U 1000 vor der Schlachtbank bewahrt und restauriert.

Hallo Norbert,

Deine Denkweise im Hinblick auf die Wirtschaftlichkeit kann ich verstehen. Es werden selten Unimogs in tadellosem
perfekt restaurierten Zustand angeboten. Diese Fahrzeuge liegen dann (BM 424-427) so um die 35 bis 45000 €.
Soviel Geld gibt das Budget für " Hobby" aber leider nicht her. Daher mache ich mich selber an die Sache und habe auch gleich die Möglichkeit den Mog nach meinen eigenen Vostellungen auszustatten. Wenn mein Unimog fertig ist hat er die komplette Agrar Ausstttung mit Kraftheber vorne und Hinten, Zapfwellen vo. und hi. Kriechgang , Ldekran usw.
usw. Ich denke wenn ich so einen Mog finden würde oder ihn aufbauen lassen würde würden 40000.-€ nicht reichen.
Viele haben schon gesagt " warum so viel Arbeit in einen scheiß U 1000 stecken". Warum hast Du Dir nicht wenigstens
einen 1400er oder 1600er geholt. Dann sage ich weil kein passendes Angebot da war. Aber es muß ja
kein U 1000 bleiben. Wenn die Kiste endfertig ist ist das irgend etwas zwischen U 1400 und U 1700 von der Leistung her und hat Schnickschnack den ich für sinnvoll halte wie z.B. Elektromechanische Steuergaräte für die Krafthydraulik( wer will beim anhängen schon laufend in die Kabine hüpfen.) Das war die wirtschaftliche Seite.

Die andere Seite ist der Spaß am restaurieren von KFZ Technik. Bei vielen Schraubern wird die Pritsche runtergabaut
die Kiste abgekärchert und dann "übergejaucht" nach dem Motto viel hilft viel. Das ist für mich verschwendete Zeit
und Farbe. Das ist auch ein Grund warum ich das lieber selber mache und keinen vom Verkäufer restaurierten
kaufe , der das Fahrzeug dann als " frisch restauriert " anpreist.

Viele Grüße und froheWeihnachten Lorenz

ps. ich bin in Worten seit sieben Jahre an der Kiste , nicht vier :oops: deshalb muß der nächstes Jahr auch laufen!!!!!
 
hallo Lorenz!
Das was du da leistest, ist wirklich außerordentlich. Eigentlich hab ich mehr mit Oldtimer zu tun, und der 1965 Unimog ist eines der jüngeren Fahrzeuge an denen ich war. Dachte die neueren (z.B. 80er 90er Jahre) findet man leichter in brauchbarem Zustand. Aber du hast völlig recht: selber gemach ist GEMACHT!
Wie auch immer, das ist ja die "Technikseite".
Darf ich da kurz eine Erfahrung berichten, die eventuell nützlich sein kann.
Nach dem Sandstrahlen einer Karosserie wollt ich diese von einem guten Fachbetrieb lackieren lassen, was vom Meister abgelehnt wurde.
Nun die Begündung seinerseits: Beim Strahlen wird erheblich höherer Luftdruck angewandt, darum werden Fugen und Spalten blank, in die der (mit weniger Druck) gespühte Lack manchmal nicht gelangt, obwohl alles perfekt aussieht. Was nach gemachten Erfahrungen zu frühem Rost und Reklamation geführt hat. Seine Empfehlung war Tauchlack, zumindest beim grundieren weil der überall eindringt.
Vermutlich ist das sehr oft aus unterschiedlichen Gründen nicht machbar. Darum der Tipp, wenn es erlaubt ist.
Nach einer so unglaublichen Arbeit, wie du sie leistest, scheue keinen vertretbaren Aufwand, um Fugen und Hohlraum optimal zu schützen.
Grüße
Norbert
 
Hi Norbert,

mit dem Strahlen gebe ich Dir recht, das holt noch in der kleinsten Fuge den Gammel raus und hinterlässt blanke
Oberfläche. Tauchgrundieren werde ich aber nicht machen da in Hohlräumen und Profilen auch beginnender Rost
in Form von Rostpickelchen bis Blattrost besteht. Man kommt einfach nicht ran mit den Strahlgut da die Hohlräume zu tief oder zu schmal sind. Würde die Tauchgrundierung die Oberfläche versiegeln könnte der Gammel darunter weiter
existieren und würde weiter Bleche zerstören.

