Luftfederung im Unimog ?

kfrptr

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14. Nov. 2009
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Bad Krozingen
Hallo Gemeinde,

hat von euch schon mal einer an einen Unimog eine Luftfederung eingebaut oder zusätzliche Luftfederbalge an die Stelle der Achsanschlaggummis eingebaut?
Oder in die Feder einen Luftbalg anstelle der Zusatzfedern eingebaut?
Ist es überhaupt möglich und was sagt der TÜV dazu?
Habe leider in Suchfunktion nichts gefunden.
Bin ja mal auf eure Antworten gespannt.

Gruß Peter
 
Grundsätzlich die Frage: Wozu? Da du verschiedene Anbauorte nennst musst du erstmal wissen , was du erreichen willst.
Warum anstatt der Anschlaggummis- sinnvoller wären da Industriestoßdämpfer, die den Stoß nehmen ( wie es auch der Gummi tut). Aber was machst du mit dem Auto, dass du da Endlagenanschläge verbessern willst?
Unimog mit Luftfederung gibts durchaus- aber der wirkliche Sinn / Vorteil zu einer abgestimmten Schraubenfeder im Verhältnis zum Aufwand/Wirtschaftlichkeit ist da nicht so einfach erkennbar.
 
Hallo Peter,

die Idee habe ich schon seit Jahren, dabei ist es auch geblieben :roll:
Sinn macht das Ganze schon, bei schweren Anbauteilen kann man damit das Niveau halten und somit die Fahrbarkeit
verbessern. Einsatzgebiet wäre für mich Hubmast, Häcksler.............. Auf der Rennstrecke gäb es wohl keine Vorteile.

Gruß Lukas :flex
 
Hallo Lukas und Lukas,

mein Gedanken war eben auch, das wenn man den Mog wieder gerade stellen kann wenn er beladen oder ein Anbaugerät dran hat. Mir wäre es am liebsten, wenn die Originalfedern dran bleiben könnten und die Luftbalge entweder in die Federn oder eben dort wo die Anschlaggummis sind montiert werden. Bin gerade dabei den Mog zu restaurieren, da wäre jetzt der Aufwand :flex geringer.

Gruß Peter
 

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Ob man eben da nicht besser fährt, wenn man die Federkennlinie anpasst, indem man andere Federn/innere Zusatzfeder nimmt?
In Verbindung mit passenden guten Stoßdämpfern, die leider immer vernachlässigt werden vielleicht eine alternative? ( Fahrzeug dem Einsatzzweck entsprechend auszuwählen lassen wir mal weg :P )
 
Hallo
Paul bietet für die aktuellen Unimogs (UGN) den Umbau auf Luftfederung an.
das wenn man den Mog wieder gerade stellen kann wenn er beladen oder ein Anbaugerät dran hat
indem man andere Federn/innere Zusatzfeder nimmt?
soll man dazu dann jedesmal einen anderen Federsatz einbauen oder wie soll das funktionieren?
Für die 419er gab es dazu hydraulisch blockierbare Stoßdämpfer. Über Hydraulikeinheiten lässt sich mittels Gasspeicher die gewünschte Korrektur ebefalls realisieren. Das Problem ist, es gibt keine Federbälge mit dem notwendigen Hub. Der Unimog kann im Gegensatz zum normalen Fahrzeugen sehr weit ausfedern, was mit den am Markt erhältlichen Federbälgen einfach nicht möglich ist.
 
Hallo Zusammen,

Federn ändern ist Quatsch, wie soll das gehen. Da müßte an jedem Anbaugerät der entsprechende Federsatz hängen :mauer
Hydraulisch sperrbar wäre nicht schlecht, leider gibt dafür wenig Platz.
Hans Röhm hat die Federung am 411 mit druckbelastbaren Spannschlössern gesperrt. Einfach Aufnahmen an die Federböcke und das Rahmenheck geschraubt. Die Spannschlösser waren ruckzuck verbolzt. Er hat so ein Seitenmähwerk/ Trommelmähwerk betrieben, was am 411er schon eine Herausforderung ist.

