Hallo zusammen,
ich weiß zwar nicht um was für eine Achse es sich hier handelt, ich habe diese Reparatur aber vor kurzem an meinem 406 Bj 68 mit originaler E-Achse erfolgreich hinter mich gebracht, weil das Vorgelege undicht war und ich in diesem Zusammenhang auch gleich die Bronzebüchse im Achsrohr sowie den WeDi und den dazu gehörenden Verschleißring gewechselt habe.
Die Bronzebüchse habe ich im Ölbad auf rund 180-200 Grad C erwärmt (Öl in einem alter Kochtopf auf einem Gasgrill erwärmt bis Blasen aufstiegen), die Büchse habe ich rund 20 Min in dem heißen Öl gelassen, dann heraus genommen, abkühlen lassen und in das Achsrohr eingepresst. Von dem Ersatzteil-Händler habe ich leihweise und kostenlos ein Spezialwerkzeug zur Verfügung gestellt bekommen, mit dem die eingebaute Bronzebüchse auf Sollmaß gedrückt wird. Das Werkzeug sieht wie ein Dorn mit drei balligen Verdickungen aus, die mit Untermaß anfangen und bis zum Nennmaß der Welle um jeweils ca. 1 hundertstel mm dicker werden - trotz Öl benötigte das einigen Kraftaufwand, es hat aber geklappt und die Welle passte beim EInbau nachher einwandfrei (ist so auch im Werkstatthandbuch beschrieben).
Der Verschleißring bei meiner Achse ist nur für den WeDi zuständig, er läuft also nicht in der Bronzebüchse. Den alten habe ich vorsichtig mit dem Dremel angeschliffen um ihn zu schwächen (ca. 70 %) - dann habe ich mit Hammer und Meisel den Ring problemlos sprengen (tangential) und entfernen können.
Den neuen Verschleißring habe ich wie o.a. auch im Ölbad auf rund 180 Grad C erwärmt, die Welle habe ich senkrecht eingespannt und dann den Verschleißring mit einem Rohr aufgetrieben, von alleine ging er nicht drauf, großer Kraftaufwand war dazu aber auch nicht notwendig - den Trick mit dem Kabelbinder oder Klebeband kannte ich noch nicht, ich werde ihn mir aber merken.
Mein Mog läuft wieder und ist trocken.
Gruß
Gerhard