Radnabe 411 aufziehen - Praxistipps gesucht

Bullimog

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26. Mai 2021
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Hallo zusammen, da mir hier mit Tipps wie ich eine Radnabe bei einem 411.117, BJ. 1958, alte Achse abziehen kann super geholfen wurde, geht es jetzt leider um die andere Richtung. Defekter Wellendichtring ist gewechselt, Nabe etc. alles gereinigt und geschmiert, doch leider bekomme ich die Nabe nun nicht vollständig aufgezogen. Die letzten 2cm rutscht sie nicht mehr rein, trotz großem Hammer, Hydraulikpresse, etc. Hatte auf Grund der angewendeten "Gewalt" kein gutes Gefühl, deshalb die Frage ob jemand von euch noch Praxistipps hat, wie es erfahrungsgemäß gut funktioniert?
Ich muss gestehen, die Reparatur des Wellendichtrings bringt mich etwas an mein Hobbyschrauber- und Werkzeuggrenze :shock:


Viele Grüße, Marcus
 
Hallo Marcus,

wenn du die Nabe schon soweit drauf hast, müsst doch die große Schraube greifen. Mit der solltest du das letzte Stück schaffen. Anzugsmoment sind 750 Nm, wenn ich das richtig im Kopf habe.

Gruß Alex
 
Hallo Marcus,
bin mir nicht ganz sicher.
Hast du den Allrad bei der Demontage blockiert / eingeschaltet.
Könnte eine Ursache sein.
Bei meinem Spezl ging das ohne Probleme reinzuschieben.

Gruß Michael
 
Hallo Marcus,

Ich möchte jetzt nicht wieder das Sonderwerkzeug ansprechen.
Nicht umsonst teuer und selten. Gute Alternativen sind genauso teuer
Aber selbst mit dem Presswerkzeug ist es manchmal ein Kraftakt.
Das lange Rohr wird dann mit draufstellen langsam bewegt.

https://www.unimog-community.de/phpBB3/411-alte-achse-radnabensimmering-t93100.html

Mit großem Hammer schlagen macht mehr Schaden als Wirkung.

Gruß
Jochen
 
Hallo Marcus,
da hab ich nicht richtig gelesen, tut mir Leid.

Wir haben damals das ganze Vorgelege samt Welle gezogen, zerlegt und alles neu abgedichtet.
Und mit der Presse zusammen gefügt, dann eingebaut.

fmich_411 schrieb:
Hallo Marcus,
bin mir nicht ganz sicher.
Hast du den Allrad bei der Demontage blockiert / eingeschaltet.
Könnte eine Ursache sein.
Bei meinem Spezl ging das ohne Probleme reinzuschieben.

Gruß Michael
 
hallo Marcus,

kauf Dir eine Verschlussschraube M42x1,5 (https://www.befestigungsfuchs.de/befestigungstechnik/schrauben/verschlussschrauben/1-verschlussschrauben-din-908-zylindrisches-feingewinde-m42-x-15-mm)
schneide den Rand mit der Flex ab (1mm Scheibe)
Bohr einGewinde- Kernloch zentisch rein10mm,Schneide ein 12er Gewinde rein,mache eine Gewindestange mit Kontermutter dran fest,ca. 20 zentimeter,
dreh es rein,schiebe die Radnabe drauf,grosse Beilagscheibe und 12er Mutter drauf und einfach reinziehen.
wenn's drin ist einfach den Gewindestutzen an der Gewindestange wieder rausdrehen.
Jetzt kann wieder der Rändelring und die 55er Sechskannt-Achsschraube Montiert werden.
wenn nötig könnte ich auch ein Bild senden.
Materialwert ca 6 Euro (siehe Link)

Gruss
Klaus
 
Hallo Marcus,
hallo liebe Helfer, (ist nicht bös gemeint)

Wenn die Radnabe wirklich so schwer drauf geht wie von Marcus beschrieben ist schon etwas im Argen. Grobe Gewalt aber auch falsche Einzughilfen führen hier wie oben Jochen schon erwähnt hat zu einer weiteren Schädigung bis hin zum Zerstören der Stummelachse.

Wenn die Radnabe bereits 2cm vor dem Ende klemmt, darf sie nicht mit der originalen Zentralschraube eingezogen werden, weil in dem Fall zuwenig Gewindelänge in der Stummelachse die ganze Kraft tragen muss. Meiner Ansicht nach gilt das gleiche in diesem Fall bei der von Klaus vorgeschlagenen Methode. auch die Verschlussschraube hat ja nur ein eher kurzes Gewinde und vor allem wenn die schwache Gewindestange bricht wird es schwierig die Reste aus der Achswelle zu bekommen. Der Vorschlag von Christian entspricht dem Original. Allerdings ist bei den Original aus gutem Grund eine größere Dimensionierung des Einzugsgewinde mit ebenfalls einem SW55 Sechskant.
 
Guten Abend zusammen, erstmal Danke für die zahlreichen, anschaulichen Tipps. Ich werde mir am Wochenende nochmal die Nabe und Achse sehr genau anschauen ob es einen sicht-, messbaren Grund gibt, dass die Nabe so schwer aufzuziehen ist. Ein bisschen ist das Kind schon in den Brunnen gefallen, beim Versuch letzte Woche die Nabe mit der 55er Schraube die letzten zwei Zentimeter aufzuziehen, hat das Gewinde der Schraube nachgegeben :shock: . Dank eines Tipps von Jochen konnte ich eine neue Schraube bei einem Onlineshop ordern. Ich werde mich vorsichtig wieder heranwagen, mich von den beschriebenen Werkzeugen inspirieren lassen und hoffentlich nichts mehr zerstören - der arme Unimog :sorry - eigentlich sollte er zur Zeit gesägtes Brennholz nach Hause transportieren.

Viele Grüße, Marcus
 
Hallo Marcus,

da kam meine Warnung bezüglich dem Gewinde leider zu spät :(
Bevor Du weiter versuchst die Nabe aufzu ziehen solltest Du jetzt prüfen ob sich die neue 55er Schraube OHNE Radnabe gut in die Achse einschrauben läßt. Nicht das bereits das Gewinde in der Achse auch zuviel gelitten hat.
Ich drücke Dir die Daumen !
 
Hallo Marcus,

eventuell bekommst Du im Fachhandel eine längere Schraube oder sogar eine Gewindestange und Muttern mit dem Gewinde und hoher Güte und Zugfestigkeit. Dann kannst Du das Gewinde im Achsstummel auf ganzer länge nutzen und läufst nicht Gefahr im Stummel etwas zu beschädigen.

Auf diese Weise habe ich mir schon das ein oder andere Mal Hilfswerkzeuge gebaut.

Gruß Robert