Gruß Lukas
 
Ich sagte nicht jedesmal Feder ändern. Ich habe gesagt, die Federkennlinie anzupassen. Man wird doch wissen, welche Lasten hauptsächlich transportiert werden - also kann man sich danach richten und eine optimale Feder machen. So schwer ist das nun auch nicht zu verstehen oder?
Sowas wie progressive Kennlinien kennst du doch sicher, Helmut - daher solltest du da nicht spottend nachfragen sondern eher verstehen was ich meine.

Auf jedenfall einfacher, als Bälge, Federaufnahmen, Regelung und Luftversorgung/Druckluftbeschaffung dazu zu bauen. Das mit dem Balgproblem halte ich für nicht so schlimm- Wenn man soviel umbauen würde, müsste man sowieso die Federaufnahmen ändern, ggf tiefer setzen/Position ändern und dann kann man das Wegproblem bezüglich Ausfederlänge auch flexibler angehen. und so weiter und so fort.
 
Hallo,

ich hatte Kontakt zu einem "Unimogverrückten" der die Stossdämpfer durch Luftbälge ersetzen will, weil eben die Stossdämpfer beim Renneinsatz sehr heiß werden und blockieren können.
Da dies aber ein Langzeitprojekt war, kenne ich den aktuellen Status nicht.

Grüße

Ralf

PS. natürlich nicht am 421er, aber an einem BM 408....
 
Federung und Dämpfung nicht verwechseln ;) Stoßdämpfer werden heiß- blockieren aber eher weniger als dass sie nicht mehr Dämpfen und dadurch kaputt gehen und auch das Öl und die Dichtungen das nicht mögen. ( Das Problem habe ich nicht mehr )


Zurück zum Thema:
Man sieht schon, dass alleine die Anforderungen hier nicht gleich sind. Der eine will seitliche Ausladung, der andere nach vorne/hinten. Da muss man sich mal im klaren sein zuerst, was will ich und was will ich erreichen/was kann mein Material. Will man beim Arbeiten oder Straßenfahren diese Zusatzlast ausgleichen? Welche Gewichte sind hier im Spiel?
 
Hallo Lukas und Peter,heute habe ich einen MB-Trac gesehen der im Winterdienst mit einem mächtigen Schneeschild ausgestattet wird.Der Besitzer meinte damit er Vorne nicht in die Knie geht wird die Federung mit Einsteckbolzen blockiert.VG ULi [album]1045[/album]
 
Hallo Uli,

so ähnlich hat es Hans gemacht, nur schräg nach hinten, somit kommt man besser hin.
Wie wäre es, wenn man mit den Unterlenkern den Rahmen leicht anhebt?

Gruß Lukas
 
Hallo Peter,

2011 habe ich mich auf der „Allrad-Abenteuer“ mit dem Werkstattleiter der Fa. Goldschmidt über den Einbau von Luftbälgen anstelle der metallischen Zusatzfedern unterhalten. Sie waren diesem Projekt sehr aufgeschlossen. Anbei zwei Links zum Einlesen.

http://www.goldschmitt.sk/Fahrwerksguide2009-2010.pdf
http://www.caravan-krokor.de/Anbauanleitung-Luftfeder-Fiat-230-244-250-D.pdf

Frag doch mal an.

Gruß
Klaus
Trans-mog
 
Hallo Klaus,

danke für die Links. Ist es bei der Unterhaltung mit dem Werkstattleiter der Fa. Goldschmidt geblieben oder hat sich daraus etwas ergeben. Oder so gar ein Lösungsvorschlag der Firma? Wurde auch über Preise gesprochen?
Hast du die Idee wieder verworfen? Wenn ja warum?

Gruß Peter
 
Hallo Peter,

Es ist bei dem Gespräch geblieben. Zur Zeit habe ich verstärkte Federn eingebaut, die Luftfederbälge werden erst projektiert wenn die neue WoMo-Kabine fertig ist.

Gruß
Klaus
Trans-mog
 
Hallo Klaus,

schade. Wolltest du nur in die Hinteren Federn Luftbalge einbauen oder auch vorne?
Vielleicht kann uns ja noch ein andere Mogler seine Erfahrungen oder Planungen mit Luftfederung im Mog mitteilen.

