U70 406 Wiederaufbau

boettger

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29. Juni 2010
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Moin.

Nach langem Zaudern habe ich mich nun doch entschlossen den ollen Dicken wieder aufzubauen.
Die Basis ist .. sagen wir mal.. "durchwachsen".. vor allem die Hütte ist sowas von hin.. und auch der Rest ist schon eher gut gebraucht. Die Zerlegerei artet stellenweise in echte Arbeit aus, fast alle Schraubverbindungen sind festgegammelt oder rundgerostet. Dazu kommt der immense Dreck den die ewige Öl und Fettsauerei, da kommt noch ein echtes Problem auf, einfach im Freien abdampfen ist ja nicht mehr.. :ironie
Derzeit ist noch die Hinterachse in Arbeit, dann gehts erstmal ans grobe Grundreinigen des Rahmens und die Reparaturarbeiten daran. Danach muss ich noch nen anständigen Sandstrahlbetrieb in der Gegend auftun, der auch die Entfettung durchführen kann/will und auch den Bereich hinter den Aussteifungsblechen sauber bekommt. Lackieren "dürfen" die auch gleich...

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Die nachgeschweiste Getriebelagerung sieht auch von innen nicht besser aus...

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Mehr Platz wär schön.. aber zumindest der Rahmen kann jetzt raus... diverse Schrauben an der Achse werden wohl nur per Flex rausgehen.. :?

Edit.. Säbelsäge... Schraube in der Stoßdämpferhülse festgerostet und die unteren Federhalteschrauben... da ging nix mit Schlüssel...

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Was ne Sauerei... Spachtel und Stemmeisen.. damit geht zumindest der Teerartige Dreck weitestgehend ab. Später noch mit Waschbenzin nachwischen, das muss für den Strahl/Lackierbetrieb reichen.

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Die Lenkgetriebehalterung ist tricky zu säubern... war das Winkelblech so Serie? In den dahinterliegenden Hohlraum ist kaum dranzukommen.

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Rost hats natürlich jede Menge... die linke Dämpferhalterung sieht besonders schlimm aus. Gehört die Welle im Material so, oder ist das angeknickt?

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Soweit es die beschränkten Möglichkeiten in der Garage zulassen hatte ich den Rahmen mal auf den Unterstellböcken "Ins Wasser gebracht", vorne rechts ist er dann ca. 5-6mm zu hoch.
Genauer (messen nach Rep.Buch) kann ich ihn nur nach dem Strahlen, so dreckig darf er nicht in die Halle... :mrgreen:
 
Hallo,

der Winkel am Lenkgetriebe, wurde bei denen Mogs angebracht, wo das Verbindungsrohr an der Rahmenstelle/Schweißnaht gebrochen ist.
Da hast auch noch einiges an Arbeit vor dir… mach gerade das gleiche.

Viele Grüße
Jens
 
Na toll... und der hatte schon mal nen neuen Rahmen bekommen.. Unfall. :roll:
Das erklärt dann auch die Schweißdrahtreste an der Stelle, hatte mich schon gewundert. Immerhin wurde das besser geschweißt als das Getriebelagerrohr.

War zu Anfang ein Gemeindefahrzeug in Frittlingen und Rottweil, da dürfte er dem Heckzustand nach im Winterdienst ne menge Salz gesehen haben. Hatte 2010 bei ersten Teilinstandsetzen schon Kiloweise Rost weggenadelt. :mauer

Arbeit.. jupp.. ich lass aber auch einiges machen, und die Kabine wird ein Rentnerprojekt :mrgreen:
Das Getriebe ist so lala, das hatte ich 2012 mal getauscht, da das große F geplatzt war.
Der OM ist ebenfalls Reif, der brauchte zuletzt mehr Öl als Diesel..

Wenn der Rahmen aus der Garage raus ist werd ich erstmal stabile Auflagen für die Achsen bauen, mal gespannt was an der VA alles zum Vorschein kommt.
 
Sauber genug... jetzt noch die Kipperspinne zerlegen und beides ab zum strahlen.
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Gibts eigentlich sowas wie ne Checkliste für neuralgische Schwachpunkte an Anschweißteilen und Verbindungen?
Ein paar Ecken sehen nicht so schön aus... z.b. die Haltelaschen für die Gummianschläge der Achsen.
Lassen oder gleich neu machen?

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Die Querrohrnähte sind .. hmm..


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Bekommt man das Silentlager der vorderen Aufhängung zerstörungsfrei raus? Ich würds eigentlich lieber drin lassen, defekt ist es imho nicht.

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Der rechte Stossdämpferhalter hat ein Versteifungsblech, der linke nicht.. gehört so?

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Der Verstärkungswinkel liegt press an den Halterungen des Lenkgetriebes an. Zum strahlen leicht wegdrücken und mit 3-4mm anpunkten? Ansonsten gammelts da wieder..

