Rucken beim Anfahren beim U416

Hallo Michael,

wenn Du von einem Rohr schreibst, meinst Du wohl nen Hebel um deinen Adapter zu verdrehen? Nimm einfach nen Drehmomentschlüssel und feil dir den entsprechenden Vierkant in die Mitte deines Adapters.
Hab die Aktion vor nem Jahr hinter mich gebracht.
http://www.unimog-community.de/index.php?name=PNphpBB2&file=viewtopic&t=48782&highlight=schubkugel
http://www.unimog-community.de/index.php?name=PNphpBB2&file=viewtopic&t=440&start=15

mfG
Axel
 
Hallo Axel,
Danke für die Erklärung. Ich habe es in diesem Punkt etwas einfacher da das Getriebe ausgebaut ist.
Was mich etwas verwirrt hat ist das in meinem Handbuch kein Drehmoment (Nm) sonder nur eine Kraft (N) angegeben ist. Auf dem Bild ist leider nicht zu erkennen was hinten an der Halteplatte dran ist. Mir scheint Deine Vorgehensweise aber durchaus logisch. Jeder hat einen Drehmomentschlüssel in der Werkstatt, eine Federwaage oder 30 kg Gewichte hat wohl keiner greifbar.
Wegen der Problematik der zu geringen Haltekraft bei Montage ohne Zwischenblechen hätte ich folgende Idee:
Einen Einlegering aus Polyamid (sollte eine Sorte mit Faserverstärkung sein, die sind bei kleinen Bauteilen stabiler) oder Alu innen unter die Kunstsoffschale legen damit diese breiter wird. Der sollte dann min. 3-4 mm stark sein damit man ihn vernünftig drehen kann und damit er stabil genug ist sich nachher nicht aus dem Spalt zu drücken. Den Rest dann wie im Normalfall mit Unterlegblechen ausgleichen. Theoretisch könnte man diesen Ring auch direkt auf das notwendige Fertigmaß drehen, dann bräucht man den Satz Unterlegbleche nicht (muss man mit einem "Musterring" ausspionieren).
Was hälst Du davon?
Gruß
Michael
 
Hallo Michael,

ausgebautes Getriebe is nicht schlecht, dh. der Motor is wohl auch drausen - nette Arbeit :wink:
Das mit den Gewichten hat noch nen andren Nachteil - die müssen immer schön rechtwinklig zu deiner Verlängerung ziehen - und außerdem immer schön senkrecht nach unten. Is am Fahrzeug aus platzgründen nicht immer machbar, den Drehmomentschlüssel kannst immer ansetzen.
So ganz hab's noch nicht gerafft wo Du den Ring unterlegen willst. Wenn ich's richtig verstehe, willst Du an der Trennstelle Getriebe zu Schubkugelhalbschalen anstelle der Bleche ein Kunststoffteil beilegen - halt nein, Du willst nen Ring in Fahrtrichtung hinter den Ersatz-Nylonring und die Anschlagkante in den Schubkugelhalbschalen legen, so richtig?
Letzteres würde bedeuten, das Du anstelle der dünnen Einstellbleche entsprechend mehr Material beilegen müsstest, entweder in der Stärke auf Maß geschliffen oder wieder mit Blechen eingestellt. Den Vorteil sehe ich dabei noch nicht. Vom Beugungswinkel gesehen dürfte das Schubrohr bei geringen Beilagstärken noch nicht anstoßen (beim Ausfedern).
Die Haltekraft wird ohne Einstellbleche nicht geringer - sie wird dabei größer. Ggf. reden/schreiben wir aneinander vorbei - je nach Bj ist die Lauffläche in den Schugkubelhälften direkt aus dem Guss herausgearbeitet (bzw. bei den späteren Baujahren ist dort ein Einlegeteil aus Nylon). Je nach Wartung und Schmierung nutzen sich die Kugelflächen ab, deshalb ist dann ab und an das Neueinstellen nötig. Beim Gussteil steht dann irgendwann das Nachsetzen der Stirnflächen oder sogar zusätzlich das Nachdrehen der Kugelfläche in den Hälften auf dem Programm - oder Gussschalen komplett tauschen.
Irgendwo hier auf der UCom müsste es gestanden haben - das Nylonteil ist dem VV eines Gaggenau-Mitarbeiters zu verdanken. Es lässt sich leichter ersetzen, wirkt (bedingt) dämpfend und schluckt wohl auch besser Schmutzpartikel.
Oder gehts dir um die Ermitteln der nötigen Blechstärken zum Beilegen?

