Restauration Vorderachse 411c aus 1974

mhame

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27. März 2007
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411
Hallo,

ich restauriere meinen Unimog 411 aus 1974. Die Achsschenkellagerung hat da so einige Überaschungen gezeigt. Hier sind Schwenklager aus dem 421 verbaut. Das obere ist ein Standardlager innen 30mm und außen 47mm, breite 22mm.SKF 365235B

Hat zwar eine DB Nummer 416 981 02 31 gibt es aber nicht einzeln.

Das untere Schwenklager ist natürlich eine Sonderbauform. Innen 30mm, außen 47mm breite 19mm! Hier kann man ein Standardschwenklager am Innenring jeweils 1,5mm abschleifen. Elges (heute INA) 16-375.

Hat zwar eine DB Nummer 416 981 03 31 gibt es aber auch nicht einzeln.

Jetzt zu meiner Frage:

Welche V-Ring Dichtungen wurden verbaut?

oben: 005 997 60 45
unten: 005 997 60 45 und 005 997 81 45, zusätzlich Staubring 416 332 00 51und ein O-Ring 003 997 08 45

Leider kann ich in den Bröseln nichts mehr erkennen. Wer weiß wie die Teile aussehen. V-Ringe sind ja Standardbauteile.
Wer hat Bilder oder Abmaße?

Gruß & Dank,
Markus
 
Hallo Markus,

(der Vollständigkeit hier nochmal) mein Simmerring ist von Mogparts WDR099 und kostet 22,50 Euro plus MwSt.. Ehrfahrungsberichte dazu habe ich noch nicht da ich selbst momentan noch dran bin, er macht, meiner Meinung nach, optisch aber einen anständigen Eindruck.

Ist deine Achse dann der F Typ, mit Seegerringen an den Kreuzgelenken statt Blechdeckeln?


Gruß Max
 
Hallo Max,

da muss ich erst schauen an den Kreuzgelenken und jede Menge Dreck entfernen. Im kurzen Achsrohr ist die Buchse auch gebbrochen.

Gruß,
Markus
 
Hallo Max,

ja, ist die Version mit den Seegerringen.

- Ist die Schubrohrmanschette 404 987 16 43 (90x150) die Richtige für die Achse?
- Ist der Wellendichtring im Schubrohr 70x90x10?


- der Wellendichtring in dem Achsrohr ist 80x48x10!

Gruß,
Markus
 
Noch eine Frage an die Gelenklager-Experten:

Kann es sein, dass die Gelenklager aum Außenring alle einen Schlitz haben? Habe ich diesen fälschlich als Bruchstelle interpretiert?


Nachtrag:

ist geklärt! Ja, der Schlitz oder die Bruchstelle im Außenring ist herstellungsbedingt! Bei großen Durchmessern ist der Außenring sogar geteilt.

Hier ein Zitat aus der SKF Einbauanleitung:

"...Beim Einbau von Gelenklagern mit gesprengtem oder geteiltem Außenring ist darauf zu achten, dass die Teilungsebene senkrecht zur Hauptlastrichtung liegt..."

Gruß,
Markus
 
Hallo Markus,

Zu der Schubrohrmanschette:

Meines Wissen sind die Schubrohrmanschetten beim 411er unterschiedlich. Also eine für die alte Achse, welche auch beim 404 passt. Diese müsste dann die von Dir beschriebene Teilenummer mit 404 am Anfang haben. Die Schubrohrmanschetten für die neueren Achsen beginnen mit 416. So ist es zumindest bei einer bei mir verbauten. Daraus schließe ich, dass diese dann auch neben dem 411 beim 421, 403, 406, und 416 passen müsste.

Zum Simmerring im Achsrohr.

Der originale Simmerring ist 48x80x10mm. Allerdings handelt es sich nicht um einen ganz normalen Standardsimmerring, sondern um eine spezielle Ausführung mit Schutzabdeckung. Ich würde aus diesem Grund auch wieder auf die originale Variante zurückgreifen und kein Standardteil verwenden.


Gruß Max
 
Hallo Max,

ja, die alte Achse hat kleinere Schubrohre. 80mm (2010, 401, 404, 411 alte Achse). Dann gibt es eine Manschette für 90mm und 100mm. Bei meinem sind die Schubrohre 100mm. Wofür ist dann die 90mm Manschette?

Bei den Dichtringen war bei mir auf einer Seite der mit Kragen, auf der anderen Seite ein normaler RWD.Werde wohl den mit Blechkragen nehmen.

Kannst du noch mal ein Bild von deinem Werkzeug einstellen, insbesondere von der Aufnahme zum einpressen?

Gruß,
Markus
 
Hallo Markus,

klar, kein Problem.

IMG_5728b.jpg


IMG_5732b.jpg

Hier wird einfach ein Distanzring auf das Einpresswerkzeug für die Lagerbüchse aufgeschoben, um den Simmerring einzupressen.
 

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Und noch das Teil zum Ziehen der Büchse. Der Simmerring kommt dabei direkt auch mit.


