Mein 403.121

Hallo zusammen,

Auf der Hinterachse wurden nun doch neue Reifen aufgezogen. Weil die Traktion mit den schräg und wellig abgefahrenen Reifen auf feuchtem Boden mit Last, relativ schlecht und nur mit Sperrenbenutzung brauchbar war. Der Geradeauslauf war nach instand gesetzter Vorderachse und neuen Reifen auch noch nicht zufrieden stellend, hat sich aber mit dem Reifenwechsel an der Hinterachse gewaltig verbessert.

Die Kipperpritsche ist mit Schutzgitter und neuer Frontbordwand mittlerweile fertig gestellt und kpl. in Fahrerhausfarbe lackiert. Am Rahmen des Bodens wurde umlaufend zusätzlich ein Verstärkungsprofil aus 60x30x3 eingeschweißt. Damit die Heckklappe beim öffnen oder kippen nicht auf der Anhängerkupplung aufsteht (bei mir ist eine RO 398-G110 montiert) oder anschlägt, wurden rechts und linke jeweils ein Halter mit Gummipuffer montiert.

Zur Verbesserung der Optik wurde die Stoßstange gerichtet, die Halter abgetrennt und mittig wieder angeschweißt, so dass die Stoßstange jetzt symmetrisch am Rahmen befestigt ist. Die Vorbesitzer haben dass nicht so genau genommen und die Halter der Stoßstange einfach angeschweißt so wie sie der Helfer grad hin gehalten hat.

Als Wischerarme hatte ich 2 universelle, in der Länge verstellbare passend für Schlepper und Unimog, mit PKW-Standardwischerblättern montiert. Aber wie es mit den universellen Teilen manchmal ist, passen sie doch nicht so richtig. Im nachhinein muss ich sagen das sie für den Unimog untauglich sind, weil sie sich immer wieder von der Wischerwelle gelöst haben, daran hat auch das anziehen der Keilschraube nichts geändert. Im Gegenteil, durch das immer weitere nachziehen der Schraube platzte irgendwann das Auge weg. Dann wurden die Wischerarme dahingehend verändert, dass als Befestigung auf der Wischerwelle die Befestigungsgelenke vom Golf II verwendet wurden. Die Gelenke passen in der Breite mit Beilagscheiben in den Wischerarm. In diese Teile wurden angefertigte Alu-Buchsen eingesetzt, welche das Konusmaß der Wischerwelle besitzen. So passen auch die Abdeckkappen vom Golf II, mit einer kleinen Kürzung exakt drauf. Als erkennbarer Unterschied ist eigentlich nur die VA-Schraube, die zur Verbindung von Gelenk und Wischerarm dient, zu nennen. Die VA-Schrauben werden noch durch Hohlniete ersetzt. Die Scheibenwaschanlage wurde auf dem rechten Rahmenlängsträger montiert, der Halter dazu wurde angefertigt.

Bei den zwischenzeitlichen Fahrten (bisher ohne Probleme auch die Umbauten) tun sich neue Baustellen auf. So ist die neue MB-Dichtung des Servobehälters nach nicht einmal 2 Jahren schon regelrecht zerfallen. Ich habe sie jetzt durch ein Profilgummi ersetzt dass ist trotz dass es mit Stoß montiert ist immer noch dicht.
Die Geräuschkulisse ist als relativ angenehm zu empfinden obwohl der Luftansaugdeckel sowie der Auspuff links oben sind. Ich denke mal dass der meiste Lärm bei geschlossenen Fenstern durch die Schalthebelabdeckung eintritt. Die ist unter dem Kunstleder auch gedämmt und rundum mit einem 9 mm dicken Dichtband aufgelegt. Die Motorhaube hat schon vom Vorbesitzer eine Dämmung erhalten, aber das Dichtgummi ist nicht mehr optimal.

