Moin Reiner,
wir hätten vielleicht doch ein Wildschwein gewinnen können! Aber nur haarscharf. Denn die Frage, ob man die Gleitsteine ohne größere Operation aus- und wieder eingebaut bekommt, ist - zumindest beim vorliegenden Getriebe - eine Frage des Verschleißzustands.
Jedenfalls kann in der vorderen Schaltstellung (6. Gang ein, 5. Gang aus) keinesfalls ein Stein herausfallen. Und auch dann nicht, wenn bei abgebauter Schaltplatte die Schaltgabel 5. Gang ganz nach vorne an den Anschlag gedrückt wird (bei neuem oder ordnungsgemäßen Getriebe). Dies bestätigt die schon früher von mir geäußerte Vermutung, dass das Getriebe bereits sehr lange mit nur zwei Steinen unterwegs gewesen war.
Dadurch bedingt ergab sich einseitiger Verschleiß am Synchronring, der sich zunehmend verkantete. So weit, bis schließlich die Öffnung für einen (#1) der beiden vorhandenen Steine so groß wurde, dass er sich darin verkanten konnte. Wir hatten ihn vorgestern einfach wieder in seine eigentliche Position zurückgedrückt.
Heute war das erste Ziel, die beiden Gleitsteine zu entfernen.
Wegen der Annahme, dass der vordere Anschlag der Schaltgabelführung am Gehäuse noch nicht genügend Öffnung für den Gleitstein bringen würde, haben wir geprüft, ob sich die Führungsstange der Schaltgabeln 1. bis 4. Gang und 5. Gang nach vorne herausziehen lässt. Das scheint aber nicht einfach oder gar unmöglich zu sein bei eingebautem Getriebe.
Also wurde die Schaltgabel so weit wie möglich nach vorne gedrückt und der erste Gleitstein nach unten gedreht. Plumps - schon fiel er (#1) von alleine heraus. Beim weiteren Drehen kam der fehlende Stein (#2) d. h. die Lücke zum Vorschein. Noch weiter gedreht kam #3 in die untere Lage. Er konnte aber nur mit Müh' und Not gerade eben noch entfernt werden.
(Blick von unten in das Getriebe)
Foto 1: Etwa normale Schaltstellung 6. Gang ein, 5. Gang aus
Foto 2: Stein #1 beginnt zu kippen
Foto 3: Stein #1 fällt heraus