Radmutten bei meinem U406 lösen sich während der Fahrt

Tamarix

New member
22. Okt. 2007
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Rossdorf
Hallo, ich habe mich bezüglich der Radmuttern schon einmal hier an euch gewendet. Habe eine Felge gesucht und gefunden.

Ich brauche aber noch ein paar Tipps oder Links etc. was ich für einen Rechtsstreit verwenden kann.

Kurz zur Vorgeschichte: Ich habe mir in 10/2008 einen U406, Bj.63 gebogene Scheibe Cabrio gekauft. Dieser wurde zwei Wochen vor dem Kauf vom TÜV mit mängelfrei geprüft. Auf der Überführungsfahrt löste sich nach ca. 60 km der hintere linke Reifen und verfing sich zum Glück im Radkasten, so dass er nicht auf die gegenüberliegende Fahrbahn schoss. Die Felge war komplett gelöst, alle Radmuttern waren weg, die Radmuttern hatten sich durch die Felge gedrückt. Ergo, ich musste einen Abschleppdienst rufen, Kosten rd. 800 ¤. Dieser stellte fest, dass auch die anderen drei übrigen Räder nicht korrekt angezogen waren.
Natürlich wollte ich vom Verkäufer die Kosten für das Abschleppen/neue Felge/Montage etc. zurück bekommen. Denkste!
Also habe ich einen Anwalt eingeschaltet. Er hat einen Anwalt eingeschaltet.
Jetzt argumentiert die Gegenpartei, die Reifen waren vor dem Probefahren korrekt angezogen gewesen und ich hätte es a) vor dem Kauf prüfen müssen (klar, habe ja auch einen entsprechenden Drehmomentschlüssel dabei), b) wäre es vermutlich ein Fahrfehler bei der Überführung.

Gibt es vielleicht irgendwelche Info´s darüber, dass korrekt angezogenen Radmuttern sich nicht während der Fahrt lösen können? Und dann der Käse noch mit Fahrfehler während der Überführung? Und dann noch eine TÜV Plakette ohne Mängel?!



Gruß Sven

Ps. nicht ärgern, falls ich nicht so schnell antworte, bin nicht so oft online.
 

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Hallo Sven,
möchte hier nicht vorschnell urteilen, aber das müsste auch einem Schreibtisch-Richter einleuchten, der selbst ein Auto fährt und schon mal Reifen gewechselt hat: So einen Zufall, dass alle 4 Felgen auf einmal ...! Ich kann mir nur vorstellen, dass alle 4 Räder montiert und mit der Hand angeschraubt wurden und der Rest vergessen wurde.
Aber aus einem vergangenen Rechtsstreit weiß ich, was jedem Menschen klar ist ist vor Gericht noch längst nicht klar. Von daher - sammele gute Argumente und ein Gutachten bei Inaugenscheinnahme der Felgen wird am ehesten stichhaltig sein...

Gruß
Werner
 
Hallo Sven,

aus meiner persönlichen nicht juristischen und eher pessimistischen Sicht solltest Du Dich erstmal mit den Kosten abfinden obwohl ich Dich moralisch auch im Recht sehe.
Auch solltest Du Dich mit Deinem Anwalt, der wohl in diesem Falle der beste Ansprechpartner ist, über realistische Chanzen und mögliche weitere Kosten für Dich unterhalten.
Wenn Du Dich damit abgefunden hast, kannst Du nur noch gewinnen.

Bei der Verornungslage sehe ich nämlich einen Gummiparagraphen über den Du stolpern kannst:

Straßenverkehrs-Ordnung (StVO)
I. Allgemeine Verkehrsregeln

§23 Sonstige Pflichten des Fahrzeugführers

(1) Der Fahrzeugführer ist dafür verantwortlich, daß seine Sicht und das Gehör nicht durch die Besetzung, Tiere, die Ladung, Geräte oder den Zustand des Fahrzeugs beeinträchtigt werden. Er muß dafür sorgen, daß das Fahrzeug, der Zug, das Gespann sowie die Ladung und Besetzung vorschriftsmäßig sind und daß die Verkehrssicherheit des Fahrzeugs durch die Ladung oder die Besetzung nicht leidet. ....

