Operation Getriebe am 406

Hallo,

momentan ist die Zeit der kleineren Schritte. Immer noch fehlt das vordere Lager für die Vorgelegewelle. Daher kann ich nicht mit dem Vorschaltgetriebe weitermachen., obwohl die neue Schiebemuffe heute schon gekommen ist.

Egal. Trotzdem gibts drei Bilder. Eines zeigt einen beschädigten Schaltstein aus dem Vorschaltgetriebe, den ich vorhin noch entdeckt habe. Selbst hier lohnt sich also ein genauerer Blick. Bis jetzt waren alle Schaltsteine in Ordnung.
Dann hab ich mich noch am Bau eines weiteren "Sonderwerkzeuges" versucht. Dem Nutmutternschlüssel für die Vorgelegewelle. Er besteht aus einer Büchse, die ich mal am vorderen Achsschenkellager ersetzt hatte. Sie passt ideal. Dort wurden vier Nocken angeschweißt und dann mit der Feile in Form gebracht. Anschliessend noch eine alte Nuß draufgeschweisst. Obs die vorgegebenen 170Nm aushält, wissen wir morgen oder übermorgen.

Jedenfalls ist jetzt alles soweit vorbereitet, daß der Zusammenbau des VG relativ schnell gehen sollte, wenn denn endlich mal das Material komplett wäre.

Bis dann, Gruss, Rüdiger
 

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Hallo Rüduger!
Ich habe meinen Nutmutternschlüssel ähnlich gemacht wie Du, nur mit dem einen Unterschied, ich habe ihn aussen verstärkt. Und zwar mit einem übergeschobenen Rohr, hinten verschweisst und auch vorne an der Stirnseite an den Zapfen (etwas angeschliffen) auch einen Punkt darauf. Platz ist ja wie man sieht genug.
Ohne der Verstärkung ist der erste Schlüssel beim öffnen der Muttern zu Bruch gegangen :?
 
Hallo zusammen,

heute bin ich der Verzweiflung nahe. :(
Eigentlich begann alles ganz gut, da endlich das fehlende Lager angekommen war, auch der neue Schaltstein. Ich hab es gleich montiert, soweit ohne Probleme.
Dann ging es mit dem Zusammenbau des Vorschaltgetriebes weiter. Erhofft hatte ich mir, daß ich es nach Möglichkeit an einem Abend zusammenbekomme, aaaaber...

Schon bei der Montage der ersten Welle bin ich buchstäblich hängengeblieben. Zusammen mit ein paar Zahnrädern und einer Verlängerungswelle muß der auf dem Foto erkennbare Bolzen in das Ende der Welle, welches aus dem Hauptgetriebe heraussteht. Doch der Bolzen passt nicht in die Welle, er klemmte immer wieder nach ca. 1cm Eintauchtiefe fest. Selbst Erwärmen des Wellenteiles, und frosten des Bolzens bewog den Bolzen nicht dazu, sich montieren zu lassen. Ich wendete nun etwas Hammergewalt an, da beides doch irgendwann einmal zusammengepasst hatte. Aber der Bolzen passt nicht, klemmte fest, und liess sich nur mit Gewalt wieder aus dem Wellenende herausklopfen. Ergebnis: Ein Lager (NUP 204) der Vorschaltgetriebewelle, die ich montieren wollte ist nun kaputt. Jetzt muss ich erst wieder die Teilelieferung abwarten. Ich bestelle das Lager bei der Niederlassung. Im besten Fall ist es morgen abend da, ansonsten erst Samstag.

Was war die Ursache ? :?:
Keine Ahnung warum ich erst nach zwei Stunden darauf gekommen bin, vielleicht ist euch längst aufgefallen, woran es lag:

Das Wellenende, in das der Bolzen hineinsollte, stammt von der neu gekaufen Hauptgetriebe-Antriebswelle. Das heisst: Dieser ALTE Bolzen war nie mit dieser NEUEN Welle verbunden. Keine Ahnung weshalb, aber der Bolzen ist etwas dicker als die Wellenbohrung Da ich nicht über eine Drehbank verfüge, benötige ich also auch einen NEUEN Bolzen.

