Kabine konstruieren

Hallo

Das Thema Kabinenbau wurde schon mal diskutiert.
Guckst Du hier:
http://www.unimog-community.de/index.php?name=PNphpBB2&file=viewtopic&t=9071&start=0&postdays=0&postorder=asc&highlight=

Warum baut Ihr so kompliziert mit Rahmen.
Mein Koffer ist komplett GFK und geklebt, macht fast die ganze Nutzfahrzeugbranche so.

Gruß Andreas
 
Moin, moin Andreas
Im Prinzip habe ich meinen Koffer ebenso komplett aus GFK-Sandwichplatten geklebt, nur daß eben die äußeren Winkel (Rahmen) nicht auch aus GFK-Winkeln sind, sondern aus massiven Alu-Winkeln (verschweißt). Es mußte deswegen der Rahmen natürlich vorher gebaut werden, da mit eingeklebten Sandwichplatten natürlich kein schweißen mehr möglich ist.
Dadurch ist der ganze "GFK-Koffer" in sich so stabil, daß ich ihn mit dem Kran (durch die angestzten Kofferecken) hochheben kann.
Würde aber immer wieder einen "GFK-Koffer" bauen, von wegen Kältebrücken und so. Es lassen sich dabei ohne Probleme nachträglich Kofferklappen, Fenster, Türen usw. einschneiden.
Auch gibt es im "Sandwichaufbau" jede Menge Wahlmöglichkeiten: z.B. GFK-Isolierung-GFK, Alu-Isolierung-GFK, Alu-Isolierung-Alustreifeneinlage wegen Befestigung-Holz, usw. usw.
Ich habe festgestellt, daß in diesem Bereich die Kühlkofferhersteller viel günstiger und flexibler sind. Wir haben hier eine Firma in Sottrum (zwischen Bremen und Hamburg), die machen die Platten selber, nach Wunsch.
Zusätzlich würde ich noch "Hülsenrohre" mit in den Hilfsrahmen "einarbeiten", für den Gabelstabler. Es steht ja nicht immer ein Kran zur Verfügung und man weiß ja nie.

Nun noch ein paar Bilder, zur Erläuterung:

1. Die Vorbereitung zum Anbau der "Kofferecken", man sieht deutlich den geschweißten Alurahmen

zz2_15unimog_404minumbaukom_die_monatageoesen.jpg


2. Die "Kofferecke" jetzt angebaut

zz2_16unimog_404minumbaukom_die_monatageoesen.jpg


3. Gleich hebt er ab

zz2_17unimog_404minumbaukom_die_endmontage.jpg


4. Der "fliegende Koffer"

zz2_18unimog_404minumbaukom_die_endmontage.jpg


5. Und noch ein Bild vom "Klappdach"

zz2_19unimog_404minumbaukom_das_klappdach.jpg


Gruß Gerd
 
hab mal die einteilung noch n bissle verfeinert , denk das es so ganz gut wird
 

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Hallo

Die Aluwinkel habe ich auch außen herum geklebt und genietet aber die Ecken nicht verschweißt.
Ich meinte auch die Rahmenkonstruktion von Thomasito. Da gibt´s evtl. Probleme mit Kältebrücken.
Ich habe meine Platten von Ackermann, ebenfalls auf Wunsch gefertigt. Bisher habe ich keine Probleme mit dem Koffer gehabt, nur nach unserem Tunesien Urlaub ist die Dachluke undicht gewesen weil ich beim Einbau nicht aufgepaßt habe.
Das mit dem abheben der Kabine ist eine gute Sache. Vor allem wenn wir jetzt alle einen LKW mit Wechselaufbau brauchen. Wegen dem Steuerwahnsinn den unsere Herren Politiker mit uns vorhaben.

Gruß Andreas
 

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Moin, moin Andreas
Mit der Steuer ist das so eine Sache. Leider erfüllt meine Kabine nicht die Maßnahmen für eine Wechselkabine. Sie läßt sich zwar abheben, aber nur für Reparaturzwecke, dazu muß einiges vorbereitet werden. Wenn ich eine neue Kabine bauen würde, würde ich auf jeden Fall in Richtung Wechselpritsche /-Kabine, o.ä. arbeiten, mit Containerloks oder so.
Wegen der Steuer habe ich meinen MOG erstmal abgemeldet. Wie ich dann im Frühjahr neu vorgehe muß ich sehen, bis dahin viele Infos sammeln, auf dem laufenden bleiben und dann entscheiden. Natürlich bereits alles unternehmen, damit das Gesetzt eventuell doch noch kippt (http://www.camperline.de usw.).

Gruß Gerd
 
Hallo Nochmal

Das mit den Kältebrücken stimmt schon. Ist wirklich ein Nachteil einer Rahmenkonstruktion. Bei mir besteht dieser teilweise aus 40mm Stahlquadratrohr. Also muss wohl mindestes eine 50mm Isolierung rein. Hat jemand Erfahrung mit derartigen Wandstärken oder lokal dünneren Isolierungen (in den Ecken). Ich möchte die Isolierung, bestehend aus grünen Styrodur-Platten mit UHU-Por-125 aufkleben. Gibt es da noch was besseres? Welche Erfahrungen gibt es mit dem Material (Holz, Kunsstoff, Presspappe, Verbundmaterial) der Innenverkleidung? Ich habe vor alles nur zu verkleben um keine Schrauben oder Nieten im innenraum zu haben.

Vielen Dank für Eure Ratschläge

Thomas
 
Hallo

Verstehe ich das richtig ?

Du hast eine Stahlkonstruktion die soll mit Alu von außen verkleidet werden, mit Styrodur isoliert und innen mit Kunststoff verkleidet werden ?

Meine Kabine besteht aus 50mm GFK Platten. 2mm GFK außen, 46mm Schaum, 2mm GFK innen. Das ganze verklebt und mit Aluwinkeln außen verstärkt und vernietet.

Ich habe mir schon beim Bau gedanken gemacht wie sich die 2 verschiedenen Materialien (Alu-GFK) wohl bei Kälte und Wärme verhalten. Das GFK hat eine sehr geringe Wärmeausdehnung wobei Alu sich wesentlich mehr ausdehnt bzw. zusammenzieht.

Bei Deiner Idee sind es 4 verschiedene Materialien die gegeneinander arbeiten.
Damals war meine Idee auch mit einer Rahmenkonstukton zu beginnen und so wie Du zu verfahren. Habe dann aber nachdem mich irgendjemand in einem Forum genau auf diese Problematik hingewiesen hat den Plan geändert. Leider weiß ich nicht mehr in welchem Forum das war. Ich meine bei :
www.leerkabinen-forum.de

Dies soll keine Kritik sein sondern ein Hinweis.

Gruß Andreas
 
Hallo Andreas

Ja, Du verstehst das richtig. Meine Kabine hat einen Stahlrahmen und ist mit Alu beplankt.
Das mit der Wärmedehnung ist auch durchaus richtig. Auch die Problematik mit den vielen Naterialien ist nicht von der Hand zu weisen.
Ich denke aber das die Isolierung und die Innenverkleidung dabei die kleinere Rolle spielen. Das Hauptproblem liegt bei Stahl-Alu.
Aluminium hat einen höheren Wärmeausdehnungskoeffizienten als Stahl.
Jetzt kann man rumrechnen aber um die Sache mal grob zu überschlagen gehe ich von einer maximalen Vebundlänge von
5m bei einem Temperaturhub von 100 Grad aus.
Da ist man mit dem Unterschied der Längenausdehnung bereits im Milimeterbereich. Diese Längendifferenz führt zu
Materialspannungen, Verformung und unter Umstanden sogar Bruch.
Trotzdem bekommt man das in den Griff wenn man folgendes beachtet:
Die Verbundlänge möglichst klein halten (keinen 5m Stahlprügel an ein 5m Blech nieten).
Also das Blech in möglichst kleinen Teilen (Ist immer ein Kompromiss) aufnieten und Klebefugen vorsehen, auch wegen der Kontaktkorrosion.

Nicht zuletzt spricht ja auch einiges für diese Bauweise (natürlich nicht alles):

-Stahl hat eine ausgezeichnete Bruchdehnung (verbiegt sich lange bis es bricht)
-Bei kleinem Platzbedarf (Wandstärke) erreicht man mit Stahl maximale Festigkeit und Steifigkeit
-Stahlkosten für meinen ganzen Rahmen unter ¤300,-
-Gesamtmaterialkosten für die leere Kabine mit Boden unter ¤2000,- (und ich habe gutes 2mmm starkes Alu gekauft)
-Stahl lässt sich hervorragend schweissen (Hochfestes Alu nicht)
-Ich bilde mir ein, dass die Konstruktion Vorteile bei Unfällen hat
Ein Bekannter hat sich nämlich mit seinem 404 überschlagen und die Stahlwohnkabine war nur krumm und nicht zerbröselt.
-Gute Aluminiumlegierungen haben eine hohe spez. Festigkeit (Hohe Festigkeit bei wenig Gewicht)
-Alu ist dauerhaft Korrosions- und UV-beständig (zumindest die entsrechende Legierung)
-Man kann nicht mit Lötkolben und Taschenmesser einbrechen
-Das Dach ist begehbar und belastbar (Riffelblech)
-Lackierung nicht unbedingt notwendig
-Verbindung zum Fahrzeug ist relativ einfach
-Riesenspass beim Metallrumbasteln

Bin für Kritik immer zu haben, da man daraus immer lernt (ausserdem gibt es immer mehrere gute Lösungen)
Den Link kenne ich schon, da ich seit einiger Zeit nach Kabinenbau rumsurfe....trotzdem Danke

Thomas

PS: Schönen Mog hast Du da, meiner ist noch nicht ganz soweit....
 
Hallo Forum,
Warum muss man eigentlich immer Stahlrahmen mit Alubeplankung mischen und die daraus resultierenden Probleme in Kauf nehmen?
Ich verstehe, dass ein Alurahmen umständlich zu schweißen ist. Warum also nicht einen verschraubten Alurahmen konstruieren? Wenn es verschraubte Fahrzeugrahmen gibt, dann wird man doch wohl auch einen verschraubten Wohnkoffer stabil hinkriegen können.
Vorteile wären:
· Keine Kontaktkorrosion
· Keine rostanfälligen Schweißnähte
· Erhebliche Gewichtseinsparung
· Einfache Konstruktion (keine Schweißkenntnisse
erforderlich) und sehr sauberes Arbeiten nur mit Alu
Nachteile:
· Höhere Kosten
· ?
Gruß
Jakob
 
Hallo Werner,
ich habe meinen Dachträger aus eloxierten Aluminiumprofilen mit Edelstahlschrauben verschraubt. Seit vier Jahren keine Spur von Korrosion. Im Gegensatz zu einem Kofferrahmen ist dieser Träger Wind und Wetter ausgesetzt.
Gruß
Jakob
 
Hallo

Das ist schon ein Kreuz mit dem Kabinenbau.
Die wahren Schwächen sieht man sowieso erst nach dem ersten Richtigen Einsatz, ob man nun so oder so gebaut hat. Die Optimale Lösung gibt es eben nicht.
Das Einbruchrisiko bleibt halt immer. Die kommen heut mit Montiereisen oder gar Brechstange und kriegen jede Kiste auf. Auf der Reise halten sie dir eine Knarre vor´s Gesicht und kriegen auch was sie wollen. Aber das ist ein anderes Thema und würde den Rahmen hier sprengen.

@Thomasito
Danke für die Blumen.


Gruß Andreas
 
Hi Ihr lieben,

könnt Ihr denn alle in euren Kabinen stehen?
bzw habt Ihr in irgendeiner Form eine Dusche mit eingebaut?
 
hallo,

hat schon jemand erfahrung mit "isowänden" bezgl. eines kofferaufbaus?

die wände gibts in verschiedenen stärken, sogar bögen an der dachkante sind möglich.

grüsse: hugo
 
Es gibt .... ne Firma die baut Geländewagen.. die machen das auch so.....
mit dem Alu auf dem Stahl....... jeder kennt Sie keiner will Sie, viele mögen Sie !
 
Hallo leute,

so siehts in wirklichkeit aus ;-)
gruß
markus
 

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Hallo Markus .....

Also...... vom Pc Entwurf bis zu den geposteten Bildern in Natura ....

Alle Achtung sehr Schöner Wohnkoffer den Du da gebaut hast ....
Bitte auch Bilder der Inneneinrichtung zeigen ...Interessiert mich immer sehr wie so die anderen das Eingerichtet haben und so ....1


Gruß Ralf
 
hallo ralf
vielen dank für s lob :-)
hier noch 3 bilder

ersatzradhalterung
wc
und sitzgruppe
 

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hi thorsten,
ne truma 3002p , bin sehr zufrieden damit, hab noch nen dometic kühlschrank drin der auch mit gas kühlt,
bin wirklich sehr zufrieden da ich wirklich sehr autark bin mit meinem mog und nur strom für s licht benötige