Tüv zickt rum

holzfritz

New member
30. Dez. 2010
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Moin,
habe ein Problem mit meinem Unimog 406 BJ,EZ 78 bzw. der TÜV hat ein Problem damit. :twisted:
Bekomme keine HU Plakette weil der Unimog laut TÜV die AU nicht bestehen wird (haben gar keine AU Prüfung gemacht weil das ihrer Aussage hoffnungslos ist bei dem "Abgasverhalten")
Also empfahl mir der TÜV Prüfer eine Umtragung von Zugmaschine auf Ackerschlepper (grünes Kennzeichen habe ich).
Weiß jemand wie so eine Umtragung funktioniert oder ob bestimmte Kriterien erfüllt werden müssen?
Wäre für nen paar Tips echt dankbar! :)

Vielen dank im Vorraus
Frithjof


PS. Neben so gravierenden Mängeln wie verschliessendes Pedalgummi (ca 3 mm abgenutz) :roll: :roll: wurde unterschiedliche Bereifung bemängelt. Habe vorne 12,5 20 drauf und hinten 14,5 20.
 
Hallo Frithjof,

zum Thema Umschlüsselung solltest du die Suchfunktion quälen. Da wurde schon so viel geschrieben, das alles zusammenzufassen oder zu erläutern ist mir zu viel.
Kurzum, entweder bei Mercedes eine Bescheinigung beantragen, kostet ordentlich Geld, dann damit zum TÜV oder der Versuch mit einer Briefkopie eines gleichen Typ es zu versuchen, mit eventuell zweifelhaftem Erfolg.
Ohne beides geht es nur mit den grundsätzlichen Infos wo die Unterschiede sind und viel Geduld und natürlich auch einen geduldigen Prüfer mein Tüv mit dem du das diskutieren kannst. Es ist wie bei so vielem eine Ermessensfrage was die Herren haben wollen. Größe der Pritsche, Kraftheber, Zapfwelle, Ackerbereifung...all diese Wünsche habe ich schon gehört :?: :?: , hat aber mit der eigentlichen Einstufung laut Fahrzeugzulassungsverordnung nichts zu tun. Dort steht unter "land- und forstwirtschaftliche Zugmaschinen": KFZ deren Funktion im Wesentlichen in der Erzeugung einer Zugkraft besteht und die zum Ziehen,Schieben, Tragen und zum Antrieb von auswechelsbaren Geräten für land- und forstwirtschaftliche Arbeiten.........auch wenn sie zum Transport von Lasten im Zusammenhang mit o.g. eingerichtet oder mit Beifahrersitzen ausgestattet sind.

Grundsätzlich würde ich aber zuerst das Reifenproblem lösen, es geht nunmal nur eine Größe auf dem Fahrzeug, entweder 12.5 oder 14.5, so ist es auch eingetragen.

Grüße
Ralf
 
guude,

bei anderer prüfstelle oder -organisation vorfahren, oder zum HU termin beim landmaschinenhändler.

gut mog! justus.
 
Hallo,
ich habe vor einem (oder zwei Jahre) mein 421 von landw. Zugmaschine auf Ackerschlepper umschlüsseln lassen.
Was du dazu benötigtst? NICHTS

Vorgeschichte:
2009 wurde mein Unimog 30 Jahre. Grünes Nummernschild war vorher vorhanden als Zugmaschine. Dekra hat die Untersuchung durchgeführt (für H-Kennzeichen), soweit alles ok. Wollte dann noch eine Umschlüsselung ABER - die Dekra macht so etwas nicht. Würde nur der TÜV machen.

Ok - zum TÜV - erzählt dass ich ein Ackerschlepper haben wollte und das H-Kennzeichen. Prüfer schaute nach ob der Unimog den Anforderungen entspricht - Kraftheber, Zapfwelle ... und machte dann die Papiere fertig die ich ein oder zwei später abholen konnte.
 
Hallo Frithjof,

ich würde an deiner Stelle eine andere Prüforganistion aufsuchen. Ich habe da schon himmelweite Unterschiede erlebt. Es ist zwar ärgerlich aber billiger einmal die Prüfgebühr in den Wind zu schreiben als nochmals bei der gleichen Prüforganisation mit den behobenen (angeblichen) Mängeln vorzufahren.
Wenn die nicht wollen dann finden die immer irgendwas und treiben dich in den Wahnsinn.
Unsere Fahrzeuge muss man verstehen und mögen und man sollte diese nicht mit einem 1 Jahre alten Actros mit Euro5 vergleichen.

Zu den Rädern kann ich nur dringend empfehlen die auf eine einheitliche Größe umzurüsten. Bedenke der Unimog hat kein Mitteldifferenzial was mögliche Drehzahlunterschiede zwischen der Vorder- und Hinterachse im Allradantrieb ausgleichen könnte. Demzufolge wird sich deinem Fall beim Fahren mit zugeschaltetem Vorderachse der Antriebsstrang stark verspannen was im bestmöglichsten Fall nur mit starkem Reifenverschleiss quittiert wird.
Hier hat der Prüfer auch recht! mit den unterschiedlichen montierten Reifengrößen muß er dir den Stempel versagen.