Auch weist jede Werkstatt auf der Rechnung darauf hin, dass die Radmuttern innerhalb von 50 km nach einem Werkstattbesuch nachzuziehen sind.

Das Verlassen auf einen TÜV Stempel ist wahrscheinlich auch juristisch nicht möglich, der TÜV kann nur eine Momentanzustand zum Zeitpunkt der Vorführung testieren. Nachträglich kann ja noch ein Radwechsel statt gefunden haben.

Ich vermute sogar, dass eben dieser Radwechsel statt gefunden hat und dann nach kurzer Fahrtstrecke die Muttern nicht nochmals nachgezogen wurden. Allerdings bist Du in der Beweislast und dies wird schwierig.

Ich weis, hiermit mache ich Dir alles andere als Mut aber ich denke hier einen leider realistischen Blick eines Aussenstehenden zu haben.
Dennoch wünsche ich Dir von ganzem Herzen Erfolg und hoffentlich bald mehr Spass mit dem Mog.
 
Stimme mit Jütgen überein; spar Dir Anwaltskosten !!!
So Du den Mog von privat gekauft hast und evt. auch noch 2-3 Gegenzeugen hast, sieht es schlecht aus. Dein Anwalt wird Dir evt. zu einer Klage raten, kostet Dich aber nir noch mehr Geld.
Radmuttern prüfen bei einer Probefahrt macht zwar keiner, sind aber beim Kauf genauso zubeachten wie das Motoröl.
Mein Tip: Versuch Dich mit dem Verkäufer gütlich zueinigen oder sieh es als Lehrgeld an. Traurig aber leider wahr.

800 ¤ sind schon ne menge Geld. Wie lange/ wieviele km war den die Abschleppstrecke ?

Grüße Ulli
 
Hallo Sven,

was ich nun schreibe soll nicht als Besserwisserei verstanden werden!
Ich wünsche Deinen Fall keinem und möchte auch nicht behaupten, mir würde so was nie passieren! Als Unimogfahrer kontrolliere ich meine eigenen Mogs natürlich auch nicht vor jeder Fahrt.
Aber wie Jürgen richtig schreibt bist Du als Fahrer (mit)verantwortlich!
Als LKW-Fahrer bist Du z.B. verpflichtet, vor jedem Fahrtantritt eine so genannte Abfahrtskontrolle durchzuführen! Dazu zählt u.a. das Kontrollieren der Radschrauben/Radmuttern! Habe keine Ahnung, ob diese Regelung beim Unimog auch gilt (Zugmaschine)? Ist aber denke ich für jeden Fahrer größerer Fahrzeuge wichtig!

Also nichts für ungut und sei froh, daß sonst nichts passiert ist!

Gruß Achim
 
Hallo,

Als LKW-Fahrer bist Du z.B. verpflichtet, vor jedem Fahrtantritt eine so genannte Abfahrtskontrolle durchzuführen! Dazu zählt u.a. das Kontrollieren der Radschrauben/Radmuttern! Habe keine Ahnung, ob diese Regelung beim Unimog auch gilt (Zugmaschine)? Ist aber denke ich für jeden Fahrer größerer Fahrzeuge wichtig!

Ich wüßte jetzt nicht, dass das nachziehen der Radmuttern zur Abfahrtkontrolle zählt, wurde jedenfalls beim LKW-Führerschein so nicht gelehrt. Sicherlich zählt aber die Sichtkontrolle dazu, ob eine Mutter augenscheinlich schon mehrere Gewindegänge gelöst ist oder ganz fehlt. Das gilt im übrigen nicht nur bei LKW sondern bei allen Fahrzeugen, nur sind eben meist die Konsequenzen eines Fehlers bei LKW anders.

Anhand der Schilderung vermute ich auch, dass hier kurz vor dem Verkauf nochmal die Räder gewechselt wurden und du als Käufer nicht darauf hingewiesen wurdest, die Radmuttern nachzuziehen. Eine Werkstatt kann man dafür haftbar machen, deshalb steht's ja auch immer auf der Rechnung mit drauf. Aber dem Privatverkäufer müßte man erstmal nachweisen, dass die Räder gewechselt wurden, was schonmal vermutlich nicht gelingt.

