MISSION IMPOSSIBLE: Restauration Fahrerhaus U427 Hochdach

Hallo UCom,

nachdem ich das Bodenblech auch als Ersatzteil gekauft habe, ging es ans weitere Austrennen des Bodens. Die im Repblech nicht vorhandenen Löcher habe ich zuerst aufgenommen, bevor es ans Austrennen ging.

[album]2765[/album]

Die mit einem Schweißpunktbohrer aufgetrennten Schweißpunkte mussten nun endgültig getrennt werden. Hierfür verwendete ich einen Meißel.

[album]2766[/album]

Zunächst war mir nicht ganz klar, wie die Eckbefestigung an der Zapfwellenkupplung befestigt ist. Hier die angezeichneten Schweißpunkte und -nähte.

[album]2767[/album]

Das ausgetrennte Eck sieht dann so aus.

[album]2768[/album]

Viele Grüße
Tobias
 
Hallo UCom,

die Anprobe des neuen Bodenblechs macht ein wenig Mut, dass die "Abrissarbeiten" bald ein Ende haben werden und es dann deutlich schneller Richtung Lackieren geht.

[album]2769[/album]

Das Anzeichnen der Schweißpunkte, die aufgetrennt werden müssen, um das Bodenblech heraus zu bekommen, erforderte das Entfernen der Dickschicht auf dem Bodenblech.

[album]2770[/album]

Viele Grüße
Tobias
 
Hallo UCom,

leider habe ich mich beim Austrennen des Bodenbleches etwas vermessen und ausgerechnet in die Längsträgerseite reingeflext, die noch super in Ordnung war. Die Arbeit geht damit dann nicht aus...

[album]2771[/album]

Den bereits ersetzten und wieder vermoderten Einstieg habe ich dann auch Stück für Stück herausgenommen. Der Längsträger sieht hier zwar nicht gut aus, nach dem Entfernen der Hohlraumversiegelung bleibt nur die vermoderte Außenseite, in der auch die 3 Muttern angeschweißt sind. Der Rest ist soweit in Ordnung, solange ich nicht wieder versehentlich reinflexe... :fluch

[album]2772[/album]

Immer weniger Bodenblech ist übrig. Manchmal frage ich mich während der Arbeit, wieviel mehr Aufwand es wohl sein würde, wenn ich das Blech hätte erhalten wollen... Respekt vor den Restaurateuren, die das Durchziehen!

[album]2773[/album]

Die Außenseite des Längsträgers muss teilweise ersetzt werden. Der Rost hatte hier gute Bedingungen. Angeschweißte Muttern, überlappende Bleche und Feuchtigkeit durch die Radläufe.

Der Zustand des Längsträgers ist in den Bereichen, in denen die Hohlraumkonservierung hingelangte echt gut. Hier im Bereich des Radlaufes, bei den Blechüberlappungen sind die Schwächen zu sehen.

[album]2774[/album]

Viele Grüße
Tobias
 
Hallo UCom,

auf Anraten von Lorenz habe ich mich nun dazu entschlossen, nach dem Ausbau der defekten Teile der Unterbodengruppe und vor Einbau der neuen Bleche den Unterboden/Träger und angrenzende Teile sandzustrahlen.

Das Austrennen des Bodenbleches ist mühsam, da gefühlt hunderte Schweißpunkte zu trennen sind und die Träger darunter erhalten bleiben müssen.

[album]2775[/album]

Besonders im vorderen Bereich des Fußraumes, in dem man immer schwieriger mit den Maschinen hinkommt, geht es nur langsam voran. Ich habe mir zum Ziel gesetzt, die Bleche bis zu ihren originalen Trennstellen heraus zu nehmen, wo es nur geht, um ein Wiederaufkeimen des Rosts zu vermeiden.

[album]2776[/album]

Viele Grüße
Tobias
 
Hallo Michael,

vielen Dank für Deinen Zuspruch! Ursprünglich dachte ich, dass mir mein Cousin ein bisschen helfen könnte, der gerade Karrosseriebauer lernt. Leider stellte sich beim ersten Besuch heraus, dass er von Metallbearbeitung weniger Ahnung hatte als ich und er in seiner Firma nur ganze Bleichteile tauscht. Eine Grundbildung, bei der man alles mögliche lernt, wie man ein Blech in Form bringt gab es offensichtlich nicht bei ihm...

Ich wünsche noch einen schönen Weihnachtsfeiertag!

