Thema geändert in Antriebswelle HA

403er

New member
23. Mai 2008
467
0
16
67
Kirchberg
Hallo Schrauber,
habe seit einiger Zeit ein Pfeifen auf der Hinterachse und der Mog mit seinen 40 PS zieht kaum die Wurst vom Teller.
Also neulich den Mog aufgebockt und mal am re. Hinterrad gerecht ups, blockiert !
Nachgeschaut ist ein Gang eingelegt, die Ausgleissperre aber nicht eingelegt ! Ok dacht ich mir geht der Kolben der Sperre nicht mehr zurück. Rechtes Achsrohr abgebaut, schon mal schöne Überraschung , rostrotes Öl aus dem Diff. :(
Nach dem das Achsrohr ausgebaut war den Kolben mit Pressluft ausgeblasen, flutscht wie ne eins.
Trotzdem neuen Kolbenring(Manschette) spendiert und wieder zusammen gebaut, aber leider immer noch
das selbe Dilemma, vermute dass da was im Radvorgelege nicht mehr so ist wie`s sein sollte.
Kann da einer oder mehrere Experts eine Meinung(Erfahrung) dazu abgeben ? :danke

Dankschön schon mal und bleibt gesund
 
Hallo 403er,

welches Dilemma besteht nun nachdem der Kolben wieder flutscht?

Was pfiff denn und pfeift es immer noch? (Luft oder mechanisches Geräusch?)

Deine Beschreibung ist leider etwas unklar.

Falls es trotz neuer Dichtungen am Sperrkolben noch Strömungsgeräusche geben sollte, sind die Dichtflächen und Einbauräume für die Dichtungen nicht mehr in Ordnung. Hast Du sie Dir vor dem Zusammenbau genau angesehen?

Braunes Öl im Differnzial ist ein Indiz für Eisenpartikel. Deren Herkunft - reine Korrosion und/oder mechanischer Abrieb - ist allerdings nicht eindeutig zu bestimmen. Jedenfalls liegt Verschleiß vor, dessen Fortschreiten man nur durch häufigen Ölwechsel beobachten und möglicherweise verlangsamen kann. Wie groß ist das Umkehrspiel bei eingelegtem 6. Gang am Radumfang bei nur einem angehobenen Rad der Hinterachse?
 
OPTI-MOG schrieb:
Hallo 403er,

welches Dilemma besteht nun nachdem der Kolben wieder flutscht?

Was pfiff denn und pfeift es immer noch? (Luft oder mechanisches Geräusch?)

Deine Beschreibung ist leider etwas unklar.

Falls es trotz neuer Dichtungen am Sperrkolben noch Strömungsgeräusche geben sollte, sind die Dichtflächen und Einbauräume für die Dichtungen nicht mehr in Ordnung. Hast Du sie Dir vor dem Zusammenbau genau angesehen?

Braunes Öl im Differnzial ist ein Indiz für Eisenpartikel. Deren Herkunft - reine Korrosion und/oder mechanischer Abrieb - ist allerdings nicht eindeutig zu bestimmen. Jedenfalls liegt Verschleiß vor, dessen Fortschreiten man nur durch häufigen Ölwechsel beobachten und möglicherweise verlangsamen kann. Wie groß ist das Umkehrspiel bei eingelegtem 6. Gang am Radumfang bei nur einem angehobenen Rad der Hinterachse?

Ja Danke schon mal,
Also Luft ist es definitive keine, hört sich nach singen/pfeifen an, wie schon beschrieben ist der Hinterradantrieb
meines erachtens gesperrt ,ohne daß die Ausgleichssperre aktiv ist. Habe den Mog beidseitig aufgebockt egal an welchem Rad ich drehe dreht sich die ander Seite dagegen mit. Meines erachtes sollte sich aber nur ein Rad drehen oder ??
Meine Frage nun kann sich die Radantriebswelle auf der rechten Seite , so in Richtung Diff. verschieben, daß
die Verzahnung dort direkt eingreifen kann ?? Habe leider von dem 421 kein Exp.Zeichnung von dem Aufbau
des Achsrohres bzw. Radvorgeleges
 
Hallo,

403er schrieb:
Habe den Mog beidseitig aufgebockt egal an welchem Rad ich drehe dreht sich die ander Seite dagegen mit. Meines erachtes sollte sich aber nur ein Rad drehen oder ??

Wenn du einen Gang eingelegt hast und der Motor steht, dreht sich das andere Rad bei offener Sperre in Gegenrichtung mit. Bei geschlossener Sperre dreht sich dann gar nix. Ist kein Gang eingelegt, drehen sich bei geschlossener Sperre beide Räder in die gleiche Richtung.