Ebensowenig hat der frische TÜV-Stempel hier irgendeine Aussagekraft. Dies stellt eine Momentanbeurteilung dar, die Radmuttern könnten sich nachher noch gelockert haben und die Räder könnten auch nach der TÜV-Vorführung noch gewechselt worden sein.

Mit welchem Fahrfehler man die Radmuttern zum lösen bekommt, würde mich aber auch mal interessieren. Nur leider läßt sich aus dieser nicht haltbaren Aussage kein Kapital schlagen.

Gruß,
Michael
 
Hallo,

ja ich denke ihr habt wahrscheinlich leider alle Recht. Ich habe zum Glück eine Rechtsschutz :wink: . Ich werde so weit gehen, wie möglich. Was mich am meisten ärgert oder enttäuscht, ist das ich mich in meiner Menschenkenntnis verschätzt habe. Ich ging eigentlich davon aus, dass ich einen "fairen"Verkaufspartner hatte, wir waren uns zumindest von den Interessen sehr sympathisch, so dass auch ein gute Gefühl, bei dem Verkaufsgespräch da war. In der Verkaufsanzeige stand drin, was er alles neu/überholt/getauscht ... hat. Auch das hat sich im nachhinein leider nicht bestätigt. Roststellen an der Pritsche wurden so mit Farbe eingestrichen, dass nichts zu sehen war, mittlerweile schon. Die neue Bremsanlage leckt an mehreren Stellen, der Tank lauft aus, sowie mehr als 20 l Diesel getankt wurden, Elektrokabel wurden erneutert, aber mit 220V Kupferdraht ...Motoröl.
Leider habe ich die Mängel erst nach und nach im Gebrauch festgestellt. Die Azeige werde ich auch noch mal hinterlegen, damit man sich das Gesamtbild vorstellen kann. Bitte nicht falsch verstehen, das ein so altes Fahrzeug nicht 100 % dicht sein wird ist mir klar.
Ich ärgere mich deshalb, da ich lange Jahre gespart habe und mir einen Unimog gekauft habe, wovon ich dachte, das er auf einer Basis ist, die ich von meinem zeitlichen und technischen Ressourcen in einem gutem Zustand bringen kann. Dementsprechend war ja auch der Kaupreis von rd. 7T¤. Mal schauen... Ich hoffe immer noch, das ich ihn von der Substanz her prospektiv gesehen in einen guten Zustand bringen kann. Für dieses Alter denke ich, sind rd. 33 TKm und 3400 Betriebsstunden Ok.

... aber ich lasse mich halt nicht gerne über das Ohr hauen und dementsprechend werden ich die notwendigen Rechtsmittel in Bewegung setzen. ABER hergeben werden ich den Unimog deshalb nicht mehr.


Ach ja, das Abschleppen war von Worms nach Rossdorf bei Darmstadt, inkl. schriftliche Bestätigung, dass alle Räder lose waren.
 
Dann will ich mal hoffen, Daß die Km Angen auch stimmen. Echte Sauerei. :twisted:

800 ¤ für knapp 100 km ist aber auch ein Stolzer Preis !!!


Gruß Ulli
 
Tamarix schrieb:
In der Verkaufsanzeige stand drin, was er alles neu/überholt/getauscht ... hat. Auch das hat sich im nachhinein leider nicht bestätigt. Roststellen an der Pritsche wurden so mit Farbe eingestrichen, dass nichts zu sehen war, mittlerweile schon. Die neue Bremsanlage leckt an mehreren Stellen, der Tank lauft aus, sowie mehr als 20 l Diesel getankt wurden, Elektrokabel wurden erneutert, aber mit 220V Kupferdraht .

Hallo Sven,

da hast Du ja mal richtig daneben gelangt :cry:

Egal, ich denke Du bist schon auf dem richtigen Weg, lass es nicht einfach auf sich beruhen und gebe mit Deiner Forderung nach Kaufpreisminderung nicht nach, schließlich und endlich entspricht ja der tatsächliche technisch Zustand nicht dem offerierten.

Beste Grüße
Armin P.
 
