach bestehenden Regeln, ob sinnvoll oder nicht, eine Steuerbefreiung zusteht, der benötigt doch die Petition nicht.
Hier wurde angestossen, dass diese Steuerbefreiungen noch weiter ausgedehnt werden sollen mit sehr, wie ich es empfinde, fadenscheinigen Gründen.
Die Überschrift dieses Themas ist eben Hobbylandwirte mit der Betonung auf Hobby und nicht mit der Betonung auf Wirtschaftsbetrieb, wie auch Fussballspielen, Briefmarken sammeln oder Segelfliegen.
Wer sich dass nicht leisten kann solles eben einfach denen überlassen, die es sich leisten können.

Achso um es vorweg zu nehmen, mein Truck Trial Mog ist selbstverständlich auch steuerbefreit, und sogar ganz ohne Kennzeichen
 
Hallo Jürgen,

ja, ich kenn deine Einstellung zu dem Thema, auch zu meinem Mog.
Da lässt Du ja nix gelten.

Aber - zeig mir bitte wo das steht:
Hier wurde angestossen, dass diese Steuerbefreiungen noch weiter ausgedehnt werden sollen mit sehr, wie ich es empfinde, fadenscheinigen Gründen.
dann wirste von mir nix mehr zu dem Thread lesen :wink:
Was ich die letzte Zeit zu lesen bekam war (außerhalb dieses Threads), das z.b. im Bereich Pforzheim gegen den Mißbrauch der grünen Nummern vorgegangen werden soll - hab ich nix gegen, im Gegenteil, das is - wie oben bereits erwähnt - beim Blick auf Traktortreffen durchaus sinnvoll.
Wenn ich dann aber so zusammennehme welche Wege dazu begangen werden und was lt. diverser Beiträge schon längst im Norden Deutschlands abläuft (z.B.Betriebe <50ha werden als Liebhaberei - also "Hobby-Landwirtschaft" erklärt) dann is die Richtung ja wohl klar! Wie bereits oben erklärt, von meinen 10ha kann ich nicht leben (das schafft bei der Fläche ggf ein Gemüsebauer im Knoblauchsland). Sie verursachen aber für die Pflege und Erhalt - sehr wohl im Sinne landwirtschaftlicher Nutzung! - durchaus Kosten. Und bis Wald einmal Geld abwirft muß er erst mal wachsen und groß werden - und das dauert noch länger! Dafür sind mir die grünen Nummern derzeit noch völlig rechtens und legal - der Trend bei der Geldgier der "Einnahmefinder" läuft dem aber zuwieder und deshalb unterstütze ich diese Petition in dem Wortlaut wie er da drin steht noch immer voll und ganz!
Gebt mir bitte echte Argumente, die das widerlegen! Der Hinweis auf Zahnarzt xy und Multi yz ist m.E. reiner Neid.


mfG
Axel

PS: und nur zur Info - ich bin weder Zahnarzt (bin selber fast vor vier Jahren so nem richtigen Halsabschneider in die Hände gefallen), noch Multi (dann hätte ich nen nagelneu überholten Mog und würde hier erst gar nicht debattieren) sonder muß mir mein Geld auch selber verdienen! Kann mir auch nur einen Mog leisten - und der muß sich seinen Lebensunterhalt eben auch erarbeiten - ned all zu hart aber arbeiten.
Und wenn ich ihn dann wirklich zu Hobby-Zwecken nutze und z.B. zu den Rhein-Mainern oder zum UCG-Treffen fahre kann ich euch durchaus nachweisen, das ich ihn nachversteuert hab.