Konservierung alten Lack`s

UFH

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01. Nov. 2013
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Hallo miteinander,
da es bei mir immer ernster wird mit dem Orginallack Mog, wollte ich mal fragen was für Mittel ihr empfehlen könnt um Lack zu erhalten, ähnlich wie Klarlack, nur das es dem Lack kein künstliches glänzen gibt.
Ich möchte am liebsten soviel wie möglich Orginallack erhalten, der Rahmen soll weiter im orginal Schwarz glänzen sowie das Grün des Fahrerhauses. Jedoch gefällt mir nicht das der Lack schon so offenporig ist, vielleicht gibt es da ein Mittel das die Oberflächenstruktur wieder zuschließen damit der Lack weiterhin seiner Aufgabe nachkommen kann und der Mog nicht weiterrostet aber der Lack auch nicht so schnell verkratzt. Für Antworten wäre ich sehr dankbar :party .[album]2703[/album][album]2702[/album][album]2701[/album][album]2698[/album][album]2699[/album][album]2700[/album][album]2700[/album]
 
Hallo Hannes,

wenn's das noch geben sollte: NVA-Konservierungswachs. (Leider habe ich nur noch Vorrat für den Eigenbedarf.)
 
Hallo Hannes,
ich sprühe meinen Unimog schon seit Jahren ab und zu mit Owatrol ein.
Das ist ein Zeugs auf Leinölbasis trocknet aber schneller als Leinöl, ist aber die ersten Tage nach dem
einsprühen ein bisschen klebrig.
Grüße Herbert
 
Hallo miteinander,
Ich möchte den alten Lack nicht verschlechtern und auch nicht mehr Glanz aufbringen, sondern soll das Konservierungsmittel wie eine Folie einhüllen und ich habe nicht mehrere Versuche sondern nur einen, deswegen gestalltet sich die Suche nach dem passenden Mittel als etwas schwieriger.
Was haltet ihr von Leinöl? Wäscht es sich nicht schnell ab? Wie hoch ist der Schutzfaktor vor herumschlagenden Ästen?
Was haltet ihr von Wd 40 oder Hartwachs?
 
Hallo Hannes,

vielleicht ist das hier etwas für dich:

http://mls-lacke.de/spezialentwicklungen.htm

Zitat: "Die Beschichtung wird auch nach einer mehrmaligen Reinigung nicht angegriffen." Wenn man bedenkt, wie rabiat Reinigungsanlagen (Waschanlagen) für Eisenbahnfahrzeuge zu Werke gehen und dass das Zeug sogar die Entfernung darüber gesprühter Graffities übersteht, sollte das auch etwas für Deinen Unimog sein.

Stellt sich nur die Frage, ob MLS auch an Privatleute verkauft?
 
Hallo Hannes,

altes "Familienrezept" von meinem Vater, der wirklich was von Fahrzeugen verstand: Petroleum! Damit hat er seine Fahrzeuge immer in Schuss gehalten. Als er die Fahreugpflege lernte (war zu dieser Zeit ... /:=( )gabs aber auch keine anderen Alternativen.
Evtl. auch Balistol - das riecht auch angenehm, nicht wie andere Öle, die oft einen sehr speziellen Eigengeruch aufweisen -gibt es auch im 10l Kanister, kostet so um die 120 €. Hier wird die Lackpflege auch explizit ausgelobt.
Versuchs doch einfach mal an einer unproblematischen Stelle, dann kannst du dich immer noch entscheiden.

Viele Grüße
Axel
 
Hallo,
Leinöl härtet unter Sauerstoff aus.
Die "Edelrostfiguren" meiner Frau hebe ich vor ca. 2 Jahren damit behandelt.
Bis dato ist die Konservierung noch in Ordnung.
Durch das Öl wirken die Flächen etwas dunkler.

Hast du nicht noch n altes Stück Unimog-Blech oder eine Türe zum Testen rum liegen?
Fotos von deinem Test vorher => nachher wären super.
Gruss
Torsten
 
Hallo miteinander,
vielen Dank für die bisherigen Vorschläge, hat denn schon jemand Ehrfahrungen bei einem Mittel gesammelt? Ich möchte den Glanzgrad nach Möglichkeit nicht erhöhen oder dir Farbe an sich verändern, da wäre der Glanzgrad noch zweitrangig, war gerade nochmal Bilder schießen.
Ich möchte möglichst an meinem Orginallack herumprobieren.
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Hallo Hannes,

ich habe gute Erfahrungen mit Meta-Kristall-Wachs der Firma Metallit gemacht.
http://www.metallit.de/fileadmin/user_upload/Download-Dateien/Gesamtkatalog_2014/Metallit_Gesamtkatalog_2014_Technische_Chemie.pdf
Seite 33.

Das Zeug lässt sich mit einer Lackierpistole mit großem Düsendurchmesser aufbringen und härtet dann aus. Wenn man es dünn aufbringt, verändert sich der Glanzgrad nur unwesentlich. Bei dickerer Schichtstärke wird alles matt.
Dreck kann man ganz gut mit kaltem Wasser abspülen, da das Wachs bis 30°C nicht mit abgewaschen wird.

Mir ging es damals darum nichts auf dem Mog zu haben, was klebrig ist, sodass nicht der ganze Staub haften bleibt.

Gruß,
Daniel
 
moin,

bei der Behandlung mit Leinöl auf den Pinsel oder den Lappen achten, mit dem man das aufgebracht hat. Durch die große Oberfläche neigen die dann zur Selbstentzündung!
Also entweder gleich verbrennen oder luftdicht in einem Marmeladenglas mit Blechdeckel luftdicht einpacken.

