Novize: Drehmoment nach Vorgelege/E-Nabenmotor

Hallo Robert,

da bin ich auf ausführliche Berichte gespannt, vielleicht kann ich dabei auch noch weiter unterstützen. :spitze

Noch einmal zurück zu Deinem / Eurem Holzereinsatz.
Wieviel Diesel jagt Ihr an so einem arbeitsreichen Tag durch den Auspuff?
In welchem Gang kannst Du mit Deinem 12to Anhänger fahren?
 
Hallo Jürgen,

bei mir ist das bisher sehr überschaubar, ich habe die letzten Jahre nur noch Polterholz gekauft. Das lag dann immer am Wegrand, hier musste ich es nur mit meinem elektrisch angetriebenen Seilkran (12V Bergewinde mit max.1,5t Hubleistung) verladen. Die Laufzeit der Winde habe ich nie beachtet, es wurde einfach immer wieder der Mog gestartet damit die Batterie nicht leer wird. Einmal ist mir dass passiert, und weit und breit war niemand im Wald zum überbrücken, da kam Hilfe über 15 Km gefahren.
Eventuell kann ich diese Saison etwas mehr zum Verbrauch beim Rücken sagen, habe mir eine Winde gekauft die mit der ZW läuft. Diese ist E-Hydraulisch, somit muss der Mog die ganze Zeit wenn ich mit Ihr arbeite laufen.

Es handelt sich bei mir um keinen 12t Anhänger, ich wollte damit sagen dass so ein Gespann beim ein oder anderen schnell 12t hat, bei mir hatte es das früher auch. Das war zu Zeiten mit grüner Nummer und zwei Anhängern und vollem Mog.
Seit ich mit schwarzer Nummer unterwegs bin habe ich normal einen 1,5t Anhänger und komme mit dem Mog 3,5t auf ein Gespanngewicht von 5t.
Gefahren bin ich mit 34PS (Motor hatte diese Leistung nicht mehr) und den ca. 12t in der Ebene im 3 Gang stieg es leicht an, ohne es zu erkennen musste auf den 2 geschaltet werden, viel es etwas konnte ich durchaus den 4 und 5 einlegen.
Heute mit der Mehrleistung könnte ich diese 12t Fuhre auch im 6 Gang fahren. Wenn ich mit ca. 5t unterwegs bin brauche ich ca. 15l /100Km. da fahre ich aber auch ordentliche Steigungen im 6 Gang.

Über den Verbrauch beim Spalten mit dem Mog kann bestimmt Sebastian etwas sagen, ich spalte mit einem Hanomag R16 Da liegt der Verbrauch bei geschätzten 1,0- 1,5l die Stunde, ich habe manchmal den Eindruck der Tank wird während der Arbeit voller :lol: , habe es tatsächlich noch nie gemessen was er pro Stunde braucht. Es kommt ja auch auf den Spalter an, Kraft und Geschwindigkeit. Hier gibt es bestimmt Leute die auf Grund Ihrer Erfahrung mehr dazu sagen können.

Gruß Robert
 
Hallo Sebastian,

der Preis für den Motor und die Steuerung wird grob bei ca.10 000€ liegen.
Zu Deiner Aussage:

"Was das Getriebe angeht: Vielleicht wird es irgendwann mal so ein einfaches Verteilergetriebe für Vorder und Hinterachse geben, an dem man direkt einen Motor anschrauben kann. Quasi so ein Pendant zu der Haas-Glocke für die Dieselumbauten beim 404. Das würde wahrscheinlich vielen Leuten Türen öffnen."

So ein Getriebe wird es vermutlich nie von der Stange geben, es ist schon ein Aufwand das zu realisieren, und dann kommt noch der TÜV!!! Wird es gelingen diesen Umbau zu legitimieren?
Für mich kann ich mir diese Variante vorstellen, der Mog soll nur möglichst leicht werden und nicht zum Arbeiten sein, nur Spazierfahrten ohne Lärm sprich Gehörschutz.

Die einfachste und sicherste Variante dürfte es sein wie es Jürgen gemacht hat, nur den Motor tauschen, dann bleibt auch die Zapfwelle erhalten. Über diese kann dann alles erledigt werden, Anbaugeräte oder eine Hydraulikanlage betreiben für Kraftheber oder sonstige Anwendungen.

Gruß Robert
 
Hallo Robert,

mich hätte die tatsächliche absolute Dieselmenge interessiert, die so für einen Deiner Tage anzusetzen ist. Die 15l/100km helfen ja nur wenn iich auch die zugehörige Entfernung kenne.
Hast Du schon einen speziellen Motor im auge. wenn Du den Preis inkl Steuerung angeben kannst.
Im Vergleich zu meinem Ansatz scheint die Antriebseinheit gut drei bis vier Mal soviel zu kosten. Bei dem direkt Antriebskonzept harmonieren das High Torque Verhalten für die Zugkraft und die hohe Drehzahl für die adequate Endgeschwindigkeit nicht so richtig.
 
Hallo Jürgen,

ich habe Entfernungen die durchaus 25Km einfach sein können.