Bei dem Zustand würde ich eine Bestandsaufnahme von einem vereidigten Sachverständigen machen lassen. Sprich mal mit deinem Anwalt darüber. Der Zustand sieht nach arglistiger Täuschung aus, dann würde ich auf Schadenersatz klagen. Aber nur, wenn du Zeugen oder was schriftliches hast, das die Aussage des Verkäufers bestätigt.
Gruss
e.a.
 
Guten Morgen,
Ich kenne solche Dinge auch. Sachlich gesehen geht der erworbene Gegenstand mit allen Folgen auf Dich über.
Aber,war ein Zeuge beim Abklären des Verkaufs dabei,der auch bestätigen kann,daß Zustandsangaben vom Verkäufer gemacht wurden ? Bekomme heraus ,was der Verkäufer beruflich ausführt.Deckt sich das eventuell mit technischen Reparaturen?
Wie lange war der Mog in seinem Besitz ?Um ein Bild der Zustandserhaltung darzulegen./Wer nachweisbar die Finger dran hatte.
Und dann vorab eine Einigung finden.
Für mein Verständniss Fogendes:An den verleierten Felgen kannst Du nichts machen.Gleichwertiger Ersatz wäre top.So lange normales Reden geht.Vieleicht liegen die anderen vier Felgen noch beim Vorbesitzer... :shock:
Vor solchen Überraschungen ist keiner sicher,daß wollte der sicher auch so nicht,aber Privatverkauf ist auch eine Ehrenleistung.
Hätte er den Unimog noch besessen, wäre es Ihm genauso ergangen!!!
Also ,alles andere sollte unter Unimoglern zu klären sein.Ehrensache
und nicht "Wer haut Wen am raffiniertesten über´s Ohr.

Viel Verständnis an beide

Uwe
 
1. ists natürlich scheisse
2. meine ich selbst bei einem unimog müsste man das geröder von einem losen rad hören oder spüren weil das ja bestimmt nicht auf 100m losgegangen ist.
bis eine felge so kaputt ist dauerts schon ein wenig
 
Schalt mich mal mit ein...

Ich sehe das wie Michael. Musst im Rahmen der Abfahrtskontrolle noch checken, ob das Bremssystem vernünftig entlüftet ist??? Hat etwas mit Verhältnismäßigkeit zu tun. ( Vielleicht kann ein guter Nawalt daraus etwas machen....was hätte da noch passieren könne)

Sind die Aufnahmelöcher für die Radbolzen in der Felgen "ausgenüdelt". Hab mal Felgen gesehen die schöne Ovale statt kreirunde Löcher hatten. Ich denke mir mit meiner bescheidenen technischen Bildung, dass sich da nur schwer das nötige Reibmoment für die Radmuttern aufbauen lässt....

Aber alle vier... :shock:
 
Also ich denke Kontrolle hin oder her das wird nicht gut ausgehen denn wer fährt ist immer der dumme....

Aber was die Sache mit der Ausschreibung und dem tatsächlichen Zustand angeht würde ich mir ds nochmals genau bestätigen lassen.
Du hast die Anzeige mit den Angaben des Veräufers ( die kann nicht leugnen sind seine Angaben zur Verkaufsanzeige) und am besten holst dir wie schon geschrieben ein Gutachten ein.

Wen nes stark differiert kannst Du immernoch auf Schadensersatz, Wandlung oder Preisminderung drängen!

Frag echt mal deinen Advo-Card-Annehmer!

Drück Dir die Daumen und halt die Ohren steif!
Und lass Dir vor allem Dein schönes Hobby von sowas nicht kaputt machen!!

Grüssle Micahel
 
Hallo Herr "lardiekm",

wenn schon Dein Senf dazu gibst, dann doch bitte sachlich bleiben!
Im Rahmen der Abfahrtskontrolle ist folgendes Vorgeschrieben:
http://www.fahrschule.de/Verkehrsre...uehrerschein_Pruefungsrichtlinie_Anlage_7.pdf

Und ich habe bei der Fahrschule gelernt, daß unter Sichtprüfung durchaus ein hinlangen mit der Hand an eine oder zwei Muttern gemeint ist!