Mit Leinöl bzw. Leinölfirnis (50/50 Mischung mit Terpentin-Ersatz) habe ich gute Erfahrungen gemacht. Wichtig ist eine saubere Oberfläche, da man eventuell vorhandenen Staub usw mit einbindet. Mehrfache Behandlungen mit jeweils dünnen aufgetragenen Schichten sind empfehlenswert.

Guck mal im Traktorhof mit dem Suchbegriff "Leinöl". Da sind etliche schöne Bilder dazu.

Gegen Äste und Kratzer wirst du kaum etwas finden. Dazu müsste das ja stabiler als jeder Lack sein - sowas gibt es nicht.

mfG
Fabian
 
Hallo,
dieses Bild ist für mich schon sehr überzeugend, habe aber gelesen, dass Leinöl klebrig bleibt? Wenn das Leinöl nicht klebrig ist und eine gute Schutzschicht bringt, dann ist die Auswahl der in Frage kommende mittel schon kleiner geworden.

Links Leinöl rechts nichts

http://s14.directupload.net/images/user/140721/u2tlvxjm.jpg
 
Hallo,
nach wenigen Tagen bei Raumtemperatur sollte das Leinöl ausgehärtet sein.
Auf meinen Edelrostteilen ist nichts mehr klebrig.
Danke für dein Testbild.

Gruss
Torsten
 
Moin
Ich benutze seid 3 Jahren Owatrol untenrum,und bin zufrieden,hält aussen so ungefäht 2 Jahre,innen sieht man gar keinen Verlust!Allerdings glänzt das in den ersten 2 Jahren etwas.Meine noch originale Karosserielackierung bekommt ab+zu etwas Radglanz aus der Fahrradbranche.Das mache ich nur einmal im Jahr vor den Treffen,da ja nur hochglänzende Mogs Beachtung finden!
Gruß vom Rainer,der sich freut,das hier auch mal nach erhaltenswerten Hinweisen gefragt wird+nicht:wie geht das neu!
 
hallo Hannes

na,da hast du ja schon mal schöne antworten erhalten!
ich muss dass hier mal echt loben!
ich hab einen versuch mit einfach niedriglegiertem öl meinen 2010 ein zu reiben und dabei gleichzeitig zu putzen an manchen stellen gut, an anderen weniger!
ich hoffe der rost saugt sich langsam damit voll!!!

den rest wo man nicht so hinschaut, werde ich mit Seilrollenfett behandeln, am besten warm aufbringen.

liebe grüsse arne
PS:dein Mog hat es verdient so erhalten zu werden,egal welcher zweifler da in anderen themen zu labert, hab ihn ja selber gesehen und weiss wieviel liebe und mühe du da reinstecktst!! :wink:
 
Hallo,

hab meinen 406 zuerst am Rahmen mit Owatrol (= besseres Halböl) behandelt und nach der Aushärtung (wenige Tage) den Rahmen mit Chassislack.
Nachdem ich zu der Zeit meine Halle baute, hatte ich auch selbstgemischtes Halböl. Wurde mir von fachkundiger Seite bestätigt, Owatrol ist Halböl mit Zuschlägen.
Die hatte mein Halböl nicht - äußerte sich dann schon mal in erheblich längerer Zeit zum abtrocknen, geschweige denn aushärten.
Hatte die Eigenmischung dann in der ersten Euphorie gleich mal flächendeckend überall am Mog verteilt - ist ja unter Oldtimerleuten ankerkannt und beliebt - egal ob an Holz oder vergammeltem Blech verwendet.
Kleiner Haken an der Sache wurde mir dann ein paar Tage später vor Augen geführt: Musst mit dem Mog durch ein Schlammloch im Wald, Kiste schön eingesaut. Dampfstrahler war dort anschließend keiner greifbar - aber is ja kein Problem, wieder daheim zwei Tage später abgedampft. Hilft blos nix - Halböl gilt ja als gute Grundlage für's Lackieren, offenbar durch viele offene Poren. Und die haben dann auch den Schlamm sehr eifrig aufgenommen - keine Chance mehr sauber zu kriegen.
Jetzt, nach über sechs Jahren geht langsam das Halböl von den gepulverten Felgen runter. Erst jetzt sehen die dann wieder mal etwas sauber aus.
Viel Spaß damit! :wink:

mfG
Axel
 
Den Tipp mit Halböl habe ich auch schon bekommen und wollte das mal probieren.
Vielleicht hilft nachdem trocknen Polieren!
@Arne vielen Dank für deinen Unterstützung, manche sehen ihn ja nur als Fahrgestell mit Hütte drauf, mit teilweiser Patina, teilweise ja Patina auch aber ebenso Orginallack.
 
Hallo Uli,

die genaue Beschreibung findest du gleich zweimal
https://de.wikipedia.org/wiki/Halböl
und
https://de.wikipedia.org/wiki/Leinölfirnis

Werd ich wohl künftig doch wieder auf die Nutzung mit Holz beschränken.

Mit Owatrol hab ich das ganze nachher nicht nochmal ausprobiert - allerdings trocknet Owatrol wie erwähnt schon mal deutlich schneller aus, könnte da ggf besser reagieren.
@Hannes: nachpolieren is erst mal ne gute Idee. Weiß nur nicht ob dazu die endgültige Härte ausreicht. Würde wohl auch nur auf ebenen Flächen funktionieren, in Bereichen mit Haltern, Kabeln, Rippen etc dürfte es doch schwer werden.

mfG
Axel