So weit für heute, hier noch das Foto: Das weiterführende Wellenteil fehlt hier. Der Bolzen liegt eigentlich unsichtbar innerhalb der Welle.

Gruss, Rüdiger
 

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Hallo zusammen,

vorweg, heute lief es wieder besser. Das Vorschaltgetriebe ist fast zusammengebaut.

Aber der Reihe nach:
Den alten Bolzen, der etwas Übermaß hatte, habe ich leicht abgeschliffen. Da er ohnehin durch die Madenschraube festgehalten wird, und sich nicht in irgendeinem Lager dreht, dürfte die Ungenauigkeit, die beim Abschleifen entstanden ist, nicht so schlimm sein.
Das Lager NUP204 gibt es nicht mehr bei MB. Es ist allerdings ein gängiges Normteil, so daß es in einem Lagerhandel erhältlich war.
Der Zusammenbau der Welle, der sich gestern als unmöglich erwiesen hatte, war nun kein Problem.
Auch der weitere Zusammenbau des Vorschaltgetriebes ist nicht schwer.
Momentan fehlen wieder ein paar Teile: drei O-Ringe, die verschiedene Bolzen nach vorne, Richtung Kupplungsgehäuse abdichten, sowie ein Sprengring, den ich erneuern möchte, da er etwas ausgeleiert ist.

Zu den Dicht- und Montagematerialien ist eine "Gewindedichtmasse" hinzugekommen. Man muß die Schrauben, die das Vorschaltgetriebe am Hauptgetriebe festhalten, mit Dichtmasse eindrehen, damit kein Getriebeöl durch die Gewinde nach aussen dringt.

Sofern die weiteren Ersatzteile vorrätig sind, müsste das Getriebe morgen eigentlich fertig werden. Bericht folgt.

Was ich noch schreiben wollte:
Es gibt bei MB einen Getriebe-Dichtsatz. Er enthält sämtliche, am Getriebe verbauten Dichtungen, auch die Wellendichtringe. Das habe ich leider viel zu spät im EPC entdeckt, und mir mühsam alle Dichtungen selbst zusammengesucht. Den Dichtsatz würde ich emfehlen.

Gruss,
Rüdiger
 

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Hallo Rüdiger

Alle Achtung !!! gute Arbeit!!!

Eine Frage hab ich zu dem Getriebeeingangsrohr für die Zapfwelle.
Auf Deinem Bild vom "Vorschaltgetriebe von vorne P2104289.JPG" ist meine Frage gut zu erklären?
Auf den Foto sieht man das Getriebeeingangsrohr. Der Flansch (Rohr) auf das Ausrücklager sitzt ist noch nicht montiert.
Vor dem Lager ist auch die Blechscheibe (Norisring) zu erkennen.
Nun die Frage???
Wie soll das dicht sein? Im Getriebe und somit im Lager ist Öl. Das Getriebeeingangsrohr dreht sich und da soll doch kein Öl in die Kupplung laufen.
Ok. Der Norisring deckt das Lager ab und auf dem Rohr ist eine Art Gewinde.
Aber einen Dichtring oder ähnliches gibt es nicht. Auch nicht im Ersatzteilkatalog.
Reicht diese Technik zum abdichten????????

Wäre schön wenn auch andere Getriebespezialisten antworten.

