Liebe Unimog-Freunde,
wenn man genau über die Fahrsicherheit des Unimog 411 nachdenkt, darf man gar nicht mit ihm losfahren. Ganz gefährlich ist der mit dem kurzen Radstand. Miserabler Geradeauslauf, Schwingungsneigung bei Bodenwellen, große Übersetzung des Lenkgetriebes und damit schlechte Beherrschbarkeit bei dynamischer Fahrt zeichnen ihn aus. Dann noch dünne Lenkradspeichen vor'm Bauch und keinen Sicherheitsgurt.
Dramatisch kann es beim Bremsen werden, wenn die Pritsche unbeladen ist. Denn dann liegt der Schwerpunkt des Fahrzeuges im vorderen Drittel des Radstands und zudem sehr hoch (siehe Bild, die Schwerpunktlagen gelten ungefähr für den 411 mit langem Radstand). Beim Bremsen wird die Vorderachse zusätzlich belastet und die Hinterachse entlastet. Die Hinterräder können nicht wesentlich zur Verzögerung beitragen und verlieren wegen der geringen Aufstandskraft auch die Möglichkeit der Seitenführung. Die Schleuderneigung ist dadurch sehr ausgeprägt.
Wer diese gefährliche Eigenschaft mal selbst erkunden möchte, kann mit Hinterradantrieb eine steile Böschung langsam - nur mit Motorbremse - runterfahren ohne mit dem Fuß zu bremsen. Ab einem bestimmten Gefälle beginnt der Mog hinten auszubrechen.
Abhilfe? Allrad vorher einschalten, Kupplung treten oder Gas geben, wenn's noch genügend Auslauf gibt.
(Kraftfahrtechnische Experimente - Der verstellbare Sauberg)
wenn man genau über die Fahrsicherheit des Unimog 411 nachdenkt, darf man gar nicht mit ihm losfahren. Ganz gefährlich ist der mit dem kurzen Radstand. Miserabler Geradeauslauf, Schwingungsneigung bei Bodenwellen, große Übersetzung des Lenkgetriebes und damit schlechte Beherrschbarkeit bei dynamischer Fahrt zeichnen ihn aus. Dann noch dünne Lenkradspeichen vor'm Bauch und keinen Sicherheitsgurt.
Dramatisch kann es beim Bremsen werden, wenn die Pritsche unbeladen ist. Denn dann liegt der Schwerpunkt des Fahrzeuges im vorderen Drittel des Radstands und zudem sehr hoch (siehe Bild, die Schwerpunktlagen gelten ungefähr für den 411 mit langem Radstand). Beim Bremsen wird die Vorderachse zusätzlich belastet und die Hinterachse entlastet. Die Hinterräder können nicht wesentlich zur Verzögerung beitragen und verlieren wegen der geringen Aufstandskraft auch die Möglichkeit der Seitenführung. Die Schleuderneigung ist dadurch sehr ausgeprägt.
Wer diese gefährliche Eigenschaft mal selbst erkunden möchte, kann mit Hinterradantrieb eine steile Böschung langsam - nur mit Motorbremse - runterfahren ohne mit dem Fuß zu bremsen. Ab einem bestimmten Gefälle beginnt der Mog hinten auszubrechen.
Abhilfe? Allrad vorher einschalten, Kupplung treten oder Gas geben, wenn's noch genügend Auslauf gibt.
(Kraftfahrtechnische Experimente - Der verstellbare Sauberg)