Rueckewagen f. Unimog 406

Sascha403

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30. Okt. 2002
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Hallo Unimog-Kollegen

Es ist ja schon oft diskutiert worden, aber ich lege trotzdem noch mal los!

Ich möchte mir einen Rückewagen kaufen.

Für meinen Bedarf (nebenerwerb) Habe ich folgende Hersteller favorisiert:

Farma 9 Tonnen 6m Kran 13.000.-

Uniforst 9 Tonnen 6,3m Kran etwa 14.800.-

Und Holzknecht (källefall) 9 Tonnen 6,3m Kran etwa 15.500.-

Nun hört man ja über Farma, das Schwenkwerk taugt nichts, Uniforst ist ja auch nichts halbes und nicht ganzes und und und…

Möchte einfach mal Eure Meinung oder Erfahrungen hören.

Wie gesagt, alles nur im Nebenerwerb, etwa 100rm bis 150rm im Jahr. Zugfahrzeug ist 406 mit 84PS.

Vielen Dank

Und Gruß

SASCHA
:wink:
 
Moin Sascha

hast du dir bei der Menge schon mal überlegt evtl. die Stämme etwas leichter zu machen,
im Falle der Brennholzproduktion kein Problem, und dir
was nettes selbstgestricktes
aus der Bucht zu fischen?

Vielleicht hat auch der örtl. Lohnunternehmer einen Rückewagen
den du dir 2-3 Tage/Jahr mal leihen kannst?

Was willst du transportieren, Schwachholz oder Männerstämme,
Buche/Eiche ab 70cm aufwärts?

LG
Holger
 
Hallo Holger

Geladen werden sollen 2m und 3m Abschnitte. Da ich zum Teil auch frei Waldstraße bzw. ab Lagerplatz verkaufe. Zu 90% ist es Schwachholz, ich sage mal bis 40cm.

Kosten Nutzenfaktor…. Ich weiss! Aber manchmal muss ein Man tun, was er tun muss. Wenn Du verstehst was ich meine. :wink: Holzmenge ist nur ungefähr. Ist bei mir halt Zeitabhängig, können auch 300rm im Jahr werden.

Ein Weiterer Punkt ist noch: sollte man einen Wagen mit abnehmbaren Kran nehmen?

Meine Überlegung: Kran in die Dreipunkt für Gestrüpp oder kleinere Mengen auf die Ladefläche zu laden.
 
Hallo Sascha!
Ich möchte Dir nichts einreden, aber Mog und Rückewagen ist keine ideale Kombination.

Bei voller Beladung überschreitest Du die Stützlast erheblich. Als Gegenmaßnahme könntest Du schauen ob die von Dir favorisierten Typen eine verschiebbare Achse haben, dann könntest Du das etwas ausgleichen.
Das Rückwärtsfahren mit Hife der Knickdeichsel ist im Bestand mit dem Mog sicher doppelt so schwierig als mit einen Schlepper.
Das Selbstbeladen beim Anbau an den Mog ist sicher auch nicht ideal, auch bei einem grossen Schwenkbereich sind aufgrund der Bedienplattform die Möglichkeiten sehr eingeschränkt.

Zur Abfuhr von Blochholz von der Waldstrasse ist die Kombination sicher tauglich, aber zum Arbeiten im Bestand wirst Du sicher keine Freude haben.

Vielleicht hast Du die Möglichkeit einmal mit so einen Wagen "Probezufahren" um Erfahrungen zu sammel.
 
Hallo,

ich kann Dir auch nur dringend empfehlen, Dir einen Rückewagen zu mieten, zu leihen oder probezufahren, um das ganze Geschoß im Wald auszuprobieren.

Danach würde ich erst kaufen.

gruesse
hueroth
 
Hallo Hueroth,

hast Du Erfahrung mit Rückewagen?

Wir, mein Sohn und ich möchten uns auch einen zulegen. Allerdings nur zum Abfahren von Stammlängen ab Waldweg. Unser Gedanke, einen Tandem Ladewagen ( 8Tonnen ) umrüsten auf Druckluftbremse, Seitenteile durch Rungen ersetzen, Ladekran ( Atlas oder Hiab) vorn drauf und los soll es gehen. Macht das Sinn???????
Als Erstes suchen wir einen älteren Lade- oder Silierwagen oder Güllefaß oder sonst. Tandemfahrgestell am besten gleich mit Druckluftbremse).
Dann geht es weiter.......
Gruß
Volker
 
Hallo an alle, hallo Volker,

wir haben genau das gemacht was du geplant hast. Wir haben einen Ladewagen umgebaut und vorne einen Kran draufgesetzt. Funktioniert wirklich super und mach echt Laune!!

Grüße

Peter
 

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Tach,

ich hab auch mit einem umgebauten Ladewagen angefangen. Wenn man dann mal einen Kran hat, will man ich nicht mehr missen. Bin jetzt umgestiegen auf den Kombiwagen von Oehler. Hier ist tatsächlich das Problem mit der Stützlast da. Der Unimog darf nur 1250kg, das Zugmaul auch, der Hänger aber ist auf 1600kg Typisiert. Ich war jetzt allerdings etliche Male auf der Waage. Auch wenn der Wagen überladen war, bin ich noch nie über die 1250kg erlaubter Stützlast gekommen.

