U421 - Probleme Kupplung bzw. Getriebe

makau

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UCG-Mitglied
21. Jan. 2004
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Schramberg
Hallo zusammen,

seit Sonntag bin ich Besitzer eines U421.122 Baujahr 1969 mit 45 PS. Das Fahrzeug hat ein Getriebe mit zusätzlich zwei Kriechgängen.
Bei den Probefahrten und der Überführung von Rund 40km war alles in Ordnung. Am Sonntag noch mit den Kindern zwei Runden gefahren. Alles ohne irgendwelche Auffälligkeiten. Als ich den Unimog in der Halle abstellen wollte, hatte ich Probleme mit dem Schalten und die Kupplung hat nach meinem Empfinden nicht mehr komplett getrennt.
Heute bin ich der Sache nochmals nachgegangen. Die Kupplung trennt definitiv nicht vollständig. Es ist möglich mit gedrücktem Pedal den Schalthebel zwischen 1 und 2 zu stellen, dann lässt sich der Schalthebel für die Fahrtrichtung bewegen (auch die Zapfwelle lässt sich zuschalten) und man kann dann wieder in Gang 1 oder 2 schalten, wobei es leicht hakt. Wenn der Motor aus ist, lassen sich die Gänge schalten.

Was könnte die Ursache sein? Über Tipps wäre ich dankbar.

Gruß Markus

PS: die Bedienungsanleitung ist bestellt, aber leider noch unterwegs.
 
Hallo Markus,

die Kupplung wird hydraulisch betätigt.
Hast du schon geprüft, ob noch Bremsflüssigkeit im Behälter ist und der Zylinder sowie die Leitungen bis zum Ausrücker dicht sind?

Hat das Fahrzeug vor dem Kauf lange gestanden?
 
Guten Morgen,

beim Vorbesitzer wurde das Fahrzeug zumindest gelegentlich bewegt. Dort wurden auch teilweise bereits verschiedene Dinge wieder gerichtet. Ich denke mal dass er über die Wintermonate nicht viel bewegt wurde.
Die Bremsflüssigkeit prüfe ich heute Abend mal. Eine leichte Undichtigkeit im vorderen Bereich ist vorhanden, hatte die allerdings im Bereich der Lenkung vermutet bzw. zugeordnet.
Ich möchte heute Abend auch mal die Abdeckung unter den Schalthebeln lösen um dort zu schauen ob alles passt.

Gruß Markus
 
Hallo Markus,
Herzlich Willkommen bei der Rückkehr zu den Unimogverrückten!
Dann hast Du ja lange nach deinem Unimog gesucht.

Ich vermute auch den Fehler im Bremsflüssigkeitssystem.
Eine kleine Undichtigkeit könnte bei der Probefahrt/Überführung für den steten Verlust gesorgt haben.
Irgendwann reicht es dann nicht mehr für die Betätigung des Kupplungszylinders.
Es ist im Vorratssystem auch so konstruiert, daß die Bremse bis zuletzt versorgt wird und erst der Kupplungsmechanismus ausfällt.
Bremsflüssigkeit lässt sicht aber gut verorten/finden, der Geruch ist markant.


Gruß
Jochen
 
Hallo Markus,
neben Verlust von Bremsflüssigkeit und dadurch Druckverlust kann auch an der Leckage eingedrungene Luft die Ursache sein. In beiden Fällen wird die Ölsäule nicht mit voller Kraft weitergeleitet, weil sie entweicht oder aber stattdessen Luftblasen verdichtet werden.
Christoph
 
Hallo zusammen,

also ich denke in Richtung Bremsflüssigkeit wird das Problem wohl liegen.
Leider konnte ich am Behälter nicht erkennen wie viel Flüssigkeit noch drinnen ist, auf der Seite der Bremse scheint es noch ok.

Habe jetzt versucht mal alles zu säubern ob ich Leckagen entdecken kann.

Gruß Markus
 
Hallo Markus,

evtl. findest du ja eine undichte Stelle im Kupplungssystem. Wenn der Nehmerzylinder nach außen dicht ist wird vermutlich der Geberzylinder das Problem sein.

Die Frage mit der langen Standzeit war dahingehend, dass evtl. durch Rost im Zylinder (Standschaden) die Manschette im Kupplungsgeber- oder Nehmer-zylinder beschädigt wurde auf der Fahrt vom Verkäufer nach Hause durch häufiges betätigen der Kupplung. Das wäre nicht ungewöhnlich. Im Grunde ist der Aufbau vom Kupplungsgeberzylinder wie bei einem einkreisigen Hauptbremszylinder. Beim HBZ passiert das Beschriebene nach langer Standzeit auch manchmal. Dann kann z.B. nach außen sichtbar die Staubmanschette am Pedalstößel feucht sein. Es kann aber auch innen die Primärmanschette undicht sein, die sich über die Ausgleichsbohrung bewegt.

Falls du im Kupplungssystem ein Teil tauschst, dann wechsle am besten im ganzen Bremssystem die Bremsflüssigkeit aus wenn es nicht erst gerade gemacht wurde.
 
So, heute versucht zu entlüften. Nachdem aber die Gummimanschette am Nehmerzylinder hinüber war und dieser auch ziemlich versifft war, haben wir diesen ausgebaut und wird ersetzt.

Gruß Markus
 
So, den Kupplungsnehmerzylinder habe ich getauscht. Leider ohne den gewünschten Erfolg. Wir haben dann noch ein Blech an der Kupplung abgeschraubt, dabei sind ein paar Teile, ein größeres Metallstück und drei abgescherte Metallköpfe, rausgeflogen. Ich denke dass die Kupplung hinüber ist...

