Hydraulikpumpe zuschaltbar

Hallo Reiner,

dann wirds nichts mit der Zapfwelle, ich hab eine Klauenkupplung gebaut.

@Christoph: du optimierst sogar deine Ausreden :roll:

Gez. Lumo
 
Hallo zuammen,

ich hab im WHB nachgesehen, die originale Pumpe bringt 180 bar bei 40 l/min und der Zylinder hat ein Hubvolumen von 3685cm³. D. h. dass die Pritsche in weniger als 10 sec oben sein sollte. Dann würde ja die E-Pumpe mit 5 l Tank schon ausreichen, diese fördert bei gleichem Druck nur 4 l/min, d. h. dass der elektrische Kippvorgang fast 10 x so lange dauert.
Oder habe ich mir jetzt einen Rechenfehler eingebaut?
 
Hallo Reiner,

wenn das Schluckvolumen tatsächlich knapp 4 Liter sein soll (kann ich mir nicht vorstellen), stimmt Deine Rechnung. Und dann sollte das Aggregat etwa 12 l/min bei 180 bar bringen, um innerhalb 20 Sekunden komplett anheben zu können. Das wären dann max. 4 kW Antriebsleistung. Und der Behälter müsste mindestens 7 Liter Nenninhalt haben, da die Pumpe nicht bis zum Boden abpumpen kann.

Das wäre für ein Elektroaggregat schon ein wenig happig.
 
Hallo Christoph,

das o. g. steht im WHB unter Hydraulikanlage 55.133, Blatt 1.2/1-D10.

Wenn das bei Dir funktioniert wie groß ist das Schluckvolumen deines Kipperzylinders?
 
Hallo Reiner,

der Zylinder vom 411 und 421 hat nur 1,1 l Schluckvolumen.
 
Hallo Christoph,

nach langem hin und her habe ich mich gegen die elektrische Variante entschieden. Weil der Platz durch die Werkzeugkiste nicht ausreicht und das Aggregat dann direkt über dem hochgezogenen Auspuffrohr liegt.
Der Vorbesitzer hat das Rohr oberhalb des Schalldämpfers nach vorn gelegt.

Die o. g. Werte des Hydraulikzylinders stimmen und die originale Pumpe (Westinghouse) hebt die beladene Kipperpritsche im Standgas in etwa 15 - 16 sec bis ganz nach oben.

Ich habe mich von der Anleitung des zuschaltbaren Kompressors inspirieren lassen und folgende Pumpe gefunden.

http://www.hydraulikmeister.de/epages/63802339.sf/de_DE/?ObjectPath=/Shops/63802339/Products/2019000[14]/SubProducts/2019000[14]-0001

Die Literleistung wird hier mit 40l/min angegeben und die Drehrichtung ist frei wählbar. Rechts ist doch richtig gesehen am Unimog 403?

Da das Ganze nur zum kippen benutzt wird könnte man die Pumpe auch mit kleinerer Leistung verwenden so dass sich eine maximale Kippzeit von 30 sec ergibt?

Die angegebene max. Drehzahl der Pumpe liegt unterhalb der der max. Motordrehzahl. Mal davon abgesehen dass ich fast immer im Standgas kippe.

Da es zu der o. g. Pumpe auch gleich ein Vorsatzlager zu kaufen gibt dürfte die Anfertigung eines neuen Halters nicht allzu zeitaufwendig werden. Evtl. funktioniert das Ganze auch ohne Vorsatzlager. Den Kompressor welcher die Magnetkupplung dazu opfern wird habe ich schon einige Jahre auf dem Lager liegen.
 
Hallo Reiner,

die Daten der von Dir ausgewählten Pumpe sind 4 cm³/U und max. 3000 U/min. Das ergibt mit dem schlechten volumetrischen Wirkungsgrad 10 l/min bei x (nicht angegeben) bar.

Dazu noch ein paar Hinweise:

Bei 1000 U/min und nennenswertem Druck kommen vielleicht nur noch 1,5 l/min raus.

Die Westinghouse- und auch die Bosch-Pumpe im 411/421 haben 8 cm³/U. Die Pumpen im 406 13 bis 16 cm³.

D. h. die gewählte Pumpe ist viel zu klein.

Ohne Vorsatzlager lässt sich die Pumpe nur mit sehr kurzer Lebensdauer betreiben.

Schon in den 1960er Jahren wurden an Unimog elektrohydraulische Aggegate verbaut, weil es energetisch günstiger und praktischer ist (Hydraulik läuft auch ohne Dieselmotor). :wink:
 

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Sorry, da habe ich die falsche Pumpe verlinkt.

http://www.hydraulikmeister.de/epages/63802339.sf/de_DE/?ObjectPath=/Shops/63802339/Products/2019000[14]/SubProducts/2019000[14]-0001

Den Wirkungsgrad jetzt mal aussen vor gelassen, aber funktionieren müsste es ja?

Vorsatzlager deshalb weil der Keilriemen die Lagerung der Pumpe einseitig belastet, oder gibts noch andere Gründe dafür?
 
Ja Reiner,

die Lager in der Pumpe sind nur für deren innere Kräfte ausgelegt. Der Antrieb darf nur ein reines Drehmoment einleiten und durch eine entsprechende Kupplung müssen Fluchtungsfehler und Querkräfte ausgeschlossen werden.

Auch sorry, ich hatte nur die oberste Pumpe angesehen und nicht runtergescrollt. Weiter unten gibt es natürlich Pumpen, die bei 3000 U/min 40 l/min bringen.

Dein Plan ist selbstverständlich realisierbar.
 
Dann werde ich mal schauen was der Metallbauer für einen Preis zur Anfertigung des Halters aufruft.

