Neulingsfragen zum Unimog 421

Servus,

Mr. Murphy kenne ich, aber man darfs ja mal versuchen ;-). Und überhaupt, so ein Mercedes
Diesel ist doch eh nur durch zu wenig Wasser,Öl oder Diesel zu stoppen.
Mit meinem 190er (der "verblichen ist) bin ich bis auf selbstverschuldetet Ursachen immer
ans Ziel gekommen.

Aber ich zitiere mal den ADAC:

"(...)Geschützt sind Fahrzeuge mit bis zu 9 Sitzplätzen (einschließlich
Fahrerplatz), bis zu 2,55 m Breite, insgesamt bis zu 10 m Länge, bis zu 3 m
Höhe und bis zu 3,5 t zulässigem Gesamtgewicht, in der Zulassungsbescheini-
gung I (Kfz-Schein) eingetragene Wohnmobile bis zu 3,2 m Höhe und bis zu
7,5 t. Alle ange­ ebenen Maße gelten einschließlich Ladung. Nicht geschützt
sind: Schrottfahrzeuge, polizeilich beschlagnahmte/sichergestellte Fahrzeuge(...)"

Daraus würde ich schliesen, ab 3,5 to muss es ein Womo sein.

cu

Johannes D.

PS: Das Kleinteil das man braucht hat mann eh zwei Stunden vor der Abfahrt weggeworfen
weils seid drei Jahren im Weg liegt
 
Hallo Johannes,

da habe ich mich wohl unklar ausgedrückt. Auch unter der originalen Pritsche würde der Hkh höher ausfahren, genau deshalb hat die Pritsche hinten einen integrierten Einlegeboden, der herausnehmbar ist.
Also gibt es bei dir mehrere Möglichkeiten/ Alternativen...zum einen natürlich den Umbau bzw die Verwendung einer originalen Pritsche die den Einlegeboden hat, allerdings auch kleiner ist als die jetzige.
Oder die Verwendung deiner aktuellen Pritsche und falls diese keinen Einlegeboden hat, diese umzubauen auf dieses Einlegeboden.
Die Originalpritsche gibt es in sehr guter nachgebauter Qualität bei einschlägigen Anbietern.
Eventuell kannst du dann deine Pritsche auch an jemanden verkaufen der mehr Platz braucht.

Zur Überführung würde ich einfach einen kleinen "Notwerkzeugsatz", ein paar Schlauchschellen, verschiedene Kühlerschläuche, ein paar gängige Schrauben mit Muttern, ein Spanngurt und natürlich Betriebsstoffe (Motoröl, Bremsflüssigkeit) mitnehmen.
Meist ist es so, das das was man dabei hat nie gebraucht wird :wink:

Ich selbst habe meinen 421er über 600km auf Achse überführt, auch auf der Autobahn, das macht aber nur Spaß so lange von hinten keine 40tonner angerauscht kommen, da hilft nur kurz rüber auf die Standspur, wenn Platz ist und vorbeilassen. Eine Erfahrung die ich auf jeden Fall einmal machen wollte, aber das reicht, ein zweites Mal muss nicht sein.
Aber wenn er deine Strecke gut läuft sollte er auch später keine Schwierigkeiten machen.
Auf jeden Fall natürlich alle Betriebsstoffe (Motor, Getriebe, Achsen, Bremsen) vor der Abfahrt kontrollieren und ggf. füllen.

Viel Spaß und Grüße

Ralf
 
Servus,

Ralf, danke für Deine Infos. Über den HKH kann ich mir noch ausführlich Gedanken machen,
wenn er bei mir daheim steht *g*.

Was mir eingefallen ist, (keine Ahnung ob das realistisch wäre). Die leere Brücke einfach
im Ganzen anheben, an den vier Ecken entsprechende Stützen einbauen um so dem
HKH den nötigen Freigang zu gewährleisten.
Wenn ich mit angebautem Dreipunkt gerät die Pritsche nicht oder nur sehr eingeschränkt
nutzten kann wäre das OK wenn ich mir so einen großen / teueren Umbau spare und
das abnehmen der Pritsche sparen kann.

Leider ist meine Anleitung noch nicht angekommen :-( (hat aber auch was gutes, ich
hab zuerst die falsche bestellt, was ich jetzt noch leicht korrigieren konnte).

Den Reifendruck würde ich gerne kontrollieren / korrigieren, ich denke für die weite Fahrt
währe wg. Verbrauch und verschleiss ein relativ hoher Reifendruck vorteilhaft.
Auf welchen Wert soll ich da gehen?
Es sind MPT Reifen montiert die Größe müsste 10.5-18 sein mit 10 oder gar 12 PR.

cu

Johannes D.
 
