Komische Radnabe am Böhringer

Bernhacker

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12. Dez. 2006
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Frasdorf
Hallo zusammen,

Als ich neulich das Buch: "Unimog im Forstbetrieb: 1 Holzrücken" von Michael Kaiser, erschienen imVerlag Podszun-Motorbücher GmbH, durchblätterte, viel mir auf Seite 28 unten ein Unimog mit anders als üblichen Radnaben auf.
Laut Autor handelt es sich um einen Böhringer.
Die Nabe selbst ist eher flach und besitzt 10 Schrauben.
Kann mir jemand sagen, um Welche Nabe, bzw Achse es sich handelt, und ob so etwas in Serie bzw öfters verbaut wurde?

Mfg Sepp

[album]5953[/album]

Quelle:"Unimog im Forstbetrieb: 1 Holzrücken" von Michael Kaiser, erschienen imVerlag Podszun-Motorbücher GmbH
 
Hallo Sepp,
Ja das kann ich dir erklären:

Das ist ein Unimog, aber kein Boehringer sondern einer der ersten 2 Prototypen von Ehrhard u. Söhne
Also U1 und U2
Dein Bild dürfte U2 zeigen (z.B. Brackenbeschläge verändert)
Dieses Fahrzeug lief noch lange in einem Sägewerk/Zimmerei und wurde im Laufe der Zeit immer wieder mit Neuteilen im Aussehen verändert.

Und diese Radnaben findet man nur an diesen ersten 2 Fahrzeugen, danach kommen die bekannten Radnaben
mit ihren Evolutionsstufen.
U1
[album]5954[/album]

Leider werden die Bilder in den Unimogbüchern meist schlecht recherschiert.

Hier U1 noch mal von vorn, das Bild dürfte bekannter sein mit dem markanten Mähwerk.
[album]5955[/album]

QUELLE: online im Daimler Archiv M@rs
Dein Bild habe ich dort auch gefunden :
[album]5956[/album]
Hier allerdings als 2010 Prototyp beschrieben :wink:


Gruß
Jochen
 
Hallo Jochen

Danke für deine Antwort!!!

Interessante Sache, da der Mog ansonsten der späteren Serie sehr ähnlich schaut.
Das Fahrzeug wurde scheinbar einer kompletten Verwandlung unterzogen.

Gibt es noch Bilder vom "originalen" U2 ???

Weiß man wo genau der Prototyp gelaufen ist und wo er sein Ende gefunden hat?
Meines Wissens existiert ja der Prototyp U2 heute nicht mehr.

Gruß Sepp
 
Moin moin,

die Geschichte des U2 zumindest bis Anfang der 1960er Jahre lässt sich im "Geschichten rund um den Unimog Band 2" nachlesen:
http://www.ehmann-web.de/buecher/MBU_BuchBild_GeschichtenRundUmDenUnimogBd2_ISBN-ohne.jpg

MfG
Fabian
 
Hallo Freunde,
Es gibt einige Differenzen in den Erscheinungsdaten der Bilder.

Prototyp Ehrhard u Söhne ab 1946 mit den sichtbaren Veränderungen in der Entwicklung. Hier steht die Radnabe viel weiter hervor. Noch ein Merkmal ist der seitliche Abtrieb durch den Rahmen.

Das Fahrzeug mit der Schraubennabe taucht erst ab Ende 1951?-Anfang 1952-1953 bei Vorführungen und dem Unimogversuch auf. Scheint also wirklich ein Test für alternative Achsen in der Baureihe 2010

Eine spannende Rescherche!
Gruß
Jochenv
 
Hallo,

das Fahrzeug mit dem Holzanhänger ist ein 2010. Wenn man auf das obere Türscharnier achtet, sieht man die Version mit drei Schraubenund nicht die vom Böhringer mit vier Schrauben.


Das Fahrzeug mit dem Kennzeichen AW 33 6278 hat zwar identische Radnaben, aber das Fahrerhaus ist noch Böhringer.
Auch die Radscheiben sind bei diesem Fahrzeug noch geschlossen.

Das Fahrzeug mit der Zulassung AW 33 6280 hat dann schon die typischen Böhringer Scheibenräder und Radnaben.

AW 33 stand für Göppingen (AW33/34). Für Schäbisch Gmünd wäre es die AW 32 gewesen. Die hinteren vier Stellen wurden fortlaufend vergeben. Damit kann man die Reihenfolge abschätzen.

Gruß
Markus