Hallo Markus!
Im vorliegenden Fall wurde ICH 3-4 Wochen schon als längeren Zeitraum betrachten.
Es ist überhaupt ein Unding bei einem Fahrzeug wie den sonst sehr langlebigen Unimog den Motor oder die Anbauteile(Ölkühler und Ölfilter) so zu konstruieren, dass sie ablaufen. Das ist bei täglichen Einsatz nicht unproblematisch, bei einer Arbeitsmaschine, die wie der Unimog oft Saisonbedingt eingesetzt wird gar nicht zu vertreten.
Aus meiner Lehrzeit (1970) kann ich mich erinnern, dass bei gewissen Mercedes Pkw nach dem Ölwechsel empfohlen, bzw. vorgeschrieben war den dort „Hängenden Ölfilter“ aufzufüllen um Schäden zu vermeiden. Andere Pkw mit „ Stehenden Ölfilter“ haben eine spezielle Gummimembrame um ein auslaufen zu verhindern. Die Verwendung Baugleicher Filter ohne dieser Membrame führte über kurz (bei hohen Drehzahl nach dem Starten) oder lang zu Lagerschäden. Dabei bewegte sich die Öldrucklose Zeit im einstelligen Sekundenbereich.
Jetzt werden manche denken, der OM 352 hält das locker aus, aber es gibt immer wieder Fälle von extrem niedrigen Öldruck oder Lagerschäden die meiner Meinung nach nur auf diesen Umstand zurückzuführen sind. (Mein Motor hatte beim Kauf 218 000 km Zugmaschine Straßenbetrieb das 1. Untermaß der Lagerschalen, Öldruck Nenndrehzahl 2,5 bar - jetzt nach Wechsel der Lagerschalen nahezu 5 bar.)
Es kann jeder selbst kontrollieren wie viele Tage es dauert bis das Öl abgelaufen ist und der Ölstand in der Wanne nicht mehr steigt und wie viele Sekunden es dauert bis sich Öldruck aufbaut. Meinem Gefühl nach ist jede Sekunde eine zuviel.
Auf ein recht langes Motorleben!