Habe ehrlich gesagt auch nicht wirklich verstanden, was Du mit Deinem Beitrag sagen wolltest?! Die Abfahrtskontrolle ist gesetzliche Vorschrift und keine ABM der Fahrschulen, also was sollen die Witze darüber?
Wenn ich hier was poste, dann weil ich jemand helfen will und wenn ich etwas weiß (= von Wissen)!!!

Gruß Achim
 
Auch noch´n Fragesenf:

Auf den Bildern sieht es doch so aus, als würden Mutter (Bundmutter (konisch in Richtung Felge)), Bolzen und Bohrungen so gar nicht zueinander zu passen. (10er Bolzen mit 10er Mutter in ein 16er Loch geschraubt.)

Oder ist so etwas während der Fahrt ausgenudelt. Kann ich fast nicht glauben.

Wäre vielleicht ein "technischer" Ansatz das "Problem" dem Verkäufer (wg. Montage falscher Felgen) etwas "anzulasten.

Wie gesagt: nur nach den Bildern beurteilt ! ! !

Grüsse
WolFgang
 
Hallo Sven,
Mitleid hast du jetz genug gehabt, ich möchte es mal anderst anstoßen:

Ich hatte meinen 406er schon eine gewisse Zeit ca. 3 Jahre, und habe tatsächlich nie nach den Radmuttern gesehen. War auch nicht nötig, da immer alles OK. Bis ich eines Tages einen kleinen Heckanbaubagger kaufte, und den natürlich gleich am Heck nach Hause fuhr. Schon nach wenigen ~ 6 KM hatte ich ein komisches Fahrgefühl, wobei ich nicht alleine das schwankende "Heckgewicht" meine. Ich schaute in den Spiegel, spürte nach was passiert bei leichten Lenk- und Bremsbewegungen. Da merkte und sah ich im Spiegel ziemlich rasch, dass am linken Hinterrad was nicht stimmte - es eierte. Natürlich habe ich sofort angehalten, und sah, dass das Rad locker war und die Felge auch schon ein kleines bisschen ausgeschlagen war. Ich habe dann soweit möglich mit dem 24er Gabelschlüssel - mehr hatte ich nicht - nachgezogen, und bin sofort zum nächsten Landmaschinenmechaniker ca. weitere 2-3 Km gefahren, und der hat mir dann eine Art konischer Sprengscheiben und andere Radmuttern gegeben, mit den Worten, so war das früher und jetzt hast du Ruhe. Ich habe auch immer noch Ruhe.

Was ich aber eigentlich sagen möchte, wenn bei deinem Fahrzeug ein Rad so locker war, wie dein Foto oben zeigt, dass du es am Ende gar verloren hast....... Ich kann wirklich nicht verstehen, dass du das nicht rechtzeitig gespürt hast. Hast du dir da gerade AC-DC über Kopfhörer reingedröhnt oder was?
>>>>>Zitat (Abschleppdienst).......Dieser stellte fest, dass auch die anderen drei übrigen Räder nicht korrekt angezogen waren.
Die hatten ja offensichtlich noch keine Lockerungserscheinungen, sonst hättest du ja 4 Felgen gebraucht.
Was hättest du den gemacht, wenn du (nur) einen Platten gefahren hättest? Hättest du da auch einen Abschleppdienst geholt? Ein Platten ist ja im Prinzip der gleiche Aufwand bei der Reperatur, nur dass du in deinem Fall den Reifen auf eine andere Felge montierst. (Ich gehe übrigens davon aus , dass das ganze nicht auf der Autobahn passiert ist,)

Ich lehne mich jetzt ein bisschen weit aus dem Fenster, denn: Ich kenne dich nicht, ich habe keine Ahnung wie erfahren du in diesen Dingen bist, dein Alter ist mir unbekannt und dein praktisches und technisches Verständnis für ältere Fahrzeuge kann und will ich auch nicht einschätzen. Und ich war auch nicht zugegen, so dass ich die detaillierten Umstände nicht kenne.
Mir gehen dazu gerade 2 Gedanken durch den Kopf.

