Jahresfahrt 2014 der Sasbacher Unimog-Freunde Ende August

Liebe Unimog-Freunde,

So 31

Starkregen und keine besseren Aussichten
09:00 Start nach Hause auf direktem Weg und schnellen Straßen
11:30 Rench
Kinzig
12:30 Rhein, zum Ausgangspunkt zurück
Um die Mittagszeit sind alle gut wieder zuhause angekommen.
Nur ein 411 macht uns wegen starker Geräusche größere Sorgen. Guten Erfolg bei der Diagnose und Heilung!
 

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Liebe Unimog-Freunde,

so, das war sie, eine erlebnisreiche, zeitweise aufregende, meist entspannende Reise mit zahlreichen Höhepunkten und viel Spaß.

Vielen Dank an alle Teilnehmer im Unimog und unseren Rasenden Reporter! Jeder hat sich nach Kräften eingebracht und so zum Gelingen des einzigartigen und harmonischen Gemeinschaftserlebnisses beigetragen.

Alles Gute bis zum nächsten Jahr auf anderer Strecke!

PS: Auch ganz herzlichen Dank an alle, die uns auf der Strecke freundlich gegrüßt, besucht oder uns auch nur die Daumen gedrückt haben, dass wir alle wieder heil zurückkommen. :spitze

Abschließend noch ein wenig Statistik - was nicht heißen soll, dass die Beitragsfolge hiermit beendet ist. :wink:
 

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Liebe Unimog-Freunde,

hier haben wir sie auch schon, die Ursache für die hässlichen Geräusche. Die Ursache für die Ursache ist aber noch nicht ganz klar. Oder erkennt sie jemand anhand des Fotos?
 

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Hallo,

ich bin einer der Teilnehmer an dieser herrlichen Fahrt. Und wie Christoph schon geschrieben hat,
sind wir alle gespannt auf die Fotos die unser rasender Reporter geschossen hat. Als "Anführer der
2. Gruppe" mußte ich nur den Anweisungen "der Dame aus dem Navi" folgen. Und die hatte
Christoph peinlichst genau mit den entsprechenden Daten "gefüttert". Hier noch einmal ein
großes Dankeschön an Christoph.
Und wir er auch geschrieben hat, freut nicht nur er sich, sondern wir alle auf die nächste Tour.

Es grüßt

Herbert :mog3
 
Hallo Christoph,
Schöne Tour habt ihr dort gemacht! Und wie immer : Perfekt durch Dich organisiert!
Zum Schaden am Abtriebsgelenk Hinterachse.

Die Gelenkwelle zur Hinterachse wird mit Getriebeöl geschmiert.
Wenn der Ölkanal im Abtriebsflansch verstopft ist, fehlt der Schmierstoff an dieser Stelle und das Lager läuft trocken. Bei Kurzstrecken fällt dies meisst nicht auf erst auf langen Touren tritt dieser Schaden durch Überhitzung auf.

Mir bekannte Opfer:
Carsten Jebe Unimog 2010 Tour von Rendsburg nach Wuppertal
Lothar Joos Unimog 411111 Frosch Tour von Risum Lindholm nach Backnang

Es waren jeweils Fahrzeuge mit kurzem Radstand und Synchrongetriebe, evtuell liegt dort eine erhöhte Belastung der Gelenkwelle durch starke Verschränkung vor.

http://www.unimog-community.de/phpBB3/unimog-treffen-wuppertal-t54295-120.html

http://www.unimog-community.de/phpBB3/post419923.html?hilit=getriebewechsel#p419923

Schadenbild Unimog 2010:
4523102.jpg


4523106.jpg


Gruß
Jochen
 
Vielen Dank Jochen!

Das ist eine plausible Erklärung.

Allerdings ist mir unerklärlich, wie jemand so lange fahren kann, dass der Schaden derart große Ausmaße annehmen kann, wie sie auf Deinen Fotos zu sehen sind. :roll:

Auf unserem Foto ist noch eine eingeklemmte Madenschraube mit Schlitz (M10?) zu sehen. Kannst Du sagen, wo die herkommen könnte?
 