Thema Bestand: der Wagen wird ausschließlich zur Abfuhr ab Waldstraße eingesetzt, sonst natürlich zu allen anderen Zwecken. Im Bestand möchte ich ihn nicht bewegen müssen, da selbst unbeladen relativ schwer, Einzelachse und tiefe Hecktraverse.

Weitere Fragen beantworte ich gerne.

Flo


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Hallo FloStütz,

ich habe einen Müller-Mitteltal EDU-TA , Tandemachse mit 7,6 t Gesamtgewicht und möchte mir Rungen drauf machen. Ein Kran ist erstmal nicht geplant, da mein Freund einen Dreipunkt-Kran von Dorn-Tec hinter seinem John Deere hat. Den Kombianhänger von Oehler, sowie die Lösung von Engel-Forstechnik habe ich mir im Internet schon genauer angesehen. Mich interessiert nun, wie ich die Rungen am Hänger befestige. Gehe ich durch die Pritsche des Kippers, also schneide ich Löcher hinein und schweisse Aufnahmen mit Verstärkungsblechen darunter? Auch wenn ich "Stopfen" für diese Aufnahmen bei Nichtgebrauch der Rungen einstecke, so ist der glatte Boden dann doch nicht mehr so schön. Der Aufwand ist auch nicht unerheblich. Eine andere Lösung wäre die von Dorn-Tec. Mein Freund hat nämlich auch einen einachsigen Kipperanhänger, auf den er den Kran aufsetzen kann. Er steckt die Rungen, die eine L-Form haben seitlich in größere Vierkant-Rohre, die unter der Pritsche angeschweißt sind. Das hat den Vorteil, dass er die Bordwände nicht unbedingt abnehmen muß und das Blech der Pritsche bleibt unangetastet. Die einfachste Variante wäre noch, ich schraube stabile U-Eisen von innen an die Bordwände. Welche Erfahrung hast Du mit dem Oehler-Kipper? Kannst Du ein Detailfoto der Rungenaufnahmen machen?

Gruß
Eckart
 

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Hallo Eckart,

ich hatte ja früher auch einenDorn-Kran und hab mit der Fa. Dorn nur beste Erfahrungen gemacht. Von daher kenne ich auch denen Ihr System.

Diese Lösung mit dem Vierkant finde ich nicht schlecht, da ich auch mal die Bordwände darauf auflegen kann, wenn ich z.b. Stohballen fahren will. Zu Bedenken ist allerdings die enorme Kraft, die auf die Schweißnaht im Bereich des Stosses kommt. Hier muß beim Selberbauen ein Besonderes Augenmerk darauf gelegt werden. Nur gerade Fichtenhölzer liegen mit gleicher Last an allen 3 oder 4 Rungen an, krumme Buchen drücken aber auch mal ganz gewaltig nur auf eine Runge. Das hatten wir öfters bei unserem Eigenbau, dass Sich die Runge mitsamt dem Rahmen seitlich nach aussen gewunden hat.

Beim Oehler ist der Wagen und die Plattform insgesamt natürlich superstabil gebaut. Die Rungen sitzen in Hülsen im Pritschenboden, welche bei Nicht-Bedarf mit kleinen, verschraubten Kappen verschlossen werden. Da mach ich Bilder von, da ich demnächst eh wieder umrüste von Rungen auf Wände. Die Rungen selber sind aus Rohrmaterial mit einer Wandstärke von 12(!)mm bei einem Durchmesser von 60mm superschwer und stabil. Wie eben auch die Plattform, nur Oehler bietet einen Boden mit 6mm. Meiner Ansicht nach beim Kraneinsatz unerlässlich, da die Zange doch relativ oft mal unsanft darauf aufgesetzt wird. Ich hab da auch noch eine Schaufel dazu, mit werlcher natürlich auch beim Abladen immer auf den Boden gekratzt wird. Unter dem 6mm-Boden sitzen dann die Hülsen in speziellen Verstärkungen. Nachteil am Oehler System ist, dass die Bordwände nicht montiert bleiben können, wenn man die Rungen richtig einbaut. Die Notlösung ist, dass man die Rungen etwas Verdreht (keiner hat´s verstanden - Bild folgt).

Zum Thema U-Eisen an der Bordwand: davon würde ich abraten, weil die Kraft des Holzes echt enorm ist, insbesondere, wenn man den Hebel bedenkt, der sich ergibt, wenn eine 1mtr. hohe Runge in einer 40 oder 50cm hohen Lasche an der Bordwand hängt. Wenn man mal die Runge nur mit der Zange ungeschickt berührt, ist die gleich verbogen, verdellt usw. Die Bordwände sehen nur so stabil aus.

Also, genug geschrieben, jetzt geh ich mal Bilder machen.

