Kurbelwelle Riemenscheibe OM636 extrem undicht

hallo tobias

du glaubst garnicht wie viele verschiedene 636 teile es gab und verschiedene ausführungen an motoren und für was für einsatzzwecke
ich hab hier noch nen katalog von 1962 nur für 636,da hab ich deinen motor 277 gefunden 40PS
aber viel schlauer bin ich nicht geworden.deine riemenscheibe ist da auch drin.2x geändert!steht nur nicht bei was und warum.
6 verschiedene steuergehäusedeckel :shock:
morgen fahre ich in meine alte heimat,da habe ich noch etliches rumliegen und etliche motore stehen,hab leider noch nicht alles hier.
wenn ich genügend zeit habe werde ich hofentlich schlauer.

noch was,welche achsen hat dein 411 neue oder alte?
bei neuer achse kanst nicht jede ölwanne nehmen,sonst haut dir das differentialgehäuse ein loch in die wanne.

gruss arne
 
Evtl. wisst ihr wo es noch Unterschiede in den Deckels gibt.

Moin Tobias,

selbst vom 636.917 gabs ca. 20 verschiedene Ausführungen, die Motoren sind 50-60 Jahre alt, wer weiß denn heute noch, welches Bauteil in welchem Motor verbaut wurde, wer sagt Dir, dass Dein Motor noch im Auslieferungszustand ist?
 
Moin Tobias,

hab mal in meinem Fundus gestöbert und gemessen.

alle einteiligen Riemenscheiben dm = 47,9mm

die dazu gehörenden Steuerdeckel mit 48mm Bohrung

alle Deckel mit der Nr. 636 010 15 17

17449706dx.jpg



doch sie unterscheiden sich in:

Bohrung mit Bund, (Außen 48mm, innen 50mm) und

17449720pv.jpg


17449729yj.jpg



Bohrung ohne Bund (durchgängig 48mm)

17449742bq.jpg


17449758jp.jpg


Welcher Deckel welchem Motor zu zu ordnen ist, konnte ich (bis jetzt) nicht ergründen.



Edit: Hab doch noch was gefunden!!! :D

Der Deckel ohne Bund, ist gedacht für Motore des Baumusters 636.914 (Unimog) sowie einige der 636.917 (Einbaumotor)

Die dazu gehörenden einteiligen Riemenscheiben mit einer 2ten (gegengeschraubten) Riemenscheibe.

DB schreibt dazu (sinngemäß):

Mit der äußeren Riemenscheibe werden nur die 636.914 sowie einige der 636.917 ausgerüstet.
Dabei sind innere Riemenscheibe und das Zwischenstück aus einem Stück.
Das Ölabweisblech ist ein Teil für sich und wird mit der Riemenscheibe an das Kurbelwellenrad gepresst.

Der Steuergehäusedeckel ist ohne Bund, damit die Riemenscheibe ohne Ausbau des Deckels ausgebaut werden kann:
 
Hallo Arne,

ich habe einen 411.117 also die alten Achsen, allerdings habe ich die Ölwanne bereits getauscht, weil ich diese "PKW Ölwanne" nie in den Mog bekommen hätte. Trotzdem danke für den Hinweis!

Hallo Reiner, danke für die Fotos. Ich mache sicherlich nichts verkehrt, wenn ich einen Deckel ohne Bund nehme. Ist jemand anderer Meinung?

Eines würde mich noch interessieren: Wohin passt meine Deckel mit der 50er Bohrung?

Schönen Sonntag

Tobias
 
Hallo Reiner,

ich hab diesen 50er Deckel aus Ebay. Keine Ahnung wo der her war. Dachte er müsste passen, weil die "größere" Bohrung hat. Pech gehabt. Vin innen kann ich momentan noch keine Fotos machen, weil er noch montiert ist.

Ich werde jetzt beim originalen den Bund rausbohren lassen: Im WHB steht, dass die dahinter liegende Dichtbohrung auf keinen Fall beschädigt werden darf. Ich hoffe es klappt.

Gruß Tobias
 
Hallo Tobias,

der Deckel ist schon richtig. So wie es aussieht ist er mal aufgebohrt worden um eine Reparaturbüchse einzupressen. Diese gabs als Ersatzteil (Nr.636 015 02 50). Damit kam man wieder auf das Innenmaß von 48,05 bis 48,112mm.
Es gab übrigens 5 Deckelausführungen. Die Nr. 636 010 23 17 ist am Unimog OM 636 914 ab Motornr. 75 00 570 normalerweise verbaut. (ohne Bund auch für Motor mit Spritzversteller).
Reiner dein Deckel mit der Nr. 636 010 15 17 finde ich nicht. Hast Du dich vertippt?
Nr. 636 010 16 17 bzw 636 010 18 17 waren für Motore 636 914 bis Nr. 75 00 569
Gruß
Lothar
 
Hallo Lothar,

Nr. 636 010 16 17 bzw 636 010 18 17 waren für Motore 636 914 bis Nr. 75 00 569

Du meinst die Unimog Fahrgestellnummer 5700569?
Ab diesem Punkt gab es wohl ein umfassendes >Facelifting<
beim Unimog, diese Fahrgestellnummer taucht in vielen Bereichen auf.