Vielen Dank und Gruß aus dem kalten Schönbuch
Eberhard
 
Hallo erstmal, hallo Eberhard,

die Frage, die Du Dir stellst, habe ich mir auch schon gestellt. Heute hab ich (glaub ich) die Antwort gefunden. Es solll garnicht dicht sein !
Es dringt Öl durch das Rollenlager hindurch nach vorne, Richtung Kupplung. Auf der Hohlwelle ist ein Wendel, der das Öl zurückfördert, Richtung Getriebe. Auf dem Bild ...297, was ich heute anhänge, siehst Du den Flansch mit dem Rohr, welches um die Hohlwelle (Bild ..301 zeigt beide Teile im montierten Zustand) montiert wird. Das Öl läuft also zurück, und dann durch einen Kanal im Flansch, durch ein Loch ins Getriebe zurück.
Den Kanal siehst Du auf Bild ..297 ganz oben in der Mitte, etwas dunkel leider. Im montierten Zustand siehst Du den Kanal rechts unten neben der unteren Flanschschraube. Und das kleine Loch, durch das das Öl ins Getriebe zurückläuft, siehst Du auf dem gestrigen Bild ...289, ebenfalls rechts unten von der Welle.
Durch diese Konstruktion wird der Zwischenraum zwischen Hohlwelle und Flanschrohr geschmiert, ohne dass Öl ins Kupplungsgehäuse gelangt. Ziemlich clever.

Nun zur heutigen Arbeit:
Das Getriebe wurde soweit möglich fertiggestellt. Die Dichtringe, die gestern fehlten, hab ich heute nicht erhalten. Deshalb kann ich die Bolzen der Vorschaltgetriebe-Schaltgabeln nicht endgültig montieren. Daraus folgt wiederum, dass ich die Getriebedeckel und Schaltplatten noch nicht montieren kann. Bis auf diese Dinge, ist das Getriebe nun wieder komplett montiert. Es fehlt ebenfalls noch der Nebenabtrieb, die untere Hauptgetriebeplatte und die komplette Kupplungsbetätigung.

Während der Montage gab es einen Schockmoment. In der Ecke, in der ich die demontierten Teile gelagert hatte, sah ich plötzlich das Ölröhrchen Bild …300 liegen. Ich hatte vergessen, es zu montieren. Es sitzt im Vorschaltgetriebe, angeschraubt an das Hauptgetriebe. Leider war die Wiedermontage auch im Werkstatthandbuch nicht beschrieben. Sonst wäre der Fehler wohl nicht passiert. Es sah so aus, als müsse ich das komplette Vorschaltgetriebe wieder abbauen. Aber: Versuch macht kluch. Das Röhrchen lässt sich durch die Öffnung der Ölpumpe montieren. Es ist zwar eine Heidenfrickelei, aber es geht. Eine 13er Nuss und ein 1/4Zoll Gelenk musste ich opfern, und zusammenschweissen, sonst wäre ich an die Schraube nicht rangekommen. Ich musste letztlich also nur die Ölpumpe wieder ausbauen. Glück gehabt.

Thema Ölpumpe: Der Antrieb der Ölpumpe benötigt ein gewisses Spiel zum antreibenden Rad des Vorschaltgetriebes. Dieses Spiel wird eingestellt, indem man die Ölpumpe beim Einbau etwas verdrehen kann. Zum Glück war die Ursprungslage der Ölpumpe durch eine Kerbe markiert, und auf den Flanschflächen waren noch die Abdrücke der alten Befestigungslage. Allen Nachahmern empfehle ich, mit einem Schraubenzieher und Hammerschlag die Drehlage der Ölpumpe, und damit das Zahnradspiel, vor Demontage zu markieren.

Bild …296 zeigt einen Deckel mit Flanschdichtmasse sowie die Schrauben mit blauer Gewindedichtmasse.

Nachdem das Getriebe nun wieder soweit zusammengesetzt ist, beginne ich mit dem Ausbau des Motors. Zur Erinnerung, der Motor drückt Öl durch die Kurbelwellendichtung in das Kupplungsgehäuse. Ferner verliert er Öl an der Ventildeckeldichtung und an der Ölwannendichtung. Jetzt, wo ich so gut an den Motor herankomme, möchte ich das auch noch beheben.
Daher hab ich heute noch das Kühlwasser abgelassen. Es gibt einen Ablasshahn am Kühler, und einen Hahn am Motorblock. Relativ komfortabel. Als nächstes muss der Kühler raus (warum eigentlich ? steht so im Werkstatthandbuch).
Das mach ich morgen.