Gruß
Matthias
 
Bernd-Thomes schrieb:
...ABER - die Dekra macht so etwas nicht. Würde nur der TÜV machen...

Es kommt auf das Bundesland an, welche Prüforganisation dafür zuständig ist

TÜV = "alte" Bundesländer
DEKRA = "neue" Bundesländer

In Berlin dürfen beide

Glückauf
Lutz
 
Hallo,

Bekomme keine HU Plakette weil der Unimog laut TÜV die AU nicht bestehen wird (haben gar keine AU Prüfung gemacht weil das ihrer Aussage hoffnungslos ist bei dem "Abgasverhalten")

War das Abgasverhalten irgendwie auffällig? Ein funktionierender 406er ohne gravierende Motormängel besteht ohne Problem die AU mit den für dieses Fahrzeug geltenden Vorgaben.

Also empfahl mir der TÜV Prüfer eine Umtragung von Zugmaschine auf Ackerschlepper (grünes Kennzeichen habe ich).

Entschuldigung, aber die Logik verstehe ich nun überhaupt nicht. Zwar braucht eine "LoF Zugmaschine Ackerschlepper" keine AU, wenn das Fahrzeug aber eher eine Nebelmaschine wäre, wäre dies trotzdem ein erheblicher Mangel bei der HU. Auf jeden Fall ist damit kein evtl. vorhandenes Motorproblem behoben, lediglich spart man sich die AU-Kosten und die HU müßte bei dem Fahrzeugtyp auch noch etwas billiger sein.

PS. Neben so gravierenden Mängeln wie verschliessendes Pedalgummi (ca 3 mm abgenutz) wurde unterschiedliche Bereifung bemängelt. Habe vorne 12,5 20 drauf und hinten 14,5 20.

Nun, das erste ist ja wirklich eine Kleinigkeit. Die Gummis gibt's als MB-Originalteil für ein paar Euro (kannst sie aber auch zum fünffachen Preis bei Ebay ersteigern, werden dort gern und teuer angeboten), wer mit 12,5er vorne und 14,5er hinten mit dem Unimog rumfährt, hat anscheinend von Unimog-Technik sowieso kaum Ahnung. Jedenfalls ist damit klar, dass keine HU bestanden wird.

Umschlüsselung geht je nach Prüfstelle und Prüfer von ganz einfach bis mit etwas Diskussion über nötige Anbauteile, die aber auch bei einer Zugmaschine Ackerschlepper nicht unbedingt sein müssen. Im Zweifelsfall bei Mercedes eine Bescheinigung anfordern, die die Umschlüsselung ermöglicht (kostet aber).

Gruß,
Michael
 
Moin

Sehe das genau so wie Michael.Warum sollte dein Mog denn die AU nicht bestehen? Am besten vor der AU mal so richtig warm gefahren, am besten mit viel Gewicht hinten dran und dann die AU machen lassen. Da sollte es dann keine Probleme geben, wenn der Motor in Ordnung ist.

Aber das Problem mit den unterschiedlichen Reifengrößen solltest du möglichst schnell lösen...
 
Moins,

sorry, ich kanns mir nicht verkneifen, aber mit unterschiedlichen Reifengrößen (12.5 u. 14.5) zum TÜV fahren ist schon sehr frech und dann auf eine erfolgreiche HU hoffen, mehr als blauäugig.

Aber sicher ist bei der Bereifung, dass man innerhalb kürzester Zeit den gesamten Antriebsstrang ruiniert :rums: Die Reparatur wird allerdings "etwas" teurer als die Bestückung des Unimogs mit 4 gleichgroßen Rädern.

Gruß Ulli
 
Ich hatte mal einen Bundeswehr DKW Munga mit Original 2-Takt Motor und musste damals noch zum ASU.
Kein Problem obwohl er stark gequalmt hat. Ga ihn leider her.

Mit meinem uralt VW Passat Diesel war ich bei der AU, der Prüfer lies ihn 4 x aufheulen und sagte ich bekäme die Plakette nicht, die Werte wären zu gut !!! (Ich fuhr damals reines Pflanzenöl). Den Kaltstarthebel gezogen und die Werte passten.

Alles Beutelschneiderei.

Servus Jürgen
 
Hallo, in Hessen machen auch Gutachter der KÜS Gutachten für H-Kennzeichen.
Nachdem ich für die Ablastung meines Mogs mich bei der Dekra und beim Tüv rumgequält habe, hat es der KÜS- Mann gemacht und es ist alles rechtens!

http://www.kues.de/leistungen/halter/fahrzeuge/Oldtimer.aspx

Gruß Mike.