Johannes,
der Unimog ist kein Kamel,dem man einmal ins Maul schaut und ein Faß
Wasser hinstellt.
Du wirst Dir vor so einer Reise die Finger richtig dreckig machen.

Offene Checkliste ...bitte ergänzen.

Motorraum:
Keilriemen i.o, Kühlwasserschläuche i.O ,Scheuerstellen Kabel /Leitungen.
Lüfterrad Lagerspiel testen.
Ölstande i.O , auch Hydraulik

Antrieb:
Portalachsen an Kontrollschraube auf Ölstand setzen (alle 4)
Siebfilter unter Beifahrerseite Fahrerhaus reinigen(dann weist Du zumindest ob sich viel Dreck ansaugt)


Nimm dein Navi mit und gib -Autobahn meiden ein-

Schnell/Bundesstraßen sind gefährlich genug.
Selbst wenn Du auf der Autobahn 50+ km/H schaffen solltest kennst Du das Fzg kein bischen und der Mog kennt Dich auch nicht.
Bei wechselnden Fahrzuständen wirst Du alle paar Kilometer aussteigen
und dich über Temperaturzustände der Achsen und der Schubkugelgehäuse auf dem laufenden halten .
Anhalten mußt Du schon deshalb um am heißen Fahrzeug die Wasser-/Öltropfen auf dem Boden zu sehen.

Besser ist das.

Gruß Uwe
 
Servus Uwe,

vielen Dank für die Tips.

Keilriemen und Schläuche im Motorraum waren augenscheinlich OK, unter dem Fahrzeug
waren keine Flecken zu sehen.
Natürlich werde ich vor der Abfahrt noch mal ein prüfendes Auge auf alles werfen.

Leider habe ich keine Anleitung zum Mog (noch nicht, bestellt hab' ich die schon am Montag).

Bei den Portalchsen nehme ich mal an, das der Ölstand bis zur Unterkante Kontrollschraube
stehen soll? Wo genau finde ich die Kontrollschraube? (nicht das ich Öl ablasse statt aufzu-
füllen).

Für was ist der Siebfilter auf der Beifahrerseite?

Regelmäßig Stops um das Auto zu kontrollieren wollte ich ohnehin durchführen.

Wg. "gefährlichkeit" der Autobahn / Schnellstrasse. Ich war bisher mit "langsamen Ge-
fährten" (72 Diesel PS gegen nen großen Wohnwagen) lieber auf der Autobahn unter-
wegs als auf der Landstrasse.

Die Autobahnen die ich fahren werde, sind gut ausgebaut, da ist es im Zeifelsfall leichter
auszuweichen oder auf dem Standstreifen anzuhalten als auf der Landstrasse.

Lt. Verkäufer wurde kürzlich ein "großer" Kundendienst gemacht bei dem auch alle Öle /
Flüssigkeiten getauscht wurden, bis jetzt habe ich keinen Grund daran zu zweifeln.
Kontrolle ist natürlich besser, da hast Du vollkommen recht.

Kannst Du was zum Reifendruck sagen? Mit welchem Verbrauch ist denn auf einer
Fahrstrecke von 250 km zu rechnen?

cu

Johannes D.
 
Moin moin,

Thema Verbrauch. Ich hab kürzlichen meinen U1000 ca.250 KM auf der Autobahn nach Hause geholt.

Ich habe Ihn beim abholen ganz voll getankt und bin immer ca. 70 - 75 Std/KM schnell gefahren und habe zu Hause ziehmlich genau 40 Liter getankt.

(Achso, am Abholort 2 min bis BAB und dann wirklich 250 KM BAB bis zu meiner Abfahrt und 5 min Bundesstr. bis nach Hause )

Weis nicht ob das Hilft oder überhaupt vergleichbar ist :)
MfG

Stefan
 
Hallo Kollegen,
wo bekomme ich einen nachbau des original heckkraftheners her?
hat jemand von euch zeichnungen um diesen originalen ggf. selbst nach zu bauen?
hat jemand zeichnungen vom original forontkraftheber?
Gruss torsten
 
Hallo Torsten,
was möchtest du? Einen Heckkraftheber oder suchst du fertige Arbeit?
Mach dir doch bitte die Mühe und greif mal in die Tasten von deinem PC.
Die SuFu hier im Forum und Google werden dir sicher eine Lösung die deinen Vorstellungen entspricht präsentieren. Vom fertigen Nachbau bis zu unkonventionellen Eigenlösungen gibt´s alles.
Sorry das musste sein, Bequemlichkeit unterstütze ich nicht.
MfG Olaf
 
