Riss im Motorblock

Nagut dann lass uns mal wirklich Pfuschen aber bitte mit sys.


Also auf den ersten Blick sehe ich folgende Risse: Rot
Kontrollieren ob das auch ein Riss ist: blau

360762.jpg


Ist blau ein Riss kannst du dir die Mühe sparen, denn dann wird das Kühlwasser ins Öl gedrückt.
Ansonsten jeden Riss am Endpunkt anbohren (3mm) und mit Gußelektrode verschweißen Schweißnaht gründlich abklopfen um Spannungen rauszunehmen, und du ganz etwa 50km fahren bis der Mist wieder reisst.
Wenn überhaupt ne Chance besteht muß der Motor raus und zerlegt werden zum schweißen.


Ne im Ernst spar dir die Zeit und bau nen anderen Motor rein, ist wirklich keine anspruchsvolle Arbeit sondern lediglich ne Fleißaufgabe.
Du verschwendest Zeit und Geld und wirst keinen Erfolg haben, glaubs mir.
Geht zur Not auch unterm Baum sowas. :wink:

Tschau Torsten
 
Hallo,

ich hätte einen günstigen, kompletten Motor, zu verkaufen.
Gelaufen echte 18000km, mußte einem Diesel weichen.

Bei Interesse bitte um Info.

MfG

HPK
 
Hi,

je nachdem wie gut man an die Stelle kommt kann dieses Kaltmetall 2K Kunststoffzeugs schon gut halten. Ich kenne jemand der hat damit seinen Motor wieder einigermaßen dicht bekommen. Und das hält schon viele Jahre.

bye
Oli
 
Moinsen Männer und Frauensleute
also , wegen so einem popeligen Frosschaden wird doch nicht der Motor weggeschmissen. Es folgt eine schon oft von mir erprobte Reparaturlösung mit der wir früher oft Gusskessel von grossen Heizungsanlagen und wassergekühlte Deutzmotoren wieder dicht gemacht haben.
1. den vorstehenden Rand am Block planschleifen.
2. die Risse im Block am Ende mit 3 mm aufbohren , damit nichts weiter reisst.
3.1 1,5-2mm starkes Reparaurblech anfertigen , welches ewa 4cm mehr Durchmesser als das Loch im Block hat( kann auch quadratisch sein).
4. Auf diesem Blech am Umfang gleichmäßig alle 2-3 cm ein Loch 6,5 mm bohren.
5. Eine dicke Dichtung mit 6 mm Löchern am besten aus Gummi mit Gewebeeinlage herstellen.
6. entsprechende Löcher in den Motorblock bohren und Gewinde M6 hineinschneiden.
7. Dichtung beidseitig mit öl- und temperaturbeständigem Silikon( gibts im Heizungs-oder KFZhandel) einstreichen.
8. Deckel drauf und die Schrauben gleichmäßig , über Kreuz und mit Gefühl anziehen.
9. das ganze über nacht aushärten lassen.
10. Motorblock gründlich spülen , damit keine Späne zurückbleiben , diese verursachen Lochkorrosion im Messingkühler und ruinieren die Wasserpumpe( am besten mit Gartenschlauch spülen).
11. Wasser drauf und Probefahrt , ggf. Schrauben nachziehen , nicht zu fest , das Blockmaterial ist nicht allzu dick.
Den letzten von mir reparierten Kessel habe ich vor 2 Jahren erneuert.
Er musste heraus , weil die Abgaswerte nicht mehr passten. Die Reparatur war zu diesem Zeitpunkt 8 Jahre her. Er war immer noch dicht!
Die reparierten wassergekühlten Deutze laufen alle noch und sind ebenfalls dicht.
Das mit dem schweißen vergessen wir mal , das wird nichts.
Um ein Gußteil dauerhaft zu schweißen , muß es in den Glühofen für 1Tag , dann raus , der erfahrene Schweisser muss ran und anschliessend muss das ganze 2 Tage langsam abkühlen.
Gute Fahrt und viel Erfolg wünscht ,
Winfried :P
 
:roll:
Hab noch was vergessen :
Für den neu angefertigten Deckel Schrauben mit möglichst grossem Kopf und grosse Unterlegscheiben verwenden. Dieses sorgt für eine gleichmäßige Verteilung des Anzugdrehmomentes auf den Deckel und ist maßgeblich am Erfolg der Operation beteiligt.
So nun genug der Schreiberei , lasst Taten folgen.
Bis bald
Winfried :D
 
Moin,

Um ein Gußteil dauerhaft zu schweißen , muß es in den Glühofen für 1Tag , dann raus , der erfahrene Schweisser muss ran und anschliessend muss das ganze 2 Tage langsam abkühlen.
....und für die Kosten kannst Du Dir einen neuen Motor kaufen :?
 
So was ähnliches hatten wir schon mal, hier:

http://www.unimog-community.de/index.php?name=PNphpBB2&file=viewtopic&t=22794&start=0&postdays=0&postorder=asc&highlight=

Ganz am Ende 3 Fotos, wie es bei mir aussah, was Winfried oben beschrieben hat.
 
Also, jetzt basteln wir mal einen Cliffhanger, damit der geneigte Zuschauer/Mitleser auch morgen diese wunderbare Serie wieder einschaltet:

Habe heute folgendes besorgt:

- 3 mm Bohrer
- Spezial-Elektroden für Guss (die waren superfreundlich in dem Fachgeschäft, haben mir aus einem Fachbuch sogar rauskopiert, wie man beim Gußschweißen vorgeht...)
- Kaltmetall
- Aceton
- ne Dremel - also so ein Minischleifer
- eine Schraube mit dem Originalmass, nur länger und mit Mutter und Scheibe

dann hab ich vorsichtig mal versucht, mit Holzstab und Hammer das rausstehende Stück wieder anzupassen. Ging völlig problemlos zurück und ist ohne Feinarbeit schon auf etwa nen halben Millimeter wieder an der Originalstelle. Das sieht schon mal gut aus.

