Hallo Hans,
nach längerem Nachdenken bin ich zu der Überzeugung gekommen, dass die Schaltgabel krumm ist, mit welcher die Schaltmuffe für die Gassen 3-4 und 5-6 aufgeschaltet wird.
Das erklärt sich so:
mit der krummen Schaltgabel (nach hinten gebogen) wird die Schaltmuffe nicht weit genug nach vorn verlagert und hängt sozusagen zwischen zwei Stellungen.
Der Pin dürfte aber nicht "mehr an der 3 stehen", weil er von 1-2 kommend nur nach vollständigem(!) Aufschalten der Schaltmuffe in die Gasse 3-4 kommen kann. Das ist mechanisch an der Schaltplatte so vorgesehen.
Der 411 hat aber genau das Problem dass diese mechanische Sperre mit der Zeit verschleisst, weil der Schalthebel "diagonal" von 2 nach 3 gedrückt wird. (So war es zumindest damals, s.o.).
Also: Bitte den Nebenabtrieb abbauen und dann die Schaltgabel begutachten. Die steht nach meiner Einschätzung ziemlich unter Spannung und ist nach hinten gebogen.
Deshalb nützt es nichts, die Schaltplatte jetzt abzuheben, denn dann formt sich die Schaltgabel zurück und es ist nichts mehr zu sehen.
Die Ursache für diesen Defekt ist einerseits das "Diagonalschalten" und andererseits steht die Schaltmuffe unter dem Einfluss von federbelasteteten Rastfedern, mit deren Hilfe sie in ihren Endstellungen fixiert wird, die Endstellung jetzt aber nicht erreicht infolge von verschlissenen Synchronringen bzw der Mitnehmerzähne zwischen Schaltmuffe und Zahnrad.
Wenn der Nebenabtrieb abgebaut ist, kannst Du die Schaltmuffe sehen und durch Knippen in die vordere Stellung bringen. Dann lässt sich auch der 3. Gang wieder einlegen.
Das ist, glaube ich, die Lösung und wenn es jemand besser weiss als ich mich nach 30 Jahren erinnern kann, ich lerne gerne dazu.
Gruss aus dem Bergischen, michael