Hallo Johannes,
Glückwunsch zum Mog. Sieht gut aus, bis auf die zusatzanbauten. :lol:
Mit dem Heimholen auf eigener Achse habe ich vor 6 Wochen sehr schlechte Erfahrungen gemacht.
Wollte meinen 421 von Kaiserslautern nach Mainz fahren. Bin aber nur 300m weit gekommen. Nehmerzylinder von Kupplung hatte dicke Backen gemacht. Haben zwar noch neue Dichtung eingebaut, bei minus 12 Grad, aber das half auch nicht. :twisted: Also Rückwärtsgang ohne Kupplung und zurück in den Hof zum Verkäufer. :( Habe dann einen Transport organisiert über einen Baumaschinenverleiher.
Der hat mich zwar 250 Euro für knappe 90 km einfach gekostet aber bevor noch mehr kaputt geht.
Wünsche dir bei deinem Heimweg mehr Glück. Vor allem lass dir Zeit. Nur nichts überstürtzen. LG Christopher
 
Servus

ich habe vor 3 wochen mein 421er ca 200km Bundesstraße von Freiburg ins seine alte Heimat das Murgtal geholt 3 std. war ich unterwegs ohne Probleme.
Es hat Spass gemacht aber ich war dann doch froh als ich zuhause war.

MfG

Emanuel
 
Servus,

so, so langsam höre ich wieder etwas ;-). Bei Reisegeschwindigkeit entwickelt der Mog
ja doch eine gewisse Geräuschkulisse. Am lautesten hat der Handbremshebel geklappert,
entweder festhalten oder vorne wo er gegen den Knebel der Schaltkulisse stößt etwas
unterlegen.

Insgesamt waren es ca 270 km. Nach etwas Eingewöhnung von mir lies sich der Unimog
sehr schön fahren (allein der penetrante Geruch nach Duftbaum war unschön) und hat
keine Probleme gemacht.
Nichts ist überhitzt oder kaputt gegangen.

Leider musste ich unterwegs feststellen, das er jetzt etwas Öl (Könnte auch Diesel sein)
tropft. Nicht viel aber ein bisschen. Eigenartiger weise war sein Standpaltz (heller Schotter)
sauber.
Ich konnte die Leckage so auf Anhieb nicht ausmachen. Da es aber nur ein paar Tröpfchen
waren, war eine Weiterfahrt unproblematisch möglich.

Nach einigem Herumprobieren habe ich auch die richtigen Hebel-Stellungen gefunden
um das Vorschaltgetriebe zu aktivieren. Wenn es eingelegt ist, wird das Getriebe
deutlich lauter, so in etwa das Geräusch von ZF Getrieben. So eine Art Jaulen, aber
das ist wohl normal wie ich schon im Forum lesen konnte.

Wegen diverser Zwischenstops zu Kontrolle (immer schön Parkplätze nehmen nach
denen es möglichst nicht bergauf geht) haben wir gut 6 Stunden gebraucht, sonst wären
es natürlich nur 3 gewesen ;-).

Lt. Navi läuft der Mog 62 km/h der Mog-Tacho sagt dann was von 55 und der Auto-Tacho
so ca 65. Warum da 67 eingetragen sind ist etwas unklar, evlt. ist da im Zuge des Motor-
umbaus was falsch übernommen worden.
Bei Belastung qualmt der Motor leicht, zieht aber echt gut durch ich gehe stark davon aus,
dass einfach die ESP recht gut eingestellt ist.

Eine kleine Panne gabs beim bzw. nach dem Tanken, da wollte der Mog nicht mehr an-
springen. Ich hatte zu erst vergessen den Handgashebel aus der 0-Stellung zu drehen
und dann war die Batterie durch langes Orgeln zu schlapp.
In weiser Voraussicht hatte ich im Begleitfahrzeug ein Starthilfekabel und eine Optima Red Top
als Stromspender mitgenommen. So lies sich der Kleine dann doch überreden anzu-
springen.

Das im Mog aufgeklebte Schaltschema zeigt tatsächlich ein 4-Gang-Getriebe, ich werd
mal versuchen ein Foto zu machen und es einzustellen.

Einen schönen Wochenanfang wünsche ich euch

Johannes D.
 
Hallo Johannes,

super das es geklappt hat. Die alten Mogs kannst du auf Strecke nur mit Ohrenschützer fahren, schade das du keine dabei hattest.
Wenn der Mog lange gestanden ist oder nur kurze Strecken bewegt wurde, kann es jetzt auf langer Strecke gut sein, das er etwas tropft, würde ich mir keine große Gedanken machen, bei dem Alter......einfach die Stelle lokalisieren und ab und an etwas nachfüllen.
Das das Vorschaltgetriebe jault ist eigentlich normal, zumindest keine ich kein Unimog Getriebe, das das nicht tut.

Weiter viel Spaß damit, denn der fängt jetzt erst an, was man da alles an- und umbauen kann.. :wink:

Grüße
Ralf

PS. zur genauen Definition der Geschwindigkeit, bei welcher Drehzahl hattest du die 62 km/h drauf? Meiner lief bei 3000 U/min (laut Drehzahlmesser) die 67 km/h. Bei 3500 U/min (laut Drehzahlmesser) kam er auf gut 80 km/h, allerdings nach dem Umbau auf 12.5x20 Reifen.
 
@ Barry,
entschuldige bitte ich möchte niemandem unnötig zur Last fallen. Jedoch bin ich entweder ich nicht fähig oder ich komme mit der Suche hier im Forum nicht klar.
Ich hatte ca. 45 Minuten versucht nach einem Frontkraftheber zu suchen. Habe auch unter "Biete" einen Zeichnungssatz gefunden (jedoch weis ich nicht ob das ein original Nachbau ist). sonst nicht viel. Gibt es eine erweiterte Suche mit der ich alle Foren auf einen Schlag durchsuchen kann?
Jedoch kann man mir sicherlich nicht Faulheit vorwerfen werden. Ich hätte sicherlich nicht gefragt wenn ich etwas gefunden hätte.

Ich werde ein neues Thema zu meiner Frage eröffnen

@Alle
Solltet Ihr einen Zeichnungssatz von einem originalen Front- / Heckkraftheber für einen 421 / 406 oder 425 haben lasst es mich bitte wissen. Auch suche ich eine Bezugsadresse woher ich einen Originalen bzw. originalen Nachbau für den 421 / 406/ oder 425 beziehen kann.

Danke für die Hilfe.
 
@Ralf
Der Unimog hat keinen Drehzahlmesser. Der OM616 mit 52 PS sollte eigentlich
3000 um/min maximal machen, daran würde ich jetzt auch mal nicht zweifeln,
werde es bei gelegenheit mal nachmessen.
Es sind 10.5-18 Reifen montiert.

Gabs den Drehzahlmesser original oder hast Du den nachgerüstet?

cu

Johannes D.
 
Johannes,
freut mich ,daß die Fahrt gut lief.
Schau noch mal auf die Reifen,da sind 12,5x18 drauf und dann läuft der
laut Tabellenbuch 63km/h /3000 U/Min
67km/h / 3500 U/Min bei Übersetzung 8,8


Gruß Uwe
.
 
Servus,

@Uwe
Jetzt ist ja schon dunkel draussen, aber ich bin mir sicher, das da 10,5-18
Reifen drauf sind.

Hab heute nen kleinen Ausflug zum Tanken und einen Abstecher in den Wald
gemacht, damit sich der Mog schon mal drann gewöhnen kann:

wald1.jpg


Hier noch eine schlechte Aufnahme vom Schalt-Schema:

getriebe.jpg


Beim ersten Tanken hab ich nicht recht acht gegeben wie voll ich den Tank
gemacht habe. Daher nur recht ungenau die Verbrauchserrechnugn von
ca 16l.

gute Nacht

Johannes D.

EDIT: Hab ich gestern noch ganz vergessen, meinen steilen Waldweg den ich mit meinen
HR Schleppern solo oder mit kleinem Anbaugerät noch hochkomme (Antriebsräder rutschen
schon leicht) bin ich mit dem Unimog nur mit Allrad hoch gekommen.
Vor der Strasse hab ich den Allrad wieder raus gemacht, kam dann aber die "Kuppe"
auf die Strasse ebenfalls nich hoch (komisch warum fährt er denn nicht).
Ohne Gewicht auf der Pritsche scheint die HA ja keine so sehr gute Traktion zu haben.
Das hatte ich mir aber schon fast gedacht (ich kannte es bisher aber nur von nem
leeren Ford Transit mit Heckantrieb).
Mit Allrad (aber ohne Sperren) war das alles kein Problem
 
Hallo Johannes,

der Drehzahlmesser war original eingebaut.

Grüße

Ralf

@krahola, z.B. www.univoit.de