IMG_5744b.jpg


IMG_5966 b.jpg


An den Alu-Stein, zum Ausziehen, könnte noch ein Absatz gedreht werden, damit sich dieser in der Büchse zentriert. Das wäre mit Sicherheit eine noch sauberere Lösung. Es funktioniert aber auch so.


Gruß aus dem Westerwald

Max Schumacher
 
Schönes Werkzeug. Hätte ich gerne. Leider bin ich mit dem Doppelkreuzgelenk noch kein Stück weiter und auch die Antriebswelle steckt noch im Achsschnekel mit samt Lager fest. :evil:



Gruß,
Markus
 
Hallo Freunde,
Die Gummimanschetten am 404 haben am vorderen Schubrohr die gleiche Größe wie 2010-411 alte Achse.
Zum hinteren Schubrohr ist die Manschette größer, könnte die 90mm D sein.
Die 100mm D Manschette dürfte dann 411 neue Achse und nachfolgend 421-406 sein?

Gruß
Jochen
 
Update:

die Antriebswellen habe ich ohne Presse aus dem Achschenkel mit einer kleinen Vorrichtung herausgedrückt bekommen.

Also bleibt die Frage, wie zerlegt man das Doppelgelenk?

Gruß,
Markus
 
Hallo Markus,

dann versuch's ich einmal.

Vorab, es gibt verschieden Längen der Nadellagerbüchsen, die kurzen sind nicht mehr lieferbar, auch die Sicherungsringe gibt es nicht mehr in allen Stärken. Das Zapfenkreuz wirst Du auch nicht mehr bekommen, zumindest bei DB.

Im besten Fall hast du eine starke Hydraulikpresse oder zumindest einen stabilen Schraubstock, das Vorgehen ist das selbe.
Wenn Du das ganze im Schraubstock machen musst weil keine Presse vorhanden ist helfen Schläge auf den Schraubstock, bei wiederspenstigen Büchsen. Mag zwar nicht ganz fachgerecht sein, aber in der Not frisst der Teufel auch Fliegen

Zum Auspressen habe ich immer die Nüsse aus dem Ratschekasten benutzt, da findet sich meistens etwas passendes.
Nachdem Du die Sicherungsringe entfernt hast, meine musste ich immer zerstören :flex , kommt das Gelenk unter die Presse.
Auf der unteren Seite wird das Gelenk auf ein Rohr/Nuss gelegt, abgestützt, das grösserer ist als die auszupressende Büchse.
Jetzt von der anderen Seite mit einem Bolzen / Nuss auf die obere Büchse drücken bis das Zapfenkreuz an dem Gelenk ansteht,
die untere Büchse ist jetzt teilweise herausgedrückt.
Jetzt musst Du die zum Teil ausgedrückte Büchse in den Schraubstock spannen, Schonbacken, und durch Hammerschläge auf die Mitnehmergabel die Büche ganz herausziehen.
Jetzt kommt die andere Büchse dran, hier drückst Du direkt auf das Zapfenkreuz.

Wenn beide Büchsen draussen sind kannst Du das Zapfenkreuz entnehmen.

Viel Erfolg und Gruss Bert
 
Hallo Bert,

danke für die Beschreibung, werde ich morgen probieren. Schraubstock ist vorhanden, Rohrabschnitte / Buchden in verschiedensten Abmessungen.

Ich dachte es gäbe noch einen Trick bei der Sache. Also nur herausdrücken Der Nadelkränze samt Buchsen. Mich hatte nur das M10x1 Gewinde in den Deckeln gewundert. Der Bolzen hat auch Bohrungen in demn Stirnflächen. Die Sicherungeringe gehen ohne Probleme heraus.

Danke!
Markus
 
Markus,

in die Gewinde kommen normal Schmiernippel, wenn mal wieder Zeit zum abschmieren ist.
Wenn die Büchsen nicht zu fest sind kann es mit Schrauben funktionieren, ich hatte immer Pech.

Gruss Bert
 
Ah, deshalb M10x1. Solche Schrauben zum Abdrücken habe ich leider nicht im Regal liegen. Wichtig ist sicher, dass man die Deckel vorher gut sauber macht, damit kein Dreck im Spalt klemmt.

Mal schauen was heute wird.

Danke,
Markus
 
Hallo,

was für eine Papierdichtung kommt zwischen Achsschenkel und Vorgelegegehäuse? Passt die von den alten Achsen?

In den E-Teillisten habe ich nichts gefunden.

Gruß,
Markus
 
Hier meine Rechercheergebnisse:

Die Dichtung ist nicht mehr lieferbar, heute wird Dichtmasse genommen.

Also ist Handarbeit angesagt.

Gruß,
Markus

P.s.: Die vorderen Schwenklager werde ich auf eine wartungsfreie Bauform umbauen. Dann kann ich mir das Fettrausdrücken an den V-Ringen sparen und am Achsschenkel haftet nicht so viel Dreck. Da die Tragzzahlen der neuen Lager sogar besser sind als Stahl/Stahl Gelenklager ist das eine Verbesserung. Den Innenring des Standardlagers werde ich für das untere Gelenk von 22mm auf 19mm (je Seite 1,5mm) abschleifen. Auf eine Flächenschleifmaschine kein Problem.
 

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