Heute war Samstag, also etwas mehr Zeit, und ein etwas längerer Bericht. Alles in allem ein erfolgreicher Tag. Kommende Woche dürfte das Getriebe fertig werden. Bin gespannt, was mich beim Motor noch alles erwartet.

Gruss,
Rüdiger
 

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Hallo Rüdiger,
Wenn ich die Fotos von deinem Motor richtig deute,hast du noch einen Luftpresser mit 3 Zylinderfußschrauben.Das ist ein Erkennungsmerkmal
für die ältere hintere Kurbelwellenabdichtung mit einer Ölrückförder-schnecke.Ein Burgmannring ist bei diesen Motoren nicht eingebaut.
Gruß
Frank
 
u45frank schrieb:
Hallo Rüdiger,
Wenn ich die Fotos von deinem Motor richtig deute,hast du noch einen Luftpresser mit 3 Zylinderfußschrauben.Das ist ein Erkennungsmerkmal
für die ältere hintere Kurbelwellenabdichtung mit einer Ölrückförder-schnecke.Ein Burgmannring ist bei diesen Motoren nicht eingebaut.
Gruß
Frank
Hallo Rüdiger!
Wenn es so ist, wie Frank schreibt, dann ist Spiel im letzten Hauptlager für die Undichtheit verantwortlich. Ich habe gelesen, dass bei ausgebauter Kurbelwelle das "Ovalmaß" des Hauptlagers zu ermitteln ist. Der Hauptlagerdeckel wird dann um dieses Maß abgeschliffen und dann sollte die Undichtheit behoben oder zumindest verbessert sein. Ist sicher eine Heidenarbeit, aber meines Wissens leider die einzige Reparaturmöglichkeit.
 
Ich habe eine Bitte an die Admin's:

Verschiebt diesen Artikel wenn er beendet ist in die Wissensdatenbank!!!

Ganz großes Lob an die Arbeit die sich Rüdiger hier gemacht hat alles zu dokumentieren, haarklein zu erklären und in verständlicher Form zu veröffentlichen! :thumbup: :thumbup: :thumbup: :thumbup: :thumbup:


Gruß Michael
 
Hallo zusammen,

also Michael, im ersten Moment war ich geschockt, als ich den roten Text gelesen hab. Ich befürchtete schon, es sei zu langweilig und müsste ab in die Datenbank. Aber über Dein Lob im Nachsatz hab ich mich um so mehr gefreut. Vielen Dank ! :D

Hallo Frank und Herbert, das wäre ja schlecht, wenn dort keine Dichtung drinwäre. Den Ausbau der Kurbelwelle tue ich mir nicht an. Zumindest nicht in diesem Winter.
Ich hab unten ein Detailfoto (Bild..313) vom hinteren Kurbelwellenlager angehängt. Könnt Ihr anhand dessen bereits sagen, ob da eine Dichtung drin ist ?

Aber der Reihe nach. Ab Getriebe war heute nichts weiter zu tun.
Daher hab ich am Ausbau des Motors weitergebaut. Also, Kühler raus. Ich weiss jetzt auch, warum der rausmuss. Ohne Ausbau kommt man nicht an die Schrauben des vorderen Motorlagers.
Die Kabel zur Lichtmaschine müssen ab, die Keilriemen zur Hydraulikpumpe und zur Lenkpumpe müssen entspannt werden, und von deren Antriebsscheiben runder. Schläuche und Anschlüsse an den Luftpressern müssen ab, die Dieselleitungen, der Auspuff und letztlich müssen die Motorlager losgeschraubt werden. Die Position der vorderen Schrauben an den Motorlagern ist extrem schwer zu erreichen. Ich muss dazu sagen, dass ich noch einen Unterfahrschutz dran habe, den ich nicht abgebaut hatte.