Mit was muss man da so rechnen? Bin am überlegen ob ich das Fahrzeug in dem Zustand wieder verkaufen soll...

Gruß Markus
 
Hi Markus,
Das ist natürlich schade.
Du hast doch das Fahrzeug erst seit 2 Wochen. Da kannst du es doch nicht wegen sowas verkaufen. Du hast dir einen Oldtimer gekauft, der 52 Jahre alt ist. Da geht halt Mal was kaputt. Egal ob PKW, Motorrad oder Unimog. Das sollte man einplanen, wenn man sich auf sowas einlässt. Und die Kupplung wird da nicht das einzige sein.
Die Kupplung ist ein Verschleißteil, was irgendwann Mal ausgetauscht werden muss.
Manche Fahrer richten sowas auch innerhalb von 24h nach der Reparatur hin.Das bezieht sich aber eher auf die Kupplungsscheibe. Das die Mechanik auseinander fällt ist nicht der Regelfall,
kann aber passieren. Es kann auch eine gebrochene Ausrückgabel sein. Zur genauen Schadensfeststellung muss das Getriebe oder Motor raus. Bzgl. Kosten: Anhand deiner Frage nehme ich an, dass du es nicht selbst ausführen kannst? Oder hast du evtl. jemanden der weiß wie es geht und ihr könnt es zusammen irgendwo reparieren?
In der Werkstatt wird das wohl gegen 2.5-3k€ gehen. Aber da frag am besten Mal in einer fachkundigen Werkstatt (Unimog Vertretung oder Landmaschinen) nach, das kostet erstmal nix.

Lade doch Mal ein Bild mit den gefundenen Teilen hoch.
 
Hallo Markus,
das ist dann natürlich ärgerlich.

Eine neu Einfachkupplung kostet € 500-600, damit musst Du rechnen.
Wenn Du die selber wechseln kannst würde ich das machen.

Gruss Bert
 
Hallo zusammen,

ja, bin total frustriert. Hatte zum Kauf eigentlich extra noch einen Bekannten mitgenommen, der sich mit Unimogs besser auskennt. Mich ärgert es halt, dass er nach 50km die erste größere Reparatur hat. Dass bei dem Fahrzeug diverse Probleme auftauchen können und auch noch diverse Baustellen vorhanden sind war mir auch bewusst, so ist der Kippzylinder undicht, das Verdeck lässt wohl Wasser durch und die Kabine hat ein paar Stellen mit Rost.

Kleinigkeiten kann ich bei mir richten, den einen oder anderen Mechaniker hab ich im Freundeskreis, jedoch hier stoßen wir an Grenzen.

Dies sind die Teile, welche nach entfernen der Abdeckung rausgefallen sind.




Aufwand dürfte so bei rund 500 Euro Material liegen, zuzüglich einen Tag Arbeit, zuzüglich Transport zur Werkstatt.
Theoretisch wäre es die Gelegenheit zum die Kabine richten, die muss jetzt ja eh runter...

Gruß Markus
 
Doch, kann man kippen. Müssen vorne zwei Scharniere angebaut werden, sofern ich es recht verstehe. Ist in meiner Bedienungsanleitung beschrieben. Aber ein Aufwand ist da schon vorhanden.

Gruß Markus
 
Die Teile sind ja schon etwas zermahlen. Evtl. Nietköpfe/ Befestigung der Ausrückhebel an der Druckplatte. Das würde zur Beanstandung passen. Aber sicher weiß ich es nicht.

Bei einem 8h Arbeitstag in einer Werkstatt wird ein Tag für die komplette Reparatur nicht ausreichen.

Weißt du, ob du eine Doppelkupplung verbaut hast?
 
Hallo Tobias,

ist eine einfache Kupplung.
Eventuell müsste ich mal schauen, was ich als Vorbereitung selbst im Vorfeld machen kann.
Zumindest will ich die Schmidt-Anbauplatte abbauen, wird beim Kabine kippen im Weg sein und soll sowieso weg.

Gruß Markus
 
Hallo Markus,

eine Einfachkupplung wirkt sich schon mal positiv auf den Geldbeutel aus.
Hast du die Kabine mit den angeschweißten Ösen für die Kippvorrichtung?
In der Werkstatt deines Vertrauens solltest du fragen, ob eine Kippvorrichtung für den Unimog vorhanden ist. Wie du vermutlich weißt, gab es zwei Versionen, für Kabinen ohne Öse und für jene mit Öse. Andernfalls solltest du versuchen, die vorab zu organisieren.
Nicht den Mut verlieren :-)
 
Hallo Markus,
die Teile auf dem Foto sehen für mich nach der Mitnehmerscheibe und den Nieten der dazugehörigen Beläge aus. Die Frage ist natürlich, warum hat die Scheibe sich aufgelöst. Altershaber? Hat die Druckplatte einen defekt an den Druckfedern und damit schief angedrückt oder gibt es eine andere Ursache? Da muß auf alle entsprechend inspiziert werden. Kabine kippen und Motor nach vorne ziehen zur näheren Betrachtung wäre da wohl ein erster Schritt.
Mit Mog Grüßen
Roland
 
An Niete und Teile der Mitnehmer Scheibe hatte ich auch erst gedacht. Aber verworfen, weil somit nicht das Trennen des Kraftschlusses das Problem wäre sondern eher die Kraftübertragung. Evtl. blockieren auch Teile den Ausrückmechanismus der Druckplatte. Vielleicht ist etwas durch eine verklebte Mitnehmer Scheibe kaputt gegangen. Wie dem auch sei, wie du sagst Roland, aufmachen und nachsehen. Sonst kann man noch viel philosophieren. :D