OM 636 und Einspritzpumpe vom 411

JD3130ls

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28. Mai 2008
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Hallo Community,
habe meinen Om 636 generalüberholen lassen, neue Kolben, Kurbelwelle geschliffen, Einspritzpumpe überholt uvm. Das Problem was wir haben ist folgendes, der Motor springt nicht an und läuft auch nicht!!! :shock: Wenn man es dann mit etwas Startpilot schaft Ihn zum Leben zu erwecken läuft der Motor im mitlerer Drehzahlbereich, wie ein Sack Muscheln und räuchert häftig grau, er nimmt kein Gas an und springt dann auch wieder aus. :evil: Ich habe die Einspritzpumpe auf dem Förderbeginn von 32° vor OT eingestellt, wie es in den Büchern steht. :roll: Ich glaube aber das die 32° nicht richtig sind, da auf der Riemenscheibe mehrere Kerben sind, könnte der Förderbeginn auch bei 27 ° liegen. Kann mir jemand einen Tip geben wie man die Pumpe richtig einstellt???

Gruß Stefan Himmels
 
Guten abend Stefan,
ach du lieber Himmel(s),


hört sich so an als ob du nach dem "falschen" OT deine 32 grad v.OT eingestellt hast. Lasse bloß den startpilot weg, am besten in die schadstoffentsorgung und nie wieder nehmen. Hilft nur dem kopfdichtungshändler!!!

....hast du den richtigen OT erwischt?

Wenn motoren neu sind und richtig kompression haben ist es mit guter batterie und längerem orgeln durchaus möglich den motor langsam zum laufen zu bringen, räuchert dannwie ein nebelwerfer und läuft absolut unkultiviert und kraftlos.

Wie man den OT beim verdichtungstakt findet, (kolben verdichtet und erhitzt die angesaugte luft bei der bewegung nach oben und spritzt dabei 32 grad vor erreichen des OT ein) siehst du anhand der kipphebelstellung und auch im WHB. Der "falsche" OT ist der, bei dem die abgase beim hochgehen des kolbens ausgestoßen werden. Nach diesem OT wird beim abwärtsgehen frischluft angesaugt die dann nach dem UT beim hochgehen verdichtet ... wird , usw. siehe oben. In diesem (richtigen) OT müssen einlass und auslassventil des 1. zylinders geschlossen sein.
Da liegst du richtig und dein motor müsste laufen.
Der förderbeginn 26...27 grad ist für ep mit spritzversteller und zu spät für eine "normale " EP.
Bei meiner annahme gehe ich davon aus , dass deine pumpe auch richtig auf FB stand nachdem du den FB nach der riemenscheibe oder schwungscheibe eingestellt hast.
Viel erfolg und wenn mein tipp richtig war lass es uns wissen.
 
Hallo Stefan,

kannst Du nicht auf deine Schwungescheibe schauen?
Da ist ein Loch bei mir am Getriebe.
schau mal da in den Beitrag:

http://www2.unimog-community.de/index.php?name=PNphpBB2&file=viewtopic&t=38946

Gruß
Rainer
 
guten morgen Rainer und Stefan,

...auch auf der schwungscheibe ist nur ein OT, wenn überhaupt, markiert. Somit besteht auch hier die gefahr das man nach dem "falschen" OT einstellt.

Der förderbeginn 32 grad vor (dem "richtigen") zünd- OT muss immer im zusammenhang mit der stellung der kipphebel des 1.zyl. gesehen werden.
Dann wird der OM636 geholfen.

Ich bin mir fast sicher, dass es das problem von Stefan ist, weil ich mich nicht schäme zu sagen, dass es mir in der hektik des endspurts der erstinbetriebnahme spät abends auf der suche nach einem anderen phantomfehler einmal , aber sicher nie wieder, passiert ist.

Die einstellung nach der schwungscheibe ist wegen des serviceun-freundlichen ausbaus der sitze und der abdeckungen zwar aufwändiger, aber wegen der größe der schwungscheibe und damit wegen des relativ geringeren ablesefehlers wesentlich genauer als auf der kleinen riemenscheibe , die es zudem noch in vielen konfusen variationen der FB-markierung gibt.
 
Hallo zusammen,

erstmal Danke für eure Tips.
Wenn ich den richtigen OT bei Zylinder eins habe muß Zylinder 4 doch auf überschneidung stehen oder???? Bin Mir eigentlich sicher das der OT stimmt.

