Marodes Rahmenende am 411er

Hallo miteinander,
Ich hätte auch noch eine Idee, probiert es dochmal mit einer Reduktion. Da für setzt ihr eine Form aus schamot Steinen um das Rahmenende, dann gebt ihr in die Form eisenoxid und Aluminiumstückchen und oben drauf packt ihr thermit, also in einer Papierrolle von oben bis unten. In diesem Fall reduziert das Aluminium das eisenoxid und weil Eisen eine höhere dichte hat drückt das Eisen das Aluminium nach oben. Als Ergebnis haben wir Eisen und Aluminiumoxid!! Also ist der Rahmen frei von oxidation (Rost). Das aluminium muss abgeschlagen werden und der Rahmen muss am Ende auf seine ehemalige Stärke abgeschliffen werden. Und dann habt ihr einen Rahmen ohne nieteerei oder schrauberei. Nur eine Idee von mir.
 
Hallo Marco
Schöner mog aber muss man für die 10.5/18 nicht auch breite vordere Kotflügel haben?
PS: Normal hat dieser Typ herzlochfelgen 9x18, oder?!
Sag mir mal bitte die fahrgestellnummer.
 
Der Mog hatte ursprünglich nur die schmale 7,5x18 Bereifung, deshalb auch die schmalen Kotflügel. Den TÜV-Menschen hat das aber bei der Eintragung nicht gestört. Hinten habe ich die Kotflügelverbreiterungen aus Gummi nachgerüstet, weils besser aussieht.

Die Vorbereitungen für die Reperatur des Mogs haben bereits begonnen, momentan bin ich dabei den Ersatzrahmen herzurichten, ist ein verstärkter Rahmen aus 1963 und eine sehr gut erhaltene Kipper-Pritsche gibts noch dazu.

Gruss Marco
 
moin,

die Reduktion von Rost ist ja schön und gut, aber wenn du Eisen erhälst, hast du noch lange nicht wieder den Werkstoff des Rahmens in vergleichbarer Qualität! Der Rahmen besteht nicht aus reinem Eisen, sondern aus Stahl. Über die Unterschiede findest du im Internet mehr als genügend Infos.
Informiere dich mal zu den unterschiedlichen Gefügearten von Metallen, unterschiedlichen Spurenelementen, die wesentlich zur Festigkeit eines Rahmenstahls beitragen usw.
Und nicht zuletzt darf niemand ohne Eignungsnachweis an einem Rahmen schweißen, da Hitzeeinwirkungen am Rahmen den Werkstoff verändern können und die Festigkeit dann womöglich nicht mehr gegeben ist. Was meinst du, ist solch ein Reduktionsbrennen? Eine sehr starke, noch unkontrollierbarere Wärmeeinwirkung auf großer Fläche.

Mit etwas Glück erhälst du einen Haufen Eisen, aber ob der dann noch die Form des Rahmens hat?? Einfach die Alu-Oxidschicht abnehmen ist nicht...

Zu den Felgen:
Ja, normalerweise gehören dazu die breiten Kotflügel. Die Felgen, die auf den Bildern zu sehen sind, gab es ungefähr ab Einführung der neuen Achsen, also an dem Unimog ab Werk nicht. Vergleich aber mal die Preise der Herzlochfelgen mit denen der Wulstfelgen. Dann wirst du verstehen, dass die Wulstfelgen ihren Job genauso gut tun...
Ich habe solche Felgen auf einem 401 drauf, dank der schmaleren Achsen ragt das auch nicht so weit unter den Kotflügeln hervor. Die hatte der Vorbesitzer bereits montiert, da auch eine Spritze auf dem Mog montierrt ist. Sieht eigentlich nicht schlecht aus.

mfg
Fabian
 
Hallo Marco,
Ein Aufsatzkipppritsche oder eine Kugelkopf gelagerte 3 Seiten Pritsche?
Ja ein verstärkter Rahmen ist etwas feines!
 
Ja Eisen hab ich als füllwort für die eigentliche stahllegierung genutzt in diesem Fall mit stahl müsstest du dann mit Magnesium reduzieren.
 
Hallo Hannes,

ich finde Deine Ideen ganz erfrischend, Du bringst hier junges Blut in der Laden der alten Mogler.

Ich bin nnun weder Metallurge noch ist mein Schulchemie wissen so frisch wie bei Dir, liegt doch schon viele Jahre zurück.
Ich muss ich hier aber leider der Meinung von Fabian anschließen. Durch die Zusammenmischung von zwei "Pülverchen und etwas unkontrollierter Wärme wirst Du das Rost Problem eines Fahrzeugrahmens in Stvzo tauglicher (TÜV) Form wohl kaum hin bekommen.
Vielleicht kannst Du ja mal eine einfache aber völlig verrostete Schraube nehmen und nach Deinem Verfahren bearbeiten. Anschließend nur mechanisch das Gewinde wieder nachschneiden und dann in eine stabile Vorrichtung einschrauben bis sie abreißt und dabei die Kraft bis messen. Danach nimmst Du eine neue Schraube gleicher Güte wie die Schraube vor der Verrostung hatte und wiederholst den Versuch.
Das ganze dokumentierst Du natürlich für uns.
Ich fände es durch aus spannend für uns hier den Vergleich zu sehen.
 
Hallo miteinander
Danke Jürgen ihr habt Recht jedoch ist das Verfahren sehr haltbar(schienenschweißen). Ja Jürgen ich werde sobald ich mächtig Zeit und Langeweile hab das für Euch dokumentieren und ausprobieren.( muss noch meinen mog restaurieren).übrigens vllt könnte das ein schienenschweißen stvo fertig machen.
 
Hallo Hannes,

warum Magnesium?

Cr, Al, Ti, Si, Mo, V sind doch die Austenit bildenden Legierungselemente.

Das hätte den Charme, daß das Rahmenende weinigstens teilweise aus einem lufthärtenden Stahl besteht, ähnlich wie ein ordentlicher 17er Schlüssel oder ein Meißel.

Über die Reduktion durch das hochkorrosive Al dürfte auch die Oxidation des verbleibenden Ursprungsmaterials beendet sein, es sei denn, es hat bereits eine Oxidation an den Korngrenzen.

Oder?
 
moin,

wobei auch Schrauben im Neuzustand nicht an die Verwindungsfähigkeit des Unimog-Rahmens heran kommen (müssen/dürfen). Auch hier handelt es sich um unterschiedliche Werkstoffe.

Wer kontrolliert, dass bei der Reduktion des Rahmens keines der Legierungselemente aufgrund der großen Hitze mit verbrennt? Dass die Hitze absolut gleichmäßig einwirkt und somit gleichmäßige Gefügestrukturen entstehen? Dass unbeschädigte Teile des Rahmens nicht ausglühen?

@UFH: Natürlich werden auf diese Weise Bahnschienen gefügt. Aber Bahnschienen unterliegen deutlich anderen Belastungen und Bewegungen als Unimog-Rahmen oder auch Schrauben. Es lassen sich nicht pauschal alle Verfahren der Metallbearbeitung und des stoffschlüssigen Fügens an allen Stellen anwenden. Manche Verfahren wurden für bestimmte Einsatzbereiche entwickelt.
Im Maschinenbau-Studium wirst du das zu gegebener Zeit lernen.

mfg
Fabian
 
Hallo Fabian,

natürlich sind Schrauben und Rahmen nicht zu vergleichen.

Aber der Versuch würde uns nicht Maschinenbauern, Metallurgen etc. doch auf Eindrucks volle Weise das Prinzip und Wirksamkeit des Verfahrens demonstrieren auch wenn es wohl beim Rahmen nicht oder nicht ohne weiteres eingesetzt werden kann.

Wir sind doch offen auch mal alternative Vorschläge und Verfahren kennen zu lernen.
 
Nein es geht um Reduktion michael und da kann magnesium sowie aluminium reduzieren
 
Hallo Hannes,


Aluminium reuziert den Stahl und schnürt auch das Gamma-Feld ab, eine Voraussetzung zur Bildung von Austenit.

Das müßte also passen. Ich meine deshalb, daß Mg nicht genommen werden sollte sondern Al.
 
Hallo Michael
Ich möchte mich nicht streiten aber du kannst mg sowie al gleichermaßen benutzen.
 
Hannes,

ich gebe Dir ja Recht aber wenn Du beide Elemente verwenden kannst, nimmst Du doch dasjenige welches den hochfesten Austenitstahl bildet und das ist u.a. Al.
 
Hallo zusammen,

Winterzeit ist Schrauberzeit, zwischenzeitlich habe ich den ganzen Bock zerlegt, der Rahmen wartet nun auf seinen letzten Weg ins Alteisen. Erst im ausgebauten Zustand ließ sich der ganze Schaden erkennen, unter den Gummi-Anschlägen der Hinterachse war er auch schon durch, die Hecktraverse ist so dünn dass sie mit leichten Hammerschlägen verformt werden kann.
Da sowieso schon alles auseinander ist, werden bei dieser Gelegenheit das Getriebe noch ersetzt, neue Bremsleitungen verlegt, die Achsen neu lackiert ein paar Dichtungen am Motor ersetzt und noch tausend andere Kleinigkeiten gemacht. Es wartet also noch jede Menge Arbeit auf mich, hoffentlich wird der Winter nicht so kalt…
Grüsse
Marco
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