Motor geht im Standgas aus (OM366A Unimog 1300L 435)

Arvid

New member
27. Jan. 2014
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Weiß jemand, warum mein Motor (OM366A) manchmal im Standgas ausgeht?
Sonst kann ich keine Leistungsbeeinträchtigung bemerken.
Wenn warm (oder das Problem nicht besteht) läuft er im Standgas mit ca 650 U/min.

Das passiert eher in der kalten Jahreszeit und wird besser wenn der Motor wärmer wird. Leider nicht immer!
Das Problem trat aber auch schon im Sommer auf, aber eher selten.
Oft geht er dann aus, wenn abrupt von höherer Drehzahl (z.B. vor einer rot werdenden Ampel) auf Standgas gedrosselt wird.
Wenn ich langsam drossel fällt er unter 600, hält manchmal ein paar Sekunden bei ~500 und fällt dann doch ab auf 0.

Hatte Dieselpest, deshalb habe ich (so gut wie es ohne Abbau ging) den Tank gereinigt.
Alle Filter gewechselt und einen zusätzlichen Vorfilter (DELPHI 296) eingebaut.
Habe das Gefühl, dass es danach etwas besser geworden ist.
Wenn es aber nur Verstopfung wäre, müsste es sich doch auch auf Volllast auswirken, oder?

Dachte schon daran, das Standgas am Einspritz-Verteiler zu erhöhen.
Komme aber nicht richtig an die Schraube ran und möchte nicht unnötig herumstellen.

Hat jemand eine Idee?

Gruß
Arvid
 
Es könnte sein, das die Vorförderpumpe durch Undichtigkeiten, Luft zieht.
Unter Last 'hustet' das die ESP durch die Düsen durch.

Wenn das Problem nach einer Lastphase auftritt, tippe ich auf zu hohen Saugdruck vom Tank zur Vorförderpumpe.
Filter, Leitungen, Undichtigkeiten, ... ? k.A. Undichtigkeit in der Vorförderpumpe selbst???

Uwe
 
Hallo Uwe,

danke für Deine Nachricht!
Das mit der Luft kann ich nachvollziehen und werde es überprüfen.

Jedoch, wieso "zuviel" Druck? Ich habe eher an zu wenig Druck gedacht.

Grüße
Arvid
 
Hallo
Unter Last 'hustet' das die ESP durch die Düsen durch.
mit Sicherheit nicht.
Wenn warm (oder das Problem nicht besteht) läuft er im Standgas mit ca 650 U/min.
.....
Dachte schon daran, das Standgas am Einspritz-Verteiler zu erhöhen.
richtig, die Leerlaufdrehzahl beträgt mindestens 700U/min, darunter arbeitet der Regler nicht mehr richtig, da er sich im Abstellbereich befindet.
Ein Blick in die BA müsste aber Klarheit verschaffen, wie man die Leerlaufdrehzahl am Truppentransporter nachregelt.
 
... Ich habe eher an zu wenig Druck gedacht. ...
Saugdruck = Unterdruck im Ansaugleitungssystem.

@Helmut
Wenn man über die eingangs beschriebenen Symthome, der wechselnden Leerlaufdrehzahlen nachdenkt, so muss es auch eine Ursache haben.
Eine Erhöhung des Leerlaufs ist nur rumdoktern am Symthom.

Vom M366 habe ich selber keine Erfahrungen, gehe aber mal davon aus, das er eine Bosch-Reiheneinspritzpumpe hat.
Da ich nur eine gärtnerische Ausbildung habe + Hobbyschrauber bin, will ich die folgenden Aussagen nur mit Vorbehalt abgeben.

An meinen 190er + 200/220/240er /8 sowie 123er habe ich in meiner Jugend geschraubt. Später dann an meinem 207D + 210D.

Nochmals über die Eingangsfragestellung nachgedacht ....
Zum Regler, der regelt auch bei niedrigen Drehzahlen korrekt. Selbst bei Startdrehzahl!
Nur die Pumpe könnte, je nach Verschleiß, bei sehr niedriegen Drehzahlen mangelnde Fördermenge + zu späten Einspritzzeitpunkt haben. (schwankende LL-Drehzahl + Absterben)
.... könnte.

