Nachbau Schmidt Transportmulde Typ T1 ?

Hallo,

ein paar Infos wären evtl hilfreich um Interesse zu wecken.
Was kostet die Mulde ungefähr?
Wenn ich es richtig verstanden habe, ist sie unten parallel zum Boden um Material aufnehmen zu können, und kippt beim anheben ein um nichts zu verlieren. Ein Auskippen ist also nicht möglich?

Gruß Carsten
 
Hallo Carsten,

die Mulde ist zum leichten Schürfen gedacht, aber nicht so wie ein Erdschieber. Man kann die Mulde verriegeln und Material transportieren. Zusätzlich gibt es eine pneumatische Auslösung um die Mulde zu kippen, wenn sie angehoben ist. Ein Handhebel zum Kippen von Hand gibt es auch.

Zu den Kosten:

Wir werden auch hier das Ei-Henne Problem nicht lösen. Das ist kein komerzielles Angebot, wo ein Unternehmer das Risiko der Vorleistung trägt und Produkte fertigen läßt. Es wird genau die Anzahl gefertigt, für die es Abnehmer gibt.

Demnach werden die Mulden günstiger, je mehr gefertigt werden. Wer es besonders günstig möchte, muss halt viel Eigenleistung erbringen. Sicher sind einzelne Bauteile günstiger als ein komplette Schweißkonstruktion.

Wer meine Projekte hier verfolgt hat, weiß, dass ich mit keinem reich geworden bin und der Kostenrahmen immer im Bereich der Selbstkosten lag.

Die Mulde wird sicher günstiger als die Angebote, die im Umlauf sind. Und diese Mulde ist dann neu und muss nicht von Korrosion befreit oder Teile nachgefertigt werden. dafür ist die aber auch ncht von Schmidt.

Zur Frage, ob die Mulde auch ein FKH ist:
Nein, die Kinematik ist genau auf die Bewegung der Mulde abgestimmt. Es gibt auch keine Fanghaken wie bei FKH üblich.

Die Koordination der Anfragen übernimmt Wolfgang.

Gruß
Markus
 
Hallo Markus,

vielen Dank für die Erklärungen.

Mir geht es bei meiner Frage um den Nutzen für mich. Ein Frontlader wäre schon praktisch, ist jedoch sperrig und geht extrem auf das Material.
Da wäre die Trasportmulde eine leichte und schonende Alternative. Wenn jetzt die Nachfertigung jedoch mehr kostet als ein kompletter Frontlader, wird es grenzwertig, daher meine Frage.
Ich habe noch eine weitere technische Frage dazu. Auf den Bilder ist die maximalhöhe ca. 40cm über Boden.
Die Streben stehen dann in einem ca. 45° Winkel nach oben.
(M)eine Anhängerbordwand ist ca. 90cm hoch. Wenn die Streben somit 70cm länger wären, die Mulde also 50cm weiter oben und weiter vorne, könnte ich den Anhänger mit der Mulde beladen und hätte einen kleinen Frontladerersatz.
Die Länge nach vorne müsste trotzdem noch im erlaubten Rahmen sein (3,5m ab Lenkradmitte?).
Mir ist bewusst das es dann nicht mehr original ist, evtl. müsste dieser längere Halter dann selbst hergestellt werden.
Die Kraft des Zylinders sollte bei z.B. Hackschnitzeln trotzdem ausreichend sein, nasser Sand wird vll zu schwer?
Ist das eine realistische Anwendung, oder übersehe ich was?

Gruß Carsten
 
Hallo,


ich habe mich immer gefragt, ob bei der Verwendung einer Frontmulde die Montage der Rahmenunterzüge:

https://www.unimog-community.de/phpBB3/befestigung-unterzuge-beim-411-t73071.html

wie sie als Verstärkung bei den älteren Rahmen verwendet worden sind, nicht sinnvoll sein könnte.


Gruß

Rolf

(der sich noch in äusserst schwierigen Verhandlungen mit dem Haushaltsvorstand befindet: "Noch eine Schaufel - du hast doch schon eine!")
 