mfG
Axel
 
Hallo Alex,
war vermutlich etwas umständlich formuliert von mir und ist in der Praxis vermutlich auch keine so gute Idee.
Ich habe die Kunststoff- Halbschalen. Vermutlich ist es wie Du schreibst am einfachsten wenn man die Handkraft ohne Beilagen nicht meher erreicht die Halbschalen zu tauschen ohne sie mit irgendwelchen Beilagen aufzufüttern.
Kennst Du Dich zufällig auch mit der hydraulischen Bremsanlage aus? Da habe ich noch eine Baustelle offen.
Gruß
Michael
 
Hallo Michael,

erreichst Du den Reibwert/die Handkraft nicht mehr?
nimm mal nen neuen Nylonring. Wenn das nicht mehr reichen sollte, wird wohl das Gegenstück eingelaufen sein. Such alle Stellen nach Freßspuren ab und schmirgel alles möglichst fein ab. Hab grad auf den Bildern der Aktion gesehen, daß ich mir jetzt selber widersprechen muß - der Nylonring is natürlich vorn und die Halbschalen mit Lauffläche aus Guss - siehe Bild (Alzheimer - kaum ein Jahr her . . . .). Damit könnte es mit dem Beilegen im Rücken des Nylonrings funktionieren - hängt vom Zustand der Teile ab ob's nen Sinn macht. Wenn ein neuer Nylonring nicht mehr ausreicht, entweder wirklich am Nylonring beilegen oder Halbschalen nachsetzen.
Stell die Frage zu den Bremsen hier einfach mal. Bin kein Profischrauber sondern nutz (wie auch Profischrauber) immer wieder das WHB und frag - wie bei der Aktion - nach Hilfe im Bekanntenkreis. Irgendwer wird dir hier in der Runde bestimmt helfen können!

mfG
Axel
 

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Hallo Leute!

Ich bin heute wieder mit dem Mog gefahren zum Holzmachen. War ein Sauwetter :x ! Das Rucken tritt auch beim Einkuppeln nach dem Gangwechsel auf. Scheint doch etwas mit dem Antriebsstrang zu tun zu haben :? . Tritt sowohl bei Heck- als auch bei Allradantrieb auf, scheint also aus dem Hinterachsbereich zu kommen. Da hat ein Bauteil irgendwie Luft. Muss ich den ganzen Kram wohl auseinanderbauen und gucken, was da los ist. :evil:

Gruß
Oliver
 
was auch noch möglich ist das sich die Federn in deine Kupplung verabschiedet haben.
Beachte Nicht die Federn die die Kupplung an der Schwungscheibe festpressen sondern die Federn die die Drehbewegung dämpfen. Schwer zu erklären. Aber könnte auch noch sein. Gibt ja extra für Rennsport ungefederte Kupplungen damit die Kraft ungedämpft aufs Getriebe übertragen wird.

Aber 10 cm sind ein bisschen arg viel.

Grüße aus LB vom Jan
 
Hallo Jan was du meinst sind torrisionsfedern,glaub aber (was nicht heisen soll das es möglich wäre) nicht das die gebrochen sind.Der fehler ist wohl eher im antriebsstrang zu suchen,wäre auch zuerst einmal die einfache version.Unterm strich wird er wohl nicht drum rum kommen ein teil nach dem anderen nachzusehen.MFG Herbert
 
Hallo Unimogfreunde!
Ich werde den Mog , wenn die Holzsaison vorbei ist komplett zerlegen und dabei den ganzen Antriebsstrang von der Kupplung bis zu den Rädern durchchecken. :P Wenn ich den Fehler gefunden habe, hole ich das Thema wieder nach oben und lasse es Euch wissen.

Vielen Dank für die vielen Antworten und liebe Grüße aus Niedersachsen!
Oliver :D
 
Du hast nicht zufällig ein bisschen Platz für einen Zweiten Mog dann könnte ich meinen gleich dazustellen. Wollt meinen über den Sommer Richten. Also Kabine runter, Motor überholen Getriebe überholen lassen. und alles neu lackieren. :lol: Bausparvertrag Leb Wohl :lol:
 
Du hast nicht zufällig ein bisschen Platz für einen Zweiten Mog dann könnte ich meinen gleich dazustellen. Wollt meinen über den Sommer Richten. Also Kabine runter, Motor überholen Getriebe überholen lassen. und alles neu lackieren. :lol: Bausparvertrag Leb Wohl :lol:

Grüße aus LB vom Jan
 
Hallo Jan!
Selbstverständlich sind bei mir alle Mogs herzlich Wilkommen! :D Allerdings wollen sie nach meiner zärtlichen Behandlung gar nicht wieder weg. :D Falls Du noch Fragen bzw. Anregungen zum Thema Restauration hast, schreibe mir gern eine PN. Ich arbeite diesen Sommer meinen zweiten Mog auf. der erste war ein 406er, jetzt wird es der 416er.

