OM 602 in U404 selbstgeschweißte Getriebeglocke

Hi,

das sich die Getriebelocke durch zu viel Leistung zerlegt sind ja ganz neue Infos.

Wenn das so ist - und das wirklich an der Einbauart liegt dann macht es natürlich sinn die beiden Einheiten zu trennen.
Wenn mann sich da man zusammentut sind das ja eigenlich nur ein paar Brennteile die dann zusammengescheißt werden müssen und anständig an den Rahmen verbohrt gehören.

Nur wie soll die anbindung ans Getriebe erfolgen?
Wenn man das Pilotlager aus der Einheit weglässt braucht man ein neues Lager am Getriebe. Außerdem muss die Getriebeeingangswelle gekürzt oder neu gemacht werden.
Neu machen wäre machbar aber sicher nicht billig.
Kürzen bliebe die frage wie die kraftübertragung auf die - zb: Kardanwelle zu Kupplung realisieren?
Eine reine klemmverbindung ist sehr grenzwertig- mit ner standart klemmung bei entsprechendem vorhandenem Durchmesser der Getriebeeingangswelle (glaub 25mm bleiben übrig weil die ja auf passung geschliffen werden muss) kämen mit standart material so ca 500Nm zusammen was zwar den Motor ansich aushält aber ne sicherheit von gerade mal 1,irgendwas ergibt- das wär mir zu wenig- denkt mal an ein abrutschen von der Kupplung etc- da steigt das max dynamische Drehmoment enorm.

Weiterer gedankenansatz: man sagt das Getriebegehäuse dierekt nach der Allradverteileung ab und hängt es im rahmen auf. Baut direkt daran einen Planetensatz (als untersetzung) aus einem VTG und setzt dafor eine belibige Motor Getriebe Einheit vielleicht auch mit Automatik.

Ich denke die Tahnräder der Allradverteilung sind über alles erhaben.
Und das beste daran ist das gabs mehr oder weniger schon bei Tibus nur mit nem anderen zweck.

MfG

Martin
 
Hallo
ob die aufgelöste Bauweise der Weisheit letzter Schluss ist stelle ich in Frage. Die Monoblockbauweise mit OM602 funktioniert einwandfrei, mit OM364/366 bis 140PS und 500Nm bei der UG2/X-Baureihe problemlos. Es sind mir leistunggesteigerten Fahrzeuge mit OM366LA aus der Bresslau bekannt, die auch damit noch problemlos fahren.

Die Haas-Glocke besitzt eine stärkere Wandung als die Serienglocke, wäre also eine Alternative.
Die Achillesverse der UG1/xx ist der fehlende Führungshals für das Ausrücklager, weshalb die Kupplungen durch Bruch der Ausrückhebel regelmäßig ausfallen.
Der Umbau auf getrennte Bauweise mit Änderung der Rahmentraverse benötigt eine Abnahme durch den Baurat. Das dürfte ein kleines Handycap sein, oder man fährt illegal. Die Entscheidung hierüber liegt bei jedem selber.
 
Hallo Zusammen,

Die Haas-Glocke besitzt eine stärkere Wandung als die Serienglocke, wäre also eine Alternative.

@Helmut
Die verstärkte Glocke wird nicht viel bringen, da sie mit einem Adapter am
Motorgehäuse befestigt werden muß. Das Motorgräuse ist, genau wie die Kupplungsglocke, aus Alu, mit ähnlicher Steifigkeit.

Was mich interessieren würde, gabs schon einen Bruch der Kupplungsglocke :?: Und wo sollen die wahnsinnigen Kräfte herkommen, bei einer soliden Dreipunkt Lagerung :?:
Das Drehmoment sollte nicht das Problem sein, im Original hält die Glocke doch auch.


Gruß Lukas
 
Hallo @ all,
bei der aufgelösten Lösung, würden sich alle Drehmomentkräfte auf den Rahmen verlagern.
Deshalb denke ich, eine schwierige Lösung. Obwohl es die einfachste und beste wäre.
Auf die Getriebe-Glocke- Motorverbindung, wirken auch die Massekräfte beim fahren über Bodenwellen etc. zwischen den Getriebeaufhängungspunkten und dem vorderen Motorlager. Das ist ein gewaltig langer Weg. Die ganze Masse + Drehmomentkräfte wirken darauf. Deswegen führt ein weglassen der Zugstreben Motor/Oelwanne und Getriebe zum Ausfall mancher Bauteile.
Sollte diese Verbindung stabil ausgeführt sein, ist dies doch schon oft erfolgreich ausgeführt worden.
 