Rolf_Lieber schrieb:
(der sich noch in äusserst schwierigen Verhandlungen mit dem Haushaltsvorstand befindet: "Noch eine Schaufel - du hast doch schon eine!")

Haha, das sage ich auch immer... - bei Schuhen, Klamotten etc. :lol:

@Carsten: Ich koppel meine Mulde nachher noch mal an und mache Fotos und messe die Ladehöhen etc.

Gruß Sebastian
 
Hallo Rolf,

ab 61 sind doch sowieso die stärkeren Rahmen verwendet worden, da war auch mit Frontlader kein Unterzugrahmen vorgesehen, aber bei den Fahrzeugen vor 61 würde ich unbedingt dazu raten.

Ich glaube auch, das vielen Suchenden dieser Beitrag hier nicht bekannt ist. Ich habe in den letzten Tagen mit einigen gesprochen die eben gar nicht wussten das es diese Nachbauaktion gibt. Da wäre es interessant bei Ebay Kleinanzeigen mal eine dementsprechende Anzeige zu schalten.

Ich würde übrigens auch sehr gerne eine Mulde nehmen. Und mein Angebot das Material zu besorgen und Lasern zu lassen(zu einem guten Kurs steht weiterhin).
 
Hallo "MOG" Freunde,

mhame schrieb:
Wir werden auch hier das Ei-Henne Problem nicht lösen. Das ist kein komerzielles Angebot, wo ein Unternehmer das Risiko der Vorleistung trägt und Produkte fertigen läßt. Es wird genau die Anzahl gefertigt, für die es Abnehmer gibt.
@ Hannes
Danke für Dein Interesse und Angebot.


Ich wiederhole nochmal: Die Nachfertigung der Transportmulde soll nicht Kommerzielle vermarktet werden.
Das Projekt wird nur hier an Interessierte Unimog-Community Mitglieder angeboten.
Die Interesse angemeldet haben bekommen von mir Info PN.

Gruß
Wolfgang
 
Hallo zusammen,
für alle, die die Transportmulde mal „in Aktion“ sehen wollen, habe ich ein kurzes Video aufgenommen:
[youtube]hLo42lDEOkw[/youtube]
Ich hoffe, die Verlinkung funktioniert.

Gruß Sebastian
 
Hallo Sebastian

Danke für deine Einstellung des Filmes !

Genau so was hab ich mir vorgestellt vielleicht auf einer Breite von 1800 mm wie die spur vom 406/417er
perfekt ! Die Farbe ist genau meins und eine Vorrichtung zum einhängen in die Schmidplatte !

Gruss Ingo
 
Hallo Wolfgang (imkermog),

ich möchte mich hiermit in die Liste derer eintragen, die sich für die Transportmulde interessieren.

Viele Grüße
Ralf
 
Hier die Angaben aus dem französichen Katalog:

Hubkraft:
350kg mit Pneumatikzylinder
500kg mit Hydraulikzylinder

Höhe: 60 cm
Arbeitsbreite: 120cm
Hubhöhe: 70cm

Gruß
Markus
 
Servus,

wie lange wurden die Mulden eigentlich gebaut?

Vom ersten Böhringer bis zum letzten 411?

Gruß Andreas
 
Guten Morgen, Andreas,
das weiß ich leider nicht. Ich habe aber mal gehört, dass nur um die 600 Stk. gebaut wurden. Meine ist aus dem Jahr 1966 und hat die Fabrik-Nr. 585.

Gruß Sebastian
 
Hallo Sebastian,

Glückwunsch zu dieser tollen Leistung und dem Nachbau der Mulde.
Es muss nicht immer alles original sein, sondern vom Funktionsprinzip seinen Nutzen erfüllen.
Praxis zählt. und wenn man es nicht wüsste könnte man annehmen, es sei eine originale.

Auch dein Film zeigt wunderbar das Funktionsprinzip.
Ich hatte auch schon überlegt eine Abwandelung in Kombination mit meinem BAAS FKH an der Schmidt Anbauplatte zu bauen.
Mein FL2L lässt den 421er zu Kopflastig beim Arbeiten schwingen.