Gruß Stefan
 
.....der kolben des 1.zyl. steht im zünd OT wenn einlass-und auslassventil des 1.zyl. geschlossen sind (kipphebel 1 und 2 entlastet).
Ein-und auslassventile von zyl.4 überschneiden sich, d. h. auslass schließt und einlass öffnet.

Wenn nach dem zünd-OT eindeutig der FB bei 32-34 Grad eingestellt ist und der motor noch immer nicht anspringt, bleibt doch eigentlich nur noch eine nicht vorhandene oder mangelhafte dieselversorgung übrig.

Ist beim durchdrehen richtig diesel bis oben an der einspritzdüse?
Knarrt beim betätigen der dieselhandpumpe das überströmventil im hauptfilter? (vordruck für die einspritzpumpe!)
Steht der abstellhebel nicht zufällig auf aus, bzw. verklemmt?
 
Hallo Heinz,

die EP wurde von Bosch generalüberholt und schon zweimal zurückgeschikt
aber Bosch sagt die EP ist 100% i.O. Wegen dem Vordruck habe ich schon den Filter abgeklemmt und fahre von der Vorpumpe (mit Sieb) sofort auf die EP, hat aber alles kein Erfolg bin ratlos. Und der Motoreninstandsetzer
erst recht, der bekommt kein Geld bevor der Motor nicht 100% funktioniert.

Gruß Stefan
 
Blöde Frage, aber die EP hast du schon richtig entlüftet, bevor du es versucht hast?
Weil ein 406 hustet auch nur widerwillig wenn die EP nicht entlüftet wurde.
 
Hallo Stefan,

kannst Du mal beschreiben, wie Du vorgegangen bist, beim Einbau der Einspritzpumpe?

Hast Du z.B. die Einspritzleitungen mit dem Schraubenzieher an (in) der ESP entlüftet?

Text aus der OM636-Anleitung:

Einbau der ESP:

Anbau der Einspritzpumpe: Den Mitnehmer, falls abgebaut, auf der
Antriebswelle der Einspritzpumpe befestigen. Zum Anziehen der Sechskantmutter
den Mitnehmer gegen Verdrehen sichern. Danach feststellen, ob sich die
Kupplungshülse leicht auf den Mitnehmer schieben läßt.
Die Kupplungshülse auf die Antriebswelle im Steuergehäuse schieben. Die Einspritzpumpe,
wie nachstehend beschrieben, auf Förderbeginn stellen.
Die Pumpe zum Einfahren gegen Verdrehen sichern. Dazu die Einbaulehre 636
589 01 23 auf den dem Mitnehmer entgegengesetzten Wellenstummel schieben
(nur bei E-Pumpen mit pneumatischem Regler möglich).
Vor dem Einfahren nochmals prüfen, ob der Motor in Förderbeginnstellung steht.
Bei Motoren mit Spritzversteller muß sichergestellt sein, dal3 die Fliehgewichte
innen anliegen, d.h. in Leerlaufstellung stehen.
Die Einsprizpump so in die Kupplungshülse einfahren, daß die Stiftschrauben
in der Mitte der Langlöcher stehen. Dadurch wird die Feineinstellung der Pumpe
erleichtert. Bei Wiedereinbau der alten Pumpe müssen sich die vor dem Ausbau
angebrachten Markierungen decken. Unterlagscheiben auflegen und die Pumpe
mit 2 Sechskantmuttern leicht anziehen. Die Einbaulehre wieder abnemen, da
sonst die Pumpenwelle beschädigt wird!