Mir wäre es am liebsten die Luftbalge direkt anstelle der Anschlaggummipuffer am Rahmen zu befestigen, dann könnte man je nach Beladung die Luftbalge aufpumpen und den Mog wieder etwas anheben.

Gruß Peter
 
Was darf denn deiner Meinung nach so ein System kosten / was willst du hier ausgeben, vielleicht ist das ja vorab schon ein K.O. Kriterium.
Mit manuell aufpumpen wird das eher nicht viel- das muss dann schon automatisch gehen um Schäden zu verhindern.
Weiters müsstest du einmal die Maße einfach selbst ermitteln- weiters Kraftbedarf/Belastungen. Kaum einer wird dir das (unbezahlt) machen.
Daher nochmals:
Welche Belastungen durch welche Lasten/Geräte?
Welches Budget?
Mit oder ohne Straßenzulassung?
Welche Abmessungen stehen dir dazu zur Verfügung und welches KnowHow und Umsetzungsmöglichkeit?
Mit der Angabe "Statt Anschlagpuffer" kannst du ja schonmal selber versuchen einen Luftblag zu finden, der die geringste Höhe = Höhe Gummipuffer hat und Ausgefahrene Höhe entsprechend anderer Anschlag.
Befass dich etwas mit dem Thema ( Handbücher, Unterlagen von Herstellern) und dann siehst du bald, was nötig ist.
 
Hallo zusammen,

das hört sich interessant an, denn mein Mog (403) steht mit gleichen Federn unter voller Beladung schief. Was 2 neue Federn mit Zusatzfedern bei MB dafür kosten ist nicht in Erfahrung zu bringen, denn in der Preisliste erscheint der Zusatz "Nicht käuflich".

Jetzt schweife ich mal etwas vom Hauptthema ab.
Mit Luftfederung habe ich "Vorkenntnisse" denn ich habe solch eine Anlage berechnet und an der HA meines G verbaut. Damit hat das Fahrzeug eine Einzelabnahme bekommen, soll heißen das Ganze ist legal und eingetragen. So könnte man an Hand der veränderten Daten die Sache auch für den Unimog berechnen.

Dass die Höhenstandsregelung automatisch funktionieren sollte ist schon klar. Evtl. könnte man dazu die mechanischen Höhenstandsregler der MB SK-Sattelzugmaschine Bj. 90 verwenden. Man müsste dazu erst mal einen Pneumatikplan der Federung von o .g. Fahrzeug sehen. Evtl. kann ja jemand damit dienen?

Als Bälge würde ich Schlauchrollbälge favorisieren. Einen Balg mit 190 mm Einbauraum der die Last bei 5 bar tragen würde, habe ich schon gefunden.
Zur Berechnung müsste man noch einige Daten des Fahrzeuges kennen, z. B. Achslast hinten, zulässiges Gesamtgewicht, Gewichte der ungefederten Massen, also Achsgewicht und Radgewicht. Dazu gibt das WHB nichts her und aus dem EPC kann man die Daten der Achse und Räder nicht entnehmen weil nicht mehr lieferbar.
 
Hallo Rainer

die Achslast ist vom Baujahr abhängig, das zul Gesamtgewicht liegt zwischen 5500Kg und 6500Kg, je nach Lastwertstufe bis 7500Kg (SA)
Die Bereifung schwankt ebenfalls sehr stark, von 10,5-20 bis 405/75R20 ist eine weites Feld.
Die meisten liegen jedoch bei 6,5t und 3,5t zul Achslast. Ob der LKW-Regler mit dem langen Federweg klarkommt wäre zu prüfen, ggf müsste das Hebelverhältnis gangepasst werden.
Der Federweg beim 406 beträgt ca 240mm. Das müsste bei der neuen Steuerungen entsprechend berücksichtigt werden.
 
Hallo Lukas, Rainer und Helmut,

bei meinem Unimog handelt es sich um einen U421.122 BJ 1966 mit 10,5-20 10 Ply.
Vielleicht kann man dann ja die Gewichte und Achslasten sowie die ungefederte Masse genauer herausfinden.

Gruß Peter