Schaltung Unimog 421

Hoemmario

New member
03. Okt. 2002
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Hllo Mogler!
Bei meinem 421er, kann ich plötzlich nicht mehr in den 5 und 6 gGang
schalten. Schaltet sich die Sperre die durch Schalten in den 3 Gang,
aufgehoben wird wohl nicht mehr??? Oder Kann das noch einen anderen Grund haben ?
Vielen Dank schon mal für Eure Hilfe
Gru? Hömmario
 
Hallo,
wenn Du das große Getriebe hast, schaue bitte mal nach ob da der Kriech oder Schneckengang eingelegt worden ist. Wenn der kleine Hebel vorne rechts nach vorne gedrückt wurde kann es möglich sein. Wenn Du den Zwischenganghebel benutzt und der Kriechgang ist eingelegt, steht der rechte hebel falsch. Sonst ist der 5. und 6. Gang nur gesperrt wenn Du nicht beim 1. mal schalten im 3. Gang angefahren bist.
Gruß
Bernd Thomes
 
Zum Verständnis ist wichtig zu wissen, dass das Getriebe grundsätzlich ein 4-Gang-Getriebe mit 2 Schaltgruppen ist, nämlich einer kleinen und großen Übersetzung. Dabei wird beim 6-Ganggetriebe in der unteren Gangebene nur die erste Schaltgasse also 1. und 2. Gang genutzt. Beim Schalten in den 3. Gang wird in Wirklichkeit nur die Schaltgruppe umgeschaltet, die erste Schaltgasse wird beibehalten. Dieser Schaltvorgang wird mit einer Kulissenschaltung im Getriebe vorgenommen, dabei entsteht der Eindruckt, hier sei eine Schaltsperre zu überwinden. Dabei wird durch eine weitere Kulisse verhindert, dass du beim Überwinden der Schaltebene mit zuviel Schwung direkt in den 3./4. Gang, also 2.Schaltgasse gelangst. Du musst nun zuerst den Schaltheben in der Schaltgasse 1 einmal schalten, damit die Kulisse die nächste Schaltgasse frei gibt.
Hier könnte es in der Tat sein, dass diese Kulisse hängt und du die großen Gänge nicht schalten kannst. Versuche also erst einmal, korrekt in den 3. oder 4. Gang zu schalten und dann in den 5. oder 6. Das funktioniert übrigens auch bei stehendem Motor oder bei laufendem Motor und getretener Kupplung. Acht dabei darauf, wieweit der Schalthebel sich nach rechts bewegen lässt.
Gruß Helmut
 
Hallo Leute !!
Vielen Dank für Eure Antworten. Aber das Problem hat sich erledigt.
Es lag wie Bernd beschrieben hat an der falsche Stellung des kleinen Hebels vorne rechts
Gruß Hoemmario :D
 
Hallo,

--> helmut: super erklärung, jetzt kapiere ich auch endlich, wieso man das getriebe (theoretisch) einfach auf 2x4 umbauen kann - weil es eigentlich ein 2x4 ist !

anders gesagt: beim kleinen 1x6 getriebe habe ich eine vorschaltgruppe mit 2 stufen (langsam/schnell) und eine hauptgruppe mit 4 gängen (1-4). im normalfall werden dabei also nur die gänge 1-2 in der vorschaltgruppe \"langsam\" und die gänge 1-4 in der vorschaltgruppe \"schnell\" verwendet, was 6 gänge ergibt. die umschaltung erfolgt direkt über den hauptschalthebel.

beim großen 1x6 getriebe wird (abgesehen von kriech- und schneckengängen) der ganze schlums nochmal von einem vorgelege mit 2 stufen untersetzt, was 12 (oder eigentlich 16) stufen ergibt.

habe ich das so richtig verstanden ?

wie liegen denn die 2 ungenutzen gänge aus der langsamen gruppe übersetzungsmäßig ? die müßten sich doch von der übersetzung her mit dem 1. und 2. gang der schnellen gruppe (3. und 4. gang beim normalen schalten) überschneiden, oder ? d.h. die verwendung dieser gänge würde nicht viel bringen ?

mfg,
Andreas
 
Hallo Andreas

im Großen und Ganzen richtig verstanden:

das \"große\" 1x6 Getriebe ist ein normales Getriebe mit Zwischen- Kriech- und Schneckengängen
dies ist ein eigenes Getriebe, die Gänge werden nur vorgewählt und bei Bedarf über den Zwischenganghebel eingeschaltet.

Die Zwischengänge lassen sich während der Fahrt zuschalten und \"halbieren\" dann die normalen Gänge (Geschwindigkeit liegt etwa in der Mitte zwischen den normalen Gängen)
Die Staffelung der Gänge ist manchmal recht eigenartig, z.B ist der 6. Gang doppelt so schnell wie der 5. Das macht beim Fahren am Berg manchmal weniger Spaß: der 5. Gang ist bei 40 am Ende, die Kraft im 6. reicht aber nicht. Da hilft dann der \'5 1/2\' Gang.