Dann wurde der Motor „ausgehoben“ und auf ein paar Paletten seitlich hingelegt. Ein neuer Patient auf dem OP-Tisch. Diagnose: Inkontinenz an verschiedenen Stellen. Warum die Ölwanne undicht war, wundert mich nicht. Manche Schrauben waren nur handfest angezogen.
Nach Abbau der Ölwanne liegt die Kurbelwelle vor einem. Relativ beeindruckendes, schweres Teil. Ich hoffe, dass Ihr mir noch was zu der hinteren Lagerdichtung sagen könnt, ob die bei mir verbaut ist. Zum Lösen der Vielzahnmuttern muß ich mir nämlich eine extra Nuss anschaffen; das kann ich mir sparen, wenn keine Dichtung drin ist.

Den Ventildeckel habe ich auch noch heruntergeschraubt. Ist das normal, dass die ganze Mechanik unter dem Deckel so schwarz verrusst ist (Bild ..314 und ..315) ?

Übrigens, es ist ja schon Februar. Im Hintergrund auf Bild ..303 das Kalender-Februarbild, das schon angekündigt war.

So, das wars für heute,

Gruss, Rüdiger
 

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Hallo Rüdiger!

Soweit ich mich erinnern kann passen ganz normale 12kant Nüsse.

Ob eine Dichtung oder ein Ölrücklaufgewinde verbaut ist kann ich Dir leider nicht sagen, habe schon beide Varianten offen gehabt aber nicht gleichzeitig.
Aber einfach abschrauben und gucken.
Ich würde überhaupt. wo Du schon soweit zerlegt hast, die Hauptlagerschalen begutachten. wegen dieses Themas:

http://www.unimog-community.de/index.php?name=PNphpBB2&file=viewtopic&t=17444&highlight=
 
Hallo zusammen,
servus Herbert, danke für den Tip mit der handelsüblichen 12Kant Nuss. Ich dachte schon, ich bräuchte da eine besondere Nuss. Leider hat mein Ratschkasten nur die 6-Kant-Nüsse, ich muss mir also noch was passendes besorgen. Dann werf ich auch mal einen Blick auf die Lagerschalen.

Da die fehlenden O-Ringe heute gekommen sind, gings erstmal am Getriebe weiter. Die Kupplungsbetätigung war relativ schnell eingebaut. Dann gings an die Montage der Schaltbetätigungen, oben auf dem Getriebe. Zunächst die Vorschaltgetriebe-Schaltung. Relativ schwierig, da keinerlei Sichtkontrolle möglich ist, um festzustellen, ob alle Schaltfinger an der richtigen Stelle sitzen. Es hat ein paar Trockenübungen gebraucht, bis ich die Dichtmasse aufgebracht, und den Deckel endgültig montiert habe. Danach empfehlen sich einige Schaltungen am Vorschaltgetriebe, und immer wieder an der Hauptwelle drehen, um zu beobachten, ob sich am Eingang des Hauptgetriebes die Übersetzung geändert hat. Es scheint soweit alles zu funktionierten.
Danach wird die Schaltung vom Hauptgetriebe montiert. Sie ist zweiteilig. Zunächst wird die Schaltplatte mit Dichtmasse aufgesetzt. Durch die grosse Öffnung des Nebenabtriebes (ist noch nicht montiert) kann man sehr gut sehen, ob die Schaltfinger an die richtigen Stellen greifen. Wenn nicht, muss man die Schiebemuffen von Hand verschieben, bis es passt. Die Schaltplatte hat oben mehrere Löcher. Auch diese eignen sich sehr gut, um den Sitz der Schaltfinger zu kontrollieren.
Anschliessend wird der HG-Schaltdeckel aufgesetzt. Ein Kinderspiel. Lediglich zwei Schaltfinger müssen an der richtigen Stelle der Schaltplatte sitzen.
Dann wurde beides festgeschraubt. Den Rest der Zeit hab ich mit Hin- und Herschalten verbracht. Anfangs ging alles extrem schwer, und ich fürchtete schon das Schlimmste. Nachdem ich dann insbesondere den Bereich der Schaltsteine geölt hatte, gings immer besser. Mittlerweile schaltet sich alles ganz ordentlich, bis auf den Wechsel zwischen 1./2. Gang auf 3./4. Gang. Das geht extrem schwer. Ich vermute es liegt an den neuen Kugeln und Tellerfedern. Hoffentlich bessert sich das noch.

