Umbau auf Trockenluftfilter beim 406

Hallo Jens und hallo Helmut,
der Filter sitzt, wo früher auch der Ölbadluffilter war, links in Fahrtrichtung und ist mit derselben Schelle wie der vorherige Ölbadluftfilter befestigt, hat also denselben Durchmesser. Er ist sicher etwas länger, auch durch den am Gehäuseboden befestigten Auswurfschnorchel für die groben Verunreinigungen. Hier habe ich ein Stück des Radlaufs ausgeschnitten und das Gehäuse mit einem starken Gummigewebe geschützt. Dies waren, neben den anzufertigenden bzw. zu findenden Rohrbögen für Ansaugung und Auslass zum Motor, die einzigen Anpassungen. Das Filtergehäuse sitzt damit, wie vorher beim 406er Vorgängermotor, weit vom Motorgehäuse entfernt an der Außenwand. Sehe von der Seite also keine Probleme.
Leider steht mein Mog z.Zt. nicht an meinem Wohnort, so daß ich keine Bilder anfertigen und keine Maße nehmen kann. Sollte aber weiterhin Interesse bestehen, so werde ich dies bei meinem nächsten Hallenbesuch nachholen.
Mit Mog Grüßen
Roland
 
Hallo Roland
das wäre sicherlich für manchen Kollegen innteressant, zumal der Motor bzw derLuftfilter ja in der gleichen Größenklasse spielt.
Interessant ist die Länge, da beim 406 in der Regel 365er (14,5er) oder gar 405er Räder gefahren werden, was den Platz im Radhaus schon reichlich ausfüllt, besonders bei Verschränkung im Gelände und eingeschlagener Lenkung, das dürfte mehr als eng werden.
Bilder sind in jedem Falle willkommen, da kann sich jeder selber ein Bild machen.
Für H-Kennzeiche fällt der Filter allerdings raus, der Anforderungskatalog ist da sehr eindeutig
  • Vergaser und Ansaugtrakt müssen original sein (auch bei den oben genannten
    Motoren). Ein Umbau ohne Leistungssteigerung (+/- 5% Toleranz) ist möglich
    .
 
Helmut Schmitz schrieb:
Für H-Kennzeiche fällt der Filter allerdings raus, der Anforderungskatalog ist da sehr eindeutig

Vergaser und Ansaugtrakt müssen original sein (auch bei den oben genannten
Motoren). Ein Umbau ohne Leistungssteigerung (+/- 5% Toleranz) ist möglich.

Ein sehr guter Hinweis, wie ich finde! Vielen Dank! :)

Viele Grüße
Alex
 
Hallo Helmut,
obwohl ich es ähnlich sehe wie Du, nicht alle Umbauten werden für das H-Kennzeichen genehmigt, gehört trotzdem zu so einer Aussage auch eine Quellenangabe. Gerade im großen Netz, welches nichts vergisst ist dieses wichtig.

Warum ich dies erwähne, auf der Seite vom TÜV Süd bzw den dort verlinkten Dokumenten findet man derzeit diese Formulierung nicht mehr, obwohl sie 2010 dort tatsächlich mal so gegeben war. Mir geht es auch manchmal so, dass ich auf Dokumente, die ich irgendwann mal interessant fand, heruntergeladen habe und dann nicht mehr geschaut habe ob es mittlerweile aktuellere Änderungen gibt.
 
Moin Jürgen
Maßgeblich ist noch immer die Richtlinie des Bundesverkehrsministeriums, mir ist keine Neufassung bekannt.
Dort ist die Motorperipherie (Gemischaufbereitung)im Originalzustand expliziet benannt.
Ich habe einen Filter der MAN G-Baureihe mal inspiziert, der Filter passt vom Durchmesser, bresitzt aber eine erheblich größere Gehäuselänge. Leider hatte ich keine Messmittel zur Hand, ich schätze die Gehäuselänge auf ca 600mm, d.h. ohne Änderung im Motorraum ist der Einbau nicht möglich.

46483484rf.jpg


46483485lg.jpg


46483486yj.jpg
 
Hallo Helmut
ein Paradebeispiel dessen, was ich oben angemerkt habe.
In Deinem 1.Beitrag steht etwas anderes als in dem jetzt verlinkten Dokument.
Das jetzt verlinkte Dokument liegt auf einem Server in der UCOM, ob es eine neuere Version in irgendeinem späteren Verkehrsblatt gibt wissen wir wohl beide nicht. Ich zumindest wälze und lese nicht jedes neue Verkehrsblatt, Asche auf mein Haupt. Aber die jetzt verlinkte Aussage im Gegensatz zu der vorher gemachten Aussage entspricht immer hin dem vom TÜV Süd verbreiteten Dokument im Wortlaut.
Aber in dem von Dir verlinkten Dokument steht auch, das Änderungen unter bestimmten Bedingungen durchaus möglich sind. Wobei ich nicht beurteilen kann, welche Veränderungen hier drunter fallen mögen.
Wenn wir auf Deinen 1. Beitrag zurückgehen, Dort waren auch Änderungen möglich, wenn dadurch keine Leistungssteigerung (+/- 5%) gegeben war. Ohne es genau zu wissen glaube ich, dass die hier beschriebenen Umbauten auf Trockenluftfilter nicht so wahnsinnige Leistungssteigerung mit sich bringt, (anders als gerne nicht nur aber gerade bei amerikanischen Musclecar Oldtimern eingebaute Registervergaser mit Sportluftfiltern)
Wenn ich nun vor diesen Fragen stünde ob ich umbaue oder nicht und ob ich H-Kennzeichen möchte oder nicht würde ich mich vertauensvoll an meinen TÜV-Sachverständigen wenden.
 