@ Tobias: Hast du schon mal darüber nachgedacht direkt auf einen modernen Simmering umzurüsten?
Es gibt die Möglichkeit, diese altbekannte Problem-Stelle komplett abzudichten.

Gruß
Jochen
 
Moin Lothar,

wieso findest Du den 636 010 15 17 nicht.

Geh mal 3 - 5 Beiräge zurück, dort kannst Du die NR "in natura" sehen.

Das ist aber sicherlich nicht die ET-Nr. da "meine" Deckel mit einer 48mm Bohrung alle diese Nr. tragen, mit und ohne Bund. :?

Deckel mit der ET Nr. 636 010 05 17 und 636 010 16 17 sowie 636 010 18 17 sind mit Bund,

der 636 010 23 17 ist ohne Bund!
 
Hallo Reiner,
leider lässt sich dein Foto rechts nur bis zur Zahl 636 010 ?? ?? ansehen.
Meine genannten Deckelnummern stammen aus dem Werkstatt-Handbuch Wartung, Einstellung u. Montage Dieselmotoren OM 636 u. OM 621 aus 1959.
Danach gab es 5 Deckel: Teil-Nr. 636 010 22 17 Fremdfertigung für OM 636.917-(..).
Teil-Nr. 636 010 05 17 war die 1.Ausführung OM 636.914 u.weitere.
Teil-Nr. 836 010 23 17 war die 3.Ausführung mit eingegossener Stahlbuchse u. ohne Bund.
Somit auch für die längeren Wellen der Spritzverstellerantriebe geeignet!
Für Jochen: Es handelt sich bei den genannten Nummern definitiv um die Motornummern- nicht um die Fahrgestellnummern!
Jochens Hinweis auf den Umbau auf Simmering als Dichtung ist natürlich die sauberste Lösung des Problems.
Die Zweitbeste wäre der Einbau der Alu- Büchse in den schon vorhandenen Deckel mit der 50mm Bohrung um wieder auf das Nennmaß von 48,05-48,10mm zukommen. Dann funktioniert auch die Rückförderschnecke wieder einigermassen zufriedenstellend.
Dies war auch der der amtliche Reparaturvorschlag damals. Für Tobias wahrscheinlich die einfachste Lösung seines Problems.

Gruß an alle Schrauber
Lothar
 
Hallo Tobias
hast du schon mal darüber nachgedacht, ob dieser Deckel bereits für den Umbau auf Wellendichtring vorbereitet ist. Damit wärst du nämlich sofort vorne.
Die Verwender der Industrievarianten waren manchmal den MB-Leuten einen Schritt vorraus.
 
Tag Herr Schmitz, :roll:

aber nicht bei diesem Deckel mit der 50mm B0hrung!!! Da muß ich Reiner völlig zustimmen.
Für den Umbau auf Simmering brauchts ein bischen mehr Aufwand als nur das Loch um 2mm zu vergrößern. :arrow: Umbauanleitung im UVC Journal von ?? kann ich gerade nicht sagen ist schon länger her. Wers gerade weiß soll den Link bzw. die Heftnummer hier einstellen.

Grüße aus dem Oberweissacher Täle
Lothar
 
Hallo Lothar,

mein Einwand galt zwar etwas Anderem :wink: aber ich würde bei dieser Gelegenheit auch umrüsten und dafür den 50mm Deckel nutzen.
 
Moin Reinhold,

gleich mit Bemaßung! :spitze

Danke!!!


Hast Du die Riemenscheibe lediglich abgedreht, oder auch geschliffen?

Welche Art Wedi hast Du verwendet?

Würdest Du es so wieder machen? :wink:
 
Hallo Reiner,
ich hab das für meinen Kumpel erledigt,der Simmerring war Innendurchmesser44 Aussendurchmesser55 und 7mm hoch.Die Riemenscheibe habe ich nur auf der Drehmaschine gedreht und etwas poliert.Die Tiefe würde ich zukünftig nur noch 7mm machen weil sonst nichts mehr stehen bleibt.Er ist noch dicht hab das vor 2 Jahren gemacht.
Gruss Reinhold
 
Hallo Reinhold,


ich hätte Bedenken wegen der Rauhe. :?

Meine Frage nach dem Wedi war wohl etwas unglücklich :roll:

Ist der verbaute Wedi laufrichtungsgebunden?
 
Hallo Reiner,
zum Wedi kann ich Dir ausser der Grösse nichts sagen den hat mein Kumpel besorgt
zur Rauigkeit:Eine polierte Oberfläche auf der Drehmaschine ist nicht rauher als eine geschliffene Welle
Gruss Reinhold