Mir gefällt die Tragrahmenkonstruktion sehr gut. Macht einen grundsoliden Eindruck. Bei Kleinserienfertigung müsste das auch nicht allzu teuer un aufwendig sein. Knackpunkt bei der Realisierung der aufgelösten Bauweise sehe ich an der Anbindung an der Getriebeeingangswelle. Fertigung einer neuen Welle incl. Wärmebehandlung, Verzahnung und Schleifen ist sehr aufwändig und teuer. Anschweißen an die Welle Murks. Bei dem Kohlenstoffgehalt geht das Materialgefüge kaputt. Mir fällt da keine vernünftige Lösung ein...
Gelaserte Stahlteile dagegen kriegt man an jeder Ecke für "kleines Geld"
 
So langsam entwickelt sich der Thread

also zurück zur Dreipunktaufhängung, dich ich auch für gangbarer halte. Wenns Plasmageschnitten sein darf kann ich das auf dem eigenem CNC Plasmatisch erledigen, daran solls nicht scheitern bis 12mm Materialstärke hab ich da keinerlei Bauchschmerzen.
Wer also sich die mühe macht und ein CAD erstellt bemaßt und als dxf anliefert bitte kein Ding zugang für die reinen Materialkosten für alle Interessierten der UC garantiert.
Wichtig wäre noch eine Schweißlehre, Glühofen und entsprechendes Fräßmonster.
Sowie jemand der über entsprechende Schweißkenntnisse samt Schweißgerät verfügt mit meinem 240A Lorsch wird das auf jeden Fall nix.
Gleiches gilt für ein Aufhängungskonstrukt das zu entwickel wäre.
Aber bitte nur dafür mir fehlt selbst die Zeit im Moment an allen Ecken.

Tschau Torsten
 
Also dann mal weiter:

Wie weit soll´s denn ein fertiger Einbausatz werde??? Muss der Tragrahmen und die Glocke denn schon fertig geschweißt sei??? Eine "Schweißlehre" hat ja jeder der einen 404 und den Motor hat. Schweißen dann vor Ort im Verbund mit Motor und Getriebe. Hätte den Vorteil, dass nachträgliche Änderungen und Anpassungen leichter und individuell ausgeführt werden können. Dann wären nur die Brennteile zu fertigen. Überfräsen wäre dann jedem selber überlassen. Daraus ergibt sich auch die nächste Fragestellung. Wie groß dürfen denn die Lage- und Formtolleranzen sein Was Parallelität und Ebenheit der Flanschflächen von Getriebe und Motor sein??? Wie groß darf die Abweichung in der Flucht von Motorwelle und Getriebeeingangswelle sein??? Daraus ergeben sich ja dann die Notwendigkeit oder eben Nichtnotwendigkeit einiger Arbeitsschritte wie spannungsarmglühen oder überfräsen.... Nicht zuletzt die Überlegung ob durch verschweißen im eingebauten Zustand einige Fehlerquellen ausgemerzt werden können... Richtige Zusammenbaufolge vorausgesetzt...
 
....warum nicht eine Kleinserie gießen lassen??
ein Modell aus Holz dürfte für das Gießen der Glocke reichen.
Schwerer wird es danach mit der Bearbeitung der Anschlussflächen.
...dürte aber möglich sein .....
keine Spannungen nach dem Schweißen, kein Verzug und wenn man die Zeit rechnet, die für die Anfertigung der Teile und das Verschweißen anfallen......
...
die rohe Glocke dürfte auf alle Fälle billiger sein als das Teil aus Blech.

....nur so ein Gedanke .....


Michael
 
Bratet mal eine Zusammen. Ich könnte die digitalisieren und ins 3D überführen.
Modelleinrichtung und Bearbeitung wäre kein Problem.
Als Material denke ich wäre GGG40 geeignet.

[Edit]
Wichtig sind eigentlich nur die Abstände und Bohrbilder. Der Rest des Verlaufes und die Einbeziehung der Störkontur des Rahmens und Häuschens kann von mir aus mit Pappmachee gestaltet sein. Die hübsche Aufbereitung erfolgt dann im CAD.

@ Thorsten und Lukas:
Wir können das gerne gemeinsam angehen. Messmaschine und diverse "Fräsmonster" kann ich gern zur Verfügung stellen.
 
Ich melde mal Interesse an. Ich habe zwar meinen 404 mit m114 ausgerüstet und bin zufrieden. Habe aber noch einen OM 602 mit 2,8 l vom Transporter da und basteln schadet nicht.
gruß Uwe
 
Hallo Zusammen,

ein Aspekt welche für ein Reise-Unimog eminent wichtig ist, ist die Tatsache, dass die Kupplung ohne Motorausbauhorror, auf freie Strecke, ausgetauscht werden kann. Für mich ist das die Hauptargument für die Auflösung. Für die, die innerhalb der Einzugsgebiet der ADAC fahren, mag es nicht ganz so entscheidend sein.

Voraussetzung für eine einigermaßen einheitliche, aufgelöste Umbau auf OM 602/603/606 Basis ist, dass der Kupplungseitige Flanschbild alle drei Motortypen auf das Kupplungsglocke 602 250 19 05 Spinter oder G (aus der Bilderserie weiter vorher von Anselm) passend sind. Ich gehe mal davon aus, aber es währe nicht schlecht, wenn jemand das definitiv bestätigen könnte.

Wenn diese Tatsache zutrifft, sind nach meiner Einschätzung folgende Arbeitsschritte erforderlich:

1; Sprinter Getriebe zerlegen. Getriebeeingangswelle zwischen Spitzen überschleifen. Verzahnung abtrennen. Ein passender Drehteil, welche ein Lagersitz und den Abtriebsflansch bildet aufschrumpfen, ggf. mit einer Schweißnaht sichern. Damit hat man eine neue Abtriebswelle.

2; Ein Spezialflansch anfertigen, welche mit der Sprinter Kupplungsglocke kompatibel verschraubt wird. Diese Flansch nimmt die neu geschaffene Abtriebswelle samt Lager, Dichtung und ggf Führungsrohr der Ausdrücklager auf. Andererseits dockt an diesem Flansch die mittlere Motorlager an, welche auf dem 2. Querohr mittels z.B. ein Konuslager befestigt wird.

3; Unimog Getriebe zerlegen. Getriebeeingangswelle zwischen Spitzen partiell Überschleifen. Die Welle kürzen. An der Stelle wo, überschliefen wurde, ein Spezialflansch mit einem Spannsatz befestigen. Dieses Drehteil bildet den Lagersitz und Dichtungslauffläche. Eine harte Laufhülse für die Dichtung ist angesagt. Damit hat man eine neue Getriebeeingangswelle.

4; Ein Spezialflansch anfertigen, welche mit der Unimog Kupplungsglocke kompatibel verschraubt wird. Diese Flansch nimmt die neu geschaffene Getriebeeingangswelle samt Lager und Dichtung auf. Andererseits dockt an diesem Flansch die mittlere Getriebelager an, welche auf den 3. Querohr mittels z.B. ein Konuslager befestigt wird.

5; Es werden zwei Lagerböcke am Unimograhmen angeschraubt / angeschweißt, welche die beiden seitliche original Motorlager abstützen. Man könnte sich sogar vorstellen, dass es eine zusätzliche Querrohr eingezogen wird, auf den die Lagerböcke angeschweißt sind. In dem Fall müsste der Platzbedarf der einfedernde Differenzial überprüft werden.

6; Man beschafft sich ein passendes Kardangelenk und verbindet die Abtriebswelle mit der Getriebeeingangswelle. Der Motor sollte so ausgerichtet, dass die Kardanwelle möglichst gerade sitzt.

7; Man fährt zunächst mal sanft an. Später kann man steigern.:wink:

Ich habe diesen Umbau an einem OM 364 Mal vorgestellt.

http://www.unimog-community.de/index.php?name=PNphpBB2&file=viewtopic&t=63246&highlight=364

Das Schöne bei dem Umbau mit einer OM 602/603/606 ist, dass hier kein Zwischengetriebe benötigt wird. Das Drehzahlniveau, insbesondere bei der OM 606, passt.

Wie bereits anderweitig gesagt, ich werde mit einem OM 606 ein Umbau starten.

Schöne Sonntag noch: Zsolt
 
Hi,

ich finds toll das hier endlich wieder leben in das Forum kommt und nicht nur den ganzen Tag über Originalität gestritten wird.

ICh will den Threat auch nicht zerreden aber mal als gedankenansatz- bevor man unsummen un Getriebeeingangswellen ung Gußglocken investiert wäre doch auch eine möglichkeit die Achsaufhängung zu ändern.

Hier gibts ein nettes optisches Beispiel das mit technisch simpleren mitteln realisierbar ist. Ich spreche von ner Vierlenkeraufhängung anstelle der Schubrohrkonstruktion- damit wäre die komplette Motordiskusion hinfällig weil alles verbaut werden kann was nur unters Führerhaus passt. Danach folgt ein normales Schaltgetriebe/Automatikgetriebe und ein Verteilergetriebe und somit ist alles fahrbar was man sich nur wünschen
kann.

http://www.custom-manufacture.de/automobile_pumaprojekt.html

So nen ähnlichen Umbau hab ich mal bei nem Mercedes 1113 gesehen mit Tüv zulassung -wir reden also nicht von reiner Theorie.

MfG

Martin
 
Also die aufgelöste Lösung von Alumog find ich klasse. Im Endeffekt geht es halt um ein paar Drehteile und ein bisschen Rundschleifen. Das sollte machbar sein. Jetzt würde mich interessieren wie dauerhaft die Verbindung der Wellen auf die beschriebene Art und Weise ist. Hast du damit Erfahrung Zsolt? Die Vorteile deiner Lösung sind unumstritten. Stellt sich halte die Frage des Aufwandes. Geil ist natürlich auch die 4-Lenker-Geschichte. Allerdings glaube ich dass das die arbeits- und aufwandsintensivste Lösung ist. Ich stufe mal für mich mit meinen Möglich- und Fertigkeiten (eigene Drehbank und Fräse plus Beziehungen... und Möglichkeiten in der Arbeit) die "klassische Selbstschweißglocke mit Tragrahmen" als einfachste und kostengünstigste Lösung ein. Mit allen systembedingten Nachteilen. Achso mal eine Frage: Wie lange hält euch eine Kupplung??? Welche 4x4 fallen euch außer den größeren Unimog ein bei denen Motor und Getriebe aufgelöst eingebaut sind??? Sind glaub ich nicht viele. Wie hoch ist die Wahrscheinlichkeit, dass die Kupplung während einer Reise verreckt??? Gerne Schätzungen und Mutmaßungen!!! Also ich glaube wenn Mutti nicht ans Steuer darf hält eine Kupplung seeehhhrrr lannggggeeee!!!

Die aufgelöste Bauweise von Alumog kann besonders als Umbausatz in Betracht gezogen werden. Kostenmäßig stört mich das zusätzliche Sprinter/G- Getriebe. Das ist ja dann wohl im Eimer.... Da müsste man schon günstig ran kommen um das zu opfern oder sehr dahinter stehen so wie Zsolt. Der scheint mir konsequent seine Vorstellungen umzusetzen.

Die 4-Lenker-Geschichte halte ich für einen normal Sterblichen mit normalem Geldbeutel als schwer umsetzbar. Es ändert ja auch das komplette Fahrzeugkonzept von Grund auf...

Wie schätzt ihr denn die ganze Geschichte ein??? Bin gespannt auf eure Meinungen...

Gruß

Anselm
 
Hallo Zusammen,

es ist klar, dass das Sprinter oder G-Getriebe vom Schrott kommt. Egal welche Zustand, Hauptsache die Welle und die Glocke sind noch ganz. Ich denke Sprinter gab es genug auf den Markt.

Gruß Zsolt
 
Ist schon eine geniale Sache die aufgelöste Bauweise von dir Zsolt. Wie hast du die Wellenstummel gelagert?
 
Hi,

hab was neues gefunden, die Russen sind auch nicht untätig.

ISt endweder der om602 mit 2,9litern aus dem sprinter oder der 2,5liter usm PKW mit der ansaugbrücke ausm Sprinter oder 310 T1 Bus.

Man sieht deutlich das der motor sehr wenig seitenneigung hat (anders als andreas seiner damals) und die vordere motoraufhängung sieht man auch gut.

http://www.youtube.com/watch?v=4xrnVWFk9mU

und

http://www.youtube.com/watch?NR=1&v=g4p8kDkzJYM&feature=endscreen

sieht platzmäßig alles sehr gut aus.

Gruß

Martin
 
Hi Martin,

dem Klang nach würde ich auf einen Vorkammer-Motor tippen. Turbo hat er auch nicht und dafür aber eine Reihen-ESP. Da ist es naheliegender das es ein Kammermotor ist als ein DI mit abgebautem Turbo und umgebauter Einspritzpumpe.

Es könnte auch der 2,9 Liter 5-Zylinder Vorkammer-Sauger aus dem Transporter sein.

Interessant ist, daß trotz der geringen Schrägstellung soviel Platz bei der Einspritzpumpe ist. Oder haben die das Gaspedal nach links versetzt? Sind das ein paar Schweißpunkte, die da zu sehen sind?

Grüße

Günter
 
Hallo Günter,

das ist ein ganz normaler OM602, mit 2,5 oder 2,9 Liter Hubraum.
Den OM601 gabs auch mit 2 und 2,3 Liter.

Gruß Lukas