Grüße Oliver
 
Hallo Oliver,

was lässt dich daraf schließen, dass Sebastin die Mulde nachgebaut hat?

Meine ist aus dem Jahr 1966 und hat die Fabrik-Nr. 585.

Nr. 585.... das wären ganz schön viele Nachbauten...

Sebastian hat eine originale Mulde T1 von Schmidt. Diese und eine weitere sind unser Muster. Wilfried und ich erstellen zur Zeit die CAD Modelle und sind so gut wie fertig. Dann erstellen wir eine erste Kostenkalkulation.

Gruß
Markus
 
mc.lean schrieb:
Hallo Sebastian,

Ich hatte auch schon überlegt eine Abwandelung in Kombination mit meinem BAAS FKH an der Schmidt Anbauplatte zu bauen.
Mein FL2L lässt den 421er zu Kopflastig beim Arbeiten schwingen.

Grüße Oliver

Hallo Oliver,


ich habe auch den Baas Frontlader für die Schmidt-Platte am 411.

Der taugt meines Erachtens ausschliesslich für das "hohe" Verladen auf eine Pritsche über die geschlossenen Bordwände (mit montierter Erhöhung).

"Arbeiten" konnte ich damit eher nicht - und das bei montierter Heckwinde als Gegengewicht.

Eher schon ohne Schaufel als Montegekran brauchbar.


Gruß

Rolf
 
Moin,
Markus hat natürlich Recht, meine Mulde ist Original. Aber ich denke, der Nachbau wird genauso aussehen :D

Den FL2 habe ich auch, allerdings ist ja schon die Montage eine Qual. Ich habe meinen noch nie komplett angebaut. Erst muss meine neue Halle mit Seilzug fertig werden... ;-) Die Mulde (auf einem Rollbrett) ist dagegen in wenigen Minuten angebolzt - ohne Kran, Seilzug etc. mit nur einer Person.

Gruß Sebastian
 
Hallo Rolf und Sebastian,

danke für eure Nachrichten.

ich habe tatsächlich zwei Anbaugeräte
Einen Schmidt Baas Frontlader FL2L, mit den o.g. genannten Problemen
und einen Baas Frontkraftheber für die leichte Schmidt Anbauplatte, der eher selten ist. An genau diesen möchte ich nun eine Schaufel montieren, um Erdreich zu schieben oder zur Verlagerung aufzunehmen (nicht auf Anhänger zu laden!)
Hier ein Bild, damit man es sich besser vorstellen kann. Ist ja auch extrem selten, weshalb es auch so gut wie keine Infos im netz darüber gibt.
20201228_092630.png

Grüße Oliver
 
Hallo,

kurzes Update, die Unterlagen sind zu 95% fertig. Wir sind auf der Zielgraden der Papierarbeit.

Als Hinweis:
Es gab die Mulde in zwei Ausführungen.

- mittiger Anschlag vor dem Fahrzeug
für allgemeine Transportaufgaben

- seitlich versetzt am Fahrzeug
für Arbeiten mit dem Wegebaugerät, so dass bei der Rückfahrt das lose Schüttgut der auf der Hinfahrt
geschnittenen Bankette aufgenommen werden konnte und Leerfahrten entfielen.

Also sind die versetzten Mulden bevorzugt aus einer Kombination mit dem Wegebaugerät. Mit diesen Mulden kann man auch dicht an seitlichen Mauern arbeiten.

Je nach version müssen nur die Anschläge an der Mulde verschoben werden und zwei große Verstärkungsplatten statt einer großen und einer kleinen verwendet werden.

Bei Bausätzen ist diese egal und kann beim Schweißen entschieden werden.

Gruß
Markus
 
Hallo,

zu den Varianten habe ich auch noch eine technische Frage.

Ich kann die Traversen an der Anbauplatte in verschiedenen Löchern verbolzen.
Entweder so, dass die Traversen parallel liegen, dann hebt die Mulde parallel zum Boden.
Oder nicht parallel, dann kippt die Mulde beim Anheben etwas nach hinten/innen, um Schüttgut zu transportieren.

Ist das auch bei dem Nachbau so, bzw. habe ich das so richtig verstanden?

Gruß Carsten