Gruß,
Michael
 
Hallo 403er,

dann flutscht der Kolben vielleicht doch nicht. Mach mal die Leitung ab und beaufschlage die Sperrenbetätigung direkt mit Druckluft.

Die Sperre sollte sich dann bei 3 bis 4 bar ein- und bei 0,5 bis 1 bar wieder ausschalten.

Wenn es ein singendes Geräusch aus dem Differenzial gibt, sollte weiter geforscht werden. Ich kenne einen einzigen 411er mit neuer Achse, der so ein auffällig singendes Geräusch macht. Die Quelle ist zwar noch nicht gefunden. Aber der Mog läuft seit einigen zigtausend Kilometern trotzdem unauffällig. Geräusch siehe und höre hier ab 7:20, der Blaue: https://youtu.be/-lkY40Iv67Q
 
Michael_Weyrich schrieb:
Hallo,

403er schrieb:
Habe den Mog beidseitig aufgebockt egal an welchem Rad ich drehe dreht sich die ander Seite dagegen mit. Meines erachtes sollte sich aber nur ein Rad drehen oder ??

Wenn du einen Gang eingelegt hast und der Motor steht, dreht sich das andere Rad bei offener Sperre in Gegenrichtung mit. Bei geschlossener Sperre dreht sich dann gar nix. Ist kein Gang eingelegt, drehen sich bei geschlossener Sperre beide Räder in die gleiche Richtung.

Gruß,
Michael
Hallo Michael,und alle übrigen Mitleser

habe folgende Versuche unternommen:
Unimog 421 der die Aufgabe stellt

Re. Antriebsrad frei , KEIN Gang eingelegt Rad dreht sich nicht
MIT Gang eingelegt Rad dreht nicht

beide Antriebsräder hinten frei, KEIN Gang eingelegt re.Rad in Fahrtrichtung gedreht li. Rad dreh zurück
MIT Gang eingelegt dto

Unimog 403 der in Ordnung ist

Re. Antriebsrad frei , KEIN Gang eingelegt Rad dreht sich :spitze
MIT Gang eingelegt Rad dreht nicht :spitze
OHNE Gang mit Sperre Rad dreht nicht :spitze

Mal dahin gestellt wie die Räder sich drehen müssen, meine Frage: wie die Radantriebswelle
vom Diff. zum Radvorgelege gesichert ist ?? Kann die Welle sich Richtung Diff.verschieben?
wie ist Sie im Radvorgelege gesichert ?? Kann das RVG abgeschraubt werden,ohne daß sich
z.B. die Ausgleichsperre (Hülse) so verschiebt/runterfällt, daß dann das Diff geöffnet werden muß ??
 
Hallo Jürgen,

Re. Antriebsrad frei , KEIN Gang eingelegt Rad dreht sich nicht
FEHLER, Kreuzgelenk verhakt?
MIT Gang eingelegt Rad dreht nicht
OK, Kreuzgelenk kann aber trotzdem verhakt sein

beide Antriebsräder hinten frei, KEIN Gang eingelegt re.Rad in Fahrtrichtung gedreht li. Rad dreh zurück
Kreuzgelenk verhakt?
MIT Gang eingelegt dto
OK, Kreuzgelenk kann aber trotzdem verhakt sein

Was ist mit dem Umkehrspiel?

Es könnte so aussehen (2,1 g Eisenoxid in 1 l Öl):
 

Anhänge

  • P1200514_klein.jpg
    P1200514_klein.jpg
    66,6 KB · Aufrufe: 2.030
  • P1200513_klein.jpg
    P1200513_klein.jpg
    51,4 KB · Aufrufe: 2.026
Hallo Jürgen,
das luftventil für die Sperren ist nicht schwergängig und hängt im eingeschalteten Zustand fest?
Hatte das mal an einem alten 406er.
MFG:
Hans-Ulrich
 
OPTI-MOG schrieb:
Hallo Jürgen,

Re. Antriebsrad frei , KEIN Gang eingelegt Rad dreht sich nicht
FEHLER, Kreuzgelenk verhakt?
MIT Gang eingelegt Rad dreht nicht
OK, Kreuzgelenk kann aber trotzdem verhakt sein

beide Antriebsräder hinten frei, KEIN Gang eingelegt re.Rad in Fahrtrichtung gedreht li. Rad dreh zurück
Kreuzgelenk verhakt?
MIT Gang eingelegt dto
OK, Kreuzgelenk kann aber trotzdem verhakt sein

Was ist mit dem Umkehrspiel?