Hallo Christoph
Ursache kann auch der falsch montierter Gehäuseflansch sein, so dass die Schmierbohrung an der falschen Stelle sitzt und deshalb kein Öl nachfließt. Da kein Wasser eintreten kann, laufen die Gelenke mit der Fettbefüllung aus der Montage sehr lange, ein "lebensdauergeschmiertes" Kreuzgelenk ist ja auch nichts anderes.
 
Christoph,
Diese Madenschraube kann ich so nicht zuordnen.
Haltbarkeit: Wenn man mit Gehörschutz fährt , fehlt auch meisst die Fehleranzeige durch Geräusch.
Bei Carsten hat der sich zerlegende Gabelkopf zu solchen Spannungen geführt, daß das Getriebegehäuse zerbrochen ist und die Wellen im Getriebe verblockt sind. Wir mussten ihn mit stehenden Rädern von der Strasse ziehen.

Das Kreuzgelenk macht an dieser Stelle ja kaum Bewegung, lediglich die Ausgleichsschwingungen.
Beim kurzen Radstand etwas mehr durch den steileren Winkel. Die Fett oder Ölfüllung reicht dafür wahrscheinlich aus (Notlaufeigenschaften?) Bei längerer Fahrt und auch höheren Drehzahlen wie bei euren Gewalttouren :wink: wird das Restöl verdampfen und das Lager verglüht regelrecht.

Der Ölkanal ist als Fang-Rinne im Getriebegehäuse vorgeben und läuft dann gebohrt durch das Gehäuse in den den Abgangsflansch Getriebeausgangswelle (Thomas hat den Flansch mit Bohrung in der Hand) durch eine Bohrung welche im Abtriebsflansch ( wie im unteren mit dem berühmten Filzdocht) weiterführt und letzendlich im Anschlussflansch Gelenkwelle auf beide Lager der Gelenkgabel verteilt wird. Danach durch die Nadellager in das hohlgebohrte Zapfenkreuz zu den anderen Nadellagern in den Gabelköpfen im Wellenstück.
Ein wenig Schmutz und Spanabrieb aus dem Getriebe sammelt sich in diesem Sackloch und verstopft diesen im laufe der Zeit nachhaltig. Aber für die letzten 50 Jahre hat der Ölfilm ja gereicht.

Gruß
Jochen
 
Nochmals danke, Jochen,

wir haben wieder etwas gelernt und hoffen, dass der Pechvogel mit einem Ersatzteil bald wieder läuft.
Apropos Geräusch: O-Ton: "Die Reifen bringen mich noch um!". Vielleicht waren es aber gar nicht die "sägegezahnten" Reifen, sondern das defekte Kreuzgelenk?!?
Das werden wir nach erfolgter Reparatur und Probefahrt erst erkennen.

Weiter mit erfreulicherer Nachlese:

Von meinem persönlichen Highlight ein Foto unseres Rasenden Reporters: Regensburg, Haidplatz, 27.08.2014 18:30 Uhr
Da sieht man (wenigstens bei höherer Auflösung) förmlich die Hochstimmung während der Reise, die alle Teilnehmer spätestens zu diesem Zeitpunkt ergriffen hatte.
 

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Hallo miteinander,
Getriebegehäuse zerbrochen : schock.
Wie das den und wo ist das gebrochen? Das war doch ein 2010 oder?
Mit 9x18 Rädern oder?
 
Hallo Hannes,

es handelt sich in unserem Falle um einen 411 mit neuen Achsen, wobei das Schubkugelgehäuse heil geblieben ist.

Wenn irgend etwas im engen (Getriebe-)Gehäuse seine normalen Bahnen verlässt, gibt es nun mal Kollision mit dem Gehäuse und demzufolge oft auch einen Gehäusebruch.
 