Nachdem die Feineinstellung des Förderbeginns durch Schwenken der Pumpe
vorgenommen wurde, die beiden Sechskantmuttern endgültig festziehen und
die restlichen 2 Muttern ebenfalls mit Unterlagscheiben aufsetzen und festziehen.
Die Verschlußstopfen der einzelnen Rohranschlüsse entfernen und die
Leitungen sowie das Gestänge wieder anschließen.
Kraftstoffanlage entlüften (siehe Seite 12 ) und den Motor in Betrieb nehmen.
Während des Laufes sämtliche Leitungen auf Dichtheit prüfen.
Kraftstoff-Förderbeginn kontrollieren
Glühkerzen herausschrauben und den Kolben des Zylinders Nr. l auf Zündtotpunkt
stellen, d.h. die OT-Markierung auf der Riemenscheibe oder dem
Schwungrad muß sich mit dem Einstellzeiger, siehe Abb. 27 und 28, oder mit
der Stiftschraube im Kurbelgehäuse, siehe Abb. 29 decken. Die Ventile des
Zylinders Nr. l (an der Räderkastenseite) müssen geschlossen sein. Die Kurbelwelle
um ca 50 º zurückdrehen. Bei Motoren mit Spritzversteller das Schwungrad
um etwa l 3/4 Umdrehungen i n D r e h r i c h t u n g weiterdrehen, damit
' die Fliehgewichte nicht aus ihrer Leerlaufendstellung gedrückt werden.
Die Druckleitung des ersten Pumpenzylinders abschrauben, Druckventil und
Feder herausnehmen und das Überlaufrohr 636 589 Ü2 23 mit einem Behälter
anschließen. Absperrventil am Kraftstoffbehälter öffnen und Kraftstoff-Filter entlüften. Es kann auch der spezielle Kraftstoffbehalter 000 589 05 23 mit
Rohrleitung 621 589 01 90 00 verwendet werden, der direkt an die Einspritzpumpe
angeschlossen wird. Während der Kraftstoff avsfließt, die Kurbelwelle
langsam in Drehrichtung weiterdrehen, bis der Kraftstoff gerade zu tropfen
aufhört. In dieser Stellung müssen sich die Markierungen am Schwungrad bzw.
an der Riemenscheibe mit den Einstellzeigern decken, siehe Abb. 27-29. Ist
dies nicht der Fall, muß die Einspritzpumpe gelöst und in den Langlöchern des
Anschlußflansches entsprechend der Abweichung geschwenkt werden.
Schwen-ken der Pumpe zum Motor hin ergibt späteren, Schwenken vom Motor
weg früheren Förderbeginn. Zur Wiederholung der Kontrolle die Kurbelwelle um
genaue 2 Umdrehungen in Drehrichtung weiterdrehen und in FBStellungbringen.
Nach dieser Korrektur die Einspritzpumpe endgültig festziehen. Überlaufrohr
abschrauben, Druckventil und Feder einsetzen. Den Rohranschlußstutzen mit
dem vorgeschriebenen Drehmoment anziehen, lösen vnd endgültig festziehen.
Rohranschlußstutzen wieder sichern und Druckleitung anschließen.
Regelstange auf leichten Gang prüfen.


Entlüften:

...... die Kraftstoffanlage, wie nachstehend beschrieben, entlüften.
KraftstoffiIter entlüften: Die Entlüftungsschraube(n) am Filterdeckel um eine bis zwei Llmdrehungen herausschrauben. Die Handpumpe an der Kraftstoff-Förderpumpe durch Linksdrehen der Rändelmutter lösen und solange pumpen, bis der Kraftstoff an der Entlüftungsschraube blasenfrei austritt. Die Entlüftungsschraube(n) wieder festziehen und den Handpumpenkolben durch Rechts-drehen der Rändelmutter wieder festlegen. Einspritzpumpeentlüften: Beide Entlüftungsschrauben um eine bis zwei Umdrehungen herausschrauben. Die Handpumpe an der Kraftstoff-Förderpumpe lösen und solange pumpen, bis der Kraftstoff an den Entlüftungsschrauben ohne Luftblasen austritt. Die Entlüftungsschrauben wieder festziehen und den Handpumpenkolben festlegen.
Druckleitungenentlüften: Nur erforderlich, wenn die Druckleitungen völlig leer sind und die Batterie nicht die volle Kapazität hat.
Den seitlichen Abschlußdeckel an der Einspritzpumpe abnehmen. Die Pumpenelemente nacheinander mit einem geeigneten Werkzeug solange auf und ab bewegen, bis die dazugehörige Düse abspritzt. Die Pumpenkolben müssen dabei jeweils im unteren Totpunkt und die Regelstange in Vollaststellung stehen. Nachdem alle 4 Leitungen entlüftet wurden, den seitlichen Abschlußdeckel unter Beachtung der Dichtfläche an der Pumpe wieder anbringen.
Sonstige Vorbereitungen: Sämtliche Schlauchverbindungen und Rohranschlüsse auf Dichtheit prüfen.


Gruß
Rainer
 
Hallo Rainer,

wir sind genau so wie es im Handbuch steht verfahren und haben trozdem keinen Erfolg. Es kann mir auch keiner die genaue Förderbegingradzahl nennen, einmal spricht man von 32° und einmal von 27° genau weis das aber keiner.

Gruß Stefan
 
Hi,

ohne Spritzversteller 32° mit Spritzversteller 27° oder so ähnlich.