Es könnte so aussehen (2,1 g Eisenoxid in 1 l Öl):

Hallo Christoph,

Kreuzgelenk kann ich definitive ausschliessen , es handelt sich um die Hinterachse, da ist keins verbaut :ironie
 
marek1895 schrieb:
Hallo Jürgen,
das luftventil für die Sperren ist nicht schwergängig und hängt im eingeschalteten Zustand fest?
Hatte das mal an einem alten 406er.
MFG:
Hans-Ulrich

Hallo Hans-Ulrich

die Sperre behaupte ich kann`s momentan nicht sein, sie wurde seit dem Einbau heute früh nicht betätigt,
kann es nicht sein, daß die rechte Antriebswelle zu weit ins Diff ragt und dann dort in die Verzahnung
der linken Seite eingreift, oder wie muss ich mir das im Diff vorstellen ??

Lieben Dank schon mal an eure beteiligung den Übeltäter ausfindig zumachen :danke
 
Hallo Jürgen,

dann hast Du aber einen äußerst seltenen Unimog. :ironie

Am Getriebeausgang zur Hinterachse, in der Schubkugel, sollte sich jedenfalls ein Kreuzgelenk befinden.
 
Hallo Namensvetter,

Christoph meint das Gelenk in der Schubkugel.
Es könnte sein, dass sich eine (oder mehrere) der Schrauben vom Flansch gelöst haben und nun zwischen Schubrohr und Antriebswelle klemmen.
Es könnte auch sein, dass sich ein Lager im Achsantrieb zerlegt hat.

Ich denke, Du solltest wirklich die Achse zerlegen. Derzeit riskierst Du eine weitere Schädigung.
 
Hallo Jürgen,

bevor Du was zerlegst nochmal meine Empfehlung:
Was ist mit dem Umkehrspiel?

Wenn es am Umfang des Reifens gemessen mehr als 2 bis 3 cm beträgt, muss die gesamte Achse ab Getriebe abgebaut und untersucht werden. Falls das Spiel noch größer sein sollte, ist definitiv das Kreuzgelenk beteiligt.

Dass von der rechten Seite eine Welle zu weit ins Differenzial hineinragt, ist ausgeschlossen. Das Differenzial funktioniert ja auch noch einwandfrei. Nur die Antriebswelle im Schubrohr geht schwer, auch wenn kein Gang eingelegt ist. Deshalb meine Vermutung, dass das Kreuzgelenk kaputt ist.

Mit Logik kommt man weiter. :wink:
 
OPTI-MOG schrieb:
Hallo Jürgen,

bevor Du was zerlegst nochmal meine Empfehlung:
Was ist mit dem Umkehrspiel?

Dass von der rechten Seite eine Welle zu weit ins Differenzial hineinragt, ist ausgeschlossen. Das Differenzial funktioniert ja auch noch einwandfrei. Nur die Antriebswelle im Schubrohr geht schwer, auch wenn kein Gang eingelegt ist. Deshalb meine Vermutung, dass das Kreuzgelenk kaputt ist.

Mit Logik kommt man weiter. :wink:


Okey,
dann werd ich mal nach dem Kreuzgelenk schauen müssen, wieviel max. darf das Umkehrspiel haben ??
 
Hallo Jürgen,

in meinem Falle war das Umkehrspiel am Radumfang 7 cm (+/- 3,5 cm).
Da war das Kreuzgelenk schon ohne Nadeln, die Vielkeilwelle am Triebling fast abrasiert (siehe Foto im früheren Beitrag) und die Klingelnberg-Verzahnung auch schon stark mitgenommen. Ich benötigte eine komplett neue Achse.

Das Kreuzgelenk selber darf kein Umkehrspiel haben!
 

Anhänge

  • P1250254_klein.jpg
    P1250254_klein.jpg
    97,5 KB · Aufrufe: 1.557
Hallo Jürgen,

6 bis 8 mm an der Nabe (auf welchem Durchmesser?) hören sich grob nach einem massiven Schaden an. Dann ran an den Speck!
 
Hallo Leute,
Jürgen schreibt, daß sich die Hinterräder gegenläufig drehen, also ist das Diff nicht blockiert. Ich würde so vorgehen: Hinterachse hoch, Gang raus, nur hintere Sperre mit Druckluft beaufschlagen, Rad drehen. Beide Räder sollten sich in gleicher Richtung drehen, wenn auch recht schwer. Dreht sich nichts, liegt der Defekt wohl im Bereich zwischen Diff und Getriebe. Singende Geräusche lassen einen Defekt im Bereich der Lagerung des Antriebsrades vermuten. Die auffällige Ölfarbe könnte sich dadurch erklären.
Grüße Norman