1. Du hast dich hier angemeldet, NACH DEM du den Unimog gekauft hast. Hättest du vorher hier gelesen und dich informiert, hättest Du neben goldwerten Tipps zur Begutachtung >>>>>Zitat.....Die neue Bremsanlage leckt an mehreren Stellen, der Tank lauft aus, sowie mehr als 20 l Diesel getankt wurden, Elektrokabel wurden erneutert, aber mit 220V Kupferdraht ...Motoröl. ...>>>>> auch die Info bekommen, dass man(n) dir auch auf deinen Überführungsfahrten jeder zeit helfen kann. Praktisch überall im Land sind hilfsbereite Unimogler, die sich auch in der Unimoglandkarte eingetragen haben. Die hätten dir nicht 800¤ abgezockt, sondern dich aufgemuntert, und wären dir mit Rat und Tad zur Seite gestanden. Vielleicht sogar mit einem Ersatzrad oder z.B. hättest du/ihr das Rad mit großen Beilagscheiben provisorisch montieren können, um bis zum nächsten Parkplatz, Feldweg, Werkstatt oder gar Unimogler zu kommen. Die BW Felge 9*20 ist die wahrscheinlich häufigste Felge im Unimog Bereich.
2. Wenn du in Zukunft mit deinem 45 Jahre alten Unimog ohne Gefühl und Gespür so weiter fährst bis dir die Teile um die Ohren fliegen, dann sind die 800 ¤ für den Abschleppdienst und die Ersatzfelge erst der Anfang für eine Unendliche (furchtbar teuere) Geschichte.

Ich denke, du kannst die 800¤ unter Lehrgeld verbuchen, denn von Privat an Privat hast du wohl wenig Aussicht auf Erfolg. In einem Rechtsstreit gibt es immer Gewinner, aber oft sind das nur die Anwälte.
Zum Umgang mit dem restlichen Zustand haben Andere schon geschrieben. Es wird schwer werden, wenn du ihn gekauft und unterschrieben hast wie besichtigt und Probe gefahren ohne Garantie zur Reparatur als Ersatzteilträger.(So habe ich gerade einen Unimog Bj 70 guter Zustand verkauft). Setze doch mal ein Bild ein das würde vielleicht auch ein wenig zum Veständnis beitragen.

Ich wünsche dir wirklich eine pannenlose Zukunft mit deinem neuen Wegbegleiter und sei nicht so enttäuscht. Wenn du dich dann noch ein bisschen bemühst, dich in deinen Unimog hineinzuspüren, bleiben dir hoffentlich viele weitere Kosten und Ärger erspart. Informiere dich doch mal hier nach unimogler in deiner Gegend, und checke gemeinsam deinen Mog durch. Vielleicht waren bei deinem Vorbesitzer ja noch mehr "Schrauben locker"

Im übrigen hatte ich auch schon Probleme bei einer Überführung. Dinge passieren, auch wenn man vorher gründlich Probe fährt und testet. Dem bäuerlichen Vorbesitzer mache ich keinen vorwurf für mein Problem, das auch beim TÜV nicht aufgefallen ist. (ich kann so denken, es ist ja nichts passiert). Der Man ist schon Jahre lang nicht mehr weitere Strecken gefahren, und schon gar nicht schnell auf der Autobahn. Und mal ehrlich, so ein Bauer gibt doch nicht von heute auf morgen seinen geliebten Unimog her, das ist ein schleichender Prozess, und dann wird der schon jahre lang nicht mehr gewartet, - weil den verkaufe ich ja bald - und irgendwan ist er dann reif und gibt den "Karn" her.
Und wir lieben Ihn dann, unseren Unimog

http://www.unimog-community.de/index.php?name=PNphpBB2&file=viewtopic&p=61339&highlight=#61339

Ich wollte es einfach mal von einer nüchternen, nicht emotionalen Seite betrachten.
Gruß, Hans Peter
 
Hallo,

dem Bild nach zu urteilen, wurde das Fahrzeug schon eine recht große Strecke mit dem losen Rad gefahren. Wahrscheinlich mehr als 100 km. Durch das Spiel der Radbolzen in den Bohrungen und die Belastungen beim Lastwechsel, haben sich die Löcher so stark aufgeweitet.
Bei der Montage war die Felge wahrscheinlich völlig intakt.