Viele Grüße
Tobias
 
Hallo UCom,

jetzt folgte etwas, was mir echt viel Mut abverlangte. Das Abtrennen der Seitenwange, die auf den ersten Blick von Außen eigentlich noch recht gut aussieht. An der Unterseite, die am Radlaufblech anliegt jedoch ziemlich vermodert ist und dort auch bereits Bleche provisorisch ausgetauscht waren. Der schlimmere Teil war jedoch der innenleigende Träger, an dem beim Austauschen der vermoderten Bleche nicht mehr viel übrig bleiben würde von den originalen Blechen. Deshalb entschied ich mich, trotz der hohen Kosten, Träger und Außenblech auszutauschen.

Zunächst habe ich die Position ausgemessen, um später die Teile wieder richtig einschweißen zu können.

[album]2777[/album]

Das Austrennen und Schweißpunktbohren war dann schnell passiert.

[album]2778[/album]

Beim Abtrennen des Trägers ist mir dann aufgefallen, dass im Inneren des Profils Schweißnähte liegen, die ich nicht wieder herstellen kann. Diese Schweißpunkte sind nur mit einer recht schmalen Schweißpunktzange und offener A-Säule herzustellen (von unten). Da diese Verbindung noch 100% in Ordnung ist, habe ich einen Steg/Winkel stehen lassen, an dem ich später den neuen Träger anschweißen kann.

[album]2779[/album]

Viele Grüße
Tobias
 
Hallo UCom,

nachdem ich den Längsträger angeflext hatte, muss dieser wiederhergestellt werden. Zunächst habe ich hierfür die beschädigten Teile aus dem Längsträger herausgetrennt.

[album]2780[/album]

Ich habe mich dann für eine überlappende Lochpunkschweißung entschieden, um eine möglichst große Stabilität herzustellen. Hier muss ich dann nach dem Sandstrahlen besonderes Augenmerk auf die Konservierung legen, um langfristig eine Rostbildung zu vermeiden. Die Anschlüsse an die Kantung habe ich durch Absetzen der Laschen hergestellt.

[album]2781[/album]

Hier die gebohrten und entgrateten Löcher für die Lochpunktschweißung.

[album]2782[/album]

Als Grundierung habe ich FERPOX auf dem Repblech und am Längsträger verwendet. Die abschließende Konservierung des Spalts werde ich dann vermutlich mit OVATROL ÖL herstellen.

[album]2783[/album]

[album]2784[/album]

Viele Grüße
Tobias
 
Hallo UCom,

um eine möglichst Spaltfreie Verbindung herzustellen, habe ich das Repblech mit einigen Gripzangen eingespannt.

[album]2787[/album]

Danach noch die Lochpunkte geschweißt.

[album]2788[/album]

Viele Grüße
Tobias
 
Hallo UCom,

der Außenbereich des Längsträgers, der vermodert war, muss großzügig ausgetauscht werden. Nachdem der Bereich definiert war, konnte ich die groben Abmessungen des Bleches abnehmen und das Blech kanten.

[album]2785[/album]

Damit ich mit meiner Vergesslichkeit das Blech nicht versehentlich falsch herum forme, habe ich mir ersteinmal die Stauch-/Streckrichtungen aufgemalt.

[album]2786[/album]

Hier die erste Anprobe des hergestellten Repbleches.

[album]2789[/album]

[album]2790[/album]

Nach dem feineren Anpassen war das einbaufertige Blech hergestellt. Diese Momente entschädigen die viele Arbeit ;)

[album]2791[/album]

Viele Grüße
Tobias
 
Hallo Zusammen

das kenn kenne ich woher. Haben wir schon hinter uns.
gruß Dieter
 

Anhänge

  • 20150111_113150.jpg
    20150111_113150.jpg
    26,7 KB · Aufrufe: 6.982
  • boden.JPG
    boden.JPG
    86,3 KB · Aufrufe: 6.982
  • boden 1.JPG
    boden 1.JPG
    88,8 KB · Aufrufe: 6.982
Hallo Dieter,

wie lange seid Ihr schon fertig? Gibt es Anregungen, was Ihr auf jeden Fall wieder gleich tun würdet oder noch interessanter, was Ihr aus heutiger Sicht anders machen würdet?

Viele Grüße
Tobias
 
Hallo Tobias,

"Hut ab" vor Deiner Arbeit :spitze. Das sieht wirklich sehr gut aus, bin ja mal gespannt wie er fertig aussieht. Wir er wieder orange?
Kann nur hoffen das mir das in Deinen Ausmaßen erspart bleibt...