Grüße

flo

PS für alle, die Dorn nicht kennen (www.dorn-tec.de) und noch ein Bild von deren System
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Hallo Floh,

die Möglichkeit, einen Ladewagen umzubauen ist bei mir nur daraus entstanden, weil mir der Umbau bzw. der Aufbau eines Krans auf meinen Müller Mitteltal 10,5 zu aufwendig erscheint. Außerdem muß ich dann bei normalen Fahrten immer den Kran mit herumziehen. Ich habe mal bei Engel angefragt, bezüglich eines Krans und dem Aufbau auf den MM, dafür bekomme ich ja schon einen fertigen Rückewagen incl. Kran.
Was hast Du mit Deinem alten Wagen, dem Ladewagen mit Kran gemacht?
Eine Farge zum Kran: wie treibt man den an? Reicht die Hydraulikpumpe des Mogs oder brauch der Kran eine Zapfwellenpumpe und einen Ölbehälter?
Gruß
Volker
 
Hallo Volker,

der Eigenbau ging hier bei uns in der Gegend weg. Mein Hauptverkaufsgrund war die Bremsanlage und fehlende ABE. Ich bin fast ausschliesslich auf öffentlichen Straßen und stellenweise auch auf der freigegebenen Schnellstraße unterwegs. Die Polizei kontrolliert bei uns auch relativ stark. Nachdem am Eigenbau die vorhandene, alte Auflaufeinrichtung integriert wurde, war die Sache nicht so dolle. Zweitens hab ich keinen Hof und viel Platz um einen Kipper zusätzlich unterzustellen. Also entschied ich mich für die Kombi Kipper mit Kran und bin sehr zufrieden damit. Ob Langholzholz, Brennholz klein, Schüttgut (selber laden mit Schaufel), Heizkessel, Paletten, Bauschilder und Fundamente, alles was mit dem Kran geladen werden kann wird transportiert.

Beim Antrieb war es seither so, dass ich beide Kräne erst an der Hydraulik des Unimogs hängen hatte. Dann kaufte ich zwischendurch einen Deutz Agroplus, welcher ein offenes Hydrauliksystem mit dem Getriebe hatte. Da mein Bekannter mit seinem 403 den Wagen auch nutzt, rüsteten wir auf die ZW-Pumpe um. Das war einfach, weil der Tank in der Konstruktion des Dorn-Tec-Kranes schon mit integriert war.

Der Oehler-Kran ist nun ein bisschen größer und braucht eigentlich mehr Liter/Minute als die Unimog-Pumpe bringt. Das sind 40ltr/Minute bei Nenndrehzahl. Macht kein Mensch, also Drehzahl bei ca. 1500Umin, dann Pumpenleistung ca. 20ltr. = eigentlich zu wenig, Mehrfachbewegungen sind nicht sonderlich gut zu machen, Kran ist langsam. Weiteres Problem, die Unimog-Pumpe bringt jetzt zwar 230bar, der Hydraulik ist aber ein Druckminderer auf 175bar vorgeschaltet. Der Kran braucht um zu "flutschen" 40-70ltr. bei 185bar max. Erst bei 185bar hat der Kran seine volle Hubkraft. Als Abhilfe hab ich jetzt auch eine übergroße Pumpe besorgt, die die Literzahl schon bei einer Motordrehzahl von ca. 1000-1200 Umin bringt. Diese wird jetzt auch mit Tank montiert und somit läuft auch der neue Kran wieder mit einer eigenen Ölversorgung. Das hätte ich auch schon ab Werk gemacht, aber die Einzelkomponenten sind ein Vielfaches günstiger als die Ölversorgungen ab Werk (fast bei allen Herstellern gleich).

Ich hoffe, die Frage ist soweit verständlich beantwortet.

Grüße

flo
 
So Guten Abend,

hier sind nun die gewünschten Bilder:

Pritsche mit Aufnahme von unten
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offenes Loch
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mit Verschlusstopfen
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Rungen korrekt montiert
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Rungen Notlösung zur Montage zusätzlich Bordwände
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Stirngitter muß bei Bordwandmontage entfernt werden, dafür kommt aber die Stirnwand
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Grüße

Flo
 
Hallo Volker

Ist das was für Dich?

Steht zum Verkauf!

Wenn ja, melde Dich mal.

Gruß

Sascha
 

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Hallo Flo!

Erstmal besten Dank für Deine fundierte Antwort und die guten Bilder. :thumbup: Ich werde mal schauen, was beim Müller-Mitteltal am besten Sinn macht und mich mit meinem Kumpel unterhalten. Er hatte bisher noch keinen Bruch an seinen Rungen, obwohl wir bei uns viele Buchen und krumme Eichen haben. Er lädt sogar Meterholz und kippt es ab. Die Stücke donnern dann ganz schön an die Rungen. Von der einfachen Lösung, die Eisen an die vorhandenen Bordwände zu schrauben, werde ich Abstand nehmen. Ich melde mich wieder, was daraus geworden ist!

Danke und Gruß
Eckart
 
Hallo,

danke "Floschütz" für die schönen Bilder mit der Öhler-Kombi.

Ich bin auch ein Freund von dem Ding, da es richtig Stützlast auf die Hinterachse bringt und man im Gelände ein kleines wenig weiter kommt.

Ferner begeistert mich, wie niedrig die ganz Sache gebaut ist.

gruesse
hueroth