U 411.119 soll wieder leben und freude bringen

Moin,
Steck trotzdem etwas über das Ritzel bzw dessen Bohrung, sonst drückst du möglicherweise die Welle mit der Abzieherspitze auseinander - dann ist die Welle schrott.

Die Zahnräder lassen sich so abnehmen, fest auf der Welle sitzen die Mitnehmer und die Messingbuchsen.

Bevor du irgendwas Pressen kannst musst du den ersten Mitnehmer abziehen - der kann relativ leicht runtergehen oder nicht. Mit dem Abzieher Spannung aufbauen und dabei mit einem Werkstattfön anwärmen kann helfen.

Zum weiteren Pressen danach braucht es eigentlich nicht viel Druck (je nachdem wie die Toleranzen der Teile zueinander sind), bei mir ging das mit einem plop bei ca. 5T Presskraft.
Du musst nur eine Presse haben unter die die Welle senkrecht drunter passt.

Lies das Kapitel zum Zerlegen der Welle im Handbuch, dann sollte alles geklärt sein wie es geht.

Gruß
Alex
 
Ein gutes neues Jahr wünsche ich allen Unimogbegeisterten,

ich habe im alten Jahr noch geschaft meine Vorgelegewelle auseinander zu nehmen. :technik

Mit dem Dreiarmabzieher gingen die ersten Teile runter. Nicht auf anhieb, aber nach kurzer Bearbeitung mit dem
Heißluftfön hat es blob bemacht. Den Rest habe ich dann mit meiner Spezialpresse rausgedrückt. Jetzt beginnt der aufbau wieder.

Danke an alle die mir gute Tips zum zerlegen gegeben haben. :danke
 

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Hallo,
mitlerweile sind wieder eineige Wochen ins Land gegangen. In dieser Zeit hatte ich viele Fragen für die ich Antworten gesucht habe und Lösungen gefunden werden musste.
Mein Tisch sieht mitlerweile so aus und die Teile in der Kiste sind nicht die welche ich über gehabt habe sondern welche ich erneuert habe.Vorne sieht man noch die Reste der beschädigten Federnäpfe.IMG_4673.jpg
Es ist schon interresant wie leicht man so eine Vorgelegswelle wieder zusammen bekommt wenn man die Zahnräder ein bischen in den Backofen legt. Zum Schluß habe ich noch das neue Tachoritzel eingepresst, dazu Ritzel einfach über Nacht rauslegen, bei minus 12 Grad. Vorgelegewelle mit dem Heißluftfön etwas anwärmen und unter einsatz einer Gewindestange M10, Muttern und Unterlagsscheiben zusammenfügen.
Es ist schon toll wenn sich das Getriebe Stüch für Stück wieder mit den Wellen füllt.IMG_4661.jpg
Zum abdichten der Deckel und Flansche rings ums Getrieb habe ich Feststoffdichtunge also Papier oder Metal in Verbindung mit Hylomar genommen.
So sieht es jetzt aus, fast fertig. Die Antriebsflansche müssen noch rein der Nebenantrieb nätürlich auch noch und wenn es wärmer wir kann ich dann auch noch lackieren.
IMG_4672.jpg
So als nächstes kommt dann die Vorderachse drann.

Ich bedanke mich bei denen die mir gehofen habe Fragen zu beantworten die bei so einer Instandsetzug auftreten.
Gerade zu Schluß war es gnifflig, mit den Fragen Filsdichtung ja/nein und Schubrohrentlüftung schliesen oder nicht.
Bei der Filsdichtung hat sich ja dann rausgestellt das ich Kreutzgelenke an den Antriebswellen habe die nicht dem Baujahr meines Mogs entsprechen, also schon die Dauergeschmierten, somit brauche ich keine Tropfölschmierung mehr und ich kann die Bohrung für selbige verschließen.
Bei der Geschichte mit der Schubrohrentlüftung hatte ich lange einen Denkfehler und hätte sie fast verschlossen.
Jetzt ist sie noch offen und nur wenn Öl durch die Bohrung fließt werde ich sie an der Vorderachse verschließen.

Also noch mal danke für eure Hilfe :danke :danke .

Gruß Florian
 
Hallo Florian,

und wie wird das Schiebestück geschmiert? Ein paar TRopfen Öl, die an den Antriebswellen entlang auf die Schiebestücke laufen können doch nicht verkehrt sein. Außerdem entsteht bei ein wenig Schleuderöl keine Korrosion.

Gruß
Markus
 
Hallo Markus,
So was habe ich mir schon gedacht. Ich hatte auch schon mal gefragt ob die Tropfölschmierung noch für was anderes gut ist als nur für die Kreuzgelenk. Hätte da gleich an Korusionsschutz gedacht. Könnt mir aber keiner bestätigen. War vielleicht auch etwas verdeckt nachgefragt.