Liebe Unimog-Freunde,

nach der Foto-Session auf dem Haidplatz ging es rasch auf den Adlersberg. Über eine Steigung, die gute 411er gerade noch im 5. Gang schaffen, der untergehenden Sonne entgegen. Wegen eines langsamen Vordermanns musste OPTIMOG leider in den 4. Gang zurückgeschaltet werden. Aber bei nächster Gelegenheit wird er den Nachweis erbringen, dass ... :wink:

Im ehemaligen Klosterhof wurden wir mit überschwänglicher Freude und zwei grauen Unimog empfangen. Somit standen ein ganzes Dutzend Unimog in einer Reihe. Der Tag klang dann aus wie bei Asterix und Obelix. :)
 

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Liebe Unimog-Freunde,

das defekte Kreuzgelenk ist repariert und der Mog läuft wieder. Die nächsten "Schandtaten" können begangen werden.

Ein paar Fotos vom Wiesenttal geben Beispiel für die herrlichen Landschaften, die wir genießen durften.
 

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... mit Worten und selbst mit diesen Fotos lässt sich das Erlebnis kaum beschreiben
 

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...
 

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Liebe Unimog-Freunde,

an vielen Schönheiten der Natur und sonstigen anziehenden Stellen mussten wir vorbeifahren. So zum Beispiel an der Schottersmühle mit ihrem über 150 Jahre alten Gastraum. 10 Motorradfahrer hätten dort Rast machen können, jedoch 10 Unimog wegen des knappen Parkplatzes nicht.
 

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Liebe Unimog-Freunde,

nach der Reise ist vor der Reise - könnte man jetzt sagen und gleich die nächste Beitragsfolge starten: Jahresfahrt 2015 der Sasbacher Unimog-Freunde ..., denn erste Ideen dazu gibt es bereits. Doch warten wir noch ein wenig, bis wir "Schöne Täler 2014" besser verdaut haben.

Unsere bisherigen Fernfahrten sind trotz steigender Anzahl der Teilnehmer und zunehmender Komplexität ausnahmslos bestens verlaufen. Da haben wir - auch mit dem Wetter - viel Glück gehabt und können dankbar sein. Aber gemäß des Spruches "Jeder ist seines Glückes Schmied" haben wir auch gute Voraussetzungen dafür geschaffen bzw. sind diese in unserer Fahrpraxis entstanden.

Was sich bewährt hat bei der Planung und während der Fahrt ist es also wert einmal niederzuschreiben. Für unsere nächste Tour und natürlich auch zur Orientierung für jeden, der es uns nachmachen möchte.

Zuerst also die Strategie der letzten Reise

1. Der Weg ist das Ziel
Es geht nicht darum, schnell von A nach B zu kommen, sondern reizvollen Streckenabschnitten, z. B. Flusstälern oder Bergstraßen, zu folgen. Dadurch ergeben sich oft zunächst unverständliche Abweichungen der Route von der Straßenbeschilderung.

2. Verkehrsarme Strecken fahren
Größere Städte meiden. Stadtdurchfahrten im Konvoi bereiten wegen des begrenzten Beschleunigungsvermögens – besonders nach Ampelstopp - der Unimog viel Stress und die Schlange reißt häufig ab, wobei es oft schwierig ist, wieder zusammenzufinden.
Auf Land- und kleineren Straßen kommt man wegen des geringeren Verkehrsaufkommens (besonders wenige Lkw) meist zügig voran, selbst wenn man gelegentlich hinter einem Trecker fahren muss.

3. Größe des Konvois bzw. der Gruppen
Der längste Konvoi, der ohne außergewöhnliche Anstrengungen gemäß 1. und 2. zügig vorankommt, besteht aus fünf Fahrzeugen. Bei mehr als fünf Fahrzeugen ist eine Unterteilung in höchstens zwei Gruppen erforderlich. Demnach besteht der gesamte Konvoi aus maximal zehn Fahrzeugen.

4. Zusammensetzung des Konvois bzw. der Gruppen
Vorzugsweise das langsamste Fahrzeug fährt voran. Da das vorderste Fahrzeug aber auch die Navigation übernimmt, muss hiervon meist abgewichen werden.
Ist das letzte Fahrzeug den vorausfahrenden gegenüber ausreichend leistungsstark, kann ein kleiner Wohnanhänger mitgeführt werden.

5. Zwei Gruppen
Wird in zwei Gruppen gefahren, erfolgt der Start der zweiten Gruppe zeitversetzt. Schließt die zweite Gruppe während der Fahrt auf, kann - so lange es ohne Schwierigkeiten möglich ist - in einem zusammenhängenden Konvoi gefahren werde. Dann aber lässt sich die zweite Gruppe wieder zurückfallen.