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Hi Jens,

ich hab bei mir das Lager mit einer Gewindestange, einem Stück Rohr und einem passenden Druckstück aus bzw. eingebaut. Du musst nur drauf achten, dass du das Lager nicht über die innere Hülse sondern über die Äußere ziehst. Je nach dem wie fest das Lager sitzt überlebt der Gummi das sonst nicht! Wenn du Zugriff auf eine Drehbank hast ist das entsprechende Druckstück aber schnell angefertigt.

Wenn ich deine Bilder sehe bekomm ich fast einen Flashback. Das Schrauben war eine schöne Zeit wenn's auch oft spät und ansträngend war. Mittlerweile ist meiner nach ca. 2,5 Jahren wieder ordentlich und mit TÜV auf der Straße unterwegs. Viel Erfolg bei deinem Projekt!

lg
Joe
 
AnalogoN schrieb:
Hi Jens,

ich hab bei mir das Lager mit einer Gewindestange, einem Stück Rohr und einem passenden Druckstück aus bzw. eingebaut. Du musst nur drauf achten, dass du das Lager nicht über die innere Hülse sondern über die Äußere ziehst. Je nach dem wie fest das Lager sitzt überlebt der Gummi das sonst nicht! Wenn du Zugriff auf eine Drehbank hast ist das entsprechende Druckstück aber schnell angefertigt.

Wenn ich deine Bilder sehe bekomm ich fast einen Flashback. Das Schrauben war eine schöne Zeit wenn's auch oft spät und ansträngend war. Mittlerweile ist meiner nach ca. 2,5 Jahren wieder ordentlich und mit TÜV auf der Straße unterwegs. Viel Erfolg bei deinem Projekt!

lg
Joe

Hi.

Nix Jens.. Klaus.. :mrgreen:

Was bistn von Beruf? Ich hab zwar auch schon ettliches an Autos und Zeugs wieder instand gesetzt.. aber das was Du da in den paar Jahren quasi "nebenbei" gemacht hast.. wow!

Den Mog wollt ich eigentlich auf BEV umbauen.. aber da es in D absolut unmöglich ist ohne EMV Prüfung ein Fahrzeug der Mogklasse zu legalisieren wird der OM wieder rein kommen.. wenn ich ihn retten kann..

Getriebe ist auch noch ein F.. ob da ein anständiges G aufzutreiben ist wird sich zeigen. Immerhin hatte es noch funktioniert.. vor 8 Jahren.. :oops:

Die Kabine werd ich wohl oder übel großteils machen lassen müssen.. eigentlich wollt ich den Rundscheiber auf die Forst-Kabrioversion umbauen, weil es die zerkratzteFrontscheibe nur noch gegen echt viel Geld gibt.. mal schauen ob ich einen meiner polnischen Kontakte dafür begeistern kann... Blecharbeiten in dem Umfang müsst ich mir erst beibringen..

Läuft Deiner mittlerweile komplett? Ich werd wohl die Luftteile der Bremse auch auf stand der Technik bringen..

Grüße,

Klaus
 
Hi Klaus :D ,

danke für die Blumen! Ich hab Maschinenbau studiert, aber das rein theoretische Wissen hilft einem da eher selten weiter. Ansonsten geh ich meine Projekte immer nach dem selben Prinzip an: Baustelle erstmal aufreißen, eine passende Lösung muss man dann in Ermangelung von Alternativen schon finden.

Ich bin etwas schreibfaul, bzw. warte ich auf die Bildergalerie im Forum, aber bis auf die Hydraulik und die Anschlüsse der Anhängerbremsanlage läuft er schon seit knapp einem Jahr, auf der Straße ist er aber erst seit diesem Sommer. Die Proportionalhydraulik kommt über Weihnachten rein. So richtig fertig ist er aber vermutlich nie. Hab schon wieder oder noch immer einiges an Ideen im Kopf die ich noch umsetzen möchte. Mal schauen wie das mit Projekt Haus, Kind(er) und dem restlichen Fuhrpark zu vereinen ist.

Einen durchaus erfolgreichen E-Mog haben wir im Forum ja schon, aber das ganze mit TÜV auf die Straße zu bringen ist sicher noch einmal ein anderes Kapitel. Aber nichts ist unmöglich!

Zur Kabine: Als ich mit meiner begonnen hab, hatte ich noch nie ein Stück Blech in der Hand oder auch nur eine anständige WIG Naht geschweißt. Man wächst mit seinen Herausforderungen, also nur Mut!! :flex

lg
Joe
 
Kipperspinne.. bestimmt schon zigmal geschildert.. ist trotzdem Schei... :mauer

Trotz anwärmen tat sich nix. Da erst bemerkt das irgend ein Idiot den Bolzen an den Lagerbund angeschweißt hatte.. Da das Material eh nicht vertrauenerweckend aussieht halt mit der groben Keule..

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Der Rost hat die beiden C-Profile ziemlich auseinandergetrieben.. sauber bekomm ich das an den Enden bzw. am Lager imho nicht. Was tun? Doch raustrennen, zerlegen, richten und wieder einschweißen?


