Marodes Rahmenende am 411er

maxpower

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02. Apr. 2012
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Hallo zusammen,
Ich habe einen eigentlich sehr gut erhaltenen, technisch einwandfreien 411.110 Bj. 58, der mir bisher schon gute Dienste geleistet hat. Leider hat er eine Schwachstelle, dessen Reparatur ich bisher auf die lange Bank geschoben hatte, die ich jetzt über den Winter aber in Angriff nehmen möchte:
Nachdem ich die Luftkraftheber-Mechanik, die Anhängerkupplung und die Zapfwelle ausgebaut hatte und etliche Rostschichten entfernt hatte konnte ich feststellen, dass das hintere Rahmenende und die Quertraverse völlig verrostet und z.T. durchgerostet sind.
Der untere Schenkel der Traverse weist kaum noch Materialstärke auf.
Als nächstes möchte ich erst mal Sandstrahlen, danach mal sehen was übrig bleibt. Was für Möglichkeiten einer Reparatur sind hier wohl möglich? Kann ich unten an Rahmen und Traverse ein Verstärkungsblech anbringen oder muss sich das Rahmenende bzw. die Tarverse auch verwinden können ?

Grüße vom Hochrhein,
Marco
 

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Hallo Reiner,

guter Aspekt! Von dem Gedanken eine Heckseilwinde anzubauen habe ich mich erstmal verabschiedet. Kraftheber und Anhängerbetrieb ist auch nicht unbedingt geplant, lediglich einen PKW Hänger mit max. 2t habe ich von Zeit zu Zeit dabei (hängt an der bodenkonstanten Ackerschiene). Allerdings möchte ich mir schon die Möglichkeit erhalten mit vollbeladener Pritsche durchs Gelände zu fahren, desshalb auch die Frage ob sich eine Verstärkung der Traverse auf die Verwindbarkeit auswirken würde.

Grüsse
Marco
 
blos das da nicht mehr viel zum "schön machen" ist....

eventuell abschneiden und Rahmen wieder verlängern auf alte Länge?
 
Danke schon mal für eure Antworten, fachgerecht zu schweissen wäre nicht das Problem, aber wenn ich schon einen "Spenderrahmen" besorgen muss, dann würde ich auch gleich den ganzen Rahmen austauschen. Diese Variante wäre mir natürlich am liebsten. Leider habe ich momentan keinen Platz um die ganze Mühle zu zerlegen, desshalb dachte ich erst mal an eine provisorische Lösung. Ich werde trotzdem mal nach einem Rahmen Ausschau halten, also wer einen zu verkaufen hat: bitte melden!

Gruss
Marco
 
..Von dem Gedanken eine Heckseilwinde anzubauen habe ich mich erstmal verabschiedet. Kraftheber und Anhängerbetrieb ist auch nicht unbedingt geplant, lediglich einen PKW Hänger mit max. 2t habe ich von Zeit zu Zeit dabei (hängt an der bodenkonstanten Ackerschiene). Allerdings möchte ich mir schon die Möglichkeit erhalten mit vollbeladener Pritsche durchs Gelände zu fahren, desshalb auch die Frage ob sich eine Verstärkung der Traverse auf die Verwindbarkeit auswirken würde

Moin Marco,

vor dem Hintergrund würde ich mir alle Basteleien sparen.

Rechne damit, dass eine verschweißte Verstärkung, über kurz oder lang, reißt.

Um die kpl. Traverse zu ersetzen, bedarf es, neben der Traverse, auch einigen Arbeitsaufwands.

Die "große" Lösung, ist meistens die beste Lösung.!

Viel Erfolg.
 
Lothar Ziegler schrieb:
Hallo Rene,
ist eigentlich verboten am Rahmen rum zu schweißen, es sein denn ein geprüfter KFZ Schweißer macht

Da es sich fuer mich nicht lohnt die scheine aktuell zu halten, hab ich fuer sowas partner betriebe 8)

Aber anschrauben ginge ggf auch in Absprache mit dem tuev.

Falls der das Fahrzeug nicht sofort stilllegt im jetzigen zustand

Ich frag mich aber wie ein rahmen so verrotten kann?! Ist doch kein miststreuer! :mrgreen:
 
Lothar Ziegler schrieb:
Salzstreuer?
gruß Lothar

Nein, im Winterdienst war das Fahrzeug meines Wissens nicht, habe auch keine Erklärung dafür warum das Rahmenende so aussieht - zumal der Rest des Rahmens und das gesamte Fahrzeug absolut rostfrei sind :?

Grüsse
Marco
 
Hallo Leute,
ich möchte mich mal mit einer "themenähnlichen" Frage einklinken.
Ich befinde mich auch gerade bei der Restaurierung des "Hinterteils".
Mein Rahmen sieht eigentlich sehr gut aus aber natürlich ist auch hier Rost in den Ecken, vor allem im Bereich der eingenieteten nicht demontierbaren Teile.
Etwas Bedenken machen mir die Flächen untereinander , da ich dort beim Entrosten nicht hinkomme.
Ist es vielleicht sinnvoll die Nieten auszubohren und die Teile anschließend nach der Konservierung mit Schrauben (10.7) wieder einzubauen? Geht das Überhaupt oder schwäche ich dadurch den Rahmen bzw. wird die Verwindung eingeschränkt.
Welche Lösung habt Ihr für das Problem?
Welchen Vorteil haben die Nieten überhaupt gegenüber den Schrauben warum sind Bauteile (z.B. Hinterfederbock am Rahmen) teilweise geschraubt, teilweise genietet?

Vorab schon mal einen guten Rutsch und alles Gute für 2014

Peter
 
Hallo Peter,
einfach die Niete durch Paßschrauben ersetzen, der Unterschied zwischen Niet/e und Niete/n ist bekannt; diese sollte man nicht ersetzen.
Gruß Georg
 
Moin Peter,

ich könnte mir vorstellen, dass das Nieten erstens günstiger war,

und außerdem die Gefahr bestand, dass sich Schraubverbindungen lösen und Dein Mog auseinander fällt.

Den Grund des besseren c Wertes möchte ich hier nicht diskutieren :wink:
 
Hallo Peter,

Nieten sind die preiswertere Lösung und die Herstellung der Verbindung ist anders.

Die Löcher werden üblicherweise gebohrt, sobald die zu vernietenden Teile übereinanderliegen, passen also immer zusammen und bei Schaftdurchmessern von mehr als 8mm (glaube ich) wird der Kopf rotglühend vernietet. Beim Abkühlen schrumpft das Material und erzeugt auf diese Weise eine dauerhafte Vorspannung in der Verbindung.

:idee
 
Hallo Marko,

leider muß ich feststellen, daß meine Vorschreiber sich noch nicht mit dem Thema fachlich auseinandergesetzt haben.

Schweißarbeiten an einem LKW-Rahmen sind unter Berücksichtigung der Herstellervorgaben durchaus möglich. Zum Einlesen habe ich einen Link angehängt.
https://bb-portal.mercedes-benz.com/portal/ar_mbs.html?&no_cache=1&L=de
Ich als Schweißfachmann richte mich immer nach der Dokumentation des Herstellers.
Nach den Aufbaurichtlinien von Mercedes für die aktuellen Modelle ist ein Abtrennen und Anschweißen des Rahmens durchaus möglich, wenn man den Werkstoff des Originalrahmens kennt und die vorgegebenen Scheißverfahren einhält.
Weiterhin mußt Du die Qualität des verwendeten Reparaturblechs durch ein WAZ 3.1 nachweisen. Dieses Papier wird durch den Stahllieferanten Deiner Bestellung beigefügt.
http://www.qz-online.de/forum/produktkonformitaet_und_pruefbescheinigungen/artikel/534-spezifische-pruefungen-im-waz-31-257153.html
Wende Dich mit Deinem Problem am besten an den nächsten Landmaschinenkundendienst oder Sonderaufbauhersteller, die kennen sich aus. Weiterhin kannst Du die Fa. Merex (Merex.de) ansprechen, Vater und Sohn sind nette Leute.

Falls Du Dich entscheiden solltest den Rahmen zu wechseln, nimm beim Kauf einen Sachkundigen mit, damit Dir kein krummer, verbogener Unfallrahmen untergejubelt wird. Beim Tüv würde ich mich im Vorfeld erkundigen, wie die Bestimmungen zum Umstempeln der Rahmennummer sind.

Viel Erfolg bei der Reparatur und lasse Dich nicht entmutigen. Für jedes Problm gibt es eine Lösung.

Gruß
Klaus
Trans-mog