6. Halt an vereinbarten Stellen
Bei der Planung der Haltestellen ist zu berücksichtigen, dass genügend Platz für alle Fahrzeuge ist und andere Verkehrsteilnehmer möglichst wenig beeinträchtigt werden.
Normale Parkplätze an Bundes- und kleineren Straßen sind oft nicht ausreichend, besonders wenn sich dort bereits geparkte Fahrzeuge befinden.
Parkplätze von größeren Supermärkten haben sich als Haltestellen bewährt, zumal es dort auch die Möglichkeit zur Versorgung gibt.

7. Nothalt
Ein Nothalt von mehreren Fahrzeugen an einer Stelle ist oft problematisch und resultiert manchmal in einer unvermeidlichen verkehrsbehindernden Situation, die möglichst rasch wieder aufzuheben ist. Warnwesten, Warndreieck einsetzen und nötigenfalls Verkehrsregelung vornehmen!

8. Navigation
Das führende Fahrzeug (ggf. je Gruppe) übernimmt die Navigation.
Die Route ist möglichst genau geplant, mit Haltestellen in vernünftigen Abständen (z. B. 50 bis 100 km je nach Komplexität der Route oder sonstigen Anforderungen).
Die Navigation erfolgt mit elektronischen Hilfsmitteln (Navi). Vorteilhaft ist zusätzlich ein Beifahrer als Navigator, der bei Schwierigkeiten schnell korrigierend eingreifen kann.

9. Tagesetappen
Bei „sportlichem“ Programm und trockenem Wetter haben sich Tagesetappen zwischen 200 und 300 km als leicht machbar herausgestellt. Dabei ist genügend Zeit für Fahrt und Rast, wenn man täglich zwischen 8 und 10 Stunden unterwegs ist (Fahrtmittel um 40 km/h).
Falls Besichtigungen etc. unternommen werden sollen (oder bei schlechtem Wetter), sind die Etappen entsprechend kürzer zu wählen (alternative Routen evtl. vorbereiten).

10. Quartier
Die Übernachtungsquartiere haben genügend zusammenhängende Stellfläche für alle Fahrzeuge und die benötigte Fläche ist im Voraus reserviert. Ebenso das gemeinsame Abendessen und am folgenden Tag das Frühstück. Je nach Größe der Gruppe(n) stellt das manchmal eine Einschränkung bei der Auswahl des Quartiers dar.

11. Ausrüstung
Für hohe Fahrleistung und möglichst geringen Verbrauch an Kraftstoff ist es sinnvoll, die zur gemeinschaftlichen Nutzung vorgesehene Ausrüstung genau abzustimmen und sinnvoll zu verteilen – jedenfalls nicht doppelt oder dreifach mitzunehmen. Dazu gehören z. B. Ersatzrad, Werkzeug, Kraftstoffreserve, Wasser, Abschleppstange (besser: Abschleppdreieck), Ersatzteile etc.
Auch ist es vorteilhaft, schwere Anbaugeräte wie z. B. eine Seilwinde vor der Reise zu demontieren.

Nachtrag zu 1. Der Weg ist das Ziel
Es kann sehr zweckmäßig sein "kleine" Straßen zuvor auszukundschaften, um mit dem Konvoi nicht unerwartet irgendwo stecken zu bleiben, wie es in unserem Falle um wenige Zentimeter mit dem großen Wohnanhänger fast geschehen wäre. Von der Durchfahrt gibt es leider kein Foto, so dass dieses Foto vom Hinweisschild stellvertretend dafür steht.
 

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Hallo Christoph,

wenn ich ein Regensburger Kennzeichen sehe mit grauen MOG gibt es für mich nuir eine Familie. Wenn ich mal ebengleich dieses Alter erreicht habe werde ich auch mal diesen Luxus mit meiner Frau ausleben. Unser Fuhrpark gibt dafür die besten Möglichkeiten. Ich freue mich schon auf den nächsten Sommer, wir sind schon am planen.

Gruß Ralf-Mirko