In den 2 Jahren Unimog hat mich das Fahrzeug zum Kaufpreis noch mal 7853,38 € mit Rechnungen und 2300 € ohne Rechnungen gekostet. Hier ist allerdings auch ein gebrauchter Motor dabei. Unter ohne Rechungen sind die Käufe von Privat, also auch bei EBAY zu verstehen. Oder mal zum Schmied etwas schweißen oder ein Stück Material oder etwas drehen lassen. So sind hier auch die angefertigten Werkzeuge, z. B. um die Gummis der Stoßdämpfer tauschen zu können enthalten oder die Zahnschlüssel für die Flansche am Getriebe enthalten. Werkzeuge z .B. Kupplungszentierdorn ausleihen ging auch nur für die Kaffeekasse.

Aufgeschlüsselt bedeutet dass das von der Summe mit Rechnungen allein 768,07 € für Schrauben verwendet wurden. Natürlich sind da jetzt auch ein paar kleine übrig, die großen Größen wurden immer passend bestellt. Ich habe fast alle Schrauben und Muttern am Mog erneuert so wurden fast ausschließlich selbstsichernde Muttern verbaut. Für die kleinen Größen und die Blechschrauben am Fahrerhaus wurden Schrauben aus VA verwendet. Mit den alten Schrauben und Muttern habe ich bisher 2 alte 5-Kg Farbeimer gefüllt.
Die E-Anlage hat incl. der Überholung von Anlasser und der Reparatur von Tacho und Kombiinstrument 1074,63 € gekostet. Leicht verschätzen kann man sich bei den verwendeten Schaltern. Hier sind die Fassung der Beleuchtung, Lichtscheibe, Mehrfachstecker und Stecker für Beleuchtung extra zu bestellen. So dass man schnell pro Schalter, je nach Ausführung, bei 22 € – 25 € ohne Schalterrahmen ankommt. Ein nicht unwesentlicher Posten sind die Versandkosten.
 

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benz schrieb:
...In den 2 Jahren Unimog hat mich das Fahrzeug zum Kaufpreis noch mal 7853,38 € mit Rechnungen und 2300 € ohne Rechnungen gekostet...

Da bist Du bei dem was Du alles gemacht hast, ja noch günstig weggekommen... :?

Aber die "Dauerbaustelle Unimog" ist ja nie ganz fertig :mrgreen:


Gruß Michael
 
Hallo Michael,

da bin ich guter Hoffnung dass es keine Dauerbaustelle wird.
Ich habe erst ziemlich spät im Frühjahr die angefertigten Klauenschlüssel für die Getriebeflansche bekommen, die werde ich im nächsten Winter abdichten, den 6. Gang suchen und die Schubkugeln einstellen oder die Schalen tauschen.
 
Hallo Reiner

Wo hast Du denn den neuen Chromring für das Kombiinstrument her.? Gibt es den einzeln noch zu kaufen?
Ist bei meinem Kombii.. total verrostet (bzw.abgeschabt) ,würde ich auch gerne ersetzen.

Gruss Holger
 
hollyz schrieb:
Hallo Reiner

Wo hast Du denn den neuen Chromring für das Kombiinstrument her.? Gibt es den einzeln noch zu kaufen?
Ist bei meinem Kombii.. total verrostet (bzw.abgeschabt) ,würde ich auch gerne ersetzen.

Gruss Holger

Hallo Reiner,

mach es doch wie ich...: Da der Tacho eh schwarz war, hab ich den Ring angeschliffen und schwarz lackiert:

innenausbau_29.jpg


Alternativ kann man den Ring auch neu verchromen lassen...


Gruß Michael
 
Hallo Holger,

den Chromring habe ich beim Tachodienst Seyfahrt montieren lassen, weil der alte schwarz war und nicht zum Chromring vom Kombiinstrument gepasst hat.

http://www.oldtimer-tacho-werkstatt.de/

Steht auch im Thread "Standardersatzteile Anbieter".
 
Hallo Reiner und Michael

:danke für die Antworten. Wenn ich ab nächsten Monat die Hütte nackig mache und den Tacho sowie das Kombiinstrument ausgebaut habe werde ich überlegen ob die Ringe schwarz werden oder Chrom.
Ist dann wohl eine Preisfrage.


Gruss Holger
 
Hallo Holger,

der Chromring und die Überprüfung des Instruments hat mich inkl. Rückversand 63,43 € gekostet.
Die Chromringe kann man ab und zu auch mal im elektronischen Warenhaus erwerben, da liegen die Preise bei ca. 40 €.
 
Hallo zusammen,

Nach nur 300 km im letzten Jahr musste ich im Winter die hintere Schubkugelschale tauschen und ein Werkzeug zur Einstellung kaufen, um diesen aufwändigen Vorgang richtig durchzuführen. Das Werkzeug habe ich noch etwas umbauen lassen, damit man auch einen Drehmomentschlüssel daran verwenden kann. Die originalen Mercedes Gummidichtungen am neuen Tank von Tankgeber und Steigrohr sind innerhalb von 2 Jahren aufgequollen und auch nicht mehr dicht. Für dieses Mal habe ich 2 Dichtungen aus 2 mm dickem Dichtungsmaterial angefertigt und mit Dichtmasse montiert.

Die neuen Seitenbordwände sind auch gekommen und wurden vom Metallbauer angepasst, weil nicht zu erkennen war dass es sich bei der Pritsche nicht um die originale handelt, sondern vermutlich um eine vom 416 welche ca. 50 mm kürzer als die vom 403 ist. Natürlich mussten die neuen Teile auch lackiert werden. Die neuen hinteren Kotflügel wurden 30 mm tiefer gesetzt als die alten, dazu mussten die Halter geändert werden. Das Ganze in der Hoffnung dass sich die Schmutzfänger nicht so oft von den Reifen aufrollen.

Nach dem ich an verschiedenen Stellen nicht richtig weiter gekommen bin, habe ich eine größere Innenraumlampe aus dem Wohnmobilbereich mit 2x21 W in die Aussparung der Dachluke gebaut. Die Dachluke ließ sich nicht mehr öffnen da der Vorbesitzer die Laschen weggeflext und die Luke verschraubt hatte. Eine neue Dachdichtung brachte auch keine absolute Dichtheit und das Regenwasser ist mir auf die Schalter in der Getriebeabdeckung getropft. Deshalb wurde die Dachluke mit Karosseriedichtmasse verklebt.
Sollte das Fahrerhaus einmal abgebaut werden für Karosseriearbeiten dann ändere ich das noch mal. In die Öffnung der originalen Innenraumlampe über der Frontscheibe habe ich eine Blende eingesetzt und ein Mini-Außenthermometer eingebaut.

Die Abdichtung des Heizungsventils, im Zuge der Restaurierung, mit einem Silikon O-Ring hat nicht funktioniert. Der O-Ring ist vermutlich durch den Frostschutz stark aufgequollen und hat sich dann langsam aufgelöst. Ein O-Ring aus NBR lässt sich nicht, ohne dass er einreißt, über den Ventilkörper schieben.
Jetzt ist wieder eine gute alte Gewebedichtung „Strick“ eingerollt, damit dreht sich das Ventil zwar schwerer aber es ist dicht.

Das Problem mit der Schaltung und dem nicht mehr einlegbaren 6. Gang ist auch gelöst, denn es war ein Metallbröckchen in die Aussparung für den 6. Gang gefallen. Da der Schaltdeckel jetzt einmal demontiert ist, wurden die Verschleißstellen ausgebuchst. Ebenso der V/R-Schalthebel der leicht undicht war und zu viel Spiel hatte.

Nach der Instandsetzung des Schaltdeckels wurde die V/R-Schaltung auf elektropneumatische Bedienung umgebaut. Dazu habe ich die Öffnung des Schalthebels in der Getriebeabdeckung verschlossen und vorübergehend dort die Kontroll-Lampen eingesetzt. Wenn das Ganze ausreichend lange fehlerfrei funktioniert hat wird die Abdeckung noch einmal neu bezogen.
Die V/R-Steuerung erfolgt vom Schalknauf aus mit Wipptaster und ist mehrfach elektrisch gegen Fehlbedienung abgesichert.

Meine Wahl des Schalters für den Rückwärtsgang war nicht die Beste, seine Lebensdauer betrug nur ca. 1 Jahr. Deshalb wurde dazu ein Tastschalter in den Getriebedeckel eingesetzt. Die Sicherheitsschalter mit M12x1,5 Gewinde und wasserdichten Stecker zur Erkennung des eingelegten Vorwärtsganges und der Schaltgasse sind die gleichen wie an der Erkennung der Kupplungsbetätigung. Die Schaltung funktioniert bisher absolut problemlos.
 

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Da ich meinen Luftfilter schon vor längerer Zeit „trocken gelegt“ habe, wollte ich noch dessen Wartungsaufwand mit einer Wartungsanzeige verringern. Ich habe eine eigene Variante für diesen Umbau und einen preiswerteren, universellen Anzeiger gewählt. Mit einem Unterdruckmanometer wurde vor dem Einbau der Saugrohr-Unterdruck geprüft um den passenden Anzeiger einsetzen zu können. Der Schaltpunkt ist absichtlich etwas geringer als beim Original gewählt, da nur geringe Betriebsstunden anfallen. Das hat zur Folge dass der Filterwechsel etwas früher stattfindet.

Mich hat schon länger gestört dass man den Blinker im Mog oft vergisst weil man ihn nicht ticken hört, da der Blinkgeber sich bei mir im Fußbereich befindet und die Geräuschkulisse wohl etwas zu laut ist. Ein Blinkerschalter mit automatischer Rückstellung wäre das Optimum.

Aber das ist ohne Veränderung an der Lenksäule und am Lenksäulenhalter nicht möglich. Der TÜV würde so etwas vermutlich nicht mögen.

Also bin ich auf die akustische Variante zurückgekommen. Das wurde vor vielen Jahren schon mal von SCANIA so gebaut. D. h. man hörte beim blinken nicht das Ticken sondern einen Gongton. Dieses Teil lässt sich nicht verwenden da 24 Volt.
Es gibt ja preiswerte Blinkerwarner für Mopeds aber das Geräusch erhält von mir hier eine glatte 6. Nach einigem testen bin ich auf den Lichtgong von einem PKW gekommen. Das ist ein angenehmerer Klang. Nach entfernen des Gehäuses, einigen Veränderungen an der Elektronik und einschrumpfen der Platine, kann man das Gerät oben neben dem Lufteinlass der Fahrerseite unsichtbar platzieren. Lediglich die Durchführung der Kabel durch die A-Säule ist etwas fummelig.
Diese Platine hat noch einen eingebauten Vorteil, sie ist nicht so nervig denn sie lässt den Gong nur bei jedem 2. blinken ertönen.
 

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Hallo Reiner
coole Idee, gibt es den auch mit Wesrminster Abbey, alles andere ist zu leise, es sei denn mein Sohn sitzt auf dem Beifahrersitzt. Ich überlege schon mal die Alternative mit einem Sprachchip von Grußkarten der statt beim Öffnen nach einer Minute den aufgesprochenen Satz abspielt, "eh schallsu Blinker Blödemann".
 
Hallo Helmut,

das war wirklich nicht meine Idee oder Erfindung, das gabs tatsächlich in den 90ern schon mal bei einem SCANIA, wir hatten nämlich so einen in der Fa.

Bei modernen Fahrzeugen wird der Klick-Ton des Blinkers separat im Kombiinstrument erzeugt egal ob LKW oder PKW.
 
Die Einstiege sind zwischenzeitlich auch fertig, sie wurden auf 2 Stufen umgebaut und verzinkt. Hier lackiere ich nicht drüber.

Der Mog hatte beim Kauf schon einen nach links hochgezogenen, verchromten Auspuff. Allerdings hatte der Vorbesitzer die Abgasrohrführung aus einem Stück und auch nicht Platz sparend durchgeführt und natürlich auch auf das Flexrohr verzichtet. Deshalb wurde die Rohranlage im Rahmen aus VA neu angefertigt. Die Anlage ist geteilt und ein Flexrohr ist jetzt auch dabei.
 

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Durch die vielen neu hinzu gekommenen Steuerleitungen für Allrad. Sperren und Fahrtrichtungsumschaltung im Nebenkreis ergibt sich im Winter ein neues Problem, nämlich das einfrieren der kleinen Querschnitte wegen Eintrag von Kondenswasser. Ein herkömmlicher Frostschützer sollte es nicht sein. Deshalb habe ich einen Lufttrockner mit integriertem Druckregler und selbstregelnder Heizpatrone eingebaut. Vor dem Einbau stand die Frage nach der TÜV-Abnahme. Hierzu gibt es unterschiedliche Meinungen der Werkstätten und des TÜV. In Absprache mit dem Prüfer wurden die benötigten Unterlagen beschafft. Das warf einige Probleme auf da der ausgewählte Lufttrockner nicht von MB für den 403 freigegeben war. Die Freigabe war am Ende doch möglich musste halt nur mit ca. 150 € bezahlt werden. Mit dem Lufttrockner allein war es nicht getan, es wurden noch eine Kühlschlange und ein Regenerationsbehälter benötigt. Die elektrische Installation musste in den Kabelbaum eingebunden und bis zur Sicherungseinheit nach vorn verlegt werden, denn die Heizpatrone heizt nur wenn der Motor läuft. Die Anlage funktioniert, ist jetzt vom TÜV abgenommen und eingetragen.
 

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Nachdem ich lange überlegt habe wie ich die alte verrottete Werkzeugkiste ersetze (hier hatte der Vorbesitzer einen Kiste aus Siebdruckplatten gebaut und außen mit VA-Blech beklebt) bin ich angesichts des Preises für eine Neuanfertigung aus VA davon abgekommen und habe einen LKW-Staukasten gekauft. Dieser hat zwar nicht ganz so viel Stauraum wie die alte Kiste aber ist mit 2 Schlössern und umlaufender Gummidichtung versehen.
 

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Über das Jahr wurde die Schaltvorgänge immer schlechter und es hatte den Anschein dass die Kupplung nicht mehr richtig trennt, habe ich mich entschlossen den Kupplungsgeberzylinder zu tauschen. Das war nur eine kurzfristige Abhilfe den echten Fehler habe ich ein paar Wochen später dann gefunden.

Im Spätherbst hat sich meine Kardanwelle zur Vorderachse verabschiedet und da ich mit Allrad fast immer nur in Schrittgeschwindigkeit gefahren bin, habe ich bis dahin keine Geräusche wahrgenommen. Erst als es auf rutschigem Boden etwas zügiger mit Allrad daher ging, konnte man das geschwindigkeitsabhängige Geräusch hören. Nach dem Ausbau war klar dass die Gelenkwelle hin ist. Die Nadellager hatten sich zum Teil aufgelöst und die Lagerstellen in der Gabel waren aufgerieben. Die Gelenkwelle hat also eine neue Gabel und ein neues Kreuzgelenk bekommen. Das kann man einzeln bestellen.

Im Bild sind die neuen Teile nach Einbau zu sehen.

Da ich mir nicht sicher war ob das Getriebe auch noch irgend welche Schäden davon getragen hat, wurde es in Anbetracht der Sache dass die Gänge 1, 3 und 5 sich immer schlechter einlegen ließen und der 1. und 3. Gang gelegentlich raus gesprungen sind ausgebaut und zerlegt. Als Fehler habe ich die Mitnehmerverzahnung der Räder 2, 4, und 1, 3 Gang auf der Vorgelegewelle ermittelt. Die beiden zugehörigen Synchronkörper sowie die Doppelschaltmuffe waren auch verschlissen. Bei der Gelegenheit wurden noch die Eingangswelle sowie einige schadhafte Lager und das Zahnrad des Rückwärtsganges getauscht. Einige der Teile gibt es bei MB nicht mehr neu zu kaufen. Trotz Verwendung von Teilen aus dem technischen Handel und Gebrauchtteilen summiert sich die Getriebereparatur mit den nötigsten Teilen, in Eigenregie, auf 1175,38 €.

Die Getriebereparatur ist in einem anderen Thread mit vielen Bildern beschrieben.

Bei dieser Gelegenheit wurde die Schubkugelschale des Vorderachsantriebs erneuert und das Spiel eingestellt. Das funktioniert prima, wenn das Getriebe ausgebaut ist. Die Kunststoff-Schalen haben den Vorteil dass man bei zukünftigen Reparaturen zum lösen der Kardanwellenschrauben nicht die jeweilige Achse vom Getriebe wegziehen muss, da zwischen Schubrohr und Getriebegehäuse ca. 3 cm Platz ist. Man kann die serienmäßig geschlitzte Schubkugelschale nach entferntem Schubkugelgehäuse über die Kugel schieben und kommt so ohne weiteren Stress an die Schrauben der jeweiligen Kardanwelle. Damit die raus gedrehten Schrauben nicht das Schubrohr fallen, kann man sie während des drehens der letzten Gänge mit einem Teleskopmagneten halten.

Vom Vorbesitzer wurde im Fahrerhaus anscheinend geflext und die Scheiben nicht geschützt so dass an beiden Türen Brandstellen in den Scheiben waren. Das hat mir nicht gefallen aber beim Autoglaser sind die Türscheiben und Ausstellfenster entschieden günstiger als bei MB. Also habe ich neue Türscheiben eingesetzt.
 

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Durch Zufall habe ich einen angeblich funktionsfähigen WABCO-Luftpresser geschenkt bekommen. Da der Kompressor äußerlich wie der des 403/406 aussah, wollte ich ihn als Zusatzkompressor montieren. Aber leider gibt es die originalen Halter nicht mehr und so blieb nur Möglichkeit einen neuen Halter selbst bauen, das war ohne Bilder und Muster relativ aufwändig. Als einzige Inspiration diente eine Strichzeichnung aus dem WHB.
Bevor es an das bauen des Halters ging habe ich mich erst mal dem Kompressor gewidmet. Die Kompression war nahe Null, soviel zu funktionsfähig.

Bei der Suche nach der Ursache des Fehlers wurde der Luftfilter als Übeltäter festgestellt, denn das Einlassventil war kpl. verdreckt. Nach Demontage des Einlassventils habe ich eine ca. 2 mm dicke fest gebackene Staubschicht auf dem Kolbenboden gefunden. Beide Ventile sind von außen zugänglich und wurden lediglich gereinigt. Danach war schon wieder so etwas wie Kompression vorhanden. Nach verschließen des Druckanschlusses konnte man beim Probelauf feststellen dass ein hoher Anteil der komprimierten Luft in das Kurbelgehäuse entweicht.

Die Vermutung dass der eingetragene Staub die Kolbenringe kaputt geschmirgelt hat, hat sich nach Zerlegung des Kompressors bestätigt. Am Boden des Kurbelgehäuses befand sich der Rest einer Ölpampe zu der sich Staub und Öl verbunden hatten.
Da die Pleullager und der Kolben nicht verschlissen waren, wurde die Laufbuchse gehont und neue Kolbenringe aufgezogen. Am vorderen Lagerdeckel ist ein neuer Wellendichtring montiert worden. In den hinteren Lagerdeckel, sowie in die seitliche obere Verschlußschraube wurden Gewindebohrungen eingebracht damit der Kompressor an die Motorschmierung angeschlossen werden kann. Durch den geteilten Ölstrom wird einmal das hintere Kugellager der Kurbelwelle direkt geschmiert und die andere Hälfte des Öles wird schräg von oben in das Kurbelgehäuse gegeben. Eine Erhöhung in der Mitte des Bodens des Kurbelgehäuses sorgt dafür dass während des automatischem Ölrücklaufs in den Motor, das immer ca. 15 mm Ölstand erhalten bleiben.
Hier ist der alte Kompressor mit „Schleuderfinger“ am unteren Pleullager im Vorteil, weil dadurch einen noch bessere Verteilung des Öls im Kurbelgehäuse stattfindet. So bin ich mit wenig Kosten und einem vertretbarem Aufwand zu einem funktionierenden Zusatzluftpresser gekommen.