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Die oberen Zugverstärkungen sind ebenfalls massiv jnterrostet und teilweise bereits abgerissen...

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Hallo Klaus,

das hintere und ein vorderes Lager der Kipperspinne habe ich damals bei der Restauration auch nicht auseinander bekommen. Das habe ich dann einfach zusammengelassen. Funtioniert bis heute. Allerdings hatte ich auch nicht soviel Rost dazwischen.

Sonst :spitze für Deine Berichte. Lese ich immer gerne.
 
Hallo Klaus,

Wo siehst Du die Problem beim Umbau des Mog zum BEV in Bezug auf die EMV Prüfung.
Wie jung ist Dein Mog, dass er die EMV Prüfung überhaupt benötigt. Wenn entsprechend einzelgeprüfte Systeme verwendet werden ist eine gesamt Prüfung nicht notwendig zu mindest bei alten Fahrzeugen.
Mein Fahrzeug ist generell so umgebaut, dass es TÜV fähig ist (mit TÜV Sachverständigem abgeklärt).
Es gibt eine Reihe von Anbietern für die Legale TÜV konforme Umrüstung von Oldtimern, ein Mog ist nur etwas größer und schwerer aber nicht unmöglich.
 
Mir wurde auf dem Alternative Antriebsformen Treffen in Snh. von einem TüVler gesagt das ich für einen Hochvoltumbau mit Teilen anderer Fahrzeuge (Leaf/Tesla) generell die EMV Prüfung zur Legalisierung brauche. Das Projekt ist aber aus anderen Gründen eh auf Eis gelegt. BEV gebstel mach ich nebenher mit meinen Twizys.. :mrgreen:

Hier in der linken oberen Ecke sieht man z.b. einen Teil der ca. 400 21700 Rundzellen die den vergrößerten Akku darstellen sollen.. wenn ich die Blöcke mal zusammengebraten habe... Mog geht derzeit aber vor..


file.php
 
Hi Klaus,

die Bolzen der Kipperspinne sind wohl fast immer Fest. Auch wenn sie einen Schmiernippel haben bezweifle ich, dass sich dort oft eine Fettpresse hin verirrt.
Wenn du Zeit bzw. die passenden Maschinen hast würde ich die Bolzen im schlimmsten Fall ausbohren und neue machen. Dass sich das ganze drehen kann hat schon seinen Sinn. Mein Kipperspinne ist leider selbst gestrickt und hinten nicht drehbar gelagert. Die vorderen beiden Montagepunkte hatten schon ordentlich Risse. Sicher auch aufgrund der festgegammelten Bolzen.

Die Werkstattpresse war bei mir nicht ausreichend. Hab dann die Bolzen bis auf ca.1-1,5mm ausgebohrt und den Rest dann mit Meisel und Hammer ausgebaut.

image.php


Je nach Verschleiß und Rost kann es dann aber notwendig werden die Halter auszuspindeln und größere Bolzen zu drehen.

image.php


Lg
Joe
 
Hallo Klaus,

nur noch einmal zur EMV, weil Du es ja angesprochen hattest.
Ja, wenn du Komponenten aus einem Tesla oder Leaf, die nur für diese Fahrzeuge zugelassen waren, verwendest stellt sich natürlich die Notwendigkeit der EMV-Prüfung. Ich habe aber wie die üblichen Umrüster andere spezielle Komponenten / Systeme vwerwendet die speziell für diese Umrüstungen einzelgeprüft sind. Generell würde ich auch bei einer Umrüstung empfehlen nicht die üblichen LiIon Akkus der Automobilindustrie zu setzen sonderen die sichere LiFePo Technologie einsetzen. Damit funktionieren dann aber auch die anderen Komponenten der E-Autos nicht mehr.
 
Hmpf... Bolzen der Spinnenlagerung ausbohren wird tricky wenn ich die Halterungsstreben nicht abschneide... erstmal warmmachen und dann drücken. Wenns nicht funzt werd ich wohl eher die Bohrmaschine an die zum Rahmen hin zeigende Fläche des Halters spannen und quasi "am Objekt" bohren.
 
Habe bei meinem 406 die Spinne mitsamt den Halterungen abgebaut,
die Spinne senkrecht an den Flaschenzug gehängt, die Sicherungstifte der Bolzen entfernt,
die Gußhalterungen mit dem großen Brenner erhitzt und unterbaut.
Mit dem großen "Bello" und roher Gewalt haben dann die Bolzen wiederwillig ihren Platz verlassen.
Bolzen wurden neu angefertigt, ebenso die Kunststoffbüchsen in den Halterungen die beim Erwärmen
sowiso verschmort waren.
Die neuen Bolzen wurden mit einer Bohrung und Gewinde M10 versehen, so daß Diese bei der nächsten
Demontage eventuell mit einer Gegenstütze ausgezogen werden können.
Gruß Hubert