Hallo Stefan,
kannst Du mal beschreiben, wie Du vorgegangen bist, beim Einbau der Einspritzpumpe?
Hast Du z.B. die Einspritzleitungen mit dem Schraubenzieher an (in) der ESP entlüftet?
Text aus der OM636-Anleitung:
Einbau der ESP:
Anbau der Einspritzpumpe: Den Mitnehmer, falls abgebaut, auf der
Antriebswelle der Einspritzpumpe befestigen. Zum Anziehen der Sechskantmutter
den Mitnehmer gegen Verdrehen sichern. Danach feststellen, ob sich die
Kupplungshülse leicht auf den Mitnehmer schieben läßt.
Die Kupplungshülse auf die Antriebswelle im Steuergehäuse schieben. Die Einspritzpumpe,
wie nachstehend beschrieben, auf Förderbeginn stellen.
Die Pumpe zum Einfahren gegen Verdrehen sichern. Dazu die Einbaulehre 636
589 01 23 auf den dem Mitnehmer entgegengesetzten Wellenstummel schieben
(nur bei E-Pumpen mit pneumatischem Regler möglich).
Vor dem Einfahren nochmals prüfen, ob der Motor in Förderbeginnstellung steht.
Bei Motoren mit Spritzversteller muß sichergestellt sein, dal3 die Fliehgewichte
innen anliegen, d.h. in Leerlaufstellung stehen.
Die Einsprizpump so in die Kupplungshülse einfahren, daß die Stiftschrauben
in der Mitte der Langlöcher stehen. Dadurch wird die Feineinstellung der Pumpe
erleichtert. Bei Wiedereinbau der alten Pumpe müssen sich die vor dem Ausbau
angebrachten Markierungen decken. Unterlagscheiben auflegen und die Pumpe
mit 2 Sechskantmuttern leicht anziehen. Die Einbaulehre wieder abnemen, da
sonst die Pumpenwelle beschädigt wird!
Nachdem die Feineinstellung des Förderbeginns durch Schwenken der Pumpe
vorgenommen wurde, die beiden Sechskantmuttern endgültig festziehen und
die restlichen 2 Muttern ebenfalls mit Unterlagscheiben aufsetzen und festziehen.
Die Verschlußstopfen der einzelnen Rohranschlüsse entfernen und die
Leitungen sowie das Gestänge wieder anschließen.
Kraftstoffanlage entlüften (siehe Seite 12 ) und den Motor in Betrieb nehmen.
Während des Laufes sämtliche Leitungen auf Dichtheit prüfen.
Kraftstoff-Förderbeginn kontrollieren
Glühkerzen herausschrauben und den Kolben des Zylinders Nr. l auf Zündtotpunkt
stellen, d.h. die OT-Markierung auf der Riemenscheibe oder dem
Schwungrad muß sich mit dem Einstellzeiger, siehe Abb. 27 und 28, oder mit
der Stiftschraube im Kurbelgehäuse, siehe Abb. 29 decken. Die Ventile des
Zylinders Nr. l (an der Räderkastenseite) müssen geschlossen sein. Die Kurbelwelle
um ca 50 º zurückdrehen. Bei Motoren mit Spritzversteller das Schwungrad
um etwa l 3/4 Umdrehungen i n D r e h r i c h t u n g weiterdrehen, damit
' die Fliehgewichte nicht aus ihrer Leerlaufendstellung gedrückt werden.
Die Druckleitung des ersten Pumpenzylinders abschrauben, Druckventil und
Feder herausnehmen und das Überlaufrohr 636 589 Ü2 23 mit einem Behälter
anschließen. Absperrventil am Kraftstoffbehälter öffnen und Kraftstoff-Filter entlüften. Es kann auch der spezielle Kraftstoffbehalter 000 589 05 23 mit
Rohrleitung 621 589 01 90 00 verwendet werden, der direkt an die Einspritzpumpe
angeschlossen wird. Während der Kraftstoff avsfließt, die Kurbelwelle
langsam in Drehrichtung weiterdrehen, bis der Kraftstoff gerade zu tropfen
aufhört. In dieser Stellung müssen sich die Markierungen am Schwungrad bzw.
an der Riemenscheibe mit den Einstellzeigern decken, siehe Abb. 27-29. Ist
dies nicht der Fall, muß die Einspritzpumpe gelöst und in den Langlöchern des
Anschlußflansches entsprechend der Abweichung geschwenkt werden.
Schwen-ken der Pumpe zum Motor hin ergibt späteren, Schwenken vom Motor
weg früheren Förderbeginn. Zur Wiederholung der Kontrolle die Kurbelwelle um
genaue 2 Umdrehungen in Drehrichtung weiterdrehen und in FBStellungbringen.
Nach dieser Korrektur die Einspritzpumpe endgültig festziehen. Überlaufrohr
abschrauben, Druckventil und Feder einsetzen. Den Rohranschlußstutzen mit
dem vorgeschriebenen Drehmoment anziehen, lösen vnd endgültig festziehen.
Rohranschlußstutzen wieder sichern und Druckleitung anschließen.
Regelstange auf leichten Gang prüfen.
Entlüften:
...... die Kraftstoffanlage, wie nachstehend beschrieben, entlüften.
KraftstoffiIter entlüften: Die Entlüftungsschraube

am Filterdeckel um eine bis zwei Llmdrehungen herausschrauben. Die Handpumpe an der Kraftstoff-Förderpumpe durch Linksdrehen der Rändelmutter lösen und solange pumpen, bis der Kraftstoff an der Entlüftungsschraube blasenfrei austritt. Die Entlüftungsschraube

wieder festziehen und den Handpumpenkolben durch Rechts-drehen der Rändelmutter wieder festlegen. Einspritzpumpeentlüften: Beide Entlüftungsschrauben um eine bis zwei Umdrehungen herausschrauben. Die Handpumpe an der Kraftstoff-Förderpumpe lösen und solange pumpen, bis der Kraftstoff an den Entlüftungsschrauben ohne Luftblasen austritt. Die Entlüftungsschrauben wieder festziehen und den Handpumpenkolben festlegen.
Druckleitungenentlüften: Nur erforderlich, wenn die Druckleitungen völlig leer sind und die Batterie nicht die volle Kapazität hat.
Den seitlichen Abschlußdeckel an der Einspritzpumpe abnehmen. Die Pumpenelemente nacheinander mit einem geeigneten Werkzeug solange auf und ab bewegen, bis die dazugehörige Düse abspritzt. Die Pumpenkolben müssen dabei jeweils im unteren Totpunkt und die Regelstange in Vollaststellung stehen. Nachdem alle 4 Leitungen entlüftet wurden, den seitlichen Abschlußdeckel unter Beachtung der Dichtfläche an der Pumpe wieder anbringen.
Sonstige Vorbereitungen: Sämtliche Schlauchverbindungen und Rohranschlüsse auf Dichtheit prüfen.
Gruß
Rainer