Nein ich habe keinen Konkreten Motor im Auge, meine Aussage bezieht sich auf Preise die ich bei Firmen im Netz gelesen habe. Da es bisher nur Gedankenspiele sind habe ich hier auch noch nicht wirklich viel investiert, der E- Antrieb kommt für mich auch nur in Verbindung mit einer Solaranlage auf dem Hausdach in Frage und genau da bin ich noch wankelmütig.
Nun bin ich aber schon überrascht dass Dein Konzept so viel günstiger ist, da wären wir ja dann bei nur 3- 5000€?
Bei meiner angedachten Anwendung im 411 braucht es keine hohe Zugleistung es müsste nur der 1,8t Unimog vernünftig bewegt werden. Für die Arbeit habe ich ja meinen zweiten Mog mit ausreichend Leistung.

Die Getriebekappung werde ich noch genauer betrachten, wäre mal wieder ein Bastelthema. Dann wäre eventuell ein OM603 im 411 möglich, wäre bestimmt auch witzig, vor allem wäre das Schalten mit einem Modernen Getriebe schon schöner als mit dem original Getriebe.

Gruß Robert
 
Hi.

Grobe Schätzung.. 50km hin/zurück macht ca. 8l, 8h Arbeit mit 4kW Elektrohydraulik bei 50% Leistungsdauer 16kWh

Wirkungsgrad oller Benz-OM 35%, ergibt grob 28kWh.. zusammen also grad mal das Akkupedant einer mittleren Renault Zoe. Rund 300 Kilo...
 
Hallo Klaus,

ich sehe, es beschäftigen sich immer mehr mit dem Thema zumindest konstruktiv gedanklich.
Ich bin gespannt, wann wir das 1. (offene) E-Unimog Treffen veranstalten können.

Größenordnungsmäßig stimme ich Dir bei Deinen Werten zu. Natürlich soll man die Akkus nicht ganz leer fahren also würde ich hier auch wie bei mir auf die 35 - 36 kWh gehen. Gewichtsmäßig liegt mein 36 kWh Akku bei 320 Kg .
 
Hallo Robert,

meine Antriebseinheit, Motor + Controller, haben Ende 2019 keine 4000 Eur gekostet. (Naja, so gerade keine)

Wie versprochen habe ich mir jetzt meine Simulation für Deinen Spass 411 angeschaut.
Hierbei bin ich von den schönen 10.5x18 Reifen mit Straßenlufdruck ausgegangen. Da wir auch beim Spassfahren nicht nur in der Ebenen unterwegs sein wollen habe ich eine übliche Steigung von 12% angenommen, bei der der Mog noch anfahren soll.
Bei einem tatsächlichen Gewicht von 2000 kg wird unter den genannten Bedingungen am Getriebeausgang ein Drehmoment von 152 Nm benötigt. Bei dem zGG 3500 kg des 411 steigt dies auf 266 NM.
Sind wir dann losgefahren und haben es geschafft auch ein wenig in der Ebene zu Beschleunigen wird für die bisherige offizielle Höchstgeschwindigkeit von 53 km/h nur noch ein Drehmioment von 42 NM und eine Leistung von 13 KW bei 2000 Kg benötigt . Bei 3500 Kg sind es dann 56 NM bei 18 kW .
Dies bedeutet, das mein 25KW Motor hier durchaus im direkten Antrieb eine Chance hätte. Tatsächlich kann ich im höchsten Gang mit meinem TrialMog anfahren allerdings kann ich derzeit nicht sagen bis zu welcher maximalen Steigung .
 
Hallo, das schöne an e-Motoren ist ja das maximale Moment bei Drehzahl 0. allerdings wird da dann auch ein sehr hoher Strom gezogen den der Wechselrichter und die Batterie auch liefern muss.
Direktantriebe mit >1000Nm sind durchaus für LKW und Busse zumindest in Entwicklung wenn nicht sogar schon in Serie. Aber dann auch mit mehr als den 25kw, eher Faktor 5 bis 10 mehr. Bei nabenmotoren hat man auch den unschönen Effekt die ungefederte Masse deutlich zu erhöhen. Belastung für den Motor ist daneben auch deutlich höher. Bin gespannt was daraus wird.
Gruß Peter
 
Hallo Peter,

da hast Du durchaus Recht.
Natürlich gibt es Motoren mit über 1000 NM aber eben dann wie Du richtig schreibst mit entsprechender höherer Leistung und natürlich auch entsprechend höherem Gewicht, so dass der Vorteil des "Getriebe ausräumen" gleich wieder zunichte gemacht wird.
 
Hallo Jürgen,

das sieht alles ja gar nicht so schlecht aus wie ich befürchtet habe. Dann bräuchte ich wenn ich meinen 1,5t Anhänger mitnehme eine Leistung von ca.23KW.
Mit dieser Leistung wäre der Mog ja dann in etwa von den Fahrleistungen wie mit dem OM636, nur eben leiser!!!
Liege ich richtig dass ich dann mit einem 25KW Motor und 38KWH Speicher bei 50Km/h mit dem 2t Mog eine Reichweite von etwa 120Km hätte.