Morgen wird noch der Nebenabtrieb und der untere Getriebedeckel montiert, dann geht’s am Motor weiter.

Bis dann,
Rüdiger
 

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Hallo zusammen,

heute wurden die letzten Arbeiten am Getriebe durchgeführt. Der Nebenabtrieb wurde wieder montiert. Hierzu gibt es eine Flanschdichtung beim Daimler, die ich zusätzlich beidseitig mit Dichtpaste eingesetzt habe.
Dann wurde noch der untere Getriebedeckel montiert.
Was man nicht vergessen darf, ist der Kerbschlag, der die Nutmutter des Vorderachsabtriebs gegen das Lösen sichert. Das hatte ich bis heute noch nicht gemacht, für den Fall daß ich doch nochmal was demontieren müsste.

Dann braucht es noch eine Drahtsicherung am Flansch, der das Führungsrohr der Kupplungsbetätigung hält.

Es ist überraschend, kein einziges Teil ist übrig. Eigentlich bin ich gewohnt, daß eher etwas zuviel ist.

Morgen geht es mit dem Motor weiter. Meine Hoffungen, am hinteren Kurbelwellenlager eine Dichtung zu finden, haben sich nach den Hinweisen von Frank und Herbert ziemlich zerschlagen. Zudem habe ich vorhin im Werkstatthandbuch gelesen, dass die Dichtung erst ab Motornummer 470000 (und ein paar zerquetschte) verbaut ist. Mein Motor hat die Nummer 58566. Es ist zwar beschrieben, wie man eine Nut nachträglich anbringen kann, um eine Dichtung nachzurüsten, dafür fehlen mir jedoch die Mittel (Drehbank). Ich sehe kommen, dass ich mit dieser Undichtigkeit leben muss.

Bis morgen,
Gruss,
Rüdiger
 

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Hallo mal wieder,

heute gings am Motor weiter. Da ich sichergehen wollte, ob nun an meiner Kurbelwelle ein Burgmann-Dichtring verbaut ist, habe ich also das hintere Lager abgeschraubt. Herbert, eine 19er Nuss 12kant passt tatsächlich.

Das Ergebnis war ziemlich überraschend. An meinem Motor ist ein halber Burgmannring. Nämlich an der unteren Lagerschale ist dieser Ringe eingebaut, an der oberen nicht. Keine Ahnung, ob da schonmal was dran gemacht wurde. Jedenfalls sieht das nicht gebastelt aus.
Ich werde also den halben Dichtring ersetzten. Vielleicht ölt er dann nur noch halb soviel ins Kupplungsgehäuse.

Danach hab ich noch eine Einspritzdüse ausgebaut. Von Frank hatte ich den Tip, hiernach mal zu schauen. Als ich gesehen hatte, wie die erste Düse aussieht, hab ich gleich alle ausgebaut. Ich werde sie ersetzen müssen.

Mehr gibts heute nicht zu berichten.