Daher habe ich gute Erfahrung mit Fluid Film gemacht. Das unterwandert sogar Blattrost und verhindert dauerhaft
den Weitergang des Rostes. Nach jedem Bauabschnitt bohre ich zusätzliche Löcher damit ich alle Hohlräume und Überlappungen ( mega rostanfällig) ausreichend " fluten " kann. Bei meinem anderen Youngtimer läuft noch nach 6
Jahren im Sommer die Hohlraumversiegelung heraus.
Bei Reklamationen müsste ich mich selber Rügen da ich alles , auch den Lack selbst erledige.

Grüße Lorenz
 
Hallo Forum,

zwischen den Jahren und im neuen Jahr war zum Glück wieder etwas Zeit übrig um an der Kabine weiterzukommen.
Die Bodenbleche der Fahrerseite und der Rdlauf sind nun auch größtenteils da wo sie hingehören. Am längsten hat die
Anfertigung der unteren linken B - Säulenhälfte gedauert. Zum Glück habe ich noch eine 2. Schrottkabine hinter dem
Haus stehen die ab und zu für Formbleche herhalten muß. So konnte ich aus 3 Einzelblechen die auf Gehrung geschnitten wurden die Untere Hälfte passgenau nachbauen. Jetzt sind" NUR" noch die Außenbleche im hinteren Bereich der B Säule zu ersetzen ( aufgeblühte Schweißpunkte) , der untere Scheibenrahmen , Regenleisten r. und l.
und die Rückwand. Dann kommt die Lackiervorarbeit und die F A R B E !!!

Grüße aus Hessen Lorenz




 

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Hallo Leute,

von der Kabine habe ich jetzt die Schnautze voll --- äh ich meinte natürlich fertig :lol:
Jetzt geht es mit der Rückwand weiter. Leider muß ich mal wieder über die Mercedesleut meckern.
Warum verspringt der untere Teil der Rückwand eigentlich hinter das Blech von dem hinteren Scheiben-
rahmen. Man bekommt die Rückwand nur am Stück heraus, und natürlich auch wieder hinein, wenn mann
einen großen Teil der Scheibenrahmen mit abbohrt. Nicht schön gelöst diese Bauvariante! mann hätte so schön
einen Stoß der Bleche machen können . Also der Scheibenrahmen bleibt da wo er ist und es wird alternativ das
neue Blech der Rüchwand in der Höhe gekürzt, heißt Kröpfung abgeschnitten und auf Stoßschweißung mit dem
alten verbleibenden Rest angepasst. Ergibt leider eine lange Schweißnaht auf einer planen Blechfläche , ergo
schöner Verzug der Bleche ergo Spachtelarbeit :evil: .Werde direkt neben der Naht Wärmeabsorbierpaste auftragen
dann wird das " Wellaform " sich bestimmt in Grenzen halten.
Hat vom Euch schon mal jemand mit den spritzbaren Nahtabdichtungen gearbeitet? Sieht im Video ja super Klasse sauber aus und die Schall-Wärme Dämmpampe von Original lässt sich so sehr gut nachbilden. Nachteil - man muß
leider die nicht ganz billige " Spray Gun " für die Verarbeitung kaufen aber das Ergebnis sieht zumindest im Anwendervideo takko aus. So nun noch ein paar Bilderchen .
Beste Grüße Lorenz
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Hallo Unimog Gemeinde,

es gibt mal wieder kleine Fortschritte am Langzeitpatienten 424. Die Rückwand ist endlich eingeschweißt.
Als Neuzugang hab Ich einen Kranrahmen von einem 406 gekauft. Da ich zu faul war im Vorfeld zu messen
ob das Dind passt hab ich den mal so als " Überraschugsei"angeschafft. Was soll ich sagen, knapp daneben
ist auch vorbei!. Sieht aber gar nicht so schlecht aus mit den Maßen. Es müssen lediglich die vorderen Rahmen-
befestigungen ( Schwerter) um 23 mm breiter werden da der 406 Rahmen scheinbar im ganzen 23 mm schmaler
ausgeführt ist, heißt ein Schwert neu brennen lassen und von außen auf das bestehende aufdoppeln. Dann sitzt
der Rahmen zwar 10 mm außermittig , was ich aber vernachlässigen kann weil die Kransäule eh außermittig sitzt.
Die vorderen Stützfußführungen müssen abgeschnitten werden da beim ausziehen der Stützen die Kabine im Weg
sitzt. Dann kann ich auch, wie ich es gene wollte, die schon am Kran vorhandenen Stützfüße nutzen.
Scheinbar ist die 406 Kabine viel schmäler bzw . hat sie ja auch sehr abgerundete Kabinenecken.
Leider besaß der Kranrahmen keinen Kippzylinder, den ich jetzt noch narüsten muß. Deswegen suche ich eine
Schrott- Kipperspinne von der ich die Kugelbolzen abtrennen kann um sie für den Kardanring neu in den Kranrahmen
einschweißen kann.