Wenn Du die Einspritzleitungen an den Düsen lockerst und den Anlasser drehen lässt kommt da was raus?
Vorsicht hoher Druck!!!!!

Steht die Nockenwelle auf Markierung zur Kurbelwelle?
Was sagt dein Motorfuzi dazu?

Rainer
 
also jd31301s,
1.
pumpe an sich, kerben auf etwa 10.30Uhr, die bei deckung den förderbeginn des 1.stößels der pumpe markieren. Beim einstecken der ep in die vielzahn-kupplungsmuffe die einspritzpumpenantriebsrad und einspritzpumpe verbindet, nicht verdrehen. Deshalb wie schon beschrieben am anderen ende der welle der ep am besten festklemmen , oder man hat den bogen des einfädelns raus.

2.
Was hier schon alles beschrieben wurde lässt, wiederum fachgerechte einstellung vorausgesetzt, m.e. einen simplen aber kardinalen fehler vermuten, der einem dann wie schuppen von den augen fällt. Für ferndiagnostiker ist naturgemäß schwer den treffer punktgenau zu landen.

Hier hilft auch nicht der glaube alles richtig gemacht zu haben , man muss es 100% wissen, dass man jeden schritt 100% gemacht hat.
Zunehmende ratlosigkeit führt dann meist zu aktionismus.

3.
Eine frage, die durchaus ernst gemeint ist. Dreht sich die ep (motor nimmt kein gas an) überhaupt mit, ist die o.g. kupplungsmuffe überhaupt eingebaut.? Nicht auf andere verlassen, jeden schritt wie bei der checkliste der raumfähre abarbeiten, auch wenn der OM636 nicht ganz so kompliziert ist, die physik lässt sich auch hier nicht überlisten.
Bei fb 30 grad liegst du auch schon mal richtig. Natürlich musst du wissen ob es ein 25, 32,oder 34 ps motor ist , mit spritzversteller? ohne? gar eine drehzahlgeregelte pumpe?. Stelle doch mal die daten deiner ep ein.
Auch wenn ein 25 oder 34 ps motor auf 30grad fb eingestellt ist wird er zumindest anspringen.
 
Hallo Heinz,

also die EP ist mit Unterdrucksteurung beim einbau bin ich mir nicht sicher ob sich die Pumpe nicht doch wieder verdreht. Aber bei der Kontrolle ist der Förderbegin bei 32° und wir haben mitlerweile schon 2 andere Pumpen ausprobiert und das Verhalten ist bei allen drei Pumpen das selbe viel Quwalm und kein eigenständiges laufen :evil:

aber der Mog wird am Diestag abgeholt und dann zum Motoreninstandsetzer gebracht, der hat dann 14 Tage Zeit den Motor zum Leben zu erwecken, ansonsten kann Er ihn behalten und ich werde Ihn verklagen und Schadenersatz vordern.

Gruß Stefan

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guten tag Stefan,

....ruhig, ruhig .......obwohl es ärgerlich ist und ich mit dir fühlen kann.

Würde mich freuen wenn du die vielen kommentatoren über die community dann aber an der ursache teilhaben ließest --- wenn es ein fehler deinserseits war, brauchst du dich nicht zu schämen. War es ein fehler des instandsetzers sagt er es vielleicht auch. Fehelrfrei ist nur wer gar nichts macht.
In jedem fall hast du eine menge über den OM636 gelernt ... und davon leben wir doch alle hier in der community.
So ein klassischer primitiv-diesel muss aber doch zu zähmen sein.

Was höre ich da zuweilen von einem bekannten werkstattbetreiber was sich heute so alles für zunächst unerklärbare fehlerbilder bei den mit elektronik und software vollgestopften autos, PKW und LKW, ergeben.

Du wirst sehen -alles wird gut .


Viel erfolg und hoffnung auf rückantwort.
 
Hast du denn jetzt schon mal wirklich vorher Entlüftet?
Hab das noch nicht gelesen, dass du es getan hast.