Was zeigt denn die Erfahrung, wie lange hält so eine Filsdichtung. :?:

Vorgefunden hatte ich bei meinem Getriebe Filsdichtung komplett verhärtet.
Die durchbohrte Schrauben war nicht mehr da muss Mal bei Wartungsarbeiten vergessen worden sein.

Gruß Florian
 
Hallo,
ich richte gerade meine Vorderachse. Am letzten Wochenende habe ich dann angefangen meine
Doppelkreuzgelenke zu zerlegen. Habe mir so gedacht alles auseinanderschrauben, gut sauber machen und dann mit odentlich Fett wieder zusammensetzen. Dem war leider nicht so. Vier von acht Nadellager sind leider so
eingelaufen das sie nur noch für die Tonne taugen. Zum Glück passen die vom 404, also gleich mal Ersatz bestellt.

Heute war dann aber wieder mal ein Grund sich zu freuen. Meine Frau hat mir was tolles vom Geschäft mitgebracht.
view.jpg
Endlich kann ich neu Buchsen in der Vordrachse einpressen :lol: :lol: :party .

Ich schicke bei Zeit mal ein paar Bilder von meinen nicht so schönen Kreuzgelenken.

Bis dann Gruß Florian
 
Hallo Florian,

die Filzdichtung hält eigentlich ewig, wenn immer etwas sauberes Getriebeöl hindurch fließt. Die Dichtung ist ja eigentlich nur ein kurzes Rundstück und soll das Öl in der Bohrung etwas am freien Fluss behindern. Da es keine Relativbewegung macht und hinter der Schraube liegt, hat es nicht viel auszustehen. Sicher wenn alles ewig steht und das ganze verharzt ist die Funktion hin. Bei meinem 1974 sah das ganze in 2016 noch gut aus, etwas verdreckt.

Markus
 
Hallo,
hier noch die Bilder der defekten Kreutzgelenke. Es ist jeweils nur ein pro Achse hin, das andere sieht noch aus wie neu. Könnte natürlich auch schon mal gerichtet worden sein.IMG_4707.jpgIMG_4706.jpg


Und der Teilespender von der BW.IMG_4737.jpg

Meine Landmaschienenhändler wird sie hoffentlich demnächst umpressen.

Die restlichen Lager habe ich schon gereinigt und warten auf ihren wiedereinbau.


Nette Grüße Florian
 
Hallo,
ich hatte letzt mal Zeit und bin das Regal zu meinem ausgebauten Motor hochgestiegen.
Mir war bewußt das es nicht der Orginale ist. Mein Mog ist von 68, auf dem Motor ist eingegossen 1970.

Ich wollte mal nach dem Typenschild da ist mir dies aufgefallen.

Hat Daimer 1970 schon Motoren im Ausland produzieren lassen.

Ich hoffe man kann etwas auf dem Bild sehen, ist schwer zu knipsen.

Gruß Florian
 

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Servus Florian,
mal kurz gegoogelt. Guckst Du hier!

https://de.wikipedia.org/wiki/Mercedes-Benz_OM_636

Fazit: ab 1961 wurde der OM636 nur noch bei MEVOSA in Spanien gebaut (worauf auch das spanischsprachige Typenschild hindeutet). Das heißt nach meinem Sprachempfinden, dass der Motor auch schon vor 1961 in Spanien in Linzenz gebaut wurde. Als passt das auf alle Fälle mit dem 70er Baujahr.

Viele Grüße
Martin
 
Hallo Martin,

der Schluss, dass ab 1961 nur noch OM 636 Motoren in Spanien gebaut wurden liegt möglicherweise nahe, ich intepretiere meine Kenntnisse anders.

In Fahrzeugen aus den 1970ern waren eindeutig deutsche OM636 verbaut. Zum einen an dem Typenschild erkennbar, zum anderen an den Komponenten. Viele Teile der spanischen OM 636 sind von anderen Unterlieferanten als bei den deutschen. Z.B. IMSA statt ALU bei einigen Aluminiumteilen wie Ölwannen. TDZ statt BOSCH.

Zylinderkurbelgehäuse sind in den 70ern noch von EB (Eisenwerk Brühl).

Gruß
Markus
 
Hallo Martin und Markus,
danke für die Infos. Ist doch immer wieder Interesant was man so über seine Fahrzeugkomponenten raus bekommt.

