Hallo Jens,
obwohl ich keinen Moggi habe, sondern nur auf dieses Super-Forum gestoßen bin, wegen der Instandsetzung und Überholung eines OM636-Staplermotores, möchte ich Dir einen/zwei Hinweis/e (Tipps) geben, zum Sandstrahlen:
Brems- und Hydraulikleitungen musst Du nach meiner Erfahrung nicht abkeben. Das Strahlmittel prallt an dem Gummi wieder ab und trägt nichts ab. Was Du aber auf jedem Falle abkleben oder Verschliessen musst, sind Gewinde Innen- wie Aussengewinde Innengewinde mit Schraube verschliessen, Aussengewinde mit starkem Aluband umwickeln. Offene Lager (eher selten) sind mit angefertigten Dichtkappen sehr gut zu verschliessen (schwierig); besser das betreffende Teil ausbauen. Manschetten/Simmerringe sind ebenfalls gut zuschützen, hier besteht die Gefahr, daß Sand hineinkommt: sehr fatal. Brems- oder sonstige Metallleitungen gut mit Klebeband/Aluband umwickeln. Führungs-Haltebolzen, an denen etwas "gelagert" ist ==> umwickeln. (Es geht auch passender Kunststoffschlauch, als Überzieher; spätere Demontage leichter als beim Umwickeln wegen der Kleberückstände.)
Irgendwelche Öffnungen und Bohrungen sind mit Holz- o.ä. -Stopfen zu verschliessen.
Es ist für einen "Auftragssandstrahler" immer etwas schwierig:
im eingebauten Zustand etwas zu strahlen, und zwar "zerstörungsfrei" und ohne Sand/Schlacke , weil er in der Regel nix (oder nicht viel) von der Technik/Konstruktion des Strahlgegenstandes kennt.
Umso besser die Vorarbeit des "Auftraggebers" umso besser das Ergebnis.
Da ich selber Sand- und Glasperlenstrahle, habe ich in unserem Moppedforum mal was über Moppedteile beschrieben. Bei Interesse mal hier anklicken.
http://www.mertigutm.de/AKS_Solo/Strahlen1.html
http://www.mertigutm.de/AKS_Solo/Vergaser.html
Nachsatz/Nachsätze: Frisch gestrahlte Guß- oder Stahlteile "Flug"-rosten bei entsprechender Luftfeuchte mit unter innerhalb einer halben Stunde. Die besten Rostschutzergebnisse habe ich immer mit Bleimennige bekommen. Bleimennige bleibt immer etwas plastisch-flexibel, einen aushärtenden (2K-) Lack kann ich nicht empfehlen (nach meiner Erfahrung).
Ich sehe es von der Sandstrahlerseite: harter Lack geht sofort beim Sandstrahlen ab, Bleimennige dauert um einiges länger, wenn sie abgesandet werden muss. Die Bleimennige (gibts wieder) aufgepinselt und dann mit einen Lack nachstreichen, führt nach meiner Erfahrung zum besten Rostschutzergebnis. Zusätzlich ein weiß- oder braun transparentes Unterbodenwachs aufgetragen, ist für mich das optimale. (Sollte aber regelmäßig nachgestrichen werden).
Heute 28.06.2006 hinterher geschickt: Nicht sichtbare Stellen am Fahrzeug habe ich die Farbe o.ä. immer mit einem Pinsel gestrichen, weil der Auftrag dicker wird als gesprüht; und unten siehts ja nur der TÜVer. Ausnahme: Wachs sprühen.
Sorry, wegen meiner etwas langatmigen Ausführung, aber es war mir wichtig.... und für einige vielleicht auch interessant
Herzliche Grüße
WolFgang