Gruß
Oliver
 
Servus Oliver,

ich könnte mir vorstellen, daß es eines der Achsvorgelege ist. Ich hatte im vergangenen Herbst fast das selbe Verhalten. Bei mir war dann ein Lager total am Ende. Es kam sogar soweit, daß es eine Walze durch das Vorgelege gemahlen hatt und ich dann sogar noch die Zahnräder brauchte. Die sind aber schweine teuer :!: :!:

Geh einfach mal her und lasse aus deinen Vorgelegen ein wenig Öl ab, und schau dir an was für Soße raus kommt. Ggf. auch die magnetische Verschlusschraube auf Späne kontrollieren!

Ich würde in deinem Fall nicht mehr so bedenkenlos weiterfahren, das kann unter Umständen richtig teuer werden!

Viele Grüße

Peter
 
.

Hallo Oliver,

ich halte die Torsionsfedern der Kupplung nicht wirklich für ausgeschlossen...

Versuche doch mal folgendes: Nimm zwei genügend stabile Spanngurte. Lege den einen auf der linken, den anderen auf der rechten Fahrzeugseite relativ weit unten durch die Felgen der Vorder- und Hinterachse. Bei den Vorderrädern sollte das kurz vor der Stelle sein, wo das Rad auf dem Boden steht, an der Hinterachse kurz dahinter. Lege vorher den Allrad ein und achte darauf, dass er wirklich eingerastet ist. Lege zusätzlich den grössten Gang ein. Nun spannst Du auf beiden Seiten die Räder der Vorder- und Hinterachse mit den Spanngurten etwas zusammen. Dabei sollte folgendes passieren: Die Räder spannen sich gegeneinander. Zum einen sollte mögliches Spiel in den Schubkugeln so ausgeschaltet sein und zum anderen sollten die Antriebswellen halbwegs steif zueinander gespannt sein.
Nun drückst Du einmal kurz die Kupplung durch. Jetzt noch kontrollieren, dass der Absteller des Standgases wirklich auf ABSTELLEN!!! steht. Dann gehst Du an den Motorraum und versuchst die Kurbelwelle (ggf. mit einem Hilfswerkzeug) hin und her zu drehen und schaust, wie weit sie sich drehen lässt und ob Du womöglich was knacken hörst. Eventuell brauchst Du einen Helfer, der Dir sein Ohr leiht (an diversen Stellen lauscht) oder auch in die Kupplungsglocke schaut, um dort zu sehen, wie sich die Getriebewelle verhält.

Wenn Du dabei nichts findest kannst Du die Spanngurte wieder entfernen und den Mog an einen schweren Anhänger mit guten Bremsen kuppeln. Am Hänger machst Du nun die Bremse fest zu. Dann kannst Du den Motor anlassen und im grössten Gang VORSICHTIG die Kupplung etwas kommen lassen. Auf keinen Fall die Kupplung ganz kommen lassen!!! Dann schnell die Kupplung treten und lauschen, ob Dein Geräusch wieder auftritt. Vielleicht kannst Du es dann besser lokalisieren. Diesen Vorgang eventuell mehrmals wiederholen...
Im kleineren Gang kannst Du vor und zurück so evtl. auch Schubkugelspiel erkennen...
Deine Helfer sollten dann aber keinesfalls an einer Stelle sein, wo sie überrollt werden können oder anderweitig gefährdet sind, falls etwas Unvorhergesehenes passiert!!!!!


Das ist erst einmal eine Aktion, die kostet vor allem etwas Zeit aber wenig Geld und hilft Dir vielleicht weiter...

Viele Grüße und viel Erfolg,

Unimog-Andreas

..
 
Hallo Leute!

Der Unimog ist jetzt in seine sämtlichen Bestandteile zerlegt und hat das Geheimnis um das ominöse Rucken beim Anfahren preisgegeben :lol: . Es sind nur ein paar "Kleinigkeiten" defekt:
-Schubstück Kardanwelle/Kegelradwelle stark ausgeschlagen.
-Verzahnung Kegelrad und Tellerrad stark abgenutzt bzw. ausgebrochen.
-Torsionsfedern Kupplungsreibscheibe klappern und klimpern.

Macht also nur:
-Eine neue Kardanwelle
-Einen neuen Radsatz im Differential
-Eine neue Kupplungsreibscheibe

Alles Schnäppchen halt :cry: .

Eure Tipps und Ideen haben also den Nagel auf den Kopf getroffen.

Vielen Dank noch mal für die vielen Antworten!

Gruß Oliver