Hallo 404-Gemeinde,
ich verfolge alle die Klagen über den 404.1-Benziner zum Teil recht amüsiert. Man könnte fast zu dem schluß kommen, der M180 Motor wäre schon von Hause aus die reinste Fehlerquelle. Dabei ist es eine grundsolide und unkomplizierte Konstruktion. Dazu auch noch mit meist sehr geringer KM Leistung. Was dabei außeracht gelassen wird ist das Alter von über 30 Jahren mit all den in dieser Zeit entstandenen Standschäden.
Mein Fazit: die Freude über den meist sehr günstigen Kaufpreis (so 1000-2000¤) versetzt den neuen Besitzer in Euphorie.
Er will sich reinsetzen und losfahren, vorher noch tanken. Und da geht das Malheur auch schon los weil der ewig nicht befüllte hintere Tank pinkelt, und so geht das dann weiter, bis das verdammte Ding dann nach einer Weile wieder in einer Scheune landet und weiter vor sich hin gammelt so wie schon beim Vorbesitzer. (wie in meinem Fall)
Was lässt sich gegen den Frust tun?
Meine Empfehlungen erheben keinen Anspruch auf Vollständigkeit, sind aber in aller Regel mindestens zu tun.
1. Man nehme aus dem Sparstrumpf 500¤.
2. Man beschaffe sich Ersatzteile, möglichst neu für kleines Geld. Bei ebay, Frank Flick, Patrick, Dieselmot, Westfield und sonstigen Teilehändlern.
3. unbedigt peinlichst genau zu säubern und mit den tauschteilen neu zu bestücken sind: Vergaserund Benzinpumpe. Bei Undichtigkeiten an dem Umschalthahn sollte dieser möglichst ganz gewechselt werden.
Hinweis: alle diese Arbeiten sind in jeder Hobby-Werkstatt ohne Probleme zu bewältigen.
Selbstverständlich auch den kleinen Kraftstofffilter säubern und auf Dichtheit achten. Neuen Dichtring einlegen und im Zweifel neu kaufen komplett mit den S-Rohr.
Merke: Der gesamte Ansaugweg muss absolut dicht sein, sonst baut die Membranpumpe keinen Druck auf.
4. Beide Tanks ggfls. aubauen und peinlichst genau säubern.(Hochdruckreiniger) Möglichst dabei nicht rauchen, sonst erübrigt sich alles weitere.
Schadstellen um den Verschlussstopfen lokalisieren und nach metallisch blanker Reinigung möglichst großflächig reparieren, z.B. hartlöten.
Neues Gummiverbindungsrohr einbauen. Beim Anschluss der Saugleitungen neue Kupferdichtringe nicht vergessen.
5. Meine persönliche Empfehlung: auf zivile Zündung umbauen .
Geht mit ein wenig Überlegun sehr einfach. Was etwas Arbeit macht ist die Blechbrille die man um die neue Verteilerkappe anfertigen muss. Ist so 2-3 Stunden Arbeit.. Neue Zündkabelsets anfertigen. Neue Zündkerzen müssen
unbedingt rein. Den kompletten Zundkabelsatz mit der Verteilerkappe habe ich von Frank Flick. Die Kerzen mit 3-fach Elektrode von Westfield.
Ein weiteres muss: neuer Verteilerfinger und Unterbrecher.. Bei den geringen Fahrleistungen hält das die nächsten 10 Jahre, mindestens.
Die Einstellung von Zündzeitpunkt und Schließwikel ist dann total easy.
6. Mit nur einer Umdrehung raus bei den beiden leerlaufdüsen produziert der Motor weniger CO. läuft aber genau so gut.
Lerlauf auf 800 U einstellen. Wenn der Motor im schiebebetrieb knallt, Zündung einen Tick später stellen (Verteiler im Uhrzeigersinn drehen).
7. Alles nochmal checken und ab jetzt: viel spaß mit dem Alleskönner.
Die beschriebenen Arbeiten brauchen so 2-3 Tage. Die Beschaffung ca. 14 Tage..
sicher gibt es je nach Einzlfall auch noch weitere Dinge zu tun. Die oben beschriebenen decken nach meiner Meinung 90% der Hauptfehlerpunkte ab.
Der Antriebsstrang und die Bremsen sind ein anderes Kapitel. Darüber gibt es ja genügend Beiträge im Forum. Ohne das Forum würden wir wahrscheinlich alle manchmal dumm aus der Wäsche schauen.
Für Anregungen und Korrekturen wäre ich dankbar.
Grüße
Hans
ich verfolge alle die Klagen über den 404.1-Benziner zum Teil recht amüsiert. Man könnte fast zu dem schluß kommen, der M180 Motor wäre schon von Hause aus die reinste Fehlerquelle. Dabei ist es eine grundsolide und unkomplizierte Konstruktion. Dazu auch noch mit meist sehr geringer KM Leistung. Was dabei außeracht gelassen wird ist das Alter von über 30 Jahren mit all den in dieser Zeit entstandenen Standschäden.
Mein Fazit: die Freude über den meist sehr günstigen Kaufpreis (so 1000-2000¤) versetzt den neuen Besitzer in Euphorie.
Er will sich reinsetzen und losfahren, vorher noch tanken. Und da geht das Malheur auch schon los weil der ewig nicht befüllte hintere Tank pinkelt, und so geht das dann weiter, bis das verdammte Ding dann nach einer Weile wieder in einer Scheune landet und weiter vor sich hin gammelt so wie schon beim Vorbesitzer. (wie in meinem Fall)
Was lässt sich gegen den Frust tun?
Meine Empfehlungen erheben keinen Anspruch auf Vollständigkeit, sind aber in aller Regel mindestens zu tun.
1. Man nehme aus dem Sparstrumpf 500¤.
2. Man beschaffe sich Ersatzteile, möglichst neu für kleines Geld. Bei ebay, Frank Flick, Patrick, Dieselmot, Westfield und sonstigen Teilehändlern.
3. unbedigt peinlichst genau zu säubern und mit den tauschteilen neu zu bestücken sind: Vergaserund Benzinpumpe. Bei Undichtigkeiten an dem Umschalthahn sollte dieser möglichst ganz gewechselt werden.
Hinweis: alle diese Arbeiten sind in jeder Hobby-Werkstatt ohne Probleme zu bewältigen.
Selbstverständlich auch den kleinen Kraftstofffilter säubern und auf Dichtheit achten. Neuen Dichtring einlegen und im Zweifel neu kaufen komplett mit den S-Rohr.
Merke: Der gesamte Ansaugweg muss absolut dicht sein, sonst baut die Membranpumpe keinen Druck auf.
4. Beide Tanks ggfls. aubauen und peinlichst genau säubern.(Hochdruckreiniger) Möglichst dabei nicht rauchen, sonst erübrigt sich alles weitere.
Schadstellen um den Verschlussstopfen lokalisieren und nach metallisch blanker Reinigung möglichst großflächig reparieren, z.B. hartlöten.
Neues Gummiverbindungsrohr einbauen. Beim Anschluss der Saugleitungen neue Kupferdichtringe nicht vergessen.
5. Meine persönliche Empfehlung: auf zivile Zündung umbauen .
Geht mit ein wenig Überlegun sehr einfach. Was etwas Arbeit macht ist die Blechbrille die man um die neue Verteilerkappe anfertigen muss. Ist so 2-3 Stunden Arbeit.. Neue Zündkabelsets anfertigen. Neue Zündkerzen müssen
unbedingt rein. Den kompletten Zundkabelsatz mit der Verteilerkappe habe ich von Frank Flick. Die Kerzen mit 3-fach Elektrode von Westfield.
Ein weiteres muss: neuer Verteilerfinger und Unterbrecher.. Bei den geringen Fahrleistungen hält das die nächsten 10 Jahre, mindestens.
Die Einstellung von Zündzeitpunkt und Schließwikel ist dann total easy.
6. Mit nur einer Umdrehung raus bei den beiden leerlaufdüsen produziert der Motor weniger CO. läuft aber genau so gut.
Lerlauf auf 800 U einstellen. Wenn der Motor im schiebebetrieb knallt, Zündung einen Tick später stellen (Verteiler im Uhrzeigersinn drehen).
7. Alles nochmal checken und ab jetzt: viel spaß mit dem Alleskönner.
Die beschriebenen Arbeiten brauchen so 2-3 Tage. Die Beschaffung ca. 14 Tage..
sicher gibt es je nach Einzlfall auch noch weitere Dinge zu tun. Die oben beschriebenen decken nach meiner Meinung 90% der Hauptfehlerpunkte ab.
Der Antriebsstrang und die Bremsen sind ein anderes Kapitel. Darüber gibt es ja genügend Beiträge im Forum. Ohne das Forum würden wir wahrscheinlich alle manchmal dumm aus der Wäsche schauen.
Für Anregungen und Korrekturen wäre ich dankbar.
Grüße
Hans