Hallo zusammen,
hier die versprochenen Bilder zum Umbau auf Trockenluftfilter in meinem 406er Fahrerhaus, ausgelegt fr einen OM617 Turbo mit 125 PS. Fahre den Filter nun bereits seit dreißig Jahren und mußte bis dato nur einmal die Patrone wechseln, ansonsten immer nur ausgeblasen. Gefahren wurden Straßen und Pisten in Afrika und Südamerika.
Hoffe ihr könnt mit den Bildern etwas anfangen.
Mit Mog Grüßen
Roland
 
Sorry,
aber das mit den Bildern anhängen scheint nicht soooo einfach zu sein.
Wer kann mir helfen?
Gruß
Roland
 
Hallo Roland,

eigentlich geht das Bilder anhängen jetzt gut und einfach.
1. Unten auf "Dateianhang hochladen" gehen;
2. Auf Schaltfläche "Dateien hinzufügen" gehen;
3. Es geht ein Dateimangerfenster auf in dem Du die Bilder auswählen / markieren kannst;
4. In dem Fenster auf "öffnen" gehen;
5. Es erscheint kurz ein Ladebalken;
6. Wenn der Ladebalken wieder verschwindet ist alles gut und Du kannst den Beitrag absenden
 

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Vielen Dank Jürgen,
also neuer Versuch:
20231103_102647 Staubauswurf unten.jpg
20231103_102516 Motorraum rechts.jpg
20231103_102537_Motorraum rechts.jpg

Ich habe die Bilder neu geordnet und gedreht
H(Mod)
 

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Sorry,
die Beschriftung ging schief. Das erste Bild steht auf dem Kopf und zeigt den Blick in den Radkasten auf den Gehäusebden mit Staubauswurfschnorchel
Gruß
Roland
 
Hallo Alex
der Umbau entspicht dem Durchfluss wie der originale Trockenluftfilter. Zu dem einsatz wurde ja schon ausreichen geschrieben.
 
Hallo,

ich muss zugeben, dass ich glaube ich Helmut gerade nicht ganz folgen kann.

Helmut Schmitz schrieb:
der Filter wird dann von innen nach außen durchströmt.

Auf Bild 1 geht doch der Kanal von der Filter Mitte auf den seitlichen Abgang am Gehäuse? Der geht dich zum Motor, die Schnittzeichnung in der Anzeige scheint das auch zu zeigen?
Damit wäre er dich von außen noch innen durch strömt, oder sehe ich da was falsch?


Qualitätstechnisch sollte das ganz mit 3D Druck durchaus gut dein können.
Selbst 0815 Druckmaterialen wie PLA sollten von der Wärmeentwicklung keine Probleme bereiten, da es zwar in Motorraum ist, aber ja ständig von Frischluft umgeben.
Von der generellen Festigkeit sollte das ja auch mehr als akzeptabel sein. Das Design sieht auch echt gut für 3D Druck ausgelegt aus. Da hat der Entwickler in der Hinsicht gute Arbeit geleistet.
Lediglich in Bereich der Dauerfestigkeit bei Vibrationen würde ich leichte Zweifel hegen. Da der Filter ja quasi runterhängt und an den Schichten und ihren Klebebünden zieht. Wenn der dort anfängt zu schwingen bzw vibrieren, könnte das eventuell die Bauteil Lebenszeit verkürzen. Vielleicht bin ich da aber auch was voreingenommen von den den etwas schwächeren 3d Druck Plasten. Das kann durchaus kein Problem sein.


Mein größtes Manko wäre jedoch irgendwo der Preis. Ich gönne natürlich jedem fahre Entlohnung für seine Ideen. Vor allem ist es ja doch noch gut günstiger wie manch andere Umbausätze. Allerdings für ein Design, dass sich Grundsatz jetzt in größeren Stückzahlen produzieren lässt, wäre eventuell der Design-Kosten Anteil im Vergleich zu Bauteilkosten etwas hoch. Fairerweise ist das natürlich jetzt nur Bauchgefühl, da habe ich ja jetzt nichts zum nachrechnen. Es ist aber trotzdem schon ein größerer Betrag.


Grüße
Sebastian
 
Hallo Sebastian
du hast recht, ich hab immer den originalen Trockenluftfilter vor den Augen. Beim ursprünglichen Ölbdluftfilter sind die Wege ja anders und jetzt gekreuzt. Dadurch wird von der Mitte zur Außenseite umgelenkt, so dass jetzt seitlich von außen nach innen gesaugt wird. Somit wäre das alles im Lot.
Der Filter selbst sitzt nach der Beschreibung unten auf und drückt gegen den Einsatzadapter. Da habe ich keine Bedenken.
 
Hallo Helmut und Sebastian,

danke für Eure Einschätzungen - das klingt doch recht gut und vertrauenserweckend! :)
Ich finde es jedenfalls schön, wenn es noch "Innovationen" für die alte Technik gibt. :D

Viele Grüße

Alex :mog4