servus Florian;
Dein Argument ist nicht ganz von der Hand zu weisen; gut ich versuche es mal.
Die Temperaturbelastung ist ja seit ewig beim Wirkungsgrad alter Motoren eine Leistungs-Begrenzung.
Über den Umbau des 636 zu neuerem Thermostat Gehäuse, dessen Nachfertigung usw., kann man zweckdienliches leicht finden.
Bei meinen Überlegungen dazu (ohne Anspruch auf Allgemeingültigkeit): es ist mir folgendes aufgefallen.
Die Positionierung des Thermostats im Wasserkreislauf, ob ein Stück höher oben im Ausgleichsbehälter,
oder etwas tiefer, auf dem Zylinderkopf in neuerem Gehäuse, scheint keinen Unterschied zu machen.
Solange das Thermostat selbst seine Funktion ordentlich erfüllt.
Das habe ich so sicherzustellen gesucht: das alte Messinggehäuse vorsichtig geöffnet, Schrott entfernt.
In den Unterteil davon, das ist der Teil der von der Rändelmutter im Ausgleichsbehälter gehalten wird, einen abgesetzten Haltering angefertigt und eingelötet, wo ein handelsübliches Thermostat mit 60mm Durchmesser exakt hinein passt.
Dichtring obenauf, ein/zwei Entlüftungsbohrungen nicht vergessen, reinschrauben, dicht, passt.
Leicht und günstig auszuwechseln, (zwei neue, zu 12€ auf Reserve)
von oben mit Kamera ohne Ausbau leicht zu kontrollieren, optisch wie zuvor.
Der bedeutende Unterschied, d.h. die eigentliche "Verbesserung" durch das Dreiwege-Teil, scheint mir, der nach unten abzweigende Wasserstrom Bypass zu sein.
(Schreibt man "Bypass" so richtig?)
Ein Kühlkreislaufschema -auch leicht zu finden- zeigt deutlich,
dass dadurch außenherum, am Kühler vorbei, eine gewisser Anteil Kühlwasser fließen soll.
Dazu fertigte ich simpel unterhalb, am Heizungshahnanschluss einen Abgang (mit Verschlussschraube zum ev. einfachen Rückbau) an. Meine Bypass-Leitung geht wie beim Dreiwege-Umbau, beim Kühlerrücklauf (durch ein Y Stück) unten in den Motorblock.
Zwar sieht es so aus, als erfülle -genaugenommen- der Kreislauf über den Heizungskühler genauso eine Bypassfunktion, aber da ist der Weg vielleicht zu lang, und oftmals ja abgesperrt.
Die praktische Erfahrung ist bis jetzt nur positiv.
Herstellung beinahe ohne Kosten; problemlos rückgängig zu machen.
Die Temperatur liegt nach Messuhr ziemlich stabil bei knapp unter 80C, was zuvor erheblich geschwankt hatte.
Mal sehen, was sich in einem wirklich heißen Sommer zeigt...
Wobei: übergekocht hat der Motor in den Jahren vor Verbesserung nur ein einziges Mal.
Da hatte sich die Entlüftungsbohrung am Thermostat zugelegt,
(darum jetzt zwei davon und ich find es gut, ohne Ausbau schnell einen Blick darauf machen zu können).
Alle tauschbaren Rohre im Kühlkreislauf sind jetzt aus Messing gefertigt.
Werde versuchen, euch dazu noch einige Bilder zu liefern.
m.f.G.
Norbert