Hallo Karl,
bei mir war es so, dass ich wegen meines Bandscheibenvorfalles eigentlich einen Vertikalspalter ablehnte und (immer noch) auf der Suche nach einem Lasco Kegelspalter bin. Wegen der Kosten geht das aber nur, wenn ich irgendwann einen gebrauchten günstig ergattere.
Da ich aber immer noch mit Kyrill kämpfe, musste etwas passieren.
So kaufte ich Anfang des Jahres einen 10t. Schmalkeilspalter 400V namens "Stahlmann", inzwischen sogar ein eingetragener Markenname.
Technische Daten siehe Amazon (was immer auch Bücher mit Spaltern zu tun haben...) http://www.amazon.de/STAHLMANN-LS10T-400-Hydraulik-Brennholzspalter-10-Tonnen/dp/B000TEMQA4/ref=sr_1_1?ie=UTF8&s=tools&qid=1215071654&sr=8-1
Dahinter verbirgt sich der Importeur
Albatros International.
http://stores.ebay.de/Handwerker-Profi
http://www.albatros-maschinen.de/Holzspalter_c3_sid180a3c65de0bb2d1ae9cd70420b83015_x1.htm
Albatros hat vor einiger Zeit in Fernost den Nachbau mehrerer Spaltergrößen durchgezogen und diese in Westeuropa an Händler und Hersteller weiterverkauft. Unter anderem an ATIKA.
Das Bild zeigt den identischen Spalter zu meinem:
http://www.atika.de/t3/holz/brennholzspalter/asp-10-1350.html
Aber auch an z.B. OTTO-Versand und etliche andere.
Nachdem aber die Stückzahlen wohl hinter den Erwartungen zurückblieben, wurde "Stahlmann" ins Leben gerufen und der Importeur bot seine Spalter direkt über ebay an - womit ein gigantischer Preisverfall begann. Da die Stahlmänner ab 1 Euro liefen, endeten die Aktionen weit unter den Preisen von ATIKA, OTTO, etc, die daraufhin reagieren mussten und die Preise ebenfalls in mehreren Staffeln gewaltig nach unten korrigierten.
Zur Zeit sind die 10-Tonner bei Albatros leider aus, ATIKA hat aber wohl noch welche. Ob es Nachschub geben wird, weiß ich nicht. Solche Fernostgeschäfte sind meist einseitig...
Lange Rede Kurzer Sinn: Nach etlichen Raummetern Kleinholz kann ich dem Gerät nur absolute Funktionstüchtigkeit und wohl auch ausreichende Stabilität attestieren. Mit etwas Geschicklichkeit knackt er die größten Rollen auch schwierigen Holzes.
Aufgrund des schmalen Keils reichen die 10t für jede Spaltaufgabe, es kann allerdings sein, dass der Hub von nur 0,5m nicht ausreicht, die Rolle in einem Arbeitsgang zu teilen. Dann lässt man die Rolle mitsamt des Keils zurücklaufen (die Hydraulik schafft 1m dicke Rollen trotz Schnellaushub), schwenkt den ersten Untertisch drunter und lässt den Spaltvorgang erneut anlaufen, fertig.
Das ganze für 600,- Euronen frei Haus! Die Abwicklung bei Albatros war vorbildlich!
Obwohl ich meinen Langfristplan nicht aus den Augen verloren habe (Lasco), habe ich mich trotz Bandscheibe mit dem Teil arrangiert: Die ganz dicken Rollen werden am Boden auf Scheitlänge geschnitten und sind dann zu heben, die dünneren (D bis etwa 50cm) schaffe ich noch ohne Schmerzen. Man kann auch über eine mit dem Spaltzylinder verbundenen kleine Hebevorrichtung (Kran) nachdenken...
Nun hat er ein Manko: Die begrenzte Verlängerungsschnur reicht nicht bis in die entfernten Wälder...
Da ich jedoch künftig aber lieber die Splitter und den Dreck im Wald lassen möchte, habe ich mir überlegt, wie ich den Spalter von "Elektro" (ortsfest) auf "Unimog" (ortsbeweglich) umrüsten kann.
Der Transport im Dreipunkt ist bereits gelöst: Die Achsen für die Transportrollen werden verlängert, das gibt die Unterlenker und eine Befestigung für den Oberlenker ist eine Kleinigkeit.
Jetzt stand zur Debatte, ob Umbau mit Dreiwegeventilen auf ZW-Pumpe oder direkt von der Schlepperhydraulik. Die reletiv beengten Verhältnisse im "Hydraulikraum" des Spalters haben mich jedoch zu einer anderen Idee "befruchtet":
Der Spalter bleibt unberührt: Ich werde mir ein 5,5 bis 7,5kW starkes 400V Drehstrom-Dieselaggregat aus ebenfalls fenröstlicher Herstellung beschaffen! Die ersten habe ich bereits für Preise um 700,- Euronen gesichtet. Vielleicht kriege ich auch mal aus Konkurs ein gutes westeuropäische für dieses Salär...
Mehrere Vorteile:
Spalter und Aggregat bilden im Forst eine eigenständig arbeitende Einheit.
Ich kann sie irgendwo abstellen.
Mein Mog ist dann für Belieferung unabhängig beweglich und ich kann das Fahrzeug auch mit der Pritsche
neben den Spalter stellen!
Da ich keine Zweiachshänger besitze, ist auch das Abstellen eines beladenen Einachshängers im Wald ein Problem. Dieser kann am Schlepper bleiben und neben den Spalter gefahren werden.
Der Verbrauch eines dem Energiebedarf des Spalters angepassten Aggregates (4kW) ist erheblich günstiger!
Die Lärm- und Abgasbelästigung ist wesentlich niedriger.
Weitere Elektrogeräte können genutzt werden, wie z.B. vorhandene Elektrokreissäge, Bandsäge, etc...
Alles in allem eine brauchbare Lösung... Was haltet Ihr davon?
Grüße
Holger