Beste Grüße Lorenz


 

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Hallo Leute,

mit dem Rohbau der Kabine geht es zum Glück so langsam dem Ende entgegen. Zur Zeit bin ich an der
rechten Regenleiste /Dachhaut. Bei dem Wetter ist es ja auch nicht schwer "kühlen Kopf" beim Basteln zu behalten
( siehe Werkstattthermometer) Noch mal ne andere Frage, der rechte Ansaugausschnitt im Kotflügel wurde entweder
mit einem Gitter abgedeckt oder wahlweise mit dem Ansaugkamin abgedeckt. Bei meinem Mog war unter dem Ansaugkamin noch zusätzlich das Gitter montiert. Gehört das so oder war das eine Kreation vom Vorbesitzer. Beides
zusammen Gitter und Kamin passt irgendwie ziemlich scheiße.
Grüße Lorenz


 

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.. und noch 2

 

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Hallo Unimogfreunde,
nach einer Pause geht es jetzt am Mog weiter. Nach längerem Überlegen ob der Auspuff hoch soll oder nicht
mache ich ihn jetzt doch nach oben damit man nicht immer im "Nebel" steht. Original gefällt aber so gar nicht
weil 1. Aus Stahl (Rost) und 2. steht das Ding wie ein Hirschgeweih ab , so daß man im Wald noch mehr Äste fängt. Deshalb habe ich das Rohr an die Linie der Kabine angelegt, heißt an der Sicke der B Säule macht das
Rohr einen 8 Grad Knick und läuft fast parallel mit der B Säule nach oben. Auch die Höhe ist kürzer ausgefallen
so daß das Endrohr etwas über der Dachkante endet und nach außen hinten gedreht ist. Ich hoffe nur das das Geräuschverhalten moderat ist da der Abgasaustritt ca. in Kopfhöhe des Fahrers ist. Ebenso soll die Kabine ja nicht verrußt werden. Also Versuch macht kluch :D Im schlimmsten Fall müssen noch mal 150 mm
dazwischen.
Grüße Lorenz
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Hallo Unimoggemeinde,
ich bin wieder ein Stückchen weiter an der Kabine. Die rechte B Säule ist wieder zu, die Regenrinne vom
Dach ist eingeschweißt. Die Rep. Bleche für das Dach sind gekantet und angepasst. Den Auspuff habe ich schon mal probemontiert um zu sehen ob das so klappt wie gedacht.

Grüße Lorenz
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Hallo Unimogfreunde,

heute war Probehochzeit beim 424. Leider noch ohne Farbe auf der Kabine , aber es ist immer besser alle Teile vor dem
lackieren einmal testweise zu montieren. Ich wollte auch sehen was nach der Kabinenhochlegung so alles wieder ab-
gebaut werden muß um es zu ändern. Da wären Schlathebelplatte natürlich zu tief, Innenkotflügel zu tief, Gasbetätigung steht jetzt im Nirvana, diverse Leitungen usw. usw. ......... . Da die Kabine eh aufgebaut war habe ich auch gleich die Auspuffanlage angepasst und gefertigt. Puh - wieder ein stückchen näher am gepflegten Unimog :lol:

Grüße Lorenz


 

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Hallo Lorenz
Ich wollte auch sehen was nach der Kabinenhochlegung so alles wieder ab-
gebaut werden muß um es zu ändern.
die Lenksäule ist dann auch zu kurz. Für deine Höhe gibt es keine passende Lenksäule im Unimog-Programm, vielleicht passt eine vom Eco-Liner
 
Hallo Lorens
Ecoliner war die Vorgängerbaureihe vor dem Atego. Die LN2 bzw neue Leichte Klasse LK gebaut von Mitte der 80er bis Ende der 90er Jahre, Baureihen 673 bis 679, fängt beim 809 bis 1324, alles mit OM364 bis OM366LA
 
Hallo Unimogfreunde ,

Ich möchte Positionsleuchten auf das Dach meiner Kabine setzen, weiß aber nicht so genau wo die original
sitzen. Kann mir jemand das Maß von Vorderkante Scheibenrahmen bis Vorderkante Lampengehäuse durchgeben?
Besten Dank.
Grüße Lorenz
 

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