Wenn es Fortschritte oder Probleme dabei geben sollte melde ich mich noch mal.
 
Hallo Reiner,

noch was Wichtiges, falls Du es nicht sowieso schon weißt: "Drehrichtung wählbar" heißt nicht etwa, dass die Pumpe in beiden Drehrichtungen betrieben werden kann, sondern die Drehrichtung muss bei Bestellung angegeben werden. Beim Betrieb in falscher Drehrichtung wird der Wellendichtring rausgedrückt ...
 
Hallo Christoph,

das mit der Drehrichtung wusste ich schon. D. h. das die Pumpe nur in eine Richtung betrieben werden kann.

Deshalb hatte ich weiter oben sicherheitshalber noch mal gefragt ob es "rechts" ist.
 
Hallo zusammen,

jetzt bin ich in der "heißen Phase". Pumpe mit Flanschen, Vorsatzlager und Magnetkupplung liegen als Muster beim Metallbauer. Einen Teil der Zeichnungen hat er schon bekommen, nur mit dem Kostenvoranschlag hapert es noch.

Es wird so werden dass ein kpl. neuer Halter angefertigt werden muss und die Riemenscheibe wird aus Platzgründen geändert. Die neue Riemenscheibe hat dann 150 mm Durchmesser dadurch werden die max. 3000 RPM der Pumpe auf keinen Fall überschritten.
Platzprobleme gibt es weil die Pumpe hinten an den Motorhalter stößt und die originale Riemenscheibe (135 mm) der Magnetkupplung ca. 20 mm zu weit nach vorn ragt.
Das Ganze soll eigentlich so werden dass das originale Keilriemenmaß beibehalten werden kann.
 
Hallo zusammen,

die Riemenscheibe ist fertig und auf die abgedrehten Reste der Magnetkupplung aufgeschrumpft und gesichert. Der Pumpenhalter ist schon fast fertig, die Spannvorrichtung fehlt noch. Erste Abstriche musste ich schon machen nämlich in Bezug auf die Keilriemenlänge.

Das anhalten der Teile zum ermitteln der Flucht ist nicht ganz einfach, deshalb habe ich den Kühler wieder ausgebaut und die noch vorhandene Hydraulikpumpe mit Leitungen nach vorn weggezogen.

Auf dem Bild das zerlegte Vorsatzlager auf dem man die originale Welle sehen kann und darunter die geänderte Antriebswelle.

Beide Wellen sind gehärtet, so dass sie mittels Schrumpfhülse und Schweißnaht verbunden worden sind. Die vordere Schweißnaht wurde nicht abgedreht weil das bearbeiten der hinteren Probleme bereitet hat.
Die Einstellung des Luftspalts der Magnetkupplung mittels Paßscheiben hat funktioniert.
 

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Hallo zusammen,

dieses Projekt musste über den Sommer ruhen. Jetzt bei hochgestellten Fahrerhaus konnte die Flucht der Riemenscheiben 100%ig hergestellt werden. Eine Spannvorrichtung, ähnlich der am originalen Pumpenhalter wurde noch angefertigt.

Die neue Pumpe befindet sich nur einige Millimeter tiefer als das Original. So dass ein etwas längerer Keilriemen zum Einsatz kommt.
Geschaltet wird über einen Schalter und ein Relais, das Relais besitzt auch gleich die Sicherung im Gehäuse.


Edit: Hier noch das Bild und die Daten des Relais.
 

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Hallo zusammen,

am Wochenende war unter anderem der Probelauf der zuschaltbaren Hydraulikpumpe angesetzt. Der leere Kipper bewegte sich augenscheinlich genau so zügig nach oben wie mit der alten Pumpe. Bei Gelegenheit wird der Druck, sowie das Verhalten bei Vollast noch getestet.
 

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Hallo Reiner,

das sieht ja richtig gut aus. Da könnte ich glatt neidisch werden. :wink:
 
Hallo Christoph,

danke für die Blumen. Ich muss aber auch zugeben dass die Anfertigung des Halters mehrere Anläufe, mit an und abbauen mit sich brachten. Der vom Metallbauer zuerst genannte Preis konnte dann auch nicht gehalten werden, weil im Vorfeld die noch nicht erkennbaren Änderungen relativ zeitaufwändig waren.
 
Hallo zusammen,

hier ein erster Erfahrungsbericht.

Beim fahren von Bodenaushub mit einer gewogenen Zuladung von 2350 kg (möglich sind 2540 kg, ist aber nicht mit Aushub machbar da die Spitze des Berges jetzt schon in Höhe FH-Dachkante lag) kippt die Pumpe mit der gleichen Einstellung am Steuerblock die Ladung in ca. 16 sec bei Standgas ab. Das deckt sich wie o. g. mit den Werten der vorher verbauten Westinghouse-Pumpe.

Man kann während des kippens die Pumpe elektrisch stoppen und sie läuft nach schließen der Magnetkupplung unter Last ohne Schleifgeräusch an. D. h. die Magnetkupplung ist ausreichend dimensioniert. Durch das einstellen des Luftspaltes der Magnetkupplung auf 0,2 mm, hört man selbst wenn man direkt vor der Stoßstange steht das klacken beim zuschalten nicht. Gefällt mir gut.

Das habe ich bei meinem Youngtimer nach der Kompressor-Reparatur auch so gemacht.
 
Hallo Reiner, das sieht sehr gut aus mit der Magnetkupplung ! Ich suche so ein Bauteil und möchte auch die Hydraulikpumpe so zuschalten! Rutscht die Kupplung nie durch? Wieviel Druch hast Du eingestellt? VG ULI