Bis dann,
Rüdiger
 

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Hallo Rüdiger,
Nach dem ich die Bilder deiner Kurbelwellenabdichtung gesehen habe
muss ich meine Aussage das die Motoren mit dem kleinen Luftpresser generell keinen Burgmannring haben berichtigen.In einer Service Information vom April 1978 Nr.3/04 wurde von einer Zwischenlösung zur verbesserten Abdichtung berichtet.Im Zuge dieser Verbesserung wurde die Kurbelwelle und der letzte Lagerbock verändert.Das alles wurde auch bei AT Motoren gemacht.Zum etwa gleichen Zeitpunkt hat man bei neuen Motoren mit dem großen Luftpresser die Kurbelwelle rund um mit einem Burgmannring abgedichtet.Laut dieser SI müsste deine Kurbelwelle am Sitz der Burgmanndichtung an Stelle des Rückfördergewindes eine
Rändelung haben.Bei deinem Motor ist aber noch das Rückfördergewinde
zu sehen.Vieleicht hat schon mal jemand versucht den Motor nur mit dem geänderten Lagerbock abzudichten.Wenn du mir deine Mail gibst schicke ich dir die SI zu.
Gruß
Frank
 
Hallo zusammen, hallo Frank,

mit Deiner Vermutung, dass am Motor schon mal was geändert wurde, liegst Du wohl richtig. Wie ich meine, war diese Veränderung nicht gerade zum guten.

Folgendes Problem:
Heute erhielt ich den neuen Burgmannring und wollte ihn vorhin einsetzen. Er passt nicht in die Nut des hinteren Lagers, sondern ist erheblich zu breit. Daraufhin hab ich mir die Sache mal genauer angesehen.
Der Burgmannring drückt beim meinem Motor auf die Ölrückförderschnecke hinten an der Kurbelwelle.

Anmerkung:
Die Rückförderschnecke soll dafür sorgen, daß Öl, welches zwischen Kurbelwelle und Austritt ins Kupplungsgehäuse hineinlaufen will, zurückgefördert wird.

An meinem Motor drückt der Burgmannring auf diese Rückförderstrecke. Er muss so regelrecht abgehobelt werden, wenn der Motor läuft.
Das hab ich mal ausprobiert. Den neuen Ring hab ich eingesetzt, die Lagerschale montiert und den Motor 10 Umdrehungen durchgedreht. Dann die Lagerschale wieder abgeschraubt. Das Ergebnis sieht man auf Bild ..332 und Bild ..335.
Der Burmannring wird abgehobelt und der Abtrag in Richtung Motor weggefördert. Hierbei setzt sich die Rückförderschnecke mit dem Abrieb zu.
Mittlerweile wäre mich also lieber, ich hätte gar keinen Burgmannring, als diesen halben.
Wenn ich ihn montiere, wird er sofort zerstört und setzt dabei noch die Rückförderstrecke zu, so dass diese ihre Funktion verliert.

Was soll ich nun tun ? Auf jeden Fall möchte ich den Burgmannring lieber weglassen. Die vorhandene Nut muss ich schliessen, sonst funktioniert die Rückförderung überhaupt nicht. Meine Lösung (Kommentare erwünscht): Mit Epoxi-Kaltmetall die Nut ausfüllen und sauber verschleifen.

Ansonsten ist heute nicht viel passiert.
Die neuen Einspritzdüsen hab ich bestellt. Nach Einbau der Düsen in den Düsenstock muss eigentlich der Einspritzdruck überprüft und ggf. neu eingestellt werden. Ich habe mit einem Bosch-Dienst telefoniert. Dort kann ich die Düsen samt Düsenstock hinbringen und einstellen lassen.
Ach ja, spasseshalber hab ich mal das Ventilspiel nachgemessen. So im Schnitt liege ich bei 0,7mm am Auslassventil und 0,4mm am Einlass. Hier muss also auch noch Hand angelegt werden. Die Sollwerte liegen bei 0,3mm für den Auslass und 0,2mm für den Einlass.

Bis demnächst,
Gruss, Rüdiger
 

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