Da ich bei der Geschichte allerdings wohl nur einen Versuch habe, hab ich dann das Werkzeug weggelegt... war schon spät und: bloß keine Hektik jetzt...

Der Plan - in dem jeder von Euch sich wohl hier oder da wiederfinden wird mit seinem Tip:

- Versuchen, vorsichtig! das ausgebogene Stückchen noch ein bißchen besser anzupassen
- dann kommt die Schraube mit Mutter und Scheibe zum Einsatz: Da der Riss genau durch die Bohrung geht, müsste sich das Ding doch exakt zusammenziehen, wenn man die Schraube mit der Mutter IM Block anzieht.... exakt! (Hoffentlich gibt das später keine von Mercedes nicht berechneten Verwirbelungen im Wasser ;-))
- Loch am Ende des Risses bohren (danke Thorsten, hab Deine Kringel kontrolliert und keine weiteren Risse finden können)
- Mit der Dremel denn Riss oberflächlich V-förmig aufschleifen, Kaltmetall reinspachteln (danke Hotte)
- abwarten, beten :oops:
- dann am inneren Rand - da komm ich wohl ran - den einen oder anderen kleinen Schweißpunkt setzen - notfalls mit nem Zahnarzt-Spiegel ;-). Damit das Ding auch von innen Halt kriecht...
- Dabei soll auch die Mutter angepunktet werden, weil, die Schraube muß ja zur Deckelmontage erstmal wieder raus und sonst fällt dat Ding ja runter...

Dann müsste erstmal alles plan sein und vielleicht sogar dicht.

Fehlt dann nur noch der Deckel und da kommt dann McMog ins Spiel mit seinem dicken Deckel - je nachdem, wie der erste Schritt gelingt...

Wird unser Held die Technik besiegen?
Wird der Motor all die ihm entgegengebrachten Liebesdienste danken und aufhören zu pinkeln?
Oder ist doch noch ein versteckter Riss im Motor und wir müssen den Pessimisten unter uns recht geben?

Wir werden es erleben. Schaltet auch morgen wieder ein wenn es heißt:
Männer, Mut und Mog-Motoren

PS: Die nächste Staffel ist schon in Vorbereitung. Arbeitstitel: Wir dengeln uns ein Einlassventil aus Kronkorken...

Ich danke Euch für Euer Engagement!

Steffen
 
Mit wenigen Worten anhand der Bilder die Fortschritte von heute.
Im Moment hab ich das Gefühl, dass es dicht zu kriegen ist. Spannend ist natürlich, wie lange es "haltet".

Bislang ist nix geschweißt, bloß ausrichten, ausfräsen und Kaltmetall...

Gruß

Steffen
 

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weil ich noch auf Teile warte

Wurde leider durch eine Grippe und anschliessende leichte Lungenentzuendung ausser Gefecht gesetzt, der Umschlag muesste aber morgen ankommen.

Ich hoffe Deine Muehe hat sich gelohnt!
 
Hallo Steffen

Danke, die Auspuffdichtungen haette ich Dir aber auch gleich mitschicken koennen... :wink:
 
Musste wegen anderer Dinge den Mog einige Tage Mog sein lassen.
Der erste :( Riss ist zu und anscheinend dicht. Probe: Auffüllen. Auf der Fahrerseite ein noch viel größerer zweiter Riss (Foto kommt noch)! Hab ich vorher nicht entdeckt. :-(
Damit haben die Pessimisten recht behalten, leider: Man kommt vom Hundertsten ins Tausendste. Lieber gleich nen anderen Motor, der wär wohl schon drin. Aber ich wollte ja nicht hören...

Aber jetzt bin ich stur. Jetzt hab ich ein wunderbares Bastelobjekt vor mir, schlimmer kanns nicht werden. Also: der 2. Riss ist jetzt ebenfalls zu. Fehlt noch die Dichtung der Wasserpumpe, die tropft ein bißchen, mach ich gleich mit, dann tuckert er wieder - hoffentlich zumindest halbwegs trocken :-) bis ich mir Zeit und Voraussetzungen schaffe für einen gepflegten Motortausch.

Lasst es mich so sehen: Hab mich jetzt festgefressen, lerne den Mog immer mehr kennen und mache jetzt den Feldversuch zu Ende, angelegentlich dessen ich auch meinen DC-Händler kennengelernt und ne ganze Menge mit bisher unbekannter Schrauben entdeckt habe, gelernt habe, wie eine Wasserpumpe funktioniert und mir langsam zumindest EIN zweites Ellbogengelenk wächst während ich trotz gelegentlicher Frustanfälle immer mehr Spaß dran finde, den Schraubenschlüssel zu schwingen. Und so geübt wird es dann wohl richtig fix gehen, wenn der neue Motor reinkommt...

Das Glas ist immer halbvoll, nicht halb leer... ;-)
 
Moin,
Probe: Auffüllen. Auf der Fahrerseite ein noch viel größerer zweiter Riss (Foto kommt noch)! Hab ich vorher nicht entdeckt. :(
warte erst mal ab bis das ganze Kühlsystem unter leichten Überdruck und höheren Temperaturen 80-90°C steht. Da gibt es dann bestimmt auch noch eine Überraschung. :?:
Ganz so viel trau ich dem Hylomet eigentlich nicht zu.
Gruß Stefan