Auch etwas Luft im System, oder Dampfblasenbildung durch Cavitation, wäre möglich. Bei ausreichender Fördermenge wird das aber durchgehustet. Die Einspritzdüsen/ventil dürften einen Öffnungsdruck von ca 100-130 bar haben. Da reicht die Fördermenge unter Last aus, 'n bischen Luft mit "durchzuhusten"! Auch wenn sich der Einspritzzeitpunkt dadurch nach hinten verschiebt.
Nach starker Last/Spritverbrauch, könnte das aber zu Irritationen im LL führen.

Eine BA kann helfen, aber nicht das Denken ersetzen.

Uwe
 
Hallo
Eine Erhöhung des Leerlaufs ist nur rumdoktern am Symthom.
so etwas nennt man nicht rumdoktern sondern richtig einstellen, da hilt eventuell ein kurzer Blick auf die Pumpenwerte.
Vom M366 habe ich selber keine Erfahrungen, gehe aber mal davon aus, das er eine Bosch-Reiheneinspritzpumpe hat.
Da ich nur eine gärtnerische Ausbildung habe + Hobbyschrauber bin, will ich die folgenden Aussagen nur mit Vorbehalt abgeben.
An meinen 190er + 200/220/240er /8 sowie 123er habe ich in meiner Jugend geschraubt. Später dann an meinem 207D + 210D.
Nochmals über die Eingangsfragestellung nachgedacht ....
Zum Regler, der regelt auch bei niedrigen Drehzahlen korrekt. Selbst bei Startdrehzahl!
ich habe vom Gärtnerhandwerk leider keine Ahnung, kennen dafür den Unterschied zwischen M-, RSF- und RSV-Reglern. :wink: Wenn der Abstellhebel den Regler nicht ganz frei gibt, arbeitet der Regler eben nicht, insbesondere nicht bei Startdrehzahl, beim Start wird die Leelaufmenge von der Startmenge überlagert.
Wie vom TE beschrieben, tritt das Problem nur bei kaltem Motor auf, dann fehlt einfach die Kraftstoffmenge, eben weil der Regler nicht ganz frei ist.
 
Hallo Helmut und danke für deinen Hinweis auf diesen Threat. Ich muss gestehen, nach dem damals niemand auf meinen Threat geantwortet hat, habe ich vor dem "hochholen" nicht noch mal nach dem Thema gesucht,



Helmut-Schmitz schrieb:
Wie vom TE beschrieben, tritt das Problem nur bei kaltem Motor auf, dann fehlt einfach die Kraftstoffmenge, eben weil der Regler nicht ganz frei ist.

Arvid schrieb:
Das passiert eher in der kalten Jahreszeit und wird besser wenn der Motor wärmer wird. Leider nicht immer!
Das Problem trat aber auch schon im Sommer auf, aber eher selten.
Oft geht er dann aus, wenn abrupt von höherer Drehzahl (z.B. vor einer rot werdenden Ampel) auf Standgas gedrosselt wird.
Wenn ich langsam drossel fällt er unter 600, hält manchmal ein paar Sekunden bei ~500 und fällt dann doch ab auf 0.

genau so ist es bei mir auch. Wobei bei mir die Leerlaufdrehzahl bei etwa 500 war. Ich habe diese nun etwas erhöht und habe das Gefühl, es war danach besser. Mal sehen...
 
Hallo,

erstmal vielen Dank für Eure interessanten Beiträge.
Leider schreiben viele nicht mehr, was die Lösung war (wenn es denn eine gab).
Ich gehöre meist auch dazu!
Heute will ich Euch aber doch die für mich seltsame Lösung schildern:

Nachdem ich weiter nach einer Lösung für mein Problem gesucht hatte,
habe ich zufällig von der Möglichkeit gelesen, den Motor durch Hochziehen des Gaspedals zu stoppen.
(Ich dachte, das geht nur über den Druckknopf neben der Schaltung)

Ich ging zwar in diesem Moment nicht davon aus, dass das die Lösung war, wollte es aber mal ausprobieren.
Ich weiß nicht mehr genau wann es passierte, jedenfalls war es nicht sofort in Ordnung.
Dachte aber, dass es damit zusammen hängen könnte und machte ein paar Versuche.
Eher um den Mechanismus zu verstehen. Leider kommt man nicht wirklich ohne Ausbauen dran!

Brauchte ich aber auch dann nicht mehr! Das Problem war plötzlich weg!
Bis jetzt hatte ich das Problem nicht mehr und benutze das Pedal jetzt immer um den Motor zu stoppen.

Vielleicht weiß jemand von Euch, was da passiert ist.

Grüße
Arvid