Radnaben und Felgen, Prototyp?

christophlehmann

New member
10. Nov. 2008
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Grüß Euch,
in der Aufmacher - Geschichte über das Schulungsgebäude Bad Rotenfels ist mal wieder ein bzw. der Unimog zu sehen, dessen Radnaben und Felgen komplett anders aussehen, als das was als Prototyp / Boehringer oder 2010 bisher beschrieben wurde. Im 4. Bild. Wer war Lieferant dieser Achsen, war das ein Versuch zwischen Boehringer und Mercedes - Serie?
Christoph
 
Ist hier auf der Startseite zu finden.

@ Christoph
Gute Auge.

Wenn es 10 Jahre später gewesen wäre und nicht 1952, könnte es ein Prototyp für die neue Achse sein. Aber man hat sicher keine 10 Jahre für die Entwicklung der neuen Achse gebraucht.

Möglicherweise hat man auch alternative Lieferanten ausprobiert, weil nicht ganz klar war, ob nach der Übernahme durch Mercedes 1951 der alte Lieferant weiter liefern würde.

Gruß
Markus
 
Hallo Christoph,

Im UVC Kalender 2022 haben wir ein Bild im Forst (Juli) mit diesen Radnaben.

Das Fahrzeug taucht bei Vorführungen um 1951-52-53 auf. Hier ja auch beim Unimogversuch beheimatet.
Michael Wessel hat einige dieser Bilder in seinen Büchern verwendet. Er könnte noch mehr dazu beitragen.

Der erste Prototyp von 1946 hat ähnliche Radnaben, daher mein Verdacht das dieses Fahrzeug auch zu den ersten 4 gehört.

Gruß
Jochen
 
Moin moin,

ein spannendes Thema!

Ein paar auf die Schnelle gefundene Bilder ähnlicher Achsen aus der Urzeit bei Erhard&Söhne:

1. Das wohl älteste Bild:
https://kommunalwirtschaft.eu/images/presse/img/bild-unimog-michael-wessel_1486682434.png

2. Hier schon mit Karosserie, aber ohne Winker, man achte auf die Montage des Aufstiegsbügels:
https://www.mercedes-fans.de/thumbs/lib/65/30/00/i_full/3065.jpg
Die Sitzaufnahme, die zusammen gesammelten Felgen und die Pritschenkonstruktion weist auf ein sehr frühes Handmuster hin.

Dieser Artikel versammelt einige Fotos:
3. https://de.carvisibility.com/9797357-mercedes-the-unimog-a-brief-history-of-legendary-all-terrain-vehicles
Hier einzeln:
4. Einer noch mit Benzinmotor, aber schon besserer Pritsche als das Foto 3:
https://i.carvisibility.com/images/001/image-2026-7.jpg
5. Mit Winkerschächten und eleganterem Aufstiegsbügel:
https://i.carvisibility.com/images/001/image-2026-2.jpg
6. Andere Felgen, aber ansonsten sehr ähnlich, noch zu Zeiten als Reifenmangel herrschte (vor "der Währung"?):
https://i.carvisibility.com/images/001/image-2026-13.jpg

Entweder es gab mehrere Exemplare mit diesen Achsen, oder einer der allerersten Prototypen wurde regelmäßig dem aktuellen Entwicklungsstand angepasst.
Ob dann nur die Achsen weiter verwendet wurden, oder unter dem Kleid noch mehr gleich blieb? Ich denke mindestens das Getriebe blieb auch auf Prototypen-Stand, bei Bild 5 ist deutlich die Aufhängung des Getriebes am Rahmen mittels der seitlichen Antriebswelle zu erkennen. Gleichzeitig ist das aber schon ein neuerer Stand als bei dem bekannten Foto des Fahrgestells mit Benzinmotor, das im Artikel 3 abgebildet ist, da geht das Rohr noch mittig durch den Rahmen.

7. Das vom Themenstarter angesprochene Bild, man achte auf die Tankform, die ebenfalls nicht serienkonform ist:
https://www.unimog-community.de/wp-content/uploads/2022/03/UCOM-Unimog-Heftl-51-Schulung-2-1079x1536.jpeg
Ein Unterschied bei den Radnaben bleibt: Der innere Lochkreis der Radnabe wirkt zwar gleich dimensioniert, ist aber bei all den Fotos aus der Urzeit des Unimogs ohne Schraubenköpfe. Dafür ist innerhalb dieses Lochkreises schon ein kleiner Zapfen, dieser fehlt auf dem Foto 7. Gleichzeitig kann man vorn ein Lampenglas des Scheinwerfers erkennen, der Kühlergrill muss daher mindestens der Boehringer-Hauptserie entsprechen.

MfG
Fabian
 
Hallo
auf der rechten Seite ist die DLG/FPA-Plakette zu erkennen. Winker hat er auch noch. Damit ist das Zeitfenster schon eingeengt.
Die Halter für die Aufsteckbordwände sind auch zu erkennen.
 
Hallo Leute,
mich freut diese interessante Teilnahme am Thema. Evtl. haben wir die Frage am Ende dieses Beitrages eingegrenzt oder gar geklärt ?!
Grüße
Christoph