Kipperfrage

AT

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22. Okt. 2005
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Ascheberg
Hallo Leute!
Meine Kipperpritsche senkt sich zwar wieder nach dem Kippen, wird aber je tiefer sie kommt immer langsamer.
Ab der letzte Stufe des Zylinders muß man sich auf die Pritsche stellen und wippen,damit sie sich ganz absenkt. :shock:
Ist doch nicht normal,oder?
Was kann man da machen?
Grüße,AT
 
Bei uns war es mal so, daß nach längerer Zeit ohne Kippen die Zylinder nicht mehr sauber ineinander liefen. Mit WD 40 und Sprühfett paar mal auf und ab und dann hats wieder funktioniert.
 
Hallo,
hört sich so an, als wäre der Druck in der Rücklaufleitung zu hoch. Dies kann der Fall sein, wenn der Rücklauffilter zugesetzt ist.
Bei meinem U406 Cabrio ging das soweit, daß sich die Kippritsche in Schwimmstellung selbstständig angehoben hat, weil sich Druck in der Rücklaufleitung aufbauen konnte.
Also vielleicht mal ohne Filter testen, wenn`s besser wird neuen Filter rein.
Es geht halt nichts über rechtzeitige Wartung! (grins)

Gruß
Gerhard
 
Hallo Marcel,Hallo Gerhard!
Ich versuchs mal mit Marcels Methode.
Bei meinem Kippzylinder gehts nur über eine Leitung hoch und runter, also nicht über die direkte Rücklaufleitung zurück.
Also runter nur über Schwimmstellung.
Hatte den Verdacht das in dem Zylinder Luft wäre.
Ist das möglich,wenn ja, kann man da was entlüften?
Filter,wo sitzt der?
Habe den Mog erst ein halbes Jahr, da muß ich mich erst Stück für Stück durcharbeiten. Also an der Wartung meinerseits liegts nicht. :wink:
Grüße AT
 
Hallo Andreas,

ist schon richtig, dass der Kippzylinder nur eine Leitung hat und über das Steuergerät (Schwimmstellung) ablässt.

Der Filter sitzt oben im Hydraulikölbehälter - da wo die Rücklaufleitung von Steuergerät drauf geht. (die Drucklose-Rücklaufleitung natürlich auch)

Bild-Nr. 150 ist der Filtereinsatz

Glückauf
Lutz
 

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Hallo AT,

also Luft im Kippzylinder kann ich mir eigentlich nicht vorstellen oder hast du eine Leitung auseinander geschraubt?
Der Hydraulikfilter sitzt oben im Hydrauliktank, einfach die Leitung oben abschrauben und die 5 M6er Schrauben rausdrehen und Wechseln. Es müsste eigentlich ein Filter der Fa. Mann sein Typ. H729. Der Kostet nicht die Welt und es kann kein Fehler sein diesen zu erneuern.

Gruß,
Steffen
 
Ist eigntlich normal dass es je Stufe langsamer geht...
Die Stufen werden dicker und somit muss auch mehr Öl fliessen... Und wenn das Öl recht Kalt ist (reicht ja schon Raumtemperatur) dann muss ich bei mir auch nachhelfen...
Aberansonsten kann der kleine Filter im Hydrauliktank oben drin schon recht dicht sein was aber nix dran ändert dass es langsamer wird.
Und wenn der Kippr wie bei einem Vorschreiber in Schwimmstellung hoch geht dann stimmt die Einstellung des Steuerblocks/ der Hebel nicht ganz...

Grüssle Michael
 
Hallo
mal die Suche benutzen.
haben wir alles schon mehrfach gehabt.
Das Problem ist das sich hinter den Dichtungen Feuchtigkeit sammelt und es im Laufe der Jahrzehnte hinter den Dichtungen anfängt zu rosten.
Der Rost drückt so stark auf die Dichtungen das die Dichtung die Kolbenstange einklemmt. Da die 1. Stufe auch den größten Umfang hat, ist die Fläche auf die der radiale Druck der Dichtung wirkt auch am stärksten und sie bleibt stehen. Natürlich muß dort auch das meiste Öl verdrengt werden. Aber wenn das Öl aus den anderen Stufen zurück in den Tank gedrückt wurde und aus der letzten nicht kann es nicht am Filter oder der Leitung liegen.
Ich habe dieses Problem selber gehabt und habe den Rost hinter den Dichtungen entfernt.(Man glaubt kaum was sich dort so im Laufe der Zeit ansammelt.)
Und siehe da, alle Stufen fahren wieder Butterweich ein.
Nachteil ist: Der Zylinder wird mit Sicherheit nicht mehr ganz dicht sein.

Gruß Matthias
 
Hallo zusammen!



Charlymuckemann schrieb:
Natürlich muß dort auch das meiste Öl verdrengt werden. Aber wenn das Öl aus den anderen Stufen zurück in den Tank gedrückt wurde und aus der letzten nicht kann es nicht am Filter oder der Leitung liegen.

Matthias, das stimmt so nicht ganz.
Druck = Kraft/Fläche
Da in der ersten Stufe des Zylinders die Fläche am grössten ist, ist dort auch der Druck am geringsten(wenn nur noch die erste Stufe ausgefahren ist)
Beim einfahren verringert sich der Druck in der Leitung mit jeder Stufe.
Wenn also der Filter oder die Leitung erst ab einem gewissen Druck das Öl durchlassen, sollte man mal danach schauen.

Gruss Thomas
 
Hallo Leute!
Was Matthias schreibt, trifft meine Sache genau.
Den Filter im Tank kenne ich,letztens noch rausgehabt und in Ordnung.
Hatte jetzt nur die Befürchtung noch irgendwo einen Filter zu haben, den ich noch nicht kenne.
Rostansätze habe ich nur an der größten Stufe im oberen Bereich. Die habe ich ganz fein nachgeschliffen und der Kipper fährt nun schon ein wenig besser ein.
Auch hatte ich die Leitung getrennt, da man zum Kippen den Schlauch umstecken mußte. Auf die Kriecherei hatte ich keinen Bock und habe einen Abzweig mit Zweiwegehahn an die hintere Hydraulikleitung (nicht die für den Kraftheber) zum Kippzylinder gebaut, was die ganze Sache enorm erleichtert.
Auch die zusätzliche Sicherung, beim geschlossenem Hahn nicht kippen zu können und sich was zu verbiegen, finde ich grundsätzlich nicht falsch.
Daher also meine Vermutung mit der Luft im Zylinder.
Darum noch mal die Frage zur möglichen Entlüftung, da der Kippzylinder doch quasi eine Sackgasse ist.
Grüße,AT
 
Hallo AT, hast Du auch einen Namen?
Macht das ganze hier freundlicher und persönlicher.

Luft im Zylinder merkt man durch leicht federnde eigenschaften wenn der Zylinder nur teilweise ausgefahren ist. Entlüften kann manchmal schon fast vollständig durch mehrfach wiederholtes ein und ausfahren des Zylinders erreicht werden.

Hast Du mal umgesteckt und am anderen Ventil über Schwimmstellung abgelassen?
Macht das Ventil bei Schwimmstellung ausreichend auf?
Probier mal bei abgestelltem Motor das Ventil weder auf "Schwimmstellung" oder "Heben" zu drücken sondern senken. Wenn nun schneller geht ist die Schwimmstellung nicht richtig eingestellt.
Welches Öl fährst du? zu große Viskosität?
Sind die gesteckten Hydraulikkupplungen leichtgängig/der Mittelpin nicht verrostet???


Gruß Matthias
 
Hallo Matthias!
Kuckst Du unten, steht Andreas! :wink:
So ganz schlimm ist es nun auch wieder nicht. Stecken geht nicht mehr,ist jetzt über den Zweiwegehahn fest verbunden.Auch mit abgestellten Motor geht er ganz runter, nur eben zum Schluß immer langsamer.
So wie es im Moment klappt reicht mir das aus. Trotzdem danke für die guten Tipps, kann ich vielleicht später nochmal gebrauchen!
Aber mit dem teilweise ausgefahrenen Zylinder probier ich morgen nochmal aus.
Grüße,AT
 
Hallo,

dass der Zylinder in der unteren Stufe langsamer und schwerer einfährt als in den oberen, ist klar, da der Durchmesser bei den oberen Stufen geringer ist und somit weniger Öl verdrängt werden muss. Die Anschlußleitung hat aber nun mal immer den gleichen Durchmesser, also fahren die unteren Stufen langsamer aus und auch wieder ein.

Wenn die untere Stufe gar nicht einfahren will, kann das folgende Ursachen haben:

1. Rücklauffilter im Hydraulikbehälter zu.

2. Zylinder schwergängig (siehe obere Beiträge, z.B: durch Rost)

3. Zylinder verbogen, dadurch noch schwergängiger

4. Steuergerät falsch eingestellt (Schwimmstellung macht nicht komplett auf)

5. sonstige Fehlverrohrung/-verschlauchung in der Hydraulik, wenn aber nix umgebaut wurde und das ganze vorher ging, fällt die Ursache weg.

Luft im System habe ich hier nicht aufgezählt, denn das kann nicht die Ursache sein, dies äußert sich anders. Die Kipppritsche geht auch bei Luft im System ganz nach unten zurück. Eine separate Entlüftungsmöglichkeit gibt es nicht, nach mehrmaligem komplettem Ein- und Ausfahren des Zylinders hat der sich selbst entlüftet. Hatte bei meinem vom Fachbetrieb komplett neu abgedichteten Zylinder in meiner komplett neu verrohrten (also komplett leeren) Hydraulikanlage keinerlei Probleme mit der Entlüftung.

Gruß,
Michael
 
Hallo Michael!
Ich habe nochmal ein wenig Rost beseitigt und nun gehts wesentlich besser.
Mit dem größeren Durchmesser der einzelnen Stufen leuchtet natürlich ein.
Es ist ja auch nur die letzte(große) Stufe, die nun zum Schluß in Zeitlupe einfährt. Aber ich denke das ist normal.
Danke nochmals für eure Tipps!
Grüße,AT
 
@ Thomas Namensvetter
Nur der Vollständigkeit halber (bitte nicht als "Besserwisserei" verstehen): Der Druck im Kippzylinder ändert sich nicht in Abhängigkeit der Zylinderstufen. Der Druck wird von der Hydraulikpumpe aufgebaut und vermutlich von einem Überströmventil auf einem bestimmten Wert abgeregelt. Diesen Druck sieht der Zylinder, egal welche Kolbenfläche gerade wirksam ist. Was sich ändert, ist die Kraft (größere Kolbenfläche = mehr Kraft)
Die unterschiedlichen Geschwindigkeiten - auch bei intaktem Zylinder - ergeben sich (wie schon mehrfach beschrieben) ausschließlich aufgrund der gleichbleibenden Fördermenge der Pumpe und der unterschiedlichen Hubvolumina der Zylinderstufen.

Gruß,
Thomas
 
Hallo Andreas

den Rost den ich ich meinte befindet sich nicht an der Kolbenstange sondern im Gehäuse in der Nut in der die Dichtung liegt.
Er kann nur beseitigt werden wenn man den Zylinder zerlegt.
Aber dann geht er wie Butter runter.

Gruß Matthias
 
Hallo Matthias!
Tschuldigung, hab ich wohl falsch verstanden.
Nixdestotrotz hatte ich an den äußeren Flächen im oberen Randbereich vor allem an der untersten Stufe Rostansätze.
Nachdem ich die nun beigearbeitet habe ist es schon besser.
Wenn ich mal wieder Geld habe :rofl: bau ich eh alles auseinander, dann gibt es eine Grundüberholung. Aber erst dann.
Leider muß ich solange noch instandhalten.
Grüße und Danke,AT
 
Hallo nochmal!

@ Thommy

Hallo Namensvetter!
Beim ausfahren des Zylinders wird der Druck von der Pumpe erzeugt und bleibt gleich. Das stimmt.
Es geht aber hier ums einfahren. Hier wirkt als Kraft das Gewicht der Pritsche.
Diese Kraft ändert sich auch durch den Kippwinkel, der aber von der letzten zur vorletzten Stufe nicht mehr groß ins Gewicht fällt.
Also: Gewichtskraft Pritsche / kleine Fläche = Druck
Gewichtskraft Pritsche / große Fläche = kleinerer Druck.

Soll auch keine Besserwisserei sein, nur nochmal zum Verständnis.

Gruß
Thomas
 
@ Thomas
Recht hast Du! :D

By the way (für einen Unimog-Frischling): gibt's eigentlich einen Dichtungs-/ Reparatursatz für den Kippzylinder? Meiner leckt etwas und auf den letzten Zentimetern könnte es auch etwas zügiger gehen.

Gruß,
Thomas
 
Dichtsatz habe ich für ca. 230,-Euro bei Mercedes erhalten.
Eigentlich gibt es (fast) alle Ersatzteile für den U406, nur will kaum einer diese hohen Preise bezahlen.
Gruß
Gerhard