Wenn du bitte mal den verkehrten Weg gehst:
Sag uns doch mal hargenau, was du gemacht hast, beim einbau, wie bist DU vorgegangen. Immer nur klagen, warum fragst du ihn nicht, ob dir der Motorinstandsetzer nicht helfen kann dabei?
Hast du Oben an den Einspritzdüsenstöcken, sprich an den enden der Leitungen BLASENFREIEN Diesel?
Bist du die zu 200%( 100 reichen nicht ;) ) sicher, dass die EP nicht um 180 Grad verdreht ist?
Einfach zu prüfen: Wenn sich die Kipphebel überschneiden, hast du den Gaswechsel OT. Also Prüf mal, wenn sich die Kipphebel vom Zylinder am nähesten der Kraftabgebenden Seite überschneiden, müsste er 30 ° vorher auf der dem Lüfter nähesten Leitung vor der Düse ein wenig Diesel rauspumpen.
Prüf das lieber mal.
 
Hi Ihr,

ich überprüfe den FB der ESP immer vor Einbau mit 0,5 bar Druckluft, dann habe ich die Dieselsauerei nicht so.
Druckluft direkt oben in die ESP und dann am Zahnrad drehen....

Gruß
Rainer
 
Moin, das hört sich ganz nach "Förderbeginn total daneben" an.
Fang doch mal ganz von vorne an:
1. Zylinder 1 auf OT stellen. Beide Ventile sind zu. Mit dickem Schraubendreher ein Ventil aufdrücken, bis es auf dem Kolben aufliegt. Nun an der Kurbelwelle drehen. Wenn dabei das Ventil in beiden Drehrichtungen weiter nach unten gedrückt werden kann, spricht vieles dafür, dass das tatsächlich der Totpunkt ist.
Wenn du nicht sicher bist, kannst Du mit dem Ventil auch den Totpunkt messen: Ventilfeder raus und Messuhr auf das ventil setzen. Motot drehen, bis das Ventil etwa 5mm abgesackt ist. Meßuhr auf Null stellen. Anlasser raus nehmen. Einen Zahn gegen das Gehäuse markieren. Motor zurückdrehen, bis die Meßuhr wieder auf Null steht. Zahn zu der Gehäusemarkierung markieren. Zähne zwischen den Markierungen zählen. Der Zahn in der Mitte zwischen den beiden Markierungen ist der Obere Totpunkt (und zwar genauer, als die Markierung auf der Riemenscheibe).
Wenn der OT sicher ist, kannst Du den Förderbeginn einstellen. Ich nehme an, Deiner steht eindeutig zu spät.
Gruß, Burgfried
 
Hallo Lukas,

ersteinmal der Motoreninstandsetzer war die ganz Zeit dabei, weil er hat den Motor und die EP überholt und wollte den Motor nicht auf den Prüfstand setzen, weil es zuviel arbeit war alles anzuklemmen Zitat " so ein alter Motor wird wohl laufen ist doch kein Higtech" . Ein neuer Japsenmotor bekommt man auch mit verdrehter EP ans laufen aber bei einem OM 636 mus alles genau stimmen sonst läuft der nicht.

EP auf Förderbegin Zylinder 1 eingestellt mit Steigrohr dann die Pumpe auf 32° vor OT eingebaut ( dem richtigen OT) und noch mal mit dem Steigrohr kontroliert. Leitung wieder angebaut alles entlüftet vorgeglüht und gestartet. ( nicht nur einmal sondern X mal mit 32°; 30°, 27°, 37°; 25° u.s.w) aber keinen Erfolg

Gruß Stefan
 
Moin, ich komme gerade grübelnd aus der Grube: Wenn er "viel Qualm" produziert, gibt er auch diesel in den Brennraum. Wenn er mit Startpilot wie ein Sack schrauben läuft, ist das auch in Ordnung, weil Startpilot keine geordnete Verbrennung macht. Startpilot zündet auch bei Kompressionen, die für Diesel nicht ausreichen. Es gibt da 2 reale Möglichkeiten: Kompression zu niedrig oder Einspritzzeitpunkt falsch. Kompression scheint ausschließbar zu sein, weil mit Startpilotunterstützung auch diesel zünden müsste (ist ja die Aufgabe von Startpilot). Also Förderbeginn kontrollieren anhand der Kolbenstellung. Gruß, Burgfried
 
Hi zusammen,

wir kommen dem Problem etwas näher. Heute aben wir mit einem Stroboskop den Einspritzzeitpunkt kontroliert. Dabei haben wir festgestellt das sich der Zeitpunkt beim Starten verschiebt. :shock:

So wie es scheint fehlt ein Nutkeil bei den Stirnrädern, deshalb verschiebt sich der Einspritzzeitpunktund der Motor läuft nicht.

Jetzt muß mein Instandsetzer den Motor nochmal öffnen. :roll:
Bin wieder voller Hoffnung.

Gruß Stefan