Es ist gut möglich, dass die Räder mit dem vorgeschriebenen Drehmoment angezogen wurden und sich im Laufe der Zeit gelockert haben. Wenn bei der Montage des Rades die Radnabe und die Anlagefläche der Felge nicht von Rostansatz befreit werden, bröselt beim Fahrbetrieb der Rost heraus und das Rad ist lose.
Deshalb sichert sich jede Werkstatt durch Aufkleber oder Stempel in der Rechnung "Räder nach 50 km nachziehen" ab.

Allerdings müsste der Unimog ein sehr starkes Geräusch, das sich bei Lenkeinschlag, bzw. bei Lastwechsel verändert, gemacht haben. Da du den Unimog ja zum ersten Mal gefahren hast konntest du das Geräusch nicht deuten.

Zur juristischen Seite kann ich keine Auskuft geben, nur vom Gefühl her denke ich, wirst du den kürzeren ziehen.

Trotz der schlechten Erfahrung, wünsche ich Dir viel Spaß mit deinem Mog.

Gruß Jürgen
 
Also ich habe gerade erst den CE und vor einem Jahr BF gemacht.
Man hat immer wieder erzählt:
Vor der Abfahrt, insbesondere mit fremden FZG:
Rundgang, Sichtkontrolle, ob Radmuttern/-bolzen fest sind.
Handbremse testen.
Betriebsbremsanlage kontrollieren auf Dichtheit ( Standbremsprobe etc.)

Auch Motoröl kann man Prüfen, bevor man kauft bzw wegfährt ;)

Also in meinen Augen hast du keine Chance auch nur irgendwelche Forderungen zu Stellen.
Das hätte man VOR Abfahrt kontrollieren müssen/sollen. Und wenn ein Rad abfällt, da muss es schon so arbeiten, dass man sich schon was dabei denken sollte.
 
Hallo zusammen !

ich glaube es könnte Sinn machen, neben dem "menschlichem Versagen" auch noch über andere mögliche Ursachen nachzudenken :?: :idea:

Mir ist es bei der Überführungsfahrt meines U65 ähnlich gegangen. Ich habe es als Mog-Neuling, nach der "Sichtkontrolle und Bremsprobe, langsam angehen lassen und bin mit ca. 40 km/h auf Nebenstrecken gefahren, ohne das "Unregelmäßigkeiten" aufgefallen währen (und dabei bezeichnen mich einige Freunde und Bekannte als übervorsichtig wenn es um "Geräusche und Bewegungen" alter Fahrzeuge geht).
Ein kurzes ca. 3 km langes Teilstück einer 2-spurigen Bundesstraße ohne Haltemöglichkeit ließ sich jedoch nicht vermeiden , hier ist zunächst ein "klapperndes Geräusch" aufgefallen, ohne jedoch die "Fahreigenschaften" zu verändern :shock: . Bei dem Versuch an der nächsten Möglichkeit rechts abzubiegen, zog es das linke Vorderrad jedoch vor, geradeaus weiterzulaufen um dann am Schaufenster eines Reifenhändlers stehen zu bleiben :shock: :oops: :( . Alle Muttern waren noch auf den Radbolzen !! Der Rest der Geschichte würde hier zu weit führen !
Durch dieses Erlebnis sensibilisiert, wurde danach den Rädern besondere Aufmerksamkeit geschenkt.

Der Mog war nun ca. 1/2 Jahr später zur TÜV-Vorbereitung in einer Werkstatt, alle Räder waren wegen anderer Bereifung demontiert worden, die Radmuttern gem. Herstellerangabe mit Drehmomentschlüssel :!: :!: angezogen. Nach ca.15 km bemerkte ein hinter mir fahrender Freund das das linke Hinterrad "eiert" :evil: . Die Prüfung ergab, das alle 6 Muttern lose waren :?: :shock:
Eine einleuchtendeErklärung haben wir bis heute nicht gefunden. Seit diesem Tage sind ca. 2 1/2 Jahre und ca. 2.000 km ohne weitere Zwischenfälle vergangen. :!: :!: :?: :?: