Kolbenringe defekt aber zu hohe Kompression!?

Gixxertreiber

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09. Dez. 2021
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Altdorf Bei Nürnberg
Hallo miteinander,

ich hab die Kompression bei meinem 404 (M180) gemessen und bin auf ziemlich bescheidene Werte gekommen. Mit Öl werden die Werte besser, was ja auf Kolbenringe hindeuten würde.

Hier mal die Werte ohne Öl (links) und mit Öl (rechts):

whatsappimage2022-02urjsj.jpeg


Wären aber theoretisch noch im Sollbereich:

whatsappimage2022-02yokou.jpeg


Was mich aber vollkommen aus der Bahn wirft, ist der 5te Zylinder! Das müsste ja dann der einzige Zylinder mit nicht so sehr verschlissenen Ringen sein und zufällig noch extrem Ablagerungen haben um den Verdichtungsüberdruck so hochzutreiben.

Ich werde zwar demnächst mal mit dem Endoskop reingucken aber ich dachte das ist es wert hier mal einen Thread auszumachen.

Ich dachte vielleicht schon an ein falsches Ventilspiel (Auslass macht nicht ordentlich auf).

Ich gehe jetzt mal davon aus, dass für die Kolbenringe der Motor raus muss, oder? Im Werkstatthandbuch find ich nix dazu.

Ich bin echt am Überlegen was ich machen soll... Ein überholter Motor wäre mir am Liebsten allerdings bekomm ich das zeitlich nicht hin und dann wäre die Saison für mich gelaufen. :cry:

Es wäre für mich auch denkbar das machen zu lassen, was denkt ihr kommt da preislich auf mich zu (Kolbenringe oder Tauschmotor) wenn ich das machen lassen? Gerne natürlich auch privat, muss keine Werkstatt sein.
 
Hallo Daniel
woraus schließt du dass die Kolbenringe defekt sind. Defekt bedeutet ein Schaden oder Fehlfunktion, z.B. festgebrannt oder gebrochen, da wäre eher Verchleiß die richtige Beschreibung sein..
Die Kolbenringe sind nur ein Partner im Zusammenspiel mit der Zylinderlauffläche, beide Seiten verschleißen. Am Umkehrpunkt entsteht dabei ein Absabsatz in der Wandung, gleichzeitig entsteht auch in den Kolbenringnuten Spiel. Häufig haben sich auch zusätzlich Riefen in der Laufbahn eingearbeitet.
Die nächste Frage, wie ist der Zustand von Kurbelwellen- und Pleuellager, deren Zustand wird auch dementsprechend zu erwarten sein.
Ich denke, es wird schwierig, jemanden für deine Idee zu begeistern.
 
Das mit Verschleiß ist logisch... Aber wenn etwas verschlissen ist, erfüllt es seinen Zweck ja auch nicht mehr und könnte auch als defekt betitelt werden. Allerding denke ich dass das einfach nur eine Formulierungssache ist.

Wichtig wäre für mich zu wissen, ob die Kolben von unten gezogen werden könnten oder ob dazu der Motor zwingend raus muss.
 
Hallo Daniel,

natürlich steht nichts im WHB, ob man den Motor ausbauen muss, wenn man die Kolbenringe erneuern möchte. Denn das WHB setzt vorraus, dass die Aggregateaufbereitung außerhalb des Fahrzeugs stattfindet.

Da die Kolben nach unten herausgenommen werden, muss die Ölwanne ab und die Pleuellager geöffnet und Kurbelwelle entfernt werden. Wie soll das im Fahrzeug gehen? Und wenn das Getriebe eh schon vom Motor getrennt werden muss...

Wenn es dann ans Honen, Planen und Schleifen geht, ist die Hobbywerkstatt meist nicht so gut ausgestattet. Da braucht es schon größere Maschinen.

Gruß
Markus
 
An Werkzeug mangelt es nicht...

Ich habe auch schon etliche Kolbenringe ausgetauscht, würde aber halt wirklich gerne den Motor im Fahrzeug belassen... Ansonsten komm ich an kein anderes Auto mehr ran wenn der Unimog länger stehen würde.

Deswegen: Kann man die Kolben von unten ziehen wenn der Block im Fahrzeug ist oder gehts nicht?
 
mhame schrieb:
Da die Kolben nach unten herausgenommen werden, muss die Ölwanne ab und die Pleuellager geöffnet und Kurbelwelle entfernt werden. Wie soll das im Fahrzeug gehen? Und wenn das Getriebe eh schon vom Motor getrennt werden muss...

:fluch

Noch einmal:
Du kannst die Kolben nach unten ziehen, nach oben geht nicht.
Dafür muss
a) die Ölwanne aber abgebaut werden, und das geht bei eingebautem Motor nicht.
b) die Kurbelwelle ausgebaut werden ->
c) das Schwungrad ab ->
c) das Schwungrad von der Kupplung/Getriebeeingangswelle getrennt werden ->
d) der Motor nach vorne weg gezogen werden ->
e) das Fahrerhaus runter

Neue Kolbenringe zu verbauen, ohne dass die Zylinder gehont werden ist Pfusch.
Wie willst du die Zylinder bei eingebautem Motor unter den Platzverhältnissen vernünftig honen?

MfG
Fabian
 
Hallo Daniel
Warum hast du die Kopression gemessen (schlechter lauf ,raucht ,keine Leistung)
Zylinderkopf und Ölwanne abbauen Pleuellager von der Kurbelwelle lösen und Kolben mit Pleuel nach oben rausziehen. Und dann ??
MfG Rudolf
 
Hallo Rudolf,

die habe ich gemessen weil das Auto schlechte Leistung hatte. Wirklich schlecht laufen tut er nicht und übermäßig rauchen auch nicht.

Ja genau, ich weiss halt nur nicht ob das problemlos möglich ist weil eventuell irgendwas im Weg sein könnte dass es nicht einfach so geht.

MFG

Daniel
 
krabbler schrieb:
mhame schrieb:
Da die Kolben nach unten herausgenommen werden, muss die Ölwanne ab und die Pleuellager geöffnet und Kurbelwelle entfernt werden. Wie soll das im Fahrzeug gehen? Und wenn das Getriebe eh schon vom Motor getrennt werden muss...

:fluch

Noch einmal:
Du kannst die Kolben nach unten ziehen, nach oben geht nicht.
Dafür muss
a) die Ölwanne aber abgebaut werden, und das geht bei eingebautem Motor nicht.
b) die Kurbelwelle ausgebaut werden ->
c) das Schwungrad ab ->
c) das Schwungrad von der Kupplung/Getriebeeingangswelle getrennt werden ->
d) der Motor nach vorne weg gezogen werden ->
e) das Fahrerhaus runter

Neue Kolbenringe zu verbauen, ohne dass die Zylinder gehont werden ist Pfusch.
Wie willst du die Zylinder bei eingebautem Motor unter den Platzverhältnissen vernünftig honen?

MfG
Fabian

Ja und genau das war ja meine Frage... Gehts, oder gehts nicht... :lol:

Es soll ja auch gehen den Motor auszubauen ohne die Kabine runterzunehmen obwohl es das aber auch immer wieder heisst.

Dafür ist ja ein Forum da, wenns auch mal anders geht als es im Handbuch steht. :idee
 
Hallo Daniel,
Motor raus ohne Hütte abbauen geht wenn man den Kühlergrill raustrennt. Bei 404 mit in den Aufbau integrierter Fahrerkabine ist der Grill dafür demontierbar. Ausbau nach unten ist ohne Achse machbar. Selbst wenn Du sie irgendwie mit Achse herausbekommen würdest, ist ein ordentlicher Einbau sicher nicht möglich. Aber bei dem Aufwand ist man nicht mehr weit weg davon die Hütte abzubauen. Bei letzterem kann man den U. zumindest noch umparken. Aber ein handfester Motormangel scheint doch gar nicht vnachweisbar, warum dann der große Aufwand?
Christoph
 
Hallo

um die Kolben nach oben zu ziehen müssen Pleuel mit schräg geteiltem Pleuelfuß verbaut sein.
 
Schönen guten Abend!

Zwar habe ich noch keine Motor an sich überholt, aber einen von der Bundeswehr revidierten Motor im letzten Jahr eingebaut.

Die Kolben nach unten aus dem Motor zu ziehen wäre in der Theorie nur machbar, wenn du den Motor nach vorne vom Getriebe trennst und das ist schon nicht möglich ohne den Trennschleifer anzusetzen.

Was ich aus meinen vergangenen 4 Jahren intensivem Mogschrauben sagen kann ist, dass es auf jeden Fall der geringere Aufwand ist, die Hütte abzunehmen und den Motor nach oben hin auszubauen.

Ich habe in 2019 die untere Hälfte des Burgmannringes an der Kurbelwelle getriebeseitig erneuert und dazu die Ölwanne in eingebautem Zustand demontiert. Es war die Hölle.
Hier dazu eine gute Beschreibung, anhand der du den Aufwand der auf dich zukommen würde einschätzen kannst.

https://www.multi-board.com/board/index.php?thread/41649-austausch-untere-h%C3%A4lfte-burgmannring-bei-eingebautem-motor/

In jedem Fall würde ich dazu raten die Hütte abzunehmen und von oben zu arbeiten. Der Tausch des Motors war bei intensiver Arbeitsweise in vier Tagen erledigt.

Grüße aus der Pfalz

Olli
 
christophlehmann schrieb:
Hallo Daniel,
Motor raus ohne Hütte abbauen geht wenn man den Kühlergrill raustrennt. Bei 404 mit in den Aufbau integrierter Fahrerkabine ist der Grill dafür demontierbar. Ausbau nach unten ist ohne Achse machbar. Selbst wenn Du sie irgendwie mit Achse herausbekommen würdest, ist ein ordentlicher Einbau sicher nicht möglich. Aber bei dem Aufwand ist man nicht mehr weit weg davon die Hütte abzubauen. Bei letzterem kann man den U. zumindest noch umparken. Aber ein handfester Motormangel scheint doch gar nicht vnachweisbar, warum dann der große Aufwand?
Christoph

Naja, ein recht großer Unterschied der Kompression ist vorhanden, und ist ohne Ölzugabe sehr grenzwertig am Minimum.

Daher denke ich, dass es Sinn machen würde, den Motor einfach gegen einen besseren zu tauschen, wenn er für die Kolbenringe eh raus muss.

Aber für solche Schraubaktionen ist zeitlich aktuell nicht dran zu denken, dann werd ich den Mog wphl für den Eingriff abgeben müssen.
 
Nicht so schnell die Flinte ins Korn werfen! Wie gesagt, wenn du dich reinhängst und alles Benötigte bereitliegt, ist die Aktion an einem langen Wochenende erledigt.
 
Na logisch, die Sache ist aber das sich aktuell meine Firma umstrukturiere und demnach echt wenig Freizeit habe.

Ich frag mal bei einem Landgerätemechaniker hier bei mir nach, vielleicht hat der Lust drauf.

Allerdings ist die Ausgangsfrage noch nicht beantwortet! :D
 
So...

Am 21.02. bekommt mein Mog ein neues Herzchen verpflanzt. :party :party :party

Es wird ein 180-984 aus einem /8. Jeder Zylinder hat zwischen 10,6 und 11,4 Bar.

Ich denke das wird ne geile Sache! :mog3 : trink2
 
Hallo Daniel,

Super :spitze . Der PKW Motor hat von Haus aus etwas mehr Verdichtung (Kompression) und auch etwas mehr Leistung als der ursprüngliche Unimog M180. Allerdings auch nicht gleich eine Sensation.
Denke dran, dass Du den /8er Motor vor dem Einbau Unimog tauglich machst. Zumindest die Ölwanne und soweit ich weiß auch die Krümmer für Gemischeinlass und Abgase sind unterschiedlich, auch die Motoranschlussplatte zur Kupplung und die Schwungscheibe können unterschiedlich sein. Läßt sich aber alles vom alten Motor übernehmen.
 
Jürgen-Fahlbusch schrieb:
Hallo Daniel,

Super :spitze . Der PKW Motor hat von Haus aus etwas mehr Verdichtung (Kompression) und auch etwas mehr Leistung als der ursprüngliche Unimog M180. Allerdings auch nicht gleich eine Sensation.
Denke dran, dass Du den /8er Motor vor dem Einbau Unimog tauglich machst. Zumindest die Ölwanne und soweit ich weiß auch die Krümmer für Gemischeinlass und Abgase sind unterschiedlich, auch die Motoranschlussplatte zur Kupplung und die Schwungscheibe können unterschiedlich sein. Läßt sich aber alles vom alten Motor übernehmen.

Ja, da habe ich schon paar Einträge hier im Forum diesbezüglich gelesen.

Aber gut dass du das schreibst, ich organisere mal noch eine Ölwannendichtung. :trink

Edit wegen Doofheit: Hab eben gesehen dass die Wanne nur geklebt wird. :mrgreen:
 
Gixxertreiber schrieb:
Es wird ein 180-984 aus einem /8. Jeder Zylinder hat zwischen 10,6 und 11,4 Bar.

Hi Daniel,
Moechte meinen 404 auf 12V umbauen und das einzige Problem, das ich momentan habe ist der Starter. Bekommst du den vom /8 auch dazu? Haette da Interesse. Und wenn nicht, koenntest du mir da schauen ob der Starter vom 404 und dem /8 tauschbar sind? Also die Aufnahme und Befestigung.

Danke und Gruss,
Robert

PS: Moechte hier nicht Daniel's Thema auf "Umbau 12V" aendern, bitte nicht dazu posten. Habe dazu vor einiger Zeit schon mal ein Thema gestartet und werde dazu dort berichten wenn es zum Umbau kommt :)
 
berti1554 schrieb:
Gixxertreiber schrieb:
Es wird ein 180-984 aus einem /8. Jeder Zylinder hat zwischen 10,6 und 11,4 Bar.

Hi Daniel,
Moechte meinen 404 auf 12V umbauen und das einzige Problem, das ich momentan habe ist der Starter. Bekommst du den vom /8 auch dazu? Haette da Interesse. Und wenn nicht, koenntest du mir da schauen ob der Starter vom 404 und dem /8 tauschbar sind? Also die Aufnahme und Befestigung.

Danke und Gruss,
Robert

PS: Moechte hier nicht Daniel's Thema auf "Umbau 12V" aendern, bitte nicht dazu posten. Habe dazu vor einiger Zeit schon mal ein Thema gestartet und werde dazu dort berichten wenn es zum Umbau kommt :)

Das ist eine berechtigte Frage worüber ich mir ehrlich gesagt so gar keine Gedanken gemacht habe! :shock:

Ich habe den Anlasser vom /8 leider nicht dazubekommen.

Der Motor steht schon da:

whatsappimage2022-02w6jwm.jpeg


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