Danke Gruß Florian
 
Hallo Mogfans,
es ist schon wieder einige Zeit vergangen, leider bin ich mit meiner Vorderachse noch nicht so weit wie ich eigentlich
sein wollte. Aber das wird anderen Restauratoren bekannt vorkommen. Dies lieg auch mit daran das meine Kreuzgelenke noch nicht umgepresst sind. Der Landmaschinenhändler bei dem ich normal bin wollte mir weis machen er muß die Gelenke einschicken weil sie feingewuchtet werden müssen. Schadet bestimmt nicht, aber ob man das bei einem 411 wirklich braucht mag ich mal zu bezweifeln. Jetzt habe ich sie einem bekannten Landmaschinenmechaniker mitgegeben, der aber noch etwas Zeit dafür braucht.

Letzt hat ich wieder eine Aufgabe an der ich fast verzweifelt währe. Demontieren der Lenklager an der Vorderachse.
Ein normaler Abzieher hat zum abziehen nich tdarunter gepasst. Also Lager mit Heißluft erwärmt und mit allem möglichen versucht zu hebel, nichts hat was gebracht.
Zum Schluß kam mir die Lösung fast über Nacht. Abzieher selber bauen. Also zur Schrottkiste gegangen, ein Stück Rohr und zwei dicke Blechteil, an einem mit der Flex ne Aussparung rein :flex und alles zusammen gebrutzelt. Sieht zwar nicht toll aus hat aber super funktioniert.IMG_4780.jpg

Ich habe mich vor drei Wochen entschieden eine kleine Sandstrahlkanine zu kaufen.
Nachdem mir aufgefallen ist, wieviele Kleinteile so ein Mog hat, war die Entscheidung immer zum Strahler fahren oder selber machen, halt auf selbermachen gefallen.
Habe mir also eine 220 L Kabine in Weiß gekauft und dazu zwei Sack Glasgranulat als Strahlmittel und ich muß sagen, die Entscheidung war auf jedenfall nicht falsch. Wenn mal wieder was micht so geht wie es soll, nehme ich zur Entspannung einfach ein Teil, Bremstrommel oder Aufstiegsring usw. lege es in die Kabine und nach ein paar Minuten Strahlen ist es super vorbereitet zum Lackieren. Es past sogar das größere Stück der Vorderachse rein.

Wenn ich dann beim montieren der Vorderachse bin kann ich auch wieder mehr Bilder zeigen.

Euch allen ein schönes Wochenende und viel spass beim Unimog fahren.
 
Hallo Markus,
darüber habe ich mir so eigentlich noch keine Gedanken gemacht. Währe aber vielleicht keine schlechte Idee, wenn
sich die Kosten für die 4 Lager in Grenzen halten. Habe bei solchen Themen noch nicht so viel Ahnung.

Könntest du mir mal schreiben welche Lager ich dann verbauen sollte. Vieleicht gleich mit der genauen Bezeichnung.
:danke

Gruß Florian
 
Hallo Florian,

Super Beitrag.
Ich zerlege auch mein Getriebe wegen Ausbruch der Ölablassschraube. Aus Zwei mach eins. Da alle Lager gewechselt werden muss auch die lange Welle die auf die Kupplung geht zerlegt werden. Dort ist eine Nutmutter. Trotz erstellten Nutmutter Werkzeug lässt sich auch mit Hilfe vom Heißluftfön nichts lösen.
Kannst Du mir einen Tipp geben?

Gruß Thomas
 
Hallo Thomas,

ich hatte selbiges Problem. Mitm Brenner erwärmen hats gebracht.
 
Hallo Thomas,
ich vermute du meinst nicht die Nutmuttern in den Antriebsflanschen.
Könnstst ja mal ein Bild machen und hochladen.
Hier lesen auch Schrauber mit die schon mehr Getreibe zerlegt haben als ich, da finden wir bestimmt jemaden der helfen kann, vieleicht auch ich wenn ich genau weiß wechle Mutter du meinst.

Gruß Florian
 
Hallo zusammen,
schnell vergeht die Zeit und es ist noch sooo viel Arbeit.

Mein Getriebe habe ich lackiert und Öl ist auch schon drin.

Jetzt geht es mit der Vorderachse weiter. Dank Markus habe ich jetzt alles zusammen. Die Gleitlager sind
auch schon passend geschliffen. Die Kreuzgelenke sind auch wieder da und mit überholten Bundeswehr Kreuzen
aufgearbeitet.

Gestern habe ich erst mal die Sintermetallbuchesn im Achsrohr eingepresst. Vorher Buchse 2 Stunden im heißen
Öl gekocht und danach auf Schäden geprüft.
Buchse ins Achsrohr gepresst. Antriebswelle lässt sich in der Buchse fast nicht drehen.

Buchse mit Kalibrierdorn weiten. Danach läst sich die Welle gut drehen. :party



Schönen Woche wünscht

Florian
 

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