Die Zwischengänge kann man auf alle 6 Gänge anwenden (auch die Rückwärtsgänge), das macht dann 12 Gänge

Bei den Kriech- und Schneckengängen sieht das ein wenig anders aus.
Hier sind nur die Gänge 1-4 also die Gänge 1 und 2 in den Schaltgruppen \"langsam\" und \"schnell\" verfügbar. Das sind dann nochmal jeweisl 4 Gänge, macht 8 weitere.Das Vorschaltgetriebe läßt sich für die vorgewählten Kriech und Schneckengänge nur im Stand schalten. Es kommen dann auch nur jeweils 2 Rückwärtsgänge dazu.

Zählen wir mal zusammen:
Vorwärts
6 normale Gänge + 6 Zwischengänge + 4 Kriechgänge + 4 Schneckengänge = 20 Gänge
Rückwärts
2 normale Gänge + 2 Zwischengänge + 2 Kriechgänge + 2 Schneckengänge = 8 Gänge

Wieviel Gänge bei einem 2x4 zusammenkommen weiß ich nicht genau,
(4 Ackergänge + 4 Straßengänge) x 2 = 16 Gänge
ob sich die beim 1x6 gesperrte 2. Schaltgasse in den Kriech- und Schneckengängen beim 2x4 auch betätigen läßt weiß ich nicht, es kämen dann nochmal 16 dazu, sonst nur 8

Bei den Geschwindigkeiten weiß ich\'s jetzt nicht so genau, ich meine aber, daß der 4. Ackergang (also der 4. Gang in der \"langsamen\" Gruppe) irgendwo zwischen dem 3. und 4 Gang (also zwischen dem 1. und 2. in der \"schnellen\" Gruppe) liegt.

Fröhliches Schalten wünscht
Theo
 
Hallo Theo,

deine Erklärung war echt gut! Aber es gibt beim 2x4 Getriebe weder Zwischen-, Kriech-, noch Schneckengänge. Es läßt sich nicht mit einem Vorschaltgetriebe kombinieren. Der 4. Geländegang im 2x4 hat eine Übersetzung von i=3,227, die ungefähr zwischen dem 3. (i=4,504) und dem 4. (i=2,488) im 6-Ganggetriebe liegt.

Gruß Fabian
 
Hallo Fabian,

Du hast Recht, danke für die Richtigstellung.
Ich habe mittlerweile mal in meiner Betriebsanleitung (vom 406, bin die ganze Zeit stilschweigend von meinem 406 ausgegangen, immer in der Annahme, daß die Verhältnisse beim 421 gleich sind) nachgesehen, da steht nix von Vorschaltgetriebe drin. Dann gab\'s sowas wohl nicht original.

Wie sieht das denn aus, wenn jemand sein \"großes\" 1x6 auf 2x4 umbaut, muß er dann seine Zwischengänge abgeben?

Thema Übersetzung:

Die Geschwindigkeitstabelle bestätigt es:
1. Straßengang ~14-16km/h
4. Ackergang ~20-22km/h
2. Straßengang ~ 26-30km/h
je nach Bereifung

Grüße Theo
 
Wenn du dein Getriebe umbaust, mußt du deine Zwischengänge abgeben. Ich glaube es ist nicht möglich das 6-Ganggetriebe mit Vorschaltgetriebe auf 2x4 umzurüsten. Mit dem Hebel, mit dem du normalerweise die Zwischengäge einschaltest bzw. das Vorschaltgetriebe ein- und ausschaltest, wählst du jetzt zwischen Straßen- und Geländegängen.

Gruß Fabian
 
Hallo Fabian,
danke nochmal für Deine Einschätzung.
Hatte nicht ernsthaft vor mein Getriebe umzubauen, und jetzt nachdem ich mein geliebtes VG abgeben soll...

Aber im Ernst, der Umbau ist ja schon einige Male diskutiert worden, und macht in vielen Fällen auch Sinn. Ich für meinen Teil werde beim 1x6 bleiben.

Ciao Theo
 
Ich bin mit da nicht so ganz sicher, ob bei UG 2/27 mit 2x4 das VG werfällt, beim UG 2/30 sind Schneckengänge, Kriechgänge und 2x4Hauptgetriebe mit zusätzlicher pneimatischer Vorschaltgruppe sogar serienmäßig. Das Getrieb unterscheidet sich außer dass es schrägverzahnt ist und einen anderen Schaltdeckel hat nur geringfügig vom Vorgängermodell. Hier wird nur die Vorschaltgruppe ( Splitgruppe) pneumatisch betätigt.
Beim UG 2/27 ist der Unterscheid zwischen 2x4 oder 6-Gang nur in der Betätigung der Schaltstufen. Wenn die große Schaltstufe gewählt wird, ist der Kraftfluß von bestimmten Zahnrädern unterbrochen, so dass diese nicht genutzt werden können, deshalb auch nur 4 Rückwärtsgänge. Richtig ist darausfolgernd, dass nicht alle Kombinationen miteinder schaltbar sind, aber da die Zahnräder immer gleich sind, dürften auch beim UG 2/27 die gleichen Gangmöglichkeiten wie beim UG2/30 möglich sein.
Gruß Helmut
 
PS Im 421 sowie im 406 ist das gleiche Getrieb (UG2/27) verdaut, ebenso wie in 417 und 407 (UG 2/30). Das alte F-Getrieb ist davon ausgenommen.
Gruß Helmut