Gruß Ingo
 
Hallo Ingo,

vielen Dank für die Blumen. Ursprünglich bin ich auch von wesentlich weniger Arbeit ausgegangen. Wenn man als Laie nicht weiß, wo genau die Schwachstellen sind, übersieht man einiges.

Ich bin mir noch nicht sicher, ob ich ihn in seinem originalen Orange wiederherstelle, oder ob ich auf Grün umschwenke, was mir eigentlich besser gefällt. Das schwankt momentan monatlich :roll:

Ich wünsche Dir mit Deinem Projekt aber sehr viel Spaß bei der Arbeit.

Viele Grüße
Tobias
 
Hallo UCom,

endlich habe ich mal wieder ein wenig Zeit, meinen Bericht fortzuführen.

Vor einiger Zeit begann ich dann mit der Instandsetzung der Falze und B-Säule auf der Beifahrerseite. Zunächst trennte ich die maroden Falze und Dachrinne heraus. Dahinter lagerte jede Menge Rost:

[album]3148[/album]

[album]3149[/album]

Die Falze an der Rückseite der B-Säule waren durchgängig aufgequollen:

[album]3150[/album]

Stückchenweise habe ich dann die maroden Stellen entfernt.

[album]3151[/album]

[album]3152[/album]

Die türseitigen Falze an der B-Säule habe ich nur teilweise entfernt, um die Maße nicht zu verlieren. Den oberen Teil kann man stehen lassen, da er frei von Rost ist. Ausgerechnet jedoch der geschwungene Teil hinter dem Schließbolzen der Tür, werde ich im Laufe der Instandsetzungen noch austauschen müssen. Vorerst bleibt der Falz noch zur Maßhaltung.

[album]3153[/album]

Viele Grüße
Tobias
 
Hallo UCom,

da beide Blechteile des Falzes an der rückseitigen B-Säule nicht mehr erhaltungswürdig waren, musste ich das Außenblech und dir rückseitigen Winkelbleche neu aufbauen.

Zunächst habe ich die Wölbung der B-Säule ausgemessen.

[album]3155[/album]

Danach habe ich mit dem Stauchgerät die Wölbung auf das vorgekantete Winkelblech übertragen.

[album]3154[/album]

Mit Einschweißhilfen habe ich das Blech dann eingepasst.

[album]3156[/album]

[album]3157[/album]

Die Vorbehandlung der innenliegenden Blechseiten habe ich mit FERPOX-Anstrich durchgeführt.

[album]3158[/album]

Das vorbereitete Blech habe ich dann eingeheftet.

[album]3159[/album]

Und anschließend eingepunktet.

[album]3160[/album]

Mit der Durchschweißung bin ich auch ganz zufrieden.

[album]3161[/album]

Viele Grüße
Tobias
 
Hallo UCom,

wie bereits erwähnt, wurde nach einem Baumkontakt im Dachbereich eine Instandsetzung durch einen Fachbetrieb durchgeführt. Und so sieht das aus :fluch

[album]3173[/album]

Interessant war dann allerdings, als ich die B-Säule öffnete, dass darin ein Fundstück lagerte (auf dem Versteifungsblech auf Schlosshöhe).

[album]3162[/album]

Nach kurzem Abschleifen, bestätigte sich der erste Verdacht. Zum Vorschein ist eine Handfaust gekommen. Kann eigentlich nur von der Dach-Instandsetzung gekommen sein.

[album]3163[/album]

Über den Fachbetrieb verliere ich besser keine Worte...


Viele Grüße
Tobias
 
Hallo UCom,

nachdem ich das Außenblech der B-Säule etwas gerichtet hatte, habe ich den Trennschnitt nochmal nachgearbeitet. Dazu habe ich wieder das weichmacherfreie Malerkrepp verwendet.

[album]3164[/album]

Da die komplette Tür wegen der Spaltmaße eingehängt war, habe ich den Kunststoff-Griff etwas schützen müssen. Sieht doch ganz nett aus, oder?!

[album]3165[/album]

Dann habe ich einen weiteren Außenblech-Teil angefertigt und zum Einschweißen vorbereitet.

[album]3166[/album]

Nach dem Ausrichten habe ich das Blech eingepunktet.

[album]3167[/album]

An dem rückseitigen Winkelblech habe ich zuvor noch Löcher für die folgenden Lochpunktschweißungen vorbereitet.

[album]3168[/album]

Nach dem Verschleifen sah das Außenblech schon ganz gut aus. Verzinnen oder spachteln müsste man es jedoch dennoch.

[album]3171[/album]

Viele Grüße
Tobias