Nachdem der Kompressor-Halter, eine starre Ausführung, fertig gestellt war, musste noch eine separate Spannvorrichtung gebaut werden.

Bild Kompressor eingebaut
 

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    Kompressor neu.JPG
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Der originale Kompressor-Halter des OM314 ist 2-teilig und wird zum spannen des Keilriemens nach rechts geschwenkt. Damit die Last nicht allein auf der M20 Spannschraube des Halters ruht, wird der Kompressor zusätzlich am Halter des Lüfterlagers abgestützt.
Nachdem der neue Kompressor-Halter, wie o. g. eine starre Ausführung fertig gestellt war, musste noch eine separate Spannvorrichtung gebaut werden. Die Spannvorrichtung wurde im eigentlichen Sinne nicht wirklich neu gebaut sondern nur geändert. Die Spannvorrichtung stammt von einem anderen Motor.

Die zusätzliche Luftleitung bis zur Einbindung am T-Stück hinter dem originalen Kompressor wurde geringfügig anders verlegt und mit nicht einem Schlauch mit Schlauchschellen verbunden. Es wurde statt dessen ein fertig verpresster Druckschlauch verwendet.

Meine Wahl des Schalters für die Kontroll-Lampe der Handbremse war nicht die Beste, seine Lebensdauer betrug nur jeweils ca. 1 Jahr. Deshalb wurde jetzt an dieser Stelle ein wasserdichter, induktiver Näherungsschalter eingesetzt. Der Sicherheitsschalter der Kupplung für die Umschaltung V/R hatte auch nicht die erhoffte Lebensdauer und wurde ebenfalls durch einen induktiven Näherungsschalter ersetzt.

Auf dem ersten Bild kann man die beengten Platzverhältnisse sehen.
 

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Ich hatte mir im Vorfeld hatte eine gebrauchte innere Motorhaube gekauft, die ich letztes Jahr nebenbei herrichten wollte. Diese wurde motorseitig mit Schwerschicht und Reflexionsfolie versehen und auf der Innenraumseite wurde ein Gehäuse als Ablage mit Radioschacht aufgebaut.

Mittlerweile ist die bezogene innere Motorhaube vom Sattler zurück und es wurden noch neue Bolzen aus VA für die Spanngummis, eine neue umlaufende Dichtung, sowie das Radio eingebaut. Damit die Motorhaube im Reparatur- oder Wartungsfall schnell wieder abgenommen werden kann, ist das Radio über einen kurzen Adapterkabelbaum angeschlossen. Hier kann man problemlos und schnell vom Motorraum aus die Super-Seal-Steckverbindungen trennen. Zum prüfen des Motorölstandes und evtl. nachfüllen muss die Haube bei mir nicht mehr abgenommen werden, diese Arbeiten kann ich nach den o. g. Änderungen ja bei geöffneter Fronthaube durchführen.
Das Gewicht der Motorhaube liegt jetzt bei 11 kg.
 

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Die originale Hydraulikpumpe wurde ausgebaut und der Umbau der abschaltbaren Hydraulikpumpe wurde nach letzten Änderungen am Halter nun abgeschlossen. Die neue Pumpe wird über einen Schalter in der Schalthebelabdeckung per Magnetkupplung zu- und abgeschaltet.
Die Magnetkupplung stammt von einem Klimakompressor und wurde leicht abgeändert. Da die Pumpe etwas länger ist als das Original und dadurch an den Motorträger stößt hängt sie, damit die Riemenscheiben fluchten, etwas tiefer so dass der originale Keilriemen nicht mehr passte. Die Anschlüsse an Saug- und Druckleitung passen aber 1:1.
 

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