Gruß Robert
 
Liebe Freunde vom Elektromog,

letztes Jahr habe ich mir von einem professionellen Umrüster auf Elektroantrieb ein Angebot für meinen 411er machen lassen. Sein Vorschlag war eim 25kW-Motor (incl. Steuerung ca. 5 TEUR) am vorhadenen Getriebe und für ca.200 km Reischweite ein Akku vom ca. 50kWh (ca. 380 kg). Was mir eineigermaßen realistisch erscheint. Gestorben ist das Projekt dann vorerst am finaziellen Aufwandt für die Akkus (ca. 20 TEUR). Aber ich träume imer noch davon.
 
Hallo Mogler,

nun haben wir die Variante ohne Arbeits- Wintereinsatz !

Wie sieht es nun aus wenn ich im Winter unterwegs bin, da kommt dann noch eine Heizung dazu, die Getriebe brauchen wesentlich mehr Leistung.
Ich fahre wenn ich Polterholz hole im Regelfall 3x in den Wald. Bei 20Km einfach komme ich dann auf 120km/ Tag. Dann habe ich meinen elektrisch angetriebenen Kran laufen noch mal ca. 1,5Kwh 3h lang.

Leerfahrten mit ca. 2900Kg Mog mit Kran und Werkzeug plus 300Kg Anhänger macht 3,2t und ca. 18KW Leistungsbedarf
Beladen 5t macht ca. 23,5KW Leistungsbedarf.

Wenn ich nun ca.3h Fahrzeit für die 120Km ansetze komme ich auf einen Verbrauch von 62KWH
Nun kommt noch der Kran mit 4,5KWh dazu.

Somit bin ich bei einem Verbrauch von ca. 67KWh.

Ohne Heizung, ohne Tieftemperatur Zuschlag für den Antriebsstrang und ohne Zuschlag für unbefestigte Wege oder fahren im nassen Schnee.
Wenn ich nun noch etwas Sicherheit rein bringen will bin ich bei einer Batterie von 75KWh.

Das bedeutet bei dem Preis von SloMog kosten für den Akku von ca. 30 000€ und einem Gewicht von 570Kg. Somit wäre ein Gewichtsneutraler Umbau beim 411 nicht mehr zu machen, es ginge Ladekapazität verloren und es müsste öfters gefahren werden.
Und was bei bei einem Wintereinsatz auch nicht zu vergessen ist, der Ladestrom kommt aus dem Netz, da im Winter mit der Solaranlage nicht wirklich was läuft.

Fazit, ein Umbau ist mit min. 25 000€ bis 35 000€ zu veranschlagen, macht für mein empfinden nur Sinn wenn der Akku im Normalfall an der Fotovoltaikanlage als Speicher hängt, und die Arbeitseinsätze im Sommer stattfinden können.

Seht Ihr dass auch so? Haben sich Gedankenfehler eingeschlichen?

Gruß Robert
 
Hallo Robert,

ich denke das hast Du grob richtig dargestellt.
Bei dem Akku könnte man bei dem dargestellten Szenario allerdings noch ein besonderes Konzept verwirklichen welches mir auch immer mal wieder vorschwebt.
Nämlich eine Wechselakkusystem.
Wenn Du drei Fahrten machst musst Du ja nicht auf der ersten Fahrt den Akku für die letzte Fahrt mitschleppen.
Reduziert zwar nicht die Kosten, wäre aber wieder innovatitv.
 
Hallo Jürgen,

Super Idee!!!

Dann bräuchte ich nur noch zwei mal am Tag fahren. Dreimal ist immer etwas stressig, ich gehe nur bei Tageslicht in den Wald, das im Winter sehr kurze Zeitfenster würde mir den Akkutausch maximal einmal erlauben.

Wenn ich mir das nun nochmal Überlege gefällt mir der E- Antrieb immer besser :idee , habe nun nochmal Überlegt, ein kleiner Akku der nur für eine Fahrt :trink reicht wäre noch viel besser!!!

Gruß Robert
 
Hallo Jürgen,

ich hoffe Du hast den Patentantrag heute Nachmittag noch nicht abgeschickt!

Denn musst Du erweitern, der Motor wird über einen Konus am Getriebe zentriert mit Nut und Feder gegen Verdrehen gesichert und mit einer Zentrierschelle mit dem Getriebe verbunden. Somit ist der Motor in wenigen Minuten vom Besitzer unter mehreren Fahrzeugen zu wechseln. Alle Komponenten die nicht mit am Motor mit getauscht werden können sind mittels Steckverbindung auszuführen.
Die benötigten Akkus sind auf einem Anhänger untergebracht, dieser wird an das jeweils benötigte und mit dem Motor bestückte Fahrzeug angehängt und per Steckverbindung verbunden.
Die Einnahmen aus dem Patentrecht teilen wir uns einfach, ich